Eine Reihe von Persönlichkeiten verschiedenster Hintergründe und Kulturen machen sich bereits für eine "Welt in Balance" stark ...

Und aus der Rückschau bleibe der Neoliberalismus der Reagan- und Thatcherära vermutlich "eine Episode der Verwirrung". Joseph Stiglitz bleibt aber Optimist: Er glaubt an eine Globalisiserung mit menschlichem Anlitz.

Joseph E. Stiglitz
US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger



Die Botschaft, die wir immer in den Vordergrund stellen sollten ist, daß die Armut in der Welt künstlich erzeugt wurde. Sie ist nicht Teil der menschlichen Zivilisation. Wir können das ändern, wir können Leute aus der Armut herausholen und kommen dann zur realen Situation. Das einzige, was wir machen müssen, ist, unsere Institutionen und Regeln zu überarbeiten, dann wird es keine Menschen mehr geben, die unter der Armut leiden. Ich hoffe, daß dieser Preis dazu beiträgt, daß diese Botschaft viele Male gehört wird, und das in eine Art und Weise, dass die Leute anfangen zu glauben, daß wir eine Welt ohne Armut erschaffen können. Das ist es, was ich gerne tun möchte.

Muhammad Yunus
Friedensnobelpreisträger 2006 und Gründer der Grameen Bank

 

Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.
Letztes Jahr sind nach dem Welternährungsbericht jeden Tag 100.000 Menschen an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen gestorben, alle 5 Sekunden ist ein Kind unter 10 Jahren verhungert. Und dies, obwohl die Weltlandwirtschaft schon heute - ohne Gentechnik, etc. - problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren könnte, wie derselbe Bericht feststellt. D.h., es gibt keinerlei Fatalität für die Massenzerstörung der Welt.

Jean Ziegler
UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung


 

"Wir brauchen eine Verzahnung von Umweltschutz und Sozialmaßnahmen mit der Welthandelsorganisation, mit dem Internationalen Währungsfonds und mit der Weltbank. Die Dinge müssen aufeinander abgestimmt sein. So, wie im Rahmen der Sozialen Marktwirtschaft - dies ist jedenfalls unsere Erfahrung - der soziale und der ökologische Ausgleich auch immer Teil einer lebenswerten Gesellschaft waren, muss dies, glaube ich, auch im Ordnungsrahmen einer zukünftigen Welt stattfinden."

Dr. Angela Merkel
Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland


Angela Merkels Eröffnungsrede beim Weltwirtschaftsforum 2006 in Davos


 

„Solange Leute hoffnungslos sind, folgen sie falschen Propheten. Man müsste einen Weltmarshallplan haben, um der Bevölkerung eine Hoffnung zu geben.
Nicht eine Lösung, die Lösung wird noch sehr lange auf sich warten lassen, aber damit die Leute wissen, dass sie irgendwo in der Zukunft etwas erwarten können. Wenn nicht für sich, dann für ihre Kinder oder Enkelkinder. Und dann werden sie diesen falschen Propheten nicht folgen.“

Avi Primor
Ehem. Botschafter Israels in Deutschland



 

"Was wir heute brauchen ist ein "global Marshall Plan" um die Umwelt zu retten und Milliarden besitzlosen Menschen die Möglichkeiten zu geben, wirklich an der Wirtschaft teilzuhaben"

Al Gore
ehem. Vizepräsident der USA





 

"The collective und concentrated power of the world´s civil society hold´s the potential to reach incredible things - without the use of weapons and military strenght."

Harry Belafonte
Singer and UNICEF-Embassador



 

„Ich wünsche mir allerdings ein Europa, das die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten vorbildlich unterstützt – konkret durch weitere Öffnung der Märkte für die armen Länder und auch mehr öffentliche Entwicklungshilfe. Bei meiner Arbeit für den Weltwährungsfonds habe ich Hunger und unermessliche Not gesehen, vor allem von Frauen und Kindern. Doch ich habe auch gesehen, dass gezielte Entwicklungszusammenarbeit viel Gutes tun kann.“

Horst Köhler
Deutscher Bundespräsident


 

"Das erfolgreiche europäische Modell regionaler Integration und ökosozialer Marktwirtschaft hat hier wichtige Vorbildwirkung. Es ist nun an uns, als Zivilmacht Europa ein starkes Selbstverständnis als globaler Akteur zu entwickeln und diese Anziehungskraft unserer Ideen konstruktiv zu nutzen. In diesem Eintreten für Offenheit und globale Chancengerechtigkeit – bei gleichzeitigem Einfordern guter Regierungsführung in den betroffenen Ländern – sehe ich den Auftrag und die Verantwortung der europäischen Außenpolitik im 21. Jahrhundert.
Der von den USA finanzierte Marshallplan hat nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die finanzielle Basis für Europas wirtschaftlichen Aufschwung und unsere friedliche Integration gelegt. Mit einem globalen Marshallplan können wir diese Errungenschaften auf internationaler Ebene einbringen."

Benita Ferrero-Waldner
EU Foreign Affairs Commissioner


 

"Das Überleben unserer Spezies ist ernsthaft gefährdet – von der Kultur der Gier und des Konsums, entfesselt durch unregulierten Kommerz, und der Kultur des Hasses und der Furcht, entfesselt durch Kriege und Terrorismus. Das gegenwärtige Globalisierungsmodell bedeutet: Globalisierung von Gewalt, Nicht-Nachhaltigkeit, wirtschaftlicher Ungleichheit und sozialer Ungerechtigkeit. Wir müssen Regeln für eine Globalisierung des Friedens, der Gerechtigkeit und der Nachhaltigkeit aufstellen.
Ein weltweiter Marshall Plan muss ökologischen Raum für alle Spezies und Gesellschaften sichern, politischen Raum für alle Kulturen schützen und wirtschaftlichen Raum für alle Menschen gewährleisten. Dies ist die Sicherheitsagenda in diesen unsicheren Zeiten."

Vandana Shiva
Research Foundation for Science, Trägerin des Alternativen Nobelpreis


 

„Möge es uns mit dem Global Marshall Plan gelingen, ein ganzes Meer von Solidarität in der ganzen Welt zu schaffen. Für eine menschenwürdige Welt, in der nicht mehr die Zahl der gewonnenen Schlachten zählt, sondern in der alle Regionen dieser Welt die neue Ordnung als eine gerechte erkennen können, in der ihre Würde genauso geachtet wird wie die der anderen, wo es nicht das Recht des Stärkeren, aber die Pflicht der Solidarität gibt.“

Hans-Dietrich Genscher
Ehemaliger Außenminister der Bundesrepublik Deutschland



 

„Es ist mir eine große Ehre und Freude, die Global Marshall Plan Initiative mit unterstützen zu dürfen. Sie können sich nicht vorstellen, was es für die Frauen in den Dörfern von Bangladesch bedeutet, zu wissen, dass sich Menschen im fernen Europa für eine fairere Welt einsetzen. Aus tiefer Überzeugung wünsche ich dieser so sehnlichst erwünschten Initiative den besten Erfolg.“

Bibi Russell
Modedesignerin, Model und Gründerin von "Fashion for Development", Bangladesh


 

"Einen globalen Marshall Plan in einem offenen Prozess der Zivilgesellschaft zu entwickeln, ist ein demokratischer Gegenentwurf zu der Art und Weise, wie heute Regularien der Weltwirtschaft hinter weitgehend verschlossenen Türen ausgehandelt werden. Die Gewerkschaften sehen in einem solchen Prozess auch die Chance, bei der weltweiten Durchsetzung von Gewerschaftsfreiheiten und sozialen Grundrechten voran zu kommen."

Frank Bsirke
Chairman Ver.di



 

„Auf internationaler Ebene gibt es keine Demokratie und das Nord-Süd- und Reich-Arm-
Gefälle wächst täglich.Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, um diese Entwicklung, die zu einer nicht lebenswerten Welt führt, umzukehren, und zwar mit dem Ziel, einen Global Marshall Plan einzuführen.“

Susan George
Autorin, Transnational Institute, ATTAC France


 

"Der Global Marshall Plan ist zwingend notwendig, denn er geht Entwicklung und Armutsreduzierung durch einen systemischen Ansatz an. Die Umwelt und soziale Fragen werden von Anfang an integriert und nicht bei Seite geschoben als etwas, worum man sich kümmert, wenn erst Wirtschaftswachstum erreicht wurde. Darüber hinaus wird eine Übereinkunft über gemeinsame Umwelt - und Sozialstandards in Zeiten globaler Wirtschaft dringend benötigt. Sonst riskieren wir ein "Rennen abwärts" - und am Ende wären wir alle Verlierer."

Anders Wijkman
Mitglied des Europäischen Parlaments, des Schwedischen Roten Kreuzes und des Club of Rome, Schweden


 

"Der Marshall Plan war ein visionärer Plan. Genau solche Pläne brauchen wir heute - nicht um ehemals prosperierende Länder und Wirtschaften wieder aufzubauen, sondern um Wohlstand, wirtschaftliche Entwicklung und die Demokratie zu den Ländern und Menschen zu bringen, die viel zu lange keinen Zugang dazu hatten."

Jürgen Schrempp
ehemaliger Vorstandsvorsitzender von DaimlerChrysler


 
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