Dossier: Gender Mainstreaming

Was bedeutet Gender Mainstreaming in der Praxis? In einem aktuellen Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wird dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Zu den behandelten Aspekten gehören u.a. die Auswirkungen von Gender Mainstreaming auf die Geschlechterrollen, die Umsetzung im Europäischen Sozialfond und den Beitrag, den politische Bildung leisten kann.

Unter Gender Mainstreaming versteht man, dass in der Politik, in Organisationen und Institutionen alle geplanten Maßnahmen bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und Männern untersucht und bewertet werden. Die unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern und die Auswirkungen auf beide Geschlechter müssen dabei stets berücksichtigt, sowie gegebenenfalls Maßnahmen zur Gleichstellung ergriffen werden.

1997 wurde Gender Mainstreaming offiziell als verbindliche Richtlinie für alle Mitgliedsstaaten zum Ziel der EU-Politik ernannt. In Deutschland sind seit 2000 durch einen Kabinettsbeschluss alle Ressorts der Bundesregierung vor die Aufgabe gestellt, den Gender Mainstreaming-Ansatz bei allen politischen, normgebenden und verwaltenden Maßnahmen zu berücksichtigen.

In den Artikeln stellen die AutorInnen beispielsweise dar, wie das Alltagsverständnis von Geschlecht dazu führt, dass die realen gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten im Geschlechterverhältnis nicht erkannt werden, oder wie Geschlechterrollenbilder einen konkreten Einfluss auf die Ausprägung von Arbeitsbelastungen für Frauen und Männer haben.

Hier finden Sie einen Überblick über alle Artikel des Dossiers.

(Quelle: bpb.de)