22.06.2016 - 10:00

Erfolgreiches Sommertreffen der Initiative

 

Nach einer kurzen Kennenlernrunde am Freitagabend tauschten sich die Teilnehmenden über die Idee eines Marshall Plans für Afrika aus. Dabei wurde auch erwähnt, dass der Begriff des „Marshall Plans“ oft als Lösungsansatz für Krisen herangezogen wird, zuletzt in der Finanzkrise, aktuell hinsichtlich der Beseitigung von Fluchtursachen, wie von den Bundesministern Schäuble (Finanzen) und Müller (Entwicklung) gefordert (mehr dazu hier). Dieser aktuelle Ansatz spiegelt auch vieles wieder, was die Global Marshall Plan Initiative bereits seit 2003 fordert und in ihren fünf Bausteinen für eine Welt in Balance festgelegt hat.

Anschließend klang der Abend bei langen Gesprächen und in gemütlicher Runde aus.

Der nächste Tag begann mit einer längeren Vorstellungsrunde, bei der jeder kurz sagen konnte, warum er/sie sich innerhalb der Initiative einsetzt. In den Workshops, die an diesem Tag stattfanden, wurde genauer darauf eingegangen, wie das Engagement für Bewusstseinsbildung konkret aussehen kann ( z.B. Filmabende und Diskussionen zu „Too big to tell“ organisieren). Auch die Bedeutung von Spielen, um einem Publikum beispielsweise Gewohnheiten bewusst zu machen, wurde in einem Workshop besprochen und anschaulich nachgespielt.

Anschließend machten sich die Teilnehmenden auf den Weg in die Stadtkirche Friedberg, wo sie gemeinsam mit anderen Interessierten dem Vortrag von Prof. Radermacher zuhörten. Er griff in der rund 70 minütigen Rede die Bedeutung von globalen Spielregeln auf und betonte die Wichtigkeit der koordinierten Zusammenarbeit auf internationaler Ebene, um die Vereinbarungen der Weltgemeinschaft wie SDGS und das Abkommen von Paris auch wirklich nachhaltig umsetzen zu können. Aktuell befinden sich viele Staaten mit ihrer Orientierung hin zu einer „green and inclusive economy“ bereits auf dem richtigen Weg. Im Sinne eines Marshall Plans für Afrika betonte er, der Schlüssel für Afrikas Zukunft befinde sich in der Energiegewinnung. Die Fläche der Sahara bietet ein enormes Potenzial, um Solarenergie zu erzeugen, den Kontinent zu versorgen und sogar exportieren zu können. Arbeitsplätze würden somit – nachhaltig und sauber – geschaffen und Fluchtursachen könnten abgebaut werden. Momentan sei die Politik dabei, an solchen Plänen zu arbeiten.

Nach dem erkenntnisreichen Vortrag gab es ein gemeinsames, vegetarisches Mittagessen, das die Obdachlosenküche des Karl-Wagner Hauses zubereitet hatte.

Im Anschluss fand der letzte Workshop des Tages zu „Multinationals eine (un) eingeschränkte Macht?“ statt, den Multiplikator Johnny Nesslinger vorbereitet hatte.

Danach informierte Stiftungsvorstand Helge Bork über die Pläne der Stiftung und Weichenstellungen. Mit Jan Pingel wird ein neuer Mitarbeiter das Projekt der Hochschultage stärken. Gemeinsam mit verschiedenen Trägern erreichte die Stiftung mit dem Projekt bereits viele tausend Studierende. Gleichzeitig kündigte sie an, dass Andreas Huber seine bisherige Verantwortung für die Deutsche Gesellschaft CLUB OF ROME ausbauen und deshalb keine offizielle Funktion bei der Global Marshall Plan Foundation mehr innehaben wird. „Auch wenn ich kein Mitarbeiter der Stiftung mehr bin, stehe ich der Initiative als Multiplikator natürlich weiterhin zur Verfügung und freue mich auch auf die künftigen Vernetzungstreffen, zu denen ich sicherlich und gerne kommen werde. Auch über das gemeinsame Projekt der Hochschultage bleiben wir verbunden und sehen uns immer wieder“ so Andreas zu den Teilnehmenden des Sommertreffens.

In einer abschließenden Feedbackrunde, zeigten sich viele Anwesende darüber erfreut, dass solche Treffen eine gute Möglichkeit sind, neue Aktive kennenzulernen und mit alten Mitstreitern im Kontakt zu bleiben.