21.02.2013 (Ganztägig) bis 24.02.2013 (Ganztägig)

Unmenschliche Musik - Kompositionen von Maschinen, Tieren und Zufällen


Willkommen im Anthropozän, dem neuen Erdzeitalter, welches vom Menschen geprägt ist und die Menscheit eins werden lässt: Denn wir sind alle Akteure des Anthropozän. Es gilt neue „Karthographien des Wissens“ zu suchen, endlich die Brücke zwischen Überzeugung und Motivation zu schlagen, der Plünderung der Erdressourcen ein Ende zu setzen und mit einer gemeinsamen Sprache die Zukunft unseres Planeten zu gestalten.

Das „Haus der Kulturen der Welt“ in Berlin spricht in einem zweijährigen Projekt diesen transdisziplinären Paradigmenwechsel an. Mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln geht das Anthropozän-Projekt den mit diesem Konzept verbundenen neuen Positionierungen des „Menschlichen“ nach. Für genauere Informationen zum Projekt sowie auch zu den anstehenden Veranstaltungen laden wir Sie ein einen Blick auf die Website des „Haus der Kulturen der Welt“ zu werfen.
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Unser Musik-Kanon ist schon längst durch das Interesse an nichteuropäischer Musik erweitert worden. Nun ist es an der Zeit, noch einen Schritt weiter zu gehen: Im Menschen-Zeitalter wirft das HKW einen Blick darüber hinaus und präsentiert Kompositionen von Maschinen, Tieren und Zufällen.

Können nur Menschen Musik schaffen? Singen nicht auch Vögel und Wale? Was bleibt von der heiligsten und intimsten Kunstform, wenn Software Kompositionen kreiert, die man von den Werken der großen Meister nicht unterscheiden kann? Unmenschliche Musik ermöglicht innovative Zugänge zu aktuellen Themen, etwa zu Kreativität und geistigem Eigentum, zu künstlicher Intelligenz und Aleatorik, den Zufallsverfahren in der Kunst, zu Bruitismus als Geräuschkunst und anderen Erscheinungsformen der europäischen Avantgarde

Mit Nicholas Bussmann, David Cope, Jerry Dammers` Spatial A.K.A. Orchestra, Ebba Durstewitz, Tamer Fahri, Alexander Hacke, Lillevan, Andrew Pekler, David Rothenberg, Nobukazu Takemura und anderen.

Kuratiert von Detlef Diederichsen und Holger Schulze (Sound-Studies-Professor, Humboldt Universität Berlin )

In Kooperation mit: Theater Zeebelt, Den Haag; Berliner Gesellschaft für Neue Musik; Humboldt-Universität zu Berlin; Universität Kassel; Universität Eindhoven/TechUnited; Zoo-Aquarium Berlin; Museum für Naturkunde Berlin; Goethe-Institute Almaty und Taschkent; Deutschlandradio Kultur
 

(Quelle: hkw.de; Bild: hkw.de)