13.02.2013 - 10:30

Was passiert nach 2015?

Dieser weltweite Konsultationsprozess zur Weiterentwicklung der Millennum Development Goals (MDGs) wurde durch die Forderung der UN-Mitgliedsstaaten ermöglicht, die sich einen offenen, inklusiven Prozess wünschten. Auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft, die akademische Welt und Forschungsinstitute aus allen Regionen der Welt, sowie das UN System selbst, können sich nun also aktiv mit mit in den Prozess einbringen. Die Entwicklungsagenda nach 2015 -dem Stichdatum zur Erreichung der MDGs- sollte gemeinsam mit vorangebracht werden.

Seit Juli 2012 finden weltweit Tagungen, Konferenzen und Treffen parlamentarischer und zivilgesellschaftlicher Vertreterinnen und Vertreter zur Beratung über die Gestaltung der UN Entwicklungsagenda nach 2015 statt. Zeitgleich wird am Design der Sustainable Development Goals, die auf der Rio +20 Konferenz bereits als fester Bestandteil der künftigen Entwicklungsagenda beschlossen wurden, gearbeitet. Noch bis Mai 2013 können Empfehlungen eingereicht werden. Dann soll der von UN Generalsekretär Ban Ki-moon ernannte 26-köpfige Ausschuss einen finalen Report an den Generalsekretär übergeben.

Sich aktiv mit einbringend, trafen sich im Dezember 2012 rund 58 Parlamentarier und 38 Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Süd-, Südwest-, Nord- und Zentralasien in Bangladesh und fordern in der Dhaka Deklaration die unbedingte Berücksichtigung von Menschenrechten bei der Ausgestaltung einer neuen Entwicklungsagenda. Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Jugendorganisationen, die im Dezember in Nairobi zusammenkamen, fordern in der African Youth Declaration on Post-2015 Agenda die Berücksichtigung der Interessen junger Menschen in der neuen Entwicklungsagenda. Auch in Seoul (Korea) versammelten sich 53 junge Menschen aus China, Japan, Korea und der Mongolei um über die Entwicklungsagenda zu diskutieren und brachten ihre Forderung "The World We Want: A North-East Asian Youth Vision", in die Arbeit des Ausschusses ein.

Einen wunderbaren Überblick in deutscher Sprache verschafft der neue Bericht "Globale Nachhaltigkeitsziele" von terre des hommes und dem Global Policy Forum Europe. Dieser gibt einen Überblick über die lange Geschichte internationaler Entwicklungsziele, analysiert die Stärken und Schwächen der MDGs und leitet daraus Schlussfolgerungen für eine Post-2015-Entwicklungsagenda ab. Die politischen Kontroversen über Entwicklungsziele werden ebenso dargestellt wie unterschiedliche Modelle und Konzepte, die international in der Diskussion sind. Sie finden den Bericht hier zum Download.

Der Konsultationsprozess hat ein eigenes Internetportal unter www.worldwewant2015.org. Dieses wurde bereits in mehreren Ländern und Sprachen veröffentlicht. Für weitere Informationen besuchen Sie auch die Website der Kampagne Beyond 2015, die auch von der Global Marshall Plan Initiative unterstützt wird.

 

(Quellen: www.beyond2015.org, www.worldwewant2015.org, www.tdh.de, www.deine-stimme-gegen-armut.de)