Newsletter 03 / 2009

- Meinung -
Bankgeheimnis endlich abschaffen!
Bruch des Bankgeheimnisses bei UBS
Aktuelles zur Finanztransaktionssteuer im EU-Kontext
- Kampagnen -
Einladung zur Mitunterzeichnung eines offenen Briefes an die G20 Regierungschefs
- Global Marshall Plan International -
Global Marshall Plan in Indien
- Aus Politik und Zeitgeschehen
Kinder bilden Kinder zu Klimabotschaftern aus
Hamburger Schüler starten durch
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Müllhalde im Weltraum
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Neuigkeiten

- Meinung -

 

 

 

 

Bankgeheimnis endlich abschaffen!

Josef Riegler und Karl Koller begrüßen die Ergebnisse des Berliner G 20-Vorbereitungsgipfels zu einer lückenlosen Kontrolle der Finanzmärkte und einem Ende der Steueroasen.

Pressemitteilung

* ÖVP-nahe Plattform "Nova EUropa" unterstützt Forderungen des Berliner G20-Vorbereitungsgipfels.

* Unser Land darf nicht mit den Steuerparadiesen Schweiz und Liechtenstein zu einer Trutzburg des Neoliberalismus werden.

Wien, 24. Februar 2009 (NE-PD)

"Die unselige Ära des Neoliberalismus scheint damit zu Ende zu gehen" so Josef Riegler, der die Vorschläge, zusammen mit dem vom Gipfel unterstützten Vorschlag von Bundeskanzlerin Merkel für eine 'Charta für nachhaltiges Wirtschaften', als ersten Schritt in Richtung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft sieht.

Plattformobmann Koller betonte, dass man Merkels Wort, wonach man der Bevölkerung zeigen muss, dass "man die Zeichen der Zeit erkannt hat", endlich auch in Österreich ernst nehmen soll. "Länder mit Bankgeheimnis untergraben die Steuergerechtigkeit in anderen wie im eigenen Land" so Koller. "Während die Leute mit den Millioneneinkommen ihr Geld außer Landes bringen, trägt der Mittelstand die Steuerlast." Josef Riegler verweist darauf, dass die kleinen Steuerzahler jetzt jene Mittel aufbringen müssen, "die zum Löschen der von Profitgier ausgelösten Finanz- und Wirtschaftskrise notwendig sind." Angesichts dessen muss nun "weltweit Schuss sein mit der Steuerflucht der Herrschaften mit den Millioneneinkommen", so Riegler. Richtung Banken meinte er: "Wer ehrlich und transparent agiert, braucht weder Bankgeheimnis noch Steuerfluchtpunkte. Österreichs Banken sind in ihrer Leistung und Qualität so hochstehend, dass sie auf problematische 'Wettbewerbsvorteile' verzichten können."

Kritik übte Nova EUropa-Obmann Koller auch an der jüngsten Solidarisierung mit der Schweiz in Sachen Bankgeheimnis. "Während man in Sonntagsreden gerne den Neoliberalismus kritisiert und die Ökosoziale Marktwirtschaft preist, schmiedet die Bundesregierung eine neoliberale Allianz mit der Schweiz" so Koller. "Die Schweiz ist mit ihrem im Vergleich zu Österreich noch strikteren Bankgeheimnis nicht nur ein Magnet für illegale Gelder sondern mit ihren Niedrigststeuern in einigen Kantonen auch ein ausgeprägtes Steuerparadies."
"Als Verfechter einer Sozialen Marktwirtschaft und Gegner des neoliberalen Kasinokapitalismus sollte sich Österreich aktiv am Aufbau einer neuen Weltfinanzarchitektur beteiligen, statt sich als Bremser mit den Verteidigern des Bankgeheimnisses außerhalb der EU zu verbünden", so Josef Riegler, der an die Bundesregierung und den Finanzminister appellierte, "die Initiativen Deutschlands und Frankreichs in der 'G 20' zu unterstützen und das Bankgeheimnis im Sinne einer Politik der Ökosozialen Marktwirtschaft aufzugeben."

Rückfragehinweis:
Nova EUropa
presse@nova-europa.eu


Die Presseaussendung rief viele Reaktionen hervor. Einige Beispiele finden Sie hier:

News
Wiener Zeitung online und Print 25.2.2009
Presse online und Print 25.2.2009
Krone.at

(Einige der Links können von den Betreibern inzwischen gelöscht worden sein.)



 

Bruch des Bankgeheimnisses bei UBS

"Folgenschwerer Schlag für die Schweiz"

aus www.spiegel.de
Ist der Druck nur stark genug, wankt sogar das Bankgeheimnis: Um ihren Steuerskandal abzuschließen, werden Kontodaten von 300 reichen UBS-Kunden an US-Justizbehörden verraten. Schweizer Kommentatoren sprechen von "Kapitulation" - und sehen Prinzipien des Rechtsstaats ausgehebelt.

Hamburg - Es ist ein Bruch mit dem legendären Bankgeheimnis der Schweiz. 250 Namen und Daten potentieller Steuersünder sollen nach Angaben der Genfer Zeitung "Le Temps" wegen der UBS-Affäre an US-Ermittler verraten werden. Laut "Neuer Zürcher Zeitung" sind es sogar 300. Die einmalige Indiskretion soll dazu dienen, eine Steueraffäre aufzuklären, die die Schweizer Großbank seit Monaten erschüttert.

Kommentatoren in der Schweiz und der internationalen Finanzpresse warnen vor den Folgen dieser Entscheidung und sehen einen Tabubruch. Die "Neue Zürcher Zeitung" ("NZZ") nennt den Deal einen "folgenschweren Schlag für den Finanzplatz Schweiz". Die Aktion relativiere "das schweizerische Bankgeheimnis in höchstem Maße". Formell liege zwar kein Verstoß gegen das Gesetz vor - da ja nicht die UBS, sondern die Schweizer Aufsichtsbehörde Finma die Identität der inkriminierten Kunden bekannt geben werde. "Die Glaubwürdigkeit ist dennoch dahin", urteilt die "NZZ", "von der Präjudiz-Wirkung ganz zu schweigen."

"20 Minuten" schreibt, die Schweizer Politik befinde sich "in einer Art Geiselhaft des maroden Finanzmultis". Die sofortige Herausgabe von Kundendaten bedeute "nämlich nicht nur ein eigentliches Einknicken vor den US-Behörden, sondern die bewusste und offensichtliche Aushebelung des Rechtsstaats Schweiz".

Es sei nicht so, "dass alle US-Kunden der UBS, die nun ihren Heimatbehörden ausgeliefert werden, durch illegale Steuerbetrügereien Gesetze verletzt hätten". Bei einigen dürfte es sich um unbescholtene Kunden handeln. "Statt das Recht jedes Beschuldigten auf die Unschuldsvermutung zu bekräftigen, wie es einem demokratischen Staat gut ansteht und wofür die Urdemokratie USA Verständnis haben müsste, kapitulierten die Verantwortlichen", schreibt die Zeitung.

Die "NZZ" merkt dazu an, dass dem schnellen Deal sogar laufende Rechtsverfahren geopfert worden seien. "Einige amerikanische UBS-Kunden haben nämlich gegen die Aufhebung ihrer Anonymität geklagt und diese Klage bis zum Bundesverwaltungsgericht weitergezogen. Dieses Verfahren wird durch die Herausgabe der Kundendaten abgebrochen, bevor das Gericht Recht gesprochen hat."

"Meilenstein", "bedeutender Bruch"

Die US-Justizbehörden hatten der UBS vorgeworfen, rund 19.000 reichen Kunden im Land systematisch bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Guthaben im Wert von 18 bis 20 Milliarden Dollar seien durch die Schaffung von Scheinkonten verschleiert worden. Dem Fiskus könnten 300 Millionen Dollar Steuern entgangen sein.


(Bildquelle: Wikipedia Zürich)

Nach Angaben der Eidgenössischen Bankenkommission haben einzelne Mitarbeiter der Großbank zu US-Steuerzwecken eingeholte schriftliche Erklärungen von Kunden akzeptiert, von denen sie wussten oder hätten wissen müssen, dass sie den US-Steuerstatus des Kunden nicht zutreffend wiedergaben. Die UBS räumte einen Teil der Schuld inzwischen ein.

Dennoch sorgt die Herausgabe von Kundendaten auch in internationalen Zeitungen für Verwunderung. "In der verschwiegenen Welt des Schweizer Banking passiert das Undenkbare: Geheimnisse sprudeln ans Licht", schreibt beispielsweise die "New York Times".

Die "Financial Times" nennt die Herausgabe der Daten einen "Meilenstein", der viel bedeutender sei als die 780-Millionen-Dollar-Strafe der Steueraffäre. Durch die Aufgabe des Bankengeheimnisses zahle die UBS "eine der größten Bußen aller Zeiten".

Das "Wall Street Journal" nennt den Daten-Deal einen "bedeutenden Bruch" in der Tradition des Schweizer Bankgeheimnisses. Noch nie zuvor hätte die Schweizer Finanzmarktaufsicht einer ihrer Banken die Offenlegung von Kundendaten erlaubt. Eine Strafuntersuchung gegen die Bank sei durch das Zugeständnis wohl hinfällig.

US-Strafe vergrößert Loch in der UBS-Bilanz

Die UBS zeigt sich in einer Pressemitteilung entschlossen, die Einigung mit dem US-Justizministerium und der US-Börsenaufsicht SEC rasch umzusetzen. "Offensichtlich haben wir Fehler gemacht", teilt Institutschef Marcel Rohner mit. Die UBS werde ein nun wirksames Kontrollsystem einführen, hieß es.

Aus dem Geschäft mit in den USA wohnhaften Privatkunden muss sich die Bank nach Finma-Wunsch verabschieden. Von sich aus hatte die UBS bereits im Sommer erklärt, auf das Geschäft künftig zu verzichten.

Die Schweizer Großbank rutscht wegen der Geldbuße noch tiefer in die roten Zahlen als angekündigt. "Das Geschäftsergebnis 2008 wird um die Kosten für den Vergleich in den USA angepasst", sagte ein UBS-Sprecher an diesem Donnerstag. Bislang war sie für 2008 von einem Jahresverlust von 19,7 Milliarden Schweizer Franken (13,4 Milliarden Euro) ausgegangen.

Ob sich das Minus nun genau um die 780 Millionen Dollar vergrößert, konnte der Banksprecher nicht sagen. Die Kosten des Vergleichs werden der Mitteilung zufolge komplett im Geschäftsjahr 2008 verbucht und im geprüften Geschäftsergebnis enthalten sein, das im März veröffentlicht wird. Ob die Bank dafür Rückstellungen gebildet hat, ließ der Sprecher offen.

ssu

Quelle: www.spiegel.de
 

Aktuelles zur Finanztransaktionssteuer im EU-Kontext

Veranstaltungsnachlese aus der Europäischen Kommission

 

Am 24. Februar 2009 organisierte das Bureau of European Policy Advisers (BEPA) der Europäischen Kommission (EK) ein kommissionsinternes Seminar auf BeamtInnenebene mit dem Titel "Asset Price Fluctuations, Financial Crises and the Stabilizing Effects of a General Transaction Tax". Stephan Schulmeister vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) aus Wien hielt einen Vortrag zum Thema und im Anschluss daran gab es eine Frage- und Diskussionsrunde mit den VertreterInnen der EK.

Neben dem BEPA waren die EK-Generaldirektionen für Wirtschaft und Finanzen, Unternehmen und Industrie sowie Steuern und Zollunion vertreten.

In seinem einstündigen Vortrag beleuchtete Stephan Schulmeister den Prozess, der den Forschungsergebnissen der WIFO zufolge zur gegenwärtigen Finanzkrise geführt hat. Unter anderem kam er zu dem Schluss, dass eine generelle Finanztransaktionssteuer die extrem kurzfristigen spekulativen Transaktionen mit Finanzderivaten, die zur Finanzkrise erheblich beigetragen haben, verteuern und so eine Stabilisierung von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Aktienkursen bewirken würde. Darüber hinaus würde eine generelle Finanztransaktionssteuer eine beachtliche Einnahmequelle für Staaten bzw. den EU-Haushalt bieten und so wichtige Finanzmittel für internationale Projekte und Entwicklungszusammenarbeit bereitstellen.

Aus Sicht des Ökosozialen Forums Europa war diese Veranstaltung sehr zu begrüßen, da sie einen weiteren und vertiefenden Informations- und Gedankenaustausch mit der EK im Sinne unserer Forderung nach der Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene ermöglichte.

Die Details der Analyse und der Forschungsergebnisse von Stephan Schulmeister sind direkt seinen Publikationen, zugänglich unter stephan.schulmeister.wifo.ac.at, zu entnehmen.

 

 

- Kampagnen -

 

 

 

 

Einladung zur Mitunterzeichnung eines offenen Briefes an die G20 Regierungschefs

Ein Global Marshall Plan für Kleinkredite als Teil eines Globalen Pakts für Nachhaltigkeit

Sehr geehrte Damen und Herren,

Gerne möchte ich Sie heute fragen, ob Sie bereit wären, den beigefügten offenen Brief an die G20-Staatsoberhäupter mit zu unterzeichnen. Ich würde mich über eine Rückmeldung möglichst bis Ende dieser Woche sehr freuen, denn Anfang der kommenden Woche möchten wir diesen Brief gerne versenden.
Bei diesem offenen Brief handelt es sich um eine gemeinsame Initiative von Dr. Franz Alt und mir. Beim diesjährigen Vision Summit am 7.-8. November in Berlin wird dieser Impuls dann in einem großen internationalen Medienakt unter Anwesenheit mehrerer internationaler Spitzenpersönlichkeiten von The Elders seine Fortsetzung finden.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und verbleibe
mit besten Grüßen

Peter Spiegel
Institutsleiter

Zum Unterzeichnen

 

 

- Global Marshall Plan International -

 

 

 

 

Global Marshall Plan in Indien

Naveen Madishetty neuer Ansprechpartner

Naveen Madishetty stammt aus Indien und hat u.a. an der Universität Stuttgart studiert. Dort lernte er bei einem Vortrag die Global Marshall Plan Initiative kennen und engagiert sich seitdem für deren Ziele. Dass er sowohl in Indien als auch in Deutschland zu Hause ist, möchte er nutzen, um die Ziele des Global Marshall Plan auch in seiner Heimat bekannt zu machen. Naveen Madishettys Fachgebiet sind erneuerbare Energien. Durch seine Arbeit hofft er viele potentiell interessierte Menschen zu treffen und mit ihnen, von Hyderabad aus, eine Global Marshall Plan Bewegung in Indien aufbauen zu können.



Kontaktieren Sie Herrn Madishetty per E-Mail.



 

- Aus Politik und Zeitgeschehen

 

 

 

 

Kinder bilden Kinder zu Klimabotschaftern aus

Sichern Sie Ihren Kindern einen Platz in den Akademien in Forchheim, Berlin oder Tutzing!

 

Beim Lernen über das Klima, Spielen im Wald und Bäumepflanzen haben die Schülerinnen und Schüler eine Menge Spaß. Danach setzen die jungen Klimabotschaftern Projekte an ihren Schulen um.

Die nächsten Plant-for-the-Planet-Akademien stehen für 10-12-jährige Kinder stehen vor der Tür. Sie finden in Bayern und Berlin statt:

Eggolsheim
Das Umweltzentrum Liasgrube lädt 50 Kinder und 15 ehrenamtliche Begleitpersonen ein, vom 06.-08.03. dabei zu sein und zu Klimabotschaftern zu werden. Die Teilnahme kostet für Schüler/innen nur 20 Euro (für Begleiter kostenfrei). Alle weiteren Informationen sind in diesem pdf zu finden: Programm Eggolsheim.

Berlin
Besonders am Klimaschutz interessierte Kinder und Jugendliche – Klasse 5-7 - können eine Ausbildung zum Klima-Botschafter / zur Klima-Botschafterin bekommen. Dazu wird es am 10.03. eine Plant-Akademie in Berlin geben. Alle weiteren Informationen zu Anmeldung und Programm stehen auf unserer Webseite.

Tutzing
Woran denkst Du, wenn Du an "Klima" denkst? Dieser und vieler weiterer Fragen wollen wir zusammen am 16. und 17.03. in der Evangelischen Akademie Tutzing nachgehen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das, was wir selbst tun können! Dazu bietet die Plant-for-the-Planet Schülerinitiative ein gutes Beispiel.

Alle weiteren Informationen zur Anmeldung und dem Progamm sind in diesem pdf zu finden: Programm Tutzing.


 

 

Allgemeine Informationen zu den Akademien und dem Konzept dahinter finden Sie unter www.akademie.plant-for-the-planet.org.
 

Bei Fragen erreichen Sie uns unter (+49) 08808 9345 oder info@plant-for-the-planet.org
 

 

Hamburger Schüler starten durch

Erfolgreicher Auftakt für 100.000 Baum-Aktion

 

Schüler, Eltern, Lehrer und weitere Interessierte kamen am Samstag, den 7.2. in der Hamburger Schule zusammen, um das Projekt gemeinsam in Hamburg umzusetzen. Nach spannenden Vorträgen von Kindern aus Bayern und Niedersachsen, wurde in Arbeitsgruppen an konkreten Ideen gearbeitet.
 
"Mit Hamburgs Zusage über 100 000 Bäume haben wir schon die Hälfte geschafft", sagte Felix. Er und seine Familie besuchten die Hansestadt auf Einladung der Kieferorthopädin Dr. Anke Lentrodt aus Eidelstedt. Im Oktober hatte sie einen Artikel über den engagierten Jungen gelesen. Lentrodts Idee: "Meine jungen Patienten begeistern." Lentrodt schrieb an das Johanneum. Schulleiter Uwe Reimer war begeistert von "so ambitionierten Zielen" und lud in die Aula ein.



 
 
Zusammen mit der Schülerinnenkammer möchten die Schüler, Eltern und Lehrer ihre Zusage nun in die Tat umsetzen. Am Tag des Baumes (25. April) wollen sie Bäume pflanzen und für Bäume in Namibia, Ecuador und Costa Rica Spenden sammeln. "Für jeden Euro pflanzen unsere Partnerorganisationen einen Baum", verspricht Felix.

Das Plenum der Schülerinnenkammer (SKH) richtete am 24.02. einen Arbeitskreis mit acht Mitgliedern ein, dessen Ziel es ist, möglichst viele Schulen dazu zu motivieren sich zu beteiligen. Den Ansprechpartner Konstantin Timm erreichen Sie über die Webseite der SKH.


Das Spendenkonto für die Hamburger Schüler-Initiative: 212 2000 212, Sozialbank, BLZ 251 205 10.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.plant-for-the-planet.org
Wenn Sie die Schüler unterstützen wollen, schreiben Sie bitte an hamburg@plant-for-the-planet.org
 
Hören Sie hier, ein Interview auf NDR 90,3 zur Veranstaltung am 7. Februar 2009. (mp3)

 

- Global Commons -

 

 

 

 

Müllhalde im Weltraum

Der achtlose Umgang mit der letzte Allmende

Von den 18.000 bekannten Objekten, die die Erde umkreisen und größer als 10 cm sind, sind nur 900 funktionierende Satelliten. Der Rest ist Müll, von Raketenschrott bis zu kaputten Satelliten, und es wird immer mehr.* Der Schrott stellt nicht nur eine Gefahr für funktionierende Satelliten dar, sondern zeigt auch die Einstellung gegenüber den Weltgemeingütern.


(Bildquelle: Wikipedia Weltraumschrott)

Hier versucht die Global Marshall Plan Foundation mit der Coalition for the Global Commons Bewusstsein zu schaffen.

Weiter führende Links:
Commonsblog von Silke Helfrich
Wikipedia.de

*Quelle: Trashing the Final Frontier aus dem Economist

- Aus den Medien -

 

 

 

 

Zukunft - aber wie?

Frithjof Finkbeiner: Ein Weltbürger und seine Visionen

Die Welt steckt mitten in einer Krise. Millionenverluste der Banken und Firmeninsolvenzen bestimmen die Nachrichten. Der Kampf um Arbeitsplätze ist entbrannt. Über eines sind sich alle einig: Die Krise muss so schnell wie möglich überwunden werden.

Doch wie soll es überhaupt weitergehen? Diese Frage stellen sich momentan viele Menschen. Frithjof Finkbeiner, Wirtschaftswissenschaftler und Gründer der "Global Marshall Plan Initiative" hat sich schon vor der Wirtschaftskrise mit solchen Fragen auseinandergesetzt.

Er kommt zu dem Schluss, dass sich nur etwas zum Positiven verändern kann, wenn jeder Einzelne etwas dafür tut. "Wenn wir warten, dass die Politiker etwas tun, wenn wir abwarten, dass die Wirtschaft das Richtige tut - dann werden wir enttäuscht sein", erklärt Finkbeiner. Deshalb kämpft er seit der Aufgabe seines erfolgreichen Bauunternehmens dafür, dass auch der
Einzelne an seine Kraft zur Veränderung glaubt. Neue Spielregeln! Finkbeiner will sich nicht länger auf die Hilfe der Politiker verlassen und hat deshalb zusammen mit anderen Privatleuten, Wissenschaftlern und Prominenten die "Global Marshall Plan Initiative" ins Leben gerufen.

Diese Organisation geht der Frage nach, wie Globalisierung gerecht gestaltet werden kann. Denn Finkbeiner sieht in der Globalisierung durchaus eine Chance, allerdings muss es feste ökologisch-soziale Spielregeln für alle geben. Nationales Handeln reicht seiner Meinung nach schon lange nicht mehr aus, um das Leben auf der Erde gerecht zu gestalten.

Der 46-Jährige versteht sich deshalb auch nicht nur als Deutscher, sondern vor allem als Weltbürger. "Wir müssen begreifen, dass, wenn es den Afrikanern schlecht geht, wir auch ein Problem haben." Nur wenn alle Menschen, auch die Politiker diese Einsicht haben, können in Zukunft die richtigen Entscheidungen getroffen werden - da ist sich Finkbeiner sicher.

Nicht eine Krise, sondern viele!
Während in den Medien vor allem von einer Finanz- oder Wirtschaftskrise die Rede ist, spricht Finkbeiner von vielen Krisen wie zum Beispiel einer Gerechtigkeitskrise oder Klimakrise - auch diese Herausforderungen gilt es nach Meinung Finkbeiners so schnell wie möglich zu lösen. Da die aktuellen Krisen aber sehr vielschichtig sind, reiche es nicht, sich nur auf die Politik zu verlassen, rät Finkbeiner.

Stattdessen müsse sich der Einzelne langfristig um Veränderungen in der Welt bemühen. Klimafreundliches Leben gehöre genauso dazu, wie selbst aktiv zu werden und beispielsweise Briefe an Politiker zu schreiben oder mal auf
einen Flugurlaub zu verzichten. Finkbeiner ist der Überzeugung, dass nur das langfristige Handeln der Bürger die Welt nachhaltig verändern kann.

Das ZDF stahlte den Beitrag am 1. März in der Sendung sonntags aus. Sie können den Bericht auch hier noch einmal anschauen (ZDF Mediathek in der rechten oberen Ecke).

Quelle: ZDF.de

 

 

Pressespiegel

Die Initiative und Plant-for-the-Planet in den Medien

 

Global Marshall Plan

 





Veranstaltungen

SustainABILITY Day 2009

13.03.2009 13:00 Uhr (Ortszeit) - 13.03.2009 18:00 Uhr (Ortszeit)
Wirtschaftsuniversität Wien


"Nachhaltigkeit in Zeiten der Krise"

 

Der SustainABILITY Day ist eine eintägige Veranstaltung für Unternehmen und Studierende. Hier können Unternehmen im Rahmen von Workshops und Trainings ihr Wissen über Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung in Lateinamerika weitergeben und themenbezogene Inhalte erörtern. In einer konstruktiven Atmosphäre soll sowohl die Entwicklung von Studierenden als auch das Konzept der Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Eingeladen zur Teilnahme sind Studierende und Angehörige aller Wiener Universitäten.

 

Welches Wachstum?

16.03.2009 17:00 Uhr (Ortszeit)
Wien


Ökosoziale Marktwirtschaft im Gespräch: Stichwort Lebensqualität

 

Wirtschaftswachstum gilt heute als Notwendigkeit. „Null-“ oder „Negativ“-Wachstum sind Katastrophenszenarien. Im
Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ökosoziale Marktwirtschaft im Gespräch“ gehen wir dieses Mal der Frage nach, welches Wachstum einerseits volkswirtschaftlich notwendig und andererseits sozial und ökologisch nachhaltig ist. Wie eng ist der Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebensqualität der Menschen in Österreich am Anfang des 21. Jahrhunderts?

Begrüßung:
Klemens Riegler, Geschäftsführer des Ökosozialen Forums

Diskussion:
Anneliese Fuchs, Psychologin
Ewald Walterskirchen, Makroökonom, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Wilfried Stadler, Generaldirektor, Investkredit Bank AG

Diskussionsleitung:
Franz Fischler, Präsident des Ökosozialen Forums

Anmeldung:
www.oekosozial.at / dworak@oekosozial.at / Telefon: +43-1-253 63 50 - 13

Ort:
Auditorium im Museum Moderner Kunst (MUMOK), Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

 

2. Arena der Nachhaltigkeit

19.03.2009 - 21.03.2009
Zeulenroda


Konferenz im Bio-Seehotel Zeulenroda mit vielen Referenten aus der Global Marshall Plan Initiative und Plant-for-the-Planet

Pioniere haben es bereits bewiesen: Nachhaltigkeitsmanagement ist der Erfolgsmotor für den Mittelstand. Bei der 2. ARENA für NACHHALTIGKEIT, der Zukunftskonferenz für Mittelstand und Familienunternehmen, stehen die Themen radikale Ressourcenproduktivität, ganzheitliches Innovationsmanagement, intelligente Netzwerke und Nachhaltigkeitskultur im Vordergrund.

Die branchenübergreifende Konferenz findet unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vom 19.-21.03.2009 im Bio-Seehotel Zeulenroda statt. Sie ist der Think- und Act-Tank für alle, die die Potentiale der Nachhaltigkeit nutzen wollen. www.nachhaltigkeitsarena.de

Unter den Referenten sind:
Prof. Dr. Hans B. Bauerfeind, Bauerfeind AG
Prof. Dr. Michael Bockemühl, Lehrstuhl für Kunstwissenschaft, Ästhetik und Kunstvermittlung, Universität Witten/Herdecke
Frithjof Finkbeiner, Global Marshall Plan Foundation 
Felix Finkbeiner, Plant-for-the-Planet
Dr. Stephan Frucht, Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Prof. Dr. Maximilian Gege, B.A.U.M. e.V.
Dr. Christian Geßner, Deutsches Kompetenzzentrum für Nachhaltiges Wirtschaften
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Schweisfurth-Stiftung
Wolfgang Gutberlet, tegut... Gutberlet Stiftung & Co.
Marli Hoppe-Ritter, Alfred Ritter GmbH & Co. KG
Prof. Dr. Peter Kruse, Universität Bremen, nextpractice GmbH
Rüdiger Nehberg, Abenteurer, Visionär
Prof. Dr. Friedrich Schmidt-Bleek, Factor 10 Institute
                       
Das vollständigen Programm finden Sie hier.
 

 

 

Spielregeln der Finanzwelten und deren Auswirkungen für soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit

24.03.2009 16:00 Uhr (Ortszeit)
Berlin


Vortrag von Dirk Solte mit Diskussion

 

Ort: Humboldt-Universität,
Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Hörsaal (wird noch bekannt gegeben unter

http://www.hu-berlin.de/service/veranstaltungen)


Zur Veranstaltung: Dirk Solte, Jg. 1960, promovierte 1983 als Wirtschaftsingenieur an der Univ. Karlsruhe und erwarb seine Habilitation 1999 an der Univ. St.Gallen. Am Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung Ulm war er bei Projekten mit Finanzdienstleistern, Industrie und öffentlicher Hand mit Konzeption, Entwicklung und Einführung moderner Wissensmanagementstrategien befasst. Sein derzeitiges Forschungsgebiet sind Ablaufstrukturen, Akteure und Regelsetzungen im Weltfinanzsystem. Mit der bodenständigen realwirtschaftlichen Finanzwelt ist heute eine deregulierte und dadurch aufgeblähte „reine Finanzwelt“ verflochten, deren krisenträchtige Funktionslogik einer sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Entwicklung diametral entgegen steht und sich sowohl aus gesetzten wie fehlenden oder inkonsistenten Spielregeln ergibt. Insbesondere Regeln, die unbegrenzte Geldschöpfung aus dem Nichts und gehebelte Geschäfte mit bestehenden und Spekulation mit erwarteten Preis-, Kurs- oder Währungsschwankungen erlauben, erzeugen immer wieder eigendynamisch sich verstärkende Auf- und Abschwünge in der Finanzwelt - beides zulasten einer zukunftsfähigen Realwirtschaft. Wie das funktioniert wird in der Vorlesung demonstriert und allgemeinverständlich erklärt. Im anschließenden Berliner Zukunftsgepräch geht es dann um Folgerungen daraus.


 

 

 

Weltfinanzsystem am Limit

26.03.2009 19:30 Uhr (Ortszeit)
München


Vortrag von Dirk Solte

 

Der Vortrag: Donnerstag, den 26.März 2009 um 19.30 Uhr

in der Evang. Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24, München.

Es referiert Dirk Solte über „Weltfinanzsystem am Limit“.


Eintritt: 7 € / 6 €, Anmeldung erbeten


Das Buch: Dirk Solte, „Weltfinanzsystem am Limit“, ISBN 978-3-9811715-2-5

 

Dirk Solte ist Privatdozent für BWL an der Universität St. Gallen. Er leitet beim Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft die Kommission „Steuern und Finanzmarkt“ und ist Stv. Vorstand des Forschungsinstituts für angewandte Wissensverarbeitung in Ulm.

 

Mehr Informationen finden sie unter:

http://www.evstadtakademie.de/cms/?q=event/2009/03/26/day

 

Treffen der Global Marshall Plan Regionalgruppe Steyr/Kirchdorf

16.04.2009 15:00 Uhr (Ortszeit) - 16.04.2009 17:00 Uhr (Ortszeit)
Schlierbach


Wir freuen uns über neue Gesichter!

Treffpunkt: SPES Zukunftsakademie Schlierbach

Bei unseren Treffen erfahren Sie neues aus dem Themenbereichen Global Marshall Plan, Nachhaltigkeit, Entwicklungszusammenarbeit etc. Spannende Diskussionen
über globale Themen, die uns auch lokal beschäftigen sind Inhalt der Beiträge.

Kontakt: Alexander Hader






News-Redaktion
Global Marshall Plan Foundation
Helge Bork, Sumiko Tanaka Frithjof Finkbeiner (V.i.S.d.P.R.)

Global Marshall Plan Foundation
Koordinationsbüro
Ferdinandstraße 28-30
D-20095 Hamburg
www.globalmarshallplan.org
office@globalmarshallplan.org


Die Global Marshall Plan Initiative setzt sich für eine Ökosoziale Marktwirtschaft durch einen Global Marshall Plan ein. Global Marshall Plan News ist das Medium, um die Aktiven in der Initiative über die neusten Entwicklungen zu informieren.

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