Newsletter 04 / 2009

Nur noch bis 27. März: Ihre Stimme für den Global Marshall Plan!
World Commons Forum in Salzburg
"Die Glaubwürdigkeit der Freiheit"
- Veranstaltungsnachlese -
Ein Millionenversprechen für die Menschheit
Klimamodelle – was können sie und was können sie nicht?
Climate Change: Global Risks, Challenges & Decisions
Starke Resonanz auf Veranstaltung zum Weltfinanzsystem
- Aus Politik und Zeitgeschehen
Die Idee des Felix F.
Plant-for-the-Planet in Deiner Stadt
Ein tolles Wochenende im Zeichen des Klimaschutzes
Zwei Jahre Plant-for-the-Planet
- Weiterbildung und Veranstaltungen -
Wer sind die „10.000 Mächtigsten der Welt“?
- Aus den Medien -
Pressespiegel
Veranstaltungen







Neuigkeiten

Nur noch bis 27. März: Ihre Stimme für den Global Marshall Plan!

Schon 636 Stimmen für den Vorschlag!

Liebe Unterstützer und Interessierte,
Liebe Freunde der Global Marshall Plan Initiative

Schon 636 Menschen haben für den Vrschalg gestimmt. Heute können auch Sie noch abstimmen. Es dauert nur zwei Minuten. Am 27.03.2009 enden die "Europäischen Bürgerkonferenzen", eine europaweite Online-Debatte zur Frage "Wie kann die EU unsere wirtschaftliche und soziale Zukunft in einer globalisierten Welt gestalten?".

Auf dieser von der EU-Kommission geförderten Plattform können europäische Bürger eigene Vorschläge für die zukünftige EU-Politik einbringen und über diese abstimmen.

Die zehn Vorschläge mit den meisten Stimmen aus den jeweiligen Ländern werden dann auf nationalen und europäischen Bürgergipfeln debattiert und schließlich den politischen Entscheidungsträgern der EU vorgelegt.

Diese Einrichtung bietet uns die einmalige Möglichkeit, auf der politischen europäischen Ebene zu einem günstigen Zeitpunkt (der Wirtschafts- und Finanzkrise) die Idee des Global Marshall Plan bekannt zu machen und ihn sogar auf die politische Agenda zu setzen.

Auf der Homepage der Europäischen Bürgerkonferenzen können Sie noch bis 27. März auch für den Vorschlag "Ein Global Marshall Plan in das außenpolitische Konzept der EU" stimmen.

Wenn sich genug Leute dafür aussprechen, wird dieser Vorschlag dann den Mitgliedern des Europäischen Parlaments vorgelegt und z.B. im Europäischen Parlament debattiert werden, was ein großer Schritt auf dem Weg der Umsetzung des Global Marshall Plan wäre.

Um für den Vorschlag zu stimmen, müssen Sie sich hier registrieren.

Den Vorschlag "Ein Global Marshall Plan in das außenpolitische Konzept der EU" finden Sie hier.

Viel Spaß beim Abstimmen!

Anna Jeschke
Hochschulgruppe Jena
 

World Commons Forum in Salzburg

Jahresbericht 2008 und Programm 2009/2010 der Global Marshall Plan Foundation

 

Die Weltwirtschaftskrise bietet die große Chance das kopfstehende globale System wieder zurück auf die Füße zu stellen. Heute herrscht Konsens darüber, dass das System falsch ist und weltweite Regeln fehlen! Ein Paradigmenwechsel.

Es liegt jetzt an den Bürgern der Welt, aufbauen auf den Ergebnissen des G20-Gipfels für ein neues gerechtes globales Finanzsystem zu kämpfen, ohne Steuersümpfe, Kasinokapitalismus und faule Kompromisse, sondern mit weltweiten, transparenten Regeln. Der organisierten Zivilgesellschaft kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu. Zusammen mit Partnern versucht die Global Marshall Plan Foundation ein weltweites Netzwerk aufbauen, um mit gebündelter Kraft und Intelligenz das System zu verändern.

Im Zentrum 2009/2010 stehen dabei die Kinder: Selbst Opfer unseres Nichthandelns packen sie an, pflanzen Bäume und vernetzen sich weltweit. Sie halten uns "Alten" den Spiegel vor. Indem sie jeden Baum zu einem Symbol für Klimagerechtigkeit erklären verbreiten sie weltweit – kinderleicht – die Idee einer Ökosoziale Marktwirtschaft.

Welche Welt hinterlassen wir unseren Kindern? ist auch das Thema des ersten World Commons Forums. Wir Bürger müssen entscheiden, in welcher Zukunft wir leben möchten, damit die Politiker die dafür notwendigen Veränderungen in den globalen Rahmenbedingungen umsetzen können. Dafür braucht es Aufklärung. Im sechsten Jahr unseres Bestehens hält die Global Marshall Plan Foundation unverändert an ihrer Vision fest und freut sich über alle, die diesen Weg mit gehen.

Nähere Informationen in unserem Programm.

Deutsche Broschüre (pdf)
Englische Broschüre (pdf)

 

 

 

"Die Glaubwürdigkeit der Freiheit"

Berliner Rede 2009 von Bundespräsident Horst Köhler

Am Dienstag, den 24.03.2009 in der Berliner St. Elisabethkirche, hielt Horst Köhler seine Reder zur Wirtschafts- und Finanzkrise und greift darin viele Punkte unserer Initiative auf:

Ich will Ihnen eine Geschichte meines Scheiterns berichten.

Es war in Prag, im September 2000. Ich war neu im Amt als Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds. Mein Ziel war es, den IWF zum Exzellenzzentrum für die Stabilität des internationalen Finanzsystems zu machen.


Bildquelle

Die Entwicklung auf den Finanzmärkten bereitete mir Sorgen. Ich konnte die gigantischen Finanzierungsvolumen und überkomplexen Finanzprodukte nicht mehr einordnen. Ich begann, kapitalmarktpolitische Expertise im IWF aufzubauen. Das sahen nicht alle gern. Und ich wunderte mich, dass sich die G7-Staaten nur zögerlich einer Überprüfung ihrer Finanzsektoren unterziehen wollten; solche Überprüfungen waren von den Mitgliedstaaten des Internationalen Währungsfonds 1999 als Lehre aus der Asienkrise beschlossen worden.

Viele, die sich auskannten, warnten vor dem wachsenden Risiko einer Systemkrise. Doch in den Hauptstädten der Industriestaaten wurden die Warnungen nicht aufgegriffen: Es fehlte der Wille, das Primat der Politik über die Finanzmärkte durchzusetzen.

Jetzt sind die großen Räder gebrochen, und wir erleben eine Krise, deren Ausgang das 21. Jahrhundert prägen kann. Ich meine: zum Guten, wenn wir aus Schaden klug werden.

Noch aber entfaltet die Rezession sich weiter. Jeder Kontinent ist erfasst. Die Finanzkrise hat blitzschnell durchgeschlagen auf die reale Wirtschaft. Gestern war Deutschland noch Exportweltmeister. Ein stolzer Titel fällt uns heute vor die Füße. Aufträge brechen weg, mit nie dagewesener Geschwindigkeit.

Zur kompletten Rede (Text)
Die Rede als Video
 

- Veranstaltungsnachlese -

 

 

 

 

Ein Millionenversprechen für die Menschheit

Bericht von der 2. Arena der Nachhaltigkeit

 

22.03.2009 von Silke Helfrich

Heute habe ich die letzten Stunden der 2. ARENA DER NACHHALTIGKEIT mitbekommen. Eine bemerkenswerte Veranstaltung für ökologisch orientierte Mittelständler und Familienunternehmen an einem bemerkenswerten thüringischen Veranstaltungsort, dem Bio-Seehotel Zeulenroda. Rund um das Hotel sieht die Welt aus wie verwelkte Landschaften eben aussehen. Landschaften, in denen nur Bäume und Blumen blühen, nicht aber das Leben, nicht die sozialen Räume, nicht die Commons.

Interessant der Vortrag von Prof. Peter Kruse von nextpractice. Nur die Themen funktionieren (medial und viral), die auf Resonanz treffen. Commons ist solche ein Thema. Es erzeugt Schwingungen, denn alle sind vielfach mit allen möglichen Commons verbunden. Deswegen gibt es auch immer "Andockpunkte" und Begeisterung.

Die Abschlussrede hält Frithjof Finkbeiner (Gründungsstifter der Stiftung Weltvertrag und Mitglied des Club of Rome). Finkbeiner hat die deutsche Global Marshall Plan Initiative mit gegegründet und 2008 eine Coalition for the Global Commons initiiert. Im September 2009 wird - mit vielen Partnern- das erste World Commons Forum in Salzburg stattfinden. Es soll Vertreter von Zivilgesellschaft, Unternehmen, Kommunikationsexperten und vor allem Kinder und Jugendliche zusammen zu bringen.
 


Wir brauchen den öffentlichen Diskurs über Nachhaltigkeit, denn die Bürger müssen noch einmal entscheiden in welcher Zukunft sie leben möchten., sagt Finkbeiner.

Wir brauchen den öffentlichen Diskurs über ALLE Gemeingüter, um genau dasselbe zu tun.
Finkbeiner ist ein Weltbürger und deswegen glaubt er an die Möglichkeit, kollektive Intelligenz zu einem globalen Bewußtsein zu bündeln, immerhin gäbe es eine gemeinsame Wertebasis aller großen Religionen dieser Welt: Die Erhaltung der Schöpfung und die Würde des Menschen!
Dem folgt ein Negativbeispiel auf dem Fuß: Mehrere Länder haben inzwischen am Nordpol ihre Fahnen in den Meeresgrund gerammt und keiner schreit auf: Der Nordpol ist unser! Hände weg! Wo sind sie, die Weltbürger? (siehe auch hier)

Sympathisch ist der Akzent auf dem Thema "Kommunikation" (liegt es daran, dass jetzt das Buch unter die Leute gebracht werden soll?)

Es komme auf das "framing" an. Darauf, das Richtige richtig zu kommunizieren. So ist es ein Unterschied, ob ich death tax sage oder Erbschaftssteuer. Ob ich mich als NGO begreife und damit die Idee des Mitregieren aufgebe oder nicht.
Dann gibt er ab an seinen Sohn. Felix Finkbeiner, 11 Jahre alt. Felix beginnt seine Rede so:

Wir Kinder wollen uns bedanken, dass Ihr Euch 3 Tage lang mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt habt. Denn Ihr lebt vielleicht noch 40 Jahre, wir noch 80. Ihr kriegt noch rechtzeitig die Kurve, aber wir müssen das jetzige Handeln oder Nichthandeln ausbaden.
Bildquelle: Beikirch

Und dann hält er einen eindrucksvollen Vortrag über Klimawandel - ein 11 Jähriger vor lauter UnternehmerInnen und Professoren! Klare Botschaft, klare Sprache, rhetorisch geschickt.

Wangari Maathai hätte in ihrem Leben dafür gesorgt, dass 30 Millionen Bäume gepflanzt wurden. Da habe er sich gedacht: Wenn die das kann, dann können wir 1 Millionen Bäume Pflanzen. Ein Millionenversprechen für die Menschheit

Das Beste: Felix Finkbeiner argumentiert politisch:

Wir Schüler pflanzen nicht Bäume, weil wir später mal Förster werden wollen, sondern wir tun das, um uns zu beteiligen. Ich rede auch nicht über's Bäumepflanzen, sondern ich rede über Klimagerechtigkeit. Ich habe da auch schon mit Al Gore und Sigmar Gabriel drüber geredet, und einen Vortrag im EU-Parlament in Brüssel gehalten.

Das Publikum hält inne.
Dann erklärt uns Felix die Vision 2050 des World Business Council for Sustainable Development. Er habe die Kernelemente so verstanden:
1. das Limbodancing - man geht unter einer bestimmten Grenze durch (Die Grenze ist der cap.)
2. raise the bar - das ist sowas wie Kompensation (z.B. Bäumepflanzen für mehr Emissionsrechte)
3. leap-frogging, d.h. in den Ländern des Südens nicht vom Fahrrad zum Auto sondern direkt ins Solarzeitalter

Was mich an all dem überzeugt, sind zwei Punkte: Einerseits die Kommunikationsstrategie - wertebasiert, praxisorientiert, viele Ich-Botschaften, greifbar und ergreifend. Andererseits, dass diese Kommunikationstrategie vom Interesse und den Ideen der wichtigsten Akteure in dieser ganzen Debatte ausgeht, den Kindern. Den commoners von morgen.

Wenn es stimmt, wie Kruse sagt, dass sich in den ersten 18 Lebensjahren die Werte gewissermaßen ins limbische System einschreiben und es danach nur noch zwei Möglichkeiten gibt, den Zustand des limbischen Systems zu ändern - (die Krise oder der Zustand der Verliebtheit - "beides nah beieinander"), dann folgt daraus, dass das Thema Commons/ Gemeingüter in die Schulen gehört. Ähnlich wie "Globales Lernen" oder "Medienkunde". Dann müssen wir die zentralen Werte der Commons - Respekt vor dem Leben, Nachhaltigkeit, Gegenseitigkeit, Freiheit, Solidarität, Fairness - vor allem mit den Kindern diskutieren.

Wir müssen Orte, Materialien und eine Sprache finden, die an jenen Commons ansetzen, die die Kinder aus ihrem Alltag kennen, und um die sie sich Sorgen machen.
Was können wir tun, um Euch zu unterstützen?, fragt am Ende eine Unternehmerin: Einfach ein Loch graben, Baum rein und dann wieder zu!, antwortet Felix. Es gibt stehende Ovationen!

Zum Commonsblog

 

 

Klimamodelle – was können sie und was können sie nicht?

Nachlese zum Vortrag von Prof. Hans von Storch am 26. Februar 2009 in Wien

 

Klimamodelle – was können sie und was können sie nicht? Dieser Frage widmete sich der Vortrag von Prof. Hans von Storch vom Institut für Meteorologie der Universität Hamburg und Leiter des Instituts für Küstenforschung am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht im Rahmen der Veranstaltung „Klima: Modelle, Prognosen, Strategien. Was nützen sie?“ am 26. Februar 2009 in Wien, organisiert von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Kommission zur Reinhaltung der Luft. (Für weitere Informationen zur Veranstaltung siehe http://www.oeaw.ac.at/deutsch/aktuell/veranstaltungen/veranstaltung_10484.html.)

Zu Beginn seines Vortrags stellt Prof. von Storch einleitend fest, dass der Begriff ‚Modell’ in unterschiedlichen Disziplinen unterschiedlich – somit auch mit unterschiedlichen Bedeutungen – verwendet werde. Wie sich das Modell zur Realität verhält, sei ebenfalls unterschiedlich. So könne ein Modell der Realität entsprechen, widersprechen oder das Verhältnis könne unbekannt sein.

Was wird mit einem Modell bezweckt und wozu werden Modelle herangezogen? Laut Prof. von Storch ziele ein Modell vor allem darauf ab, komplexe Systeme maximal zu reduzieren, um sie besser zu verstehen. Ein Modell solle eine möglichst „richtige“ bzw. realistische Abbildung der Realität sein. Über das Unbekannte müssten aber Annahmen getroffen werden.

Zu den Merkmalen eines Modells gehören laut Prof. von Storch, dass sie erstens kleiner, also weniger komplex und weniger umfassend, als die Realität sind und zweitens einfacher als die Realität sind, da für ein Modell nur bestimmte reale Prozesse und nicht die Gesamtheit der Realität von Interesse sind. Alle Modelle seien grundsätzlich „falsch“, da schlussendlich die Realität immer offen ist und bleibt. Nur aus Zufall bzw. aus externen Gründen könnten sich Modell und Realität treffen.

Im Hinblick auf Klimamodelle weist Prof. von Storch darauf hin, dass gerade auch in diesem Fall eine Ersatzrealität durch komplexe, quasi-realistische und mathematisch-mechanische Modelle gesucht wird. Gleichzeitig weist der Wissenschafter darauf hin, dass die Atmosphäre keine Gleichungen kenne und es dort daher auch keine mathematischen Lösungen gebe. Weiters würden in der Atmosphäre mehrere parallele und dynamische Prozesse gleichzeitig ablaufen, jedoch würden nicht alle bei den Modellierungen berücksichtigt werden.

Klimamodelle können, so Prof. von Storch weiter, zwar mehrere dynamische und komplexe Systeme gleichzeitig beschreiben, würden aber immer auf Annahmen basieren. Auch wenn man die Erklärungen solcher Modelle akzeptiert – sie seien schließlich die beste Argumentation, die man habe – solle man dennoch Restzweifel haben, betont Prof. von Storch.

Was ist der Nutzen von Klimamodellen? Gemäß Prof. von Storch seien Klimamodelle insbesondere dafür geeignet, die Wirkung bestimmter Emissionsmengen abzuschätzen, die Effizienz von Vermeidungsmaßnahmen zu evaluieren und die erforderliche Stärke von Vermeidungsmaßnahmen abzuschätzen, die notwendig ist, um einen festgelegten Zustand zu erreichen.

Zusammenfassend folgert Prof. von Storch, dass quasireale Modelle für das gegenwärtige Klima gültig seien. Solche Modelle würden dazu dienen, den derzeitigen Klimawandel aufzudecken und einzuordnen, die Sensitivität des Klimasystems und die Intensität der Emissionen miteinander abzuwägen, den spezifischen zukünftigen Anpassungsbedarf auszuloten und das Potential lokaler Klimamaßnahmen zu erforschen.
 

 

Climate Change: Global Risks, Challenges & Decisions

Nachlese zum wissenschaftlichen Klimakongress am 10.-12. März 2009 in Kopenhagen

 

Einleitung:

Am 10.-12. März 2009 fand in Kopenhagen ein großer wissenschaftlicher Kongress zum Thema Klimawandel statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von einer weltweiten Allianz von renommierten Universitäten, bestehend aus der Australian National University, der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, der National University of Singapore, der Peking University, der University of California – Berkeley, der University of Cambridge, der University of Copenhagen, der University of Oxford, der University of Tokyo und der Yale University. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie unter http://climatecongress.ku.dk.

Taina Järä, die sich als Verantwortliche des Projektes „Global Contract Based on Climate Justice“ des Ökosozialen Forums Europa daran beteiligte, berichtet:

„Der Kongress war mit fast 2.500 TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt sehr beeindruckend. Unter dem Dach des Bella Centre, in dem im Dezember 2009 über die Post-2012-Klimaabkommen verhandelt wird, trafen einander Menschen der verschiedensten Wissenschaftszweige und Gesellschaftsgruppen. Dementsprechend groß war auch die Zahl der behandelten Themen: Zwischen den zweimal täglich stattfindenden Plenarsitzungen wurden in insgesamt 58 parallelen Sessionen über verschiedenste Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel diskutiert. Während die Plenarsitzungen zum Teil auch politisch besetzt waren, lag der Fokus der einzelnen Sessionen auf neuen Forschungsergebnissen und Projekten. Sie wurden von den TeilnehmerInnen vorgestellt und danach gemeinsam diskutiert und zusammengefasst.

Die Ergebnisse des Kongresses werden laut Organisatoren in eine gemeinsame Botschaft einfließen, die eine starke Stimme für den Klimaschutz sein soll und mit welcher man die internationalen Klimaverhandlungen spürbar beeinflussen will.

Das Hauptziel des Kongresses war es, so die Organisatoren, das Wissen über den Klimawandel auf den aktuellsten wissenschaftlichen Stand zu bringen. Der vierte IPCC-Bericht aus dem Jahr 2007 wird mittlerweile als überholt angesehen und der Kongress wollte sicherstellen, dass die politischen EntscheidungsträgerInnen bei der COP 15 im Dezember 2009 mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen versorgt sind. So sollen die auf dem Kongress präsentierten Forschungsergebnisse, Daten und Fakten in eine – für nicht-WissenschafterInnen lesbare – Kurzzusammenfassung fließen, die im Juni 2009 politischen EntscheidungsträgerInnen zugänglich gemacht werden soll. Weiters besteht die Absicht, im Jahr 2010 ein Buch mit den wichtigsten Botschaften des Kongresses zu veröffentlichen.

Zum Schluss noch mein persönlicher Eindruck vom Kongress: Es war für mich sehr bereichernd, auf einem derart großen interdisziplinären Kongress teilzunehmen, da ich dort die Gelegenheit hatte, an den Erkenntnissen und Forschungsergebnisse verschiedener Disziplinen und Projekte weltweit teilzuhaben, in diesem Bereich engagierte KollegInnen aus der ganzen Welt kennen zu lernen und mich mit ihnen auszutauschen.

Weil Klimagerechtigkeit ein Schwerpunkt unseres aktuellen Global Contract Projektes ist, habe ich vor allem an Beratungen zu den Themen Gleichheit und Gerechtigkeit sowie Verteilungsfragen teilgenommen. Das Angebot dazu war gewaltig. Ich hoffe, dass es den Kongressverantwortlichen gelingt, die zahlreichen interessanten Inputs gut verständlich zusammen zu fassen und einer großen Anzahl politischen EntscheidungsträgerInnen in aller Welt zugänglich zu machen.“
 

 

Starke Resonanz auf Veranstaltung zum Weltfinanzsystem

rbb-Inforadio sendet Podiumsgespräch (93,1 MHz) am 29.3. um 12.22 und 20.22.

Die Vorlesung von Dr. Dirk Solte mit anschließender Podiumsdiskussion zum Weltfinanzsystem in Berlin am 24.03. fand regen Zuspruch. 150 Teilnehmer folgten der Vorlesung und 500 der Podiumsdiskussion an der Humboldt Universität. Organisiert wurde die Veranstaltung von mehreren Partnern: IZT, rbb-Inforadio, BWA und der Global Marshall Plan Initiative Berlin.

Zum Pressebericht von Dr. Hans-Volker Pürschel

 

 

 

- Aus Politik und Zeitgeschehen

 

 

 

 

Die Idee des Felix F.

Hamsterkiste - Lerngeschichte

Der Junge heißt Felix. Als das Bild entstand, war er 11 Jahre alt. Er wohnt in Starnberg in Bayern. Wie man sieht, mag Felix Bäume. Eines Tages hatte er eine Idee, die ihn inzwischen ziemlich berühmt gemacht hat.

Die Geschichte mit Diashow zum Anklicken

Plant-for-the-Planet in Deiner Stadt

Wir brauchen Deine Unterstützung

 

Plant-for-the-Planet wird Ende August im Rahmen der Leichtathletik Weltmeisterschaft in Berlin präsentiert werden. Deshalb wird die Schülerinitative von Mai bis August in 60 Städten Deutschlands unterwegs sein und auf die Veranstaltung in Berlin aufmerksam machen. Diese Möglichkeit möchten wir auch nutzen, um die Idee von Klimagerechtigkeit und Kinderbeteiligung weiter zu tragen. Um Plant-for-the-Planet aber angemessen in Deiner Stadt präsentieren zu können, brauchen wir Dich!

Wir suchen motivierte Kinder und Erwachsene die sich vorstellen können, den Plant-for-the-Planet Infostand in Ihrer Stadt zu betreuen. Wenn Du Lust hast, Dich zu engagieren und andere von der Schülerinitative begeistern möchtest, dann schreib eine E-Mail an: infostand@plant-for-the-planet.org; Betreff: "Deine Stadt" z. B. München.
Für alle die Interesse haben bieten wir eine Schulung an, um Euch entsprechend vorzubereiten. Wir freuen uns auf eine Nachricht von Dir!

Die Schülerinitiative wird in den unten angeführten Städten von 11:00 bis 17:00 Uhr mit einem Infostand vertreten sein.

Liste der Städte in die Plant-for-the-Planet kommt:

Stadt Datum

Bonn 07.05.2009
Köln 08.05.2009
Leverkusen 09.05.2009
Gelsenkirchen 11.05.2009
Düsseldorf 12.05.2009
Aachen 13.05.2009
Koblenz 14.05.2009
Trier 15.05.2009
Mannheim 18.05.2009
Heidelberg 19.05.2009
Karlsruhe 26.05.2009
Heilbronn 27.05.2009
Stuttgart 28.05.2009
Freiburg 29.05.2009
Ulm 02.06.2009
Augsburg 03.06.2009
München 04.06.2009
Regensburg 06.06.2009
Nürnberg 09.06.2009
Würzburg 10.06.2009
Darmstadt 12.06.2009
Mainz 13.06.2009
Wiesbaden 16.06.2009
Frankfurt (Main) 17.06.2009
Siegen 18.06.2009
Duisburg 19.06.2009
Bochum 20.06.2009
Giesen 23.06.2009
Essen 24.06.2009
Dortmund 25.06.2009
Münster 26.06.2009
Osnabrück 27.06.2009
Kassel 30.06.2009
Bielefeld 01.07.2009
Göttingen 02.07.2009
Erfurt 03.07.2009
Jena 04.07.2009
Gera 07.07.2009
Chemnitz 08.07.2009
Dresden 09.07.2009
Leipzig 10.07.2009
Halle (Saale) 11.07.2009
Magdeburg 14.07.2009
Wolfsburg 15.07.2009
Braunschweig 16.07.2009
Hildesheim 17.07.2009
Hannover 18.07.2009
Oldenburg 20.07.2009
Hamburg 21.07.2009
Bremen 22.07.2009
Bremerhaven 23.07.2009
Kiel 25.07.2009
Lübeck 28.07.2009
Rostock 29.07.2009
Neubrandenburg 30.07.2009
Frankfurt (Oder) 31.06.2009
Cottbus 01.08.2009
Potsdam 04.08.2009
Berlin 05.08.2009

 

 

Ein tolles Wochenende im Zeichen des Klimaschutzes

Plant-for-the-Planet-Akademie in Eggolsheim

 

Vergangen Freitag starteten meine Schwester Mira, 10 Jahre, meine Freundin Elisabeth, 11 Jahre und ich, 12 Jahre in ein spannendes Wochenende in der "Lias-Grube" in Eggolsheim, die sicher viele von Euch kennen.

Wir und rund 35 weitere Kinder aus dem Raum Erlangen, Forchheim und Bamberg nahmen dort an der Umweltakademie unter dem Motto Plant-for-the-Planet teil.

Der 11-jährige Felix Finkbeiner, der der Initiator dieser Aktion ist, referierte am Abend über seine Idee, dass weltweit 1.000.000.000. Bäume von Kindern gepflanzt werden sollten, die einen wertvollen Beitrag zur Verringerung von CO2, dem schädlichen Treibhausgas, leisten. Begeistert hörten wir ihm zu. Inzwischen haben viele Schulen und Oranisationen schon Bäume gepflanzt. Felix ist das jüngste Mitglied des Umweltschutzprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) und sprach schon auf vielen Kongressen und im Europaparlament.



Am Samstag ging es dann mit verschiedenen Workshops zu Umweltthemen und was wir gegen die drohende Klimakatastrophe tun können, weiter. Den Höhepunkt bildete natürlich die Baumpflanzaktion. 130 Bäume haben wir gepflanzt! Jeder war - trotz strömendem Regen - mit Feuereifer dabei. Sogar ein Fernsehteam des SWR vom Tigerentenclub (der Bericht wird gesendet am 16.05. um 7:45) und ein Radioreporter des Bayerischen Rundfunks begleiteten uns.

Am Sonntag sammelten wir alle noch viele Ideen, was wir selbst nun aktiv in unserem Umfeld machen und bewirken können.

Ausgestattet mit der Urkunde, die uns bescheinigt, dass wir nun Plant-for-the Planet-Botschafter sind, und mit vielen interessanten Infomaterialien fuhren wir mit dem tollen Gefühl nach Hause, Vieles zur Rettung unseres Planeten tun zu können.

ES IST NOCH NICHT ZU SPÄT, WENN WIR JETZT HANDELN!

Seid auch Ihr bereit?!
Wollt auch Ihr eine Aktion an Eurer Schule planen?

Infos unter: www.plant-for-the-planet.org
 

Lea Jessenberger

 

 

 

Zwei Jahre Plant-for-the-Planet

Jubiläum am Earth Day

Der 28. März ist ein besonderer Tag – es ist der Earth Day und der zweite "Geburtstag" der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet.



Der erste Baum, als Symbol weltweiter Klimagerechtigkeit, wurde von Felix und seinen Schulkameraden an seiner Schule in Starnberg gepflanzt und heute haben wir bereits eine stolze Zahl von 246.000 Bäumen erreicht. Zusätzlich hat man uns 404.000 Bäume versprochen. Sehr schnell haben weitere Schulen angefangen, Bäume zu pflanzen. Einige Klassen aus Köln haben einen Stand am Kirchentag aufgestellt und ein etwas älterer Schüler hat die Plant-for-the-Planet - Website erstellt.

Am 28. Oktober letzten Jahres fand die erste Plant-for-the-Planet Akademie im internationalen Haus Sonnenberg statt. Seitdem wurden drei weitere Akademien durchgeführt, bei denen insgesamt 230 Kinder zu Klimabotschaftern ausgebildet wurden. Da die Plant-for-the-Planet Akademien so viel Zuspruch bei den Kindern finden, sind weitere in Stuttgart, Dresden, Bonn, Duisburg, Zürich und Salzburg geplant. Alle Daten sind auf der Webseite www.akademie.plant-for-the-planet.org zu finden.

Aber nicht nur in Deutschland pflanzen Kinder Bäume, in vielen anderen Ländern der Welt engagieren sich Schüler für Klimagerechtigkeit.


 

- Weiterbildung und Veranstaltungen -

 

 

 

 

Wer sind die „10.000 Mächtigsten der Welt“?

Helfen Sie uns bei der der Vorbereitung des World Commons Forums

 

Welche Zukunft möchten unsere Kinder und wie können sie ihre Träume und Wünsche mit den heutigen Entscheidungsträgern teilen? Die Global Marshall Plan Foundation und ihre Partner möchten dieses mit Hilfe computergestützter Interviewmethoden in Angriff nehmen, wir brauchen dabei Ihre Hilfe.

Repräsentanten der jungen Generation aus über 100 Ländern werden während der UNEP- Kinder- und Jugendkonferenz im August in Süd Korea zu ihrer gemeinsamen Zukunft befragt. Die Befragungsmethode ermöglichen es uns, auch die unbewussten und emotionalen Bewertungen der Kinder darzustellen und zu verstehen, was ihnen wirklich wichtig ist. Wir wollen aufzeigen, in was für einer Welt unsere Kinder leben möchten und was sie damit von uns Erwachsenen erwarten.

Am 29. September 2009 werden die Kinder ihre Hoffnungen und Ängste den internationalen Teilnehmern des World Commons Forum in der Residenz Salzburg präsentieren.
Gleichzeitig werden ihre Forderungen den 10.000 einflussreichsten Menschen unserer Zeit vorgelegt und deren Antworten online veröffentlicht. Das Ziel ist es, einen Dialog der Generationen zu provozieren. Die Kraft einer solchen Initiative der Kinder für ihre Zukunft wird einen direkten Einfluss auf die UNFCCC Konferenz in Kopenhagen haben, auf der verhandelt wird, ob es einen Weltvertrag zum Klimaschutz geben wird.

Hier kommen Sie ins Spiel! Wir brauchen Ihre Hilfe beim Erstellen der Liste der 10.000 einflussreichsten Menschen unserer Zeit. Wir versuchen diese Liste so umfassend und ausgeglichen wie möglich zu gestalten. Bitte senden Sie uns Vorschläge, wer dabei nicht fehlen dürfte, oder welche Kriterien Sie für zielführend halten.
Bisher haben wir folgende Kategorien aufgestellt: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Religion, Wissenschaft und Kunst. Neben den Namen benötigen wir möglichst weitere Informationen, wie die Position, die Zugehörigkeit zu bestimmten Organisationen und die Kontaktdaten.

Bitte kontaktieren Sie dafür Sumiko Tanaka unter: sumiko.tanaka@globalmarshallplan.org, (unter Betreff bitte 10.000 Mächtigste eintragen).



 

 

- Aus den Medien -

 

 

 

 

Pressespiegel

Die Initiative und Plant-for-the-Planet in den Medien

Global Marshall Plan

23.03.2009 - Katholische Presseagentur Österreich:
Kirchenvertreter läuteten Sturm für ein gerechteres Klima

22.03.2009 - neumarktonline.de:
Eine Welt Laden: höchstes Lob für die Ehrenamtlichen

22.03.2009 - otz.de:
2. Arena für Nachhaltigkeit: Blick für das große Ganze öffnen

20.03.2009 - neumarkt-tv:
Das Weltfinanzsystem am Limit-Chance für eine Ökosoziale Marktwirtschaft

11.03.2009 - pressrelations.de:
1. Beiratssitzung: Informations- und Erfahrungsaustausch zur Nachhaltigen Entwicklung Thüringen

06.03.2009 - baz.online:
Sonst kollabiert unser System

06.03.2009 - epo entwicklungspolitik online:
G20-Gipfel soll globalen Marshall Plan für Kleinkredite und Social Business beschließen

06.03.2009 - Tages-Anzeiger Zürich:
Nur eine weltweite ökosoziale Marktwirtschaft führt aus der Umwelt- und Ernährungskrise.

04.03.2009 - firmenpresse:
Sicher navigieren auch in schwierigen Zeiten

04.03.2009 - kathweb - Katholische Presseagentur Österreich:
Oberinnen wollen Umweltbewusstsein in Frauenorden stärken

01.03.2009 - zdf.de:
Frithjof Finkbeiner: Ein Weltbürger und seine Visionen

01.03.2009 - Media Biz:
Momentaufnahme - der neueste Film des Regisseurs und Produzenten Michael Stöger


Plant-for-the-Planet

23.03.2009 - Süddeutsche Zeitung:
Kleine Klimabotschafter - Grundschüler kämpfen für den Schutz der Umwelt

22.03.2009 - otz.de:
100.000 neue Bäume rund um Zeulenroda geplant

22.03.2009 - jetzt.sueddeutsche.de:
Kleine Klimabotschafter

11.03.2009 - landeszeitung.de - Lüneburg:
Schüler pflanzen für den Klimaschutz

10.03.2009 - eco-world.de:
Plant for the Planet - Endspurt zur Million

07.03.2009 - NRZ Duisburg:
Felix ist der neue Schirmjunge und Königstrasse wird zur Parklandschaft

05.03.2009 - augsburger-allgemeine.de:
Der "versuchende Weltretter"

27.02.2009 - Funkuhr:
Ich pflanze eine Million Bäume

23.02.2009 - Hanse Journal:
Klimawunder für Hamburg

21.02.2009 - wiesentbote.de:
Schüler als Klimabotschafter gesucht
 





Veranstaltungen

Jenseits von Steuerflucht und Steueroasen

15.04.2009 18:00 Uhr (Ortszeit)
Wien


Elemente für eine neue internationale Finanzarchitektur

 

Rund 250 Mrd. USD an Steuereinnahmen entgehen den nationalen Haushalten weltweit durch Steuerflucht und Steueroasen. Entwicklungsländer verlieren jährlich etwa 900 Mrd. USD durch Steuerflucht, Bilanzierungstricks und Korruption. Steueroasen, mangelnde Aufsicht und Regulierung auf den Finanzmärkten sowie falsche Anreize bei Gehaltsschemen von Managern sind Teil der Ursache für die schlimmste Wirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren.

Was sind die politischen Konsequenzen aus dieser Krise für den Finanzmarkt? Wie müsste eine neue Finanzarchitektur aussehen, um Krisen zu verhindern? Was sind die Bausteine eines gerechteren und nachhaltigeren Finanzsystems? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Umsetzung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Diskussionsveranstaltung.

Moderation:
Corinna Milborn, Journalistin

Anmeldung bis 10. April 2009, E-Mail: vera.ableidinger@akwien.at, Tel. +43-1-50 16 522 78

Ort: Bildungszentrum der Arbeiterkammer (AK) Wien, großer Saal, Theresianiumgasse 16-18, 1040 Wien

 

 

Treffen der Global Marshall Plan Regionalgruppe Steyr/Kirchdorf

16.04.2009 15:00 Uhr (Ortszeit) - 16.04.2009 17:00 Uhr (Ortszeit)
Schlierbach


Wir freuen uns über neue Gesichter!

Treffpunkt: SPES Zukunftsakademie Schlierbach

Bei unseren Treffen erfahren Sie neues aus dem Themenbereichen Global Marshall Plan, Nachhaltigkeit, Entwicklungszusammenarbeit etc. Spannende Diskussionen
über globale Themen, die uns auch lokal beschäftigen sind Inhalt der Beiträge.

Kontakt: Alexander Hader

Das Weltfinanzsystem am Limit – Chance für eine Ökosoziale Marktwirtschaft

21.04.2009 19:00 Uhr (Ortszeit)
Neumarkt i.d.OPf.


Vortrag mit Franz Josef Radermacher

 

Der Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler Franz Josef Radermacher ist Präsident des Bundesverbandes Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) in Ulm. Radermacher ist überzeugt, "die Finanzmarktkrise ist eine große Chance, weltweit eine Ökosoziale Marktwirtschaft einzuführen, d.h. eine Marktwirtschaft, die auf der Grundlage sozialer und ökologischer Standards ausgerichtet ist." Radermacher ist einer der Initiatoren der weltweiten Initiative für einen "Global Marshall Plan". Seit 2003 setzt sich diese Initiative für eine gerechtere Globalisierung ein. Ziel ist es, den extremen negativen globalen Zuständen und Entwicklungen wie Armut, Krieg, Umweltzerstörung und Klimakatastrophe wirksam entgegen zu treten.

Die Veranstaltung wird von der Stadt Neumarkt i.d.OPf. im Rahmen der Auszeichnung "Stadt der Weltdekade" durchgeführt und unterstützt von der Raiffeisenbank Neumarkt, dem Eine Welt Laden Neumarkt und der Regionalgruppe des Ökosozialen Forums Deutschland.

Der Eintritt zum Vortrag mit anschließender Fragerunde ist frei. Anmeldungen nimmt das Bürgerhaus entgegen.

Veranstaltungsort: Festsäle der Residenz, Neumarkt i.d.OPf.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Ralf Mützel, Bürgerhaus Stadt Neumarkt i.d.OPf., Tel. (09181) 512266, E-Mail

 

 

Neue Werte für die Wirtschaft aus Sicht der Andenvölker

29.04.2009 18:30 Uhr (Ortszeit)
Wien


Vortragsveranstaltung mit Anton Ponce de Leon Paiva aus Peru

 

Die aktuelle Wirtschaftskrise zeigt deutlich: Es sind neue Werte für das Wirtschaften notwendig, um ein nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Ein schlecht reguliertes Wirtschaftssytem, das kurzfristige Profitgier gefördert hat, hat uns nicht nur in die größte Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren geführt, sondern auch an den Rand des Klimakollapses.

Wie ist diese Entwicklung aus der Sicht der Andenvölker zu verstehen? Welche ethischen Ansätze wären notwendig und was können wir von den „Ländern des Südens lernen?“ Warum sollte sich Fortschritt aus Forschung, Dienst und persönliche Entwicklung zusammensetzen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Vortragsveranstaltung mit Anton Ponce de Leon Paiva, Gründer und Leiter von Samanawasi, Urubamba/Peru, ein soziales Projekt für Straßenkinder, Psychotherapeut, Autor, ehemaliger Manager bei Panamericana Television, Studium der Agrarwissenschaften an der Universität La Plata, Peru.

Der Vortrag wird auf Spanisch mit Übersetzung gehalten mit anschließender Diskussion. 

Ort: Österreichisches Lateinamerika-Institut (LAI), Schlickgasse 1, 1090 Wien

 






News-Redaktion
Global Marshall Plan Foundation
Helge Bork, Sumiko Tanaka Frithjof Finkbeiner (V.i.S.d.P.R.)

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