Newsletter 05 / 2009

- Kampagnen -
Wir brauchen dringend Hilfe: vier Stunden für Plant-for-the-Planet
Plant-for-the-Planet will den iDO-Award gewinnen!
- Meinung -
Warum Steuerflucht uns alle betrifft!
Finanzgipfel: Nebelkerzen statt Neustart
Mitgefangen, mitgehangen
- Plant-for-the-Planet -
Fachleute fordern einen radikalen Umbau der Entwicklungspolitik
- Erneuerbare Energien -
Neuigkeiten in Folge der Konferenz "A Global Contract Based on Climate Justice"
- Global Marshall Plan lokal -
Global Marshall Plan ganz vorne dabei
Unterstützung durch die Bayerische Landesregierung
Freiburg für den Global Marshall Plan
Mikrokreditprojekt erfolgreich gestartet
Global Marshall Plan Lokalgruppe gründet sich in Schweinfurt
- Aus Politik und Zeitgeschehen
PISA-Umwelttest: Schule kann Wissenslücken nicht schließen
Plant-for-the-Planet bei McPlanet
Plant-for-the-Planet beim CSR-Forum
120 neue Klimabotschafter für Bonn
Baumparty in Berlin
Eine Million Bäume und jugendliche Klimabotschafter für die Schweiz
Plant-for-the-Planet bundesweit aktiv!
Strategischer Konsum lässt Bäume wachsen
- Bücher, Filme, Videos -
Globalisierung als politische Herausforderung
- Aus den Medien -
Ökosoziales Pflichtenheft für die G20
Pressespiegel
Veranstaltungen







Neuigkeiten

- Kampagnen -

 

 

 

 

Wir brauchen dringend Hilfe: vier Stunden für Plant-for-the-Planet

Besetze den Infostand in Deiner Stadt!

 

Seit dem 7. Mai läuft die Deutschlandtour der Schülerinitiative und letzte Abstimmungen mit dem Veranstalter und unseren Infostandbetreuern vor Ort werden getroffen. Leider haben wir noch nicht für jede Station der Tour Aktive gefunden, die den Stand betreuen möchten.

Plant-for-the-Planet wird Ende August im Rahmen der Leichtathletik Weltmeisterschaft in Berlin präsentiert werden. Zwei der Sponsoren, Toyota und die Deutsche Post, machen im Vorfeld auf das Sportereignis aufmerksam und haben die Schülerinitiative eingeladen, sie auf ihrer Tour durch 60 deutsche Städte zu begleiten. Wir möchten die Chance nutzen, von Mai bis August die Idee von Klimagerechtigkeit und Kinderbeteiligung weiter zu tragen. Gerne würden wir den Stand neben den Promotoren der Leichtathletik-Weltmeisterschaft mit eigenen Mitarbeitern besetzen. Können Sie / Kannst Du uns bitte helfen?!
 

Alle Städte die in die Tour eingebunden sind können Sie / kannst Du unter http://tour.plant-for-the-planet.org einsehen.
 
Wen suchen wir?
Motivierte Kinder und Erwachsene, die den Plant-for-the-Planet Infostand in ihrer Stadt für ca. vier Stunden betreuen möchten. Wenn Sie Lust haben, sich / Du Lust hast, Dich zu engagieren und andere von der Schülerinitiative begeistern möchtest, dann schreiben Sie / schreibe eine E-Mail an: infostand@plant-for-the-planet.org; Betreff: "Deine/Ihre Stadt" z. B. München.

Außerdem gibt es für alle die den Infostand betreuen, als Dankeschön, neben einem Plant-for-the-Planet – T-Shirt ein Buchpaket, gefüllt mit: Eine unbequeme Wahrheit von Al Gore, Der Mann der Bäume pflanzte von Jean Giono und dem Klimaatlas.

Für alle die Interesse haben bieten wir eine Schulung an, um Sie / Dich entsprechend vorzubereiten. Wir freuen uns auf eine Nachricht von Ihnen / von Dir!

 
 
 

 

Plant-for-the-Planet will den iDO-Award gewinnen!

Nehmen Sie an der Abstimmung teil!

 

Plant-for-the-Planet ist jetzt auch auf iDO vertreten! iDO ist eine Plattform, auf der sich Projekte, Spender und Unternehmen vernetzen können. Ein Video erklärt, wie's geht. Sie können Plant-for-the-Planet ganz einfach unterstützen, indem sie sich registrieren und abstimmen. 50 Stimmen sind notwendig, um Spenden empfangen zu können.

Und das Projekt, das bis zum 30. Juni die meisten Stimmen hat, gewinnt den iDO-Award.

 

 

- Meinung -

 

 

 

 

Warum Steuerflucht uns alle betrifft!

Steueroasen sind kein Rand-, sondern ein Hauptproblem unserer Gesellschaft

 

"Für jeden Dollar, der nach Afrika kommt, werden mindestens fünf Dollar unter der Hand wieder abgezogen." Dieser Satz von John Christensen verdeutlicht sehr anschaulich die Auswirkungen und Dimensionen der internationalen Steuerflucht für die so genannten Entwicklungsländer. Mitte April war John Christensen, internationaler Experte für Steueroasen und Leiter des Internationalen Netzwerks für Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network), zu Gast in Wien.

Steuern haben für die Gesellschaft allgemein vier Grundfunktionen: Einnahmenerzielung Umverteilung, Preisgestaltung oder –korrekturen von Gütern und Serviceleistungen sowie politische Repräsentation. Kapital und Vermögenswerte, mögliche Objekte staatlicher Besteuerung, sind seit Beginn der Globalisierung bekanntermaßen mobiler geworden. Die seit Beginn der 1970er Jahre umgesetzten wirtschaftlichen Transformationsprozesse führten unter anderem zu einem zunehmenden Abbau von Kontrollen, Zöllen und Handelstarifen, einer rapiden Ausweitung von grenzüberschreitendem Handel und Investitionen, dem vermehrten Aufkommen großer multinational agierender Unternehmen, gezielten steuerlichen Anreizen zur Anziehung ausländischer Investitionen seitens der Staaten etc. Laut John Christensen hat sich auch die Zahl der Steueroasen von rund 25 im Jahr 1975 auf 75 im Jahr 2008 erhöht.
Bildquelle attac

Eine direkte Folge dieser Entwicklungen waren und sind ein beständiger Steuerwettbewerb „nach unten“ und eine zunehmende Schwächung nationaler Steuersysteme. Und das von (neo)liberaler Seite oft wiederholte Argument, dass es heutzutage gar nicht mehr möglich sei, Kapital zu besteuern, weil es zu mobil sei. Steuerliche Auswirkungen bestehen zusammenfassend in einer Verlagerung des Steueraufkommens weg von einer direkten Besteuerung von Einkommen und Vermögen hin zu indirekten Steuern, etwa Mehrwertsteuern. Generell tragen Arbeit und Konsum heute die Hauptsteuerlast. Zugleich haben sich Steuerflucht und –hinterziehung zu einem globalen Problem ungeheurer Dimension ausgeweitet. Die sozialen Folgen – eine zunehmende Konzentration von Reichtum und Ungleichheit in der Vermögensverteilung – sind mittlerweile allgemein bekannt.  

Gerade in den letzten Wochen rückten Steueroasen zunehmend in das Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung, auf Ebene der G-20 Staaten, aber auch der Entwicklungsländer. Nicht zuletzt sind genau die Armen der Welt am stärksten von den Auswirkungen der systematischen Steuerflucht betroffen. Dem Tax Justice Network zufolge liegen die bedeutendsten und damit größten Steueroasen nicht etwa in der Karibik, sondern mitten in der industrialisierten Welt: London, New York, Genf, Luxemburg, Hong Kong und Singapur führen die Liste an. Allein das in den Steueroasen der Welt gelagerte Privatvermögen (Firmenkapital nicht eingerechnet!) betrug im Jahr 2005 nach einer Berechnung des Netzwerks für Steuergerechtigkeit USD 255 Mrd. Diese Summe ist um einiges höher als die umfangreichste Schätzung der notwendigen Finanzmittel zur Erreichung der Milleniums-Entwicklungsziele der UNO! Christensen kommt deshalb zu dem Schluss, dass aufgrund dieser enormen Schattenwirtschaft der globale Markt als gesamtes korrupt sei, denn von einer der Grundvoraussetzungen für das Funktionieren einer Marktwirtschaft, nämlich Transparenz, kann heute keine Rede sein.

Christensen zufolgen fließen jedes Jahr zumindest USD 900 Mrd. aus Entwicklungsländern in Richtung Industrieländer. In Lateinamerika könnte ohne die bestehenden Möglichkeiten zur Steuerflucht das Doppelte an staatlichen Einnahmen aus Steuern erzielt werden. Und für Europa schätzt das Tax Justice Network, dass es sich in etwa bei zwei bis zweieinviertel Prozent des Bruttoinlandsprodukts um „Steuerfluchtgeld“ handelt. Die Länder des Südens verlieren dadurch enorme finanzielle Mittel, die sie zum Ausbau ihres Gesundheits- und Bildungswesens und allgemein ihrer Sozialsysteme dringend benötigten. Steuerflucht und Steueroasen – als deren Empfängerinnen – haben damit als letzte Konsequenz eine sehr effektive Unterminierung von Entwicklungsstrategien bis hin zu Demokratie allgemein zur Folge. Sie verunmöglichen es vielen Ländern des Südens, eigene Einnahmequellen zu erschließen und unabhängiger von Entwicklungszusammenarbeit zu werden. Steuerflucht ist kein Rand-, sondern ein Hauptproblem unserer Gesellschaft!

Viele international agierende Unternehmen sind genau zu dem Zweck der Steuervermeidung nahezu undurchschaubar kompliziert konstruiert. Dass bisherige Bemühungen, dem entgegen zu wirken, wenig erfolgreich waren, liegt für Christensen in erster Linie an einer starken politischen Lobby. Nicht zuletzt deshalb kann gerade ein entschlossenes zivilgesellschaftliches Engagement hier entscheidend zu einer Veränderung beitragen! Das Steuerkomitee der UNO (UN Tax Committee) war von Beginn an personell unterbesetzt und mit zu wenigen Mitteln ausgestattet. Sämtliche Initiativen des Internationalen Währungsfonds kritisiert Christensen als unbedeutend. Ebenso sei der laufende OECD-Prozess unzureichend – dies nicht zuletzt deshalb, da innerhalb dieses Gremiums genau jene Zentren der Steuerflucht (siehe oben) die bestimmenden sind.  Die Europäische Union hat damit begonnen, mit der 2005 in Kraft getretenen Savings Tax Directive, die einen automatischen Informationsaustausch zwischen den EU-Staaten vorsieht, das richtige Rahmenwerk zu schaffen. Österreich ist diesem Abkommen bisher nicht beigetreten.  

Auch die Frage der Handelsgerechtigkeit ist eng mit jener der Steuergerechtigkeit verknüpft. Christensen präsentierte bei seinem Besuch in Wien das Beispiel der wundersamen Reise einer ganz normalen Banane von Südamerika nach Europa. Physisch wird diese Banane aus ihrem Herkunftsland direkt nach Rotterdam, Hamburg oder einem anderen europäischen Hafen geliefert. Auf dem Papier jedoch wird diese Banane etwa von Honduras zunächst auf die Cayman Inseln exportiert, von dort reist sie weiter nach Luxemburg, nach Irland, auf die Insel Man, weiter nach Jersey, dann nach Bermuda, um schließlich ihr europäisches Zielland zu erreichen. Von jedem Euro, den wir in Europa für Bananen ausgeben, ist geschätzt die Hälfte in einer Steueroase geparkt. Christensen stellt an dieser Stelle die provokante Frage: Ist die Banane eine Frucht, oder ist sie ein Bündel an intellektuellen Eigentumsrechten, die in Steueroasen geparkt sind? Seine Antwort lautete: dass die Banane genau so ein Bündel an in Steueroasen geparkten Eigentumsrechten ist, das das Ziel verfolgt, die Gewinne aus den Herkunftsländern und den Konsumländern hinaus in Richtung Steueroasen zu verlagern.
Das Tax Justice Network schätzt, dass zumindest die Hälfte des Welthandels eine Steueroase passiert – nicht physisch, jedoch auf dem Papier. Und wenigstens ein Drittel des Privatvermögens der reichsten Menschen befindet sich in Steueroasen – und entzieht sich damit beinahe zur Gänze seiner Besteuerung. Das heutige Finanzsystem ist in erster Linie intransparent und für Außenstehende praktisch undurchschaubar. Seine Krise trifft nun auch die Menschen in den Industriestaaten hart. Und die Rufe nach gerechteren und nachhaltigen Alternativen werden zunehmend lauter.
 

 

Finanzgipfel: Nebelkerzen statt Neustart

Position von Heiner Flassbeck, Unterstützer der Global Marshall Plan Initiative

Heiner Flassbeck, Chefvolkswirt UNCTAD, über Finanzmärkte, Marktwirtschaft und Konjunkturprogramme.



"Banken müssen eine dienende Funktion haben."
Zum Video bei Monitor

 

Mitgefangen, mitgehangen

"Die Zeiten andauernder 25-prozentiger Nachsteuer-Renditen in der Finanzindustrie sind vorbei."

"Salopp gesagt gilt: Mitgefangen, mitgehangen", sagt Alexander Dibelius: Der Deutschland-Chef von Goldman Sachs fordert in einem SPIEGEL-Interview die gesamte Finanzindustrie zu "kollektiver Demut" auf.

Hamburg - Trotz jüngster Quartalsgewinne mancher Geldhäuser, auch seines eigenen, warnt Alexander Dibelius: "Die Zeiten andauernder 25-prozentiger Nachsteuer-Renditen in der Finanzindustrie sind vorbei." Es könne nicht sein, dass "Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert werden", sagt der 49-Jährige Deutschland-Chef von Goldman Sachs in einem SPIEGEL-Interview.

Dibelius fordert die gesamte Finanzindustrie zu "kollektiver Demut" auf. "Salopp gesagt gilt: Mitgefangen, mitgehangen". Rückwirkend betrachtet sehe "manches in unserer Branche gierig aus, selbstbezogen und realitätsfremd, als ginge die Gesellschaft drum herum sie gar nichts an. Und ich gebe zu: Es ist uns insgesamt nicht gelungen, mit den Erwartungen umzugehen, die diese Gesellschaft an uns hat - als Individuum, als Institut, als Industrie".

Angesichts sich verschärfender Proteste der Öffentlichkeit müssten nun "alle aufpassen, dass sich niemand als Elite isoliert, sonst entstünden dramatische Spannungen in unserer Gesellschaft".

Auch Goldman Sachs hatte von der US-Regierung zehn Milliarden Euro an Finanzhilfen bekommen, und "es wäre arrogant zu behaupten, dass wir ohne sie überlebt hätten. Nur: Wir als einzelnes Haus hätten noch gute Reserven gehabt. Aber wenn ein Tsunami kommt, ertrinkt auch ein Ausnahmeschwimmer wie Michael Phelps."

Quelle: Spiegel online

 

 

- Plant-for-the-Planet -

 

 

 

 

Fachleute fordern einen radikalen Umbau der Entwicklungspolitik

Trotz unzähliger Entwicklungshilfeprojekte haben sich die Lebensbedingungen für die Menschen in den meisten Ländern Afrikas nicht verbessert.

Kenner des Kontinents fordern deshalb mehr Privatinitiative, regionale Selbstverwaltung und die Unterstützung privater Träger.

Der Bonner Aufruf Plus (www.bonner-aufruf.eu) erschien als Erläuterung des ursprünglichen Aufrufes darstellt. Die FAZ berichtet ausführlich darüber (s.u.).

mas. BERLIN, 22. März. Die großen Erwartungen in die neue internationale Entwicklungsstrategie erweisen sich nach Ansicht von renommierten Afrikakennern zunehmend als Illusion. "Das als Erfolg der neuen Strategie angeführte wirtschaftliche Wachstum einiger Länder hat sich als nicht dauerhaft erwiesen", heißt es in dem "Bonner Aufruf Plus", den Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisation "Cap Anamur", und Winfried Pinger, früherer entwicklungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, mit weiteren Autoren erarbeitet haben. Er soll an diesem Montag vorgestellt werden. Die Fachleute fordern einen radikalen Umbau der Entwicklungspolitik.

"Auch die neue Strategie hat bisher kaum Fortschritte gebracht", heißt es in dem Konzept, das den Aufruf vom September 2008 ergänzt und erläutert. Das erste Dokument hatte eine hitzige Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklungspolitik ausgelöst. Die Thesen von damals lauten: Die ein halbes Jahrhundert währende Entwicklungshilfe hat versagt. Ausländische Helfer haben in Afrika zu viel Verantwortung an sich gezogen und damit die Eigeninitiative gelähmt. Die Gleichung mehr Geld gleich mehr Entwicklung geht nicht auf.

Nun legen die Autoren nach. "Die angekündigten Reformen sind ins Stocken geraten", stellen sie fest. Die mit großen Erwartungen verknüpfte "Neue Partnerschaft zur Entwicklung Afrikas" (Nepad) habe wenig bewirkt. "Den Regierenden vieler afrikanischer Staaten fehle nach wie vor der Wille zu tiefgreifenden Reformen." Das zeitweilig höhere Wachstum in Afrika gehe entweder auf gestiegene Rohstoffpreise oder den starken Zufluss von Entwicklungsmitteln zurück, von denen die breite Bevölkerungsmehrheit bisher nicht profitiert habe. "Der Unterschied zwischen Arm und Reich in Afrika ist im letzten Jahrzehnt größer geworden." Zudem sei absehbar, dass das wichtigste Millenniumsziel - die Halbierung der absoluten Armut bis zum Jahr 2015 - in Afrika verfehlt werde. Zwar sei vielen Menschen in Afrika durch die Entwicklungshilfe der letzten fünf Jahrzehnte geholfen worden. Doch trotz Hunderttausender Projekte, die viele Milliarden Dollar gekostet hätten, habe die Mehrheit der Menschen in den meisten Ländern Afrikas heute keine besseren Lebensbedingungen als vor 50 Jahren.

Der 2007 in Heiligendamm bestätigte Beschluss, die Entwicklungshilfe für Afrika zu verdoppeln, vernachlässigt nach Ansicht der Kritiker die Erfahrung, dass auch in Afrika Entwicklung vor allem auf den eigenen Anstrengungen der Regierungen, der Wirtschaft und der Bevölkerung beruhe. "Unsere Entwicklungshilfe hat die Eigenverantwortung der Afrikaner nicht gefördert und gestärkt, sondern oft sogar das Gegenteil bewirkt", urteilen sie. "Die verantwortlichen Politiker konnten sich auf Grund der finanziellen Unterstützung der Gebergemeinschaft aus der Verantwortung stehlen." Reformen, die privatwirtschaftliche Eigeninitiativen und Investitionen gefördert hätten, seien unterblieben. Der stetige Zufluss der Entwicklungsgelder ermöglichte es den führenden Eliten, die Ressourcen des eigenen Landes zu ihrem privaten Vorteil auszubeuten und Erlöse außer Landes zu schaffen. "Die Verbesserung der Steuersysteme zur Mobilisierung eigener finanzieller Ressourcen und die Schaffung effektiver Systeme zur Kontrolle der öffentlichen Ausgaben wurden von den Gebern zwar angemahnt, aber sie hatten damit kaum irgendwo Erfolg."
Wenig halten Neudeck und Pinger von Zuschüssen zum Staatshaushalt, die zuletzt stark gepriesene und ausgebaute Budgethilfe. Damit soll die Eigenverantwortung gestärkt und das Wirrwarr an Entwicklungsinitiativen beseitigt werden. Die daran geknüpften Bedingungen der Transparenz und Effizienz der Mittelverwendung würden in der Praxis aber kaum eingehalten und von der Gebergemeinschaft viel zu zögerlich eingefordert und sanktioniert, urteilen sie. "Im Ergebnis führt die Budgethilfe häufig zu einer weniger effektiven Verwendung der Mittel."
Die Autoren verlangen einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Privatinitiative, regionaler Selbstverwaltung und privater Träger. "Derzeit werden 90 Prozent der steuerfinanzierten deutschen Entwicklungszusammenarbeit über staatliche Strukturen abgewickelt. Nur 10 Prozent der Mittel werden der zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Zusammenarbeit zugeteilt", kritisieren sie. Notwendig sei darüber hinaus eine effiziente Koordinierung der Aktivitäten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit über die Botschaften der Empfängerländer. "Dazu müssen keine neuen Stellen geschaffen werden, es genügt, Entwicklungsexperten aus dem Inland an die Botschaften zu versetzen."

Den ersten Aufruf haben inzwischen aktive und frühere Politiker unterzeichnet. Dazu gehören die FDP-Politiker Werner Hoyer, Karl Addicks, Hellmut Königshaus und Gerhart Baum. Von der Union sind Hans-Peter Repnik und Volkmar Köhler mit von der Partie, von den Grünen Ludger Volmer. Viele ehemalige Botschafter und sonstige Afrikakundige finden sind unter den Unterzeichnern des Vorgängerappells.

Quelle: faz vom 23.02.2009

 

- Erneuerbare Energien -

 

 

 

 

Neuigkeiten in Folge der Konferenz "A Global Contract Based on Climate Justice"

Konferenzzusammenfassung in Kürze erhältlich

 

Die Nachbereitungen der Konferenz "A Global Contract Based on Climate Justice – The Need for a New Approach Concerning International Relations", die vom Ökosozialen Forum Europa in Zusammenarbeit mit dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung sowie einer Gruppe von Abgeordneten im Europäischen Parlament am 11. November 2008 in Brüssel organisiert wurde, schreiten voran. Nach der Fertigstellung des Concluding Memorandums sowie der Veröffentlichung der Präsentationen, der Tonaufnahme und Fotos über die Konferenz wird im Laufe des Monats Mai eine Konferenzzusammenfassung auf der Webseite www.global-contract.eu verfügbar sein. In der Zusammenfassung sind alle Reden und Präsentationen sowie die allgemeine Diskussion festgehalten. Sie bietet somit die Gelegenheit, die Konferenz auf diese Weise nachzuerleben.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, die Global Contract Homepage auch in Zukunft zu besuchen, denn sie wird laufend im Lichte aktueller Entwicklungen und geplanter Veranstaltungen aktualisiert.

 

 

- Global Marshall Plan lokal -

 

 

 

 

Global Marshall Plan ganz vorne dabei

Dank Ihrer regen Beteiligung an den Europäischen Bürgerkonferenzen

 

 

Liebe Unterstützer/innen des Global Marshall Plans, die dies auch in der Abstimmung bei den Europäischen Bürgerkonferenzen getan haben!

Wir können uns freuen ob der vereinten Abstimmungsmacht, die wir bei den diesjährigen Europäischen Bürgerkonferenzen für den Global Marshall Plan zum Einsatz gebracht haben.



Dank den vielen Unterstützern haben wir den Vorschlag "Ein Global Marshall Plan in das außenpolitische Konzept der EU" im Online-Stadium dieser EU-Bürgerbeteiligungs-Initiative auf den zweiten Platz gebracht, nur übertroffen von einem Vorschlag zur Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens (was unseren Zielen ja auch nicht unbedingt entgegensteht).

Am letzten Märzwochenende haben nun zeitgleich die nationalen Bürgergipfel in den 27 Mitgliedsländern stattgefunden, an denen insgesamt 1500 zufällig ausgewählte europäische Bürger teilnahmen. Dort wurden die 10 erfolgreichsten Vorschläge aus den jeweiligen Online-Debatten zur Grundlage für die Ausarbeitung von Empfehlungen an die europäische Politik genommen, wobei diese Empfehlungen verschiedene gemeinwohl-relevante Themen wie Umwelt, Beschäftigung, Wirtschaft, Bildung usw. abdecken sollten, in die die Vorschläge der Online-Debatte integriert wurden.

Die Vorschläge wurden also nicht direkt in Empfehlungen überführt, sondern in andere vorgegebene Themenfelder eingearbeitet.

Einen ausführlichen Bericht zu der Veranstaltung in Berlin finden Sie hier; ein kurzes Video hier.

Der Vorschlag des Global Marshall Plans findet sich vor allem bei der Empfehlung zur Migrationpolitik wieder:
"Ursachen von Migration sollen erforscht und durch streng kontrollierte und abgestimmte Entwicklungspolitik (auch Wissenstransfer nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe) altruistisch angegangen werden."

Anders sieht es bei der Zusammenfassung der Ergebnisse der 27 Europäischen Bürgerkonferenzen aus, die man hier (pdf) einsehen kann.

Hier wurden viele Aspekte des Global Marshall Plan übernommen, wie etwa die Einführung einer Tobin-Steuer, die Aushandlung ökologischer und sozialer Mindeststandards bei bi- und multilateralen Handelsabkommen und den daran angelehnten Ausbau der einschlägigen Qualitätskennzeichnung ("Fair Trade" etc.).

Ziemlich einschlägig im Sinne des Global Marshall Plans ist auch ein Passus aus der Rubrik "Migration und Integration" der europäischen Empfehlungen:

Zitat: "Die EU sollte die Schaffung der Union für den Mittelmeerraum unterstützen, um die Entwicklung dieser Länder zu unterstützen und die Einwanderung zu kontrollieren. Die EU sollte die Ursachen für Migration mittels einer streng überwachten und koordinierten Entwicklungspolitik analysieren (einschließlich Wissenstransfer im Einklang mit dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe). Dafür sollte sie in die Verbesserung der Lebensgrundlagen der Menschen in der ganzen Welt investieren."

(Vor allem die Schaffung einer Mittelmeerunion möchte ich an dieser Stelle auch unabhängig von den Europ. Bürgerkonferenzen noch einmal als eine ausgesprochen positive und unterstützenswerte Idee hervorheben, stellt sie ja quasi eine 1:1 Umsetzung des Global Marshall Plans zumindest bezogen auf die nordafrikanischen und asiatischen Mittelmeeranrainerstaaten dar, von denen die meisten ja Entwicklungsländer sind.

Hier müsste der EU-Prozess also gar nicht mehr als Modell für einen Global Marshall Plan genommen werden, sondern würde direkt auf die Entwicklungsländer in Form der Mittelmeeranrainer ausgedehnt werden, vielleicht mit der positiven Folge einer Sogwirkung auf die weiteren Entwicklungsländer, für die bisher die Möglichkeit einer wie auch immer gearteten EU-Mitgliedschaft so unreal ist, dass sie ja auch keine Anstrengungen dafür unternehmen würden, ihre Standards zwecks einer Beitrittsaussicht anzugleichen.

Ich denke, dass die konsequente und vor allem substanzielle Umsetzung einer Mittelmeerunion ein sehr positives Signal für die arabische Welt, aber auch für die der Entwicklungsländer als ganzer wäre, da man sich so endlich einmal in Ansätzen vom "Westen" integriert und akzeptiert wähnen könnte, statt immer nur, z.B. mit unfairen EPAs, abgespeist zu werden. Außerdem stellt die Mittelmeerunion natürlich, wie gesagt, eine sehr gute Möglichkeit dar, die Region wirtschaftlich zu entwickeln.

Bei den europäischen Bürgerkonferenzen wird es nun so weitergehen, dass die auf den Bürgergipfeln ausgearbeiteten Empfehlungen in einigen Tagen wieder im Internet hier von allen Bürgern debattiert werden können, ehe dann von den Teilnehmern der Bürgergipfel noch einmal per Abstimmung aus allen europäischen Empfehlungen 15 ausgewählt werden. Diese werden dann auf einem Europäischen Bürgergipfel am 10. und 11. Mai 2009 in Brüssel noch einmal endgültig abgefasst, ehe sie den europäischen politischen Entscheidungsträgern unterbreitet werden.

Über den Wortlaut der endgültigen Empfehlungen, darüber "wie viel" Global Marshall Plan in diesen (noch) steckt, und die Reaktionen der europäischen Entscheidungsträger auf die Empfehlungen, werden wir im nächsten Newsletter berichten.

Wir danken noch einmal allen für die rege Teilnahme an der Online-Abstimmung, auch wenn man sich die konkrete Handhabe der Abstimmungsergebnisse vielleicht anders vorgestellt hätte.

Dass die Empfehlungen teilweise nicht wirklich viel aus den Online-Vorschlägen übernommen hatten, liegt sicherlich auch daran, dass die "zufällig ausgewählten" Bürger eben wirklich zufällig ausgewählt waren, und somit wahrscheinlich nicht wirklich viel Expertise auf solchen Gebieten wie Global Marshall Plan, bedingungsloses Grundeinkommen usw. besaßen, sodass die Empfehlungen im Endeffekt eher Allgemeinplätze wurden.

Auf jeden Fall haben wir aber ein Nachdenken über und eine Bekanntmachung der Global Marshall Plan Idee erreicht, da die 10 Vorschläge aus der Online-Debatte ja wie gesagt auf dem Bürgergipfel debattiert wurden (und vorher ja auch schon rege auf der Seite der Europäischen Bürgerkonferenzen), wenn sie auch nicht 1:1 in Empfehlungen übergingen.

Doch nicht verzagen! Das nächste mal ist einer von uns unter den zufällig ausgewählten Bürgern, und dann könnten wir über das Schicksal der vorher online abgestimmten Vorschläge entscheiden.

Und wenn dann der Global Marshall Plan nicht dabei wäre könnten wir ihn auch nicht umsetzen.

Die Abstimmung war auch deshalb nicht umsonst, weil sie uns gezeigt hat, wie viele Unterstützer die Global Marshall Plan Initiative hat, und dass wir definitiv das Potenzial besitzen, bei solchen Bürgerabstimmungen genug Menschen zu mobilisieren, um den Global Marshall Plan irgendwo an die Spitze zu bringen!

(Alle, die sich den Ablauf der Europäischen Bürgerkonferenzen anders vorgestellt hätten, oder Anregungen haben, wie man ihn verbessern könnte, können sich dafür natürlich an dessen Organisatoren wenden: .

Ich persönlich fände es z.B. nicht schlecht, wenn nur solche Bürger für die Konferenzen ausgewählt werden würden, die auch bei der Online-Abstimmung beteiligt waren. Oder wenn am Ende alle online über die endgültigen Politik-Empfehlungen abstimmen könnten, statt wie bisher anscheinend nur die schon an deren Ausformulierung beteiligten "zufällig ausgewählten" Teilnehmer von den Bürgergipfeln. )

Anna Jeschke
 

 

Unterstützung durch die Bayerische Landesregierung

Gemeinsam zum Ziel!

Am 14.4. wurde in einer Sondermail der Global Marshall Plan Foundation zur Mitarbeit bei der Initiative Global Marshall Plan - Unterstützung durch die Bayerische Staatsregierung aufgerufen.
In der Folge haben bis heute ca. 20 Unterstützer ihre Mitarbeit bekundet und begonnen.

Neben etlichen direkten Sondierungsgesprächen mit Landtagsabgeordneten ist der Dialog mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer über dessen aktuellen Blog Zukunft Soziale Marktwirtschaft besonders zu erwähnen.
In sechs Kommentaren wurde direkt die Unterstützung der Ziele des Global Marshall Plans gefordert. Die erste Antwort von Horst Seehofer hierzu:

Wichtig sind mir auch die von mehreren Kommentatoren eingebrachten Themen "Ökologie" und "weltweite öko-soziale Marktwirtschaft". Ohne Fortschritte in der internationalen Beachtung von Regeln und Standards für einen fairen, mit sozialen und ökologischen Zielen verträglichen Wettbewerb und ohne eine stärkere Berücksichtigung der Nachhaltigkeit gibt es keine gute Zukunft.



Diesen Dialog wird die Initiative weiter fortführen, wie natürlich noch viele weitere Dialoge mit einzelnen Landtagsabgeordneten.

Das Ziel ist klar: Eine Erklärung der Unterstützung der Ziele der Global Marshall Plan Initiative durch den Bayerischen Landtag sowie die Bayerische Staatsregierung. Ein Entwurf konkreter Maßnahmen, die durch eine solche Unterstützungserklärung erreicht werden sollen ist ebenfalls bereits formuliert:
 

  • Werben für die Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen, auf die sich 189 UN-Mitgliedstaaten am 8. September 2000 verständigt haben
  • Überprüfung der Agrar-, Energie-, Umwelt, Außen- und Wirtschaftspolitik auf die Vereinbarkeit mit den Millenniumsentwicklungszielen sowie der sozialen und humanitären Verantwortung gegenüber den Menschen in den Entwicklungsländern
  • Aktive Gestaltung einer Entwicklungspolitik für eine nachhaltige Entwicklung und Hilfe zur Selbsthilfe
  • Etablierung einer Eine-Welt-Politik
  • Werben für die Umsetzung einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene
  • Bildungsarbeit für die Vermittlung der Notwendigkeit sowie der Voraussetzungen für die Etablierung einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft
  • Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks des Freistaates durch Überprüfung aller öffentlichen Einrichtungen auf Optimierungspotentiale sowie Realisierung dieser

Zum Austausch der Erfahrungen und Meinungen der Aktiven der Initiative wurde eine Kommunikations- und Austauschplattform auf my.huddle.net angelegt.

Wer Zugriff auf die Plattform haben möchte, wendet sich bitte an Stefan Jessenberger.

Weitere Unterstützer für diese Initiative sind natürlich jederzeit gerne willkommen. Den bislang 20 Aktiven stehen immerhin 187 Abgeordnete gegenüber!

Berufene wenden sich bitte an:

Stefan Jessenberger
Tretenäcker 8
91096 Möhrendorf
09131/126884
stefan.jessenberger@oesf.de
 

 

Freiburg für den Global Marshall Plan

Was kann ich tun? - Die Hochschulgruppe Freiburg verfolgt ihre Ziele kreativ

Freiburg, 29. März 2009: Beim Freiburg Marathon ging es nicht allen (nur) um Bestzeiten. Johannes Waldschmidt zum Beispiel lief die 42,195 km in Verkleidung und machte Werbung für die Global Marshall Plan Initative. Trotz des Handycaps beim Laufen Dollarscheine zu verteilen, lief er bei seinem 5. Marathon in der ersten Gruppe und erreichte mit 3:03 Stunden eine neue persönliche Bestzeit.



"Mit meiner Verkleidung und den Dollarnoten wollte ich auf den Ursprung der Finanzkrise aufmerksam machen. Aber trotz der schweren Krise stehen die Nationen in der Pflicht, zum Beispiel die Milleniumsziele umzusetzen, zu denen sie sich bereits im Jahr 2000 bekannt haben", so Waldschmidt, der am Sonntag als 88. Läufer das Ziel erreichte.


Der Flyer (Vorder- und Rückseite)

Die Global Marshall Plan Initiative wird in Deutschland bereits von den Ländern Thüringen und Nordrhein-Westfalen sowie der Stadt München offiziell unterstützt. Auch Freiburg soll nun bald folgen.
Um möglichst viele Unterstützer für den Antrag bei der Stadt zu gewinnen, beteiligt sich die Hochschulgruppe an Veranstaltungen wie der Campustour der Heinrich-Böll-Stiftung oder organisiert Infostände in der Stadt. Gleichzeitig bezieht sie die Presse ein (Pressemitteilung vom 29.03.2009).

Das können Sie in Ihrer Stadt auch tun! Wir freuen uns über Ihre Berichte!
 

 

 

Mikrokreditprojekt erfolgreich gestartet

Tübinger Lokalgruppe sammelt 5000 Euro für Mikrokredite in Kenia

 

Ende Dezember rief die Tübinger Lokalgruppe ein Mikrokreditprojekt für Frauen in Kenia ins Leben. Etwa 5.000 Euro Spenden konnte die Initiative dafür in Tübingen sammeln. „Von dieser tollen Hilfsbereitschaft und dem uns entgegengebrachten Vertrauen sind wir und unsere Partner in Kenia begeistert“, sagt Jannis Maaß, der Sprecher der Gruppe. Mit dem Geld werden momentan 21 kenianische Frauen in der Stadt Kisumu am Victoria-See mit Krediten zwischen 100 und 200 Euro gefördert. Um einen solchen Mikrokredit zu bekommen, mussten die Frauen einen Geschäftsplan für ihre Idee aufstellen. Denn das Geld soll ihnen auch langfristig zu Gute kommen. Außerdem erhielten sie vor der Geldübergabe eine betriebswirtschaftliche Schulung. Die meisten der Frauen sind als Händlerinnen auf einem Markt in Kisumu aktiv. Innerhalb von einem Jahr werden sie die Kredite zurückbezahlen. Das Geld soll dann weiteren Frauen vor Ort geliehen werden, damit sich die Wirkung der Spenden vervielfältigt.

 
Weitere Infos unter: www.globalmarshallplan-tuebingen.de

Links zur Berichterstatttung:
Zeitungsartikel: Kleine Kredite - Große Wirkung (Schwäbisches Tagblatt, 28.04.2009)
Zeitungsartikel: Frauen sind die Ernährer der Familien (Schwäbisches Tagblatt, 29.12.2008)

 

Global Marshall Plan Lokalgruppe gründet sich in Schweinfurt

Kommen Sie zu unseren Treffen und lernen Sie uns kennen!

Die Lokalgruppe möchte u.a. Bürger durch Fachvorträgen informieren und Pflanzaktionen mit Schulen organisieren (Plant-for-the-Planet), um auch junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren.


Quelle

Wer Interesse hat, sich in der neuen Lokalgruppe zu engagieren, kann bei einem der regelmäßigen Treffen jeden ersten Montag im Monat um 19:00 Uhr in der Gaststätte Tannenbaum, Schützenstr. 9 vorbeischauen.

Ihre Ansprechpartnerin ist Georgia Drescher (09721-44182).

- Aus Politik und Zeitgeschehen

 

 

 

 

PISA-Umwelttest: Schule kann Wissenslücken nicht schließen

Die Umwelt steht bei Jugendlichen in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hoch im Kurs

90 Prozent aller 15-Jährigen halten Themen wie Luftverschmutzung, Artensterben, Energie- oder Wasserknappheit für wichtig. Ihr Wissen über grundlegende Zusammenhänge hat jedoch klaffende Lücken – die die Schule allein kaum schließen kann.

So sind 35 bis 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler in den 30 OECD-Ländern nicht in der Lage, komplexere Umweltprobleme wie den Klimawandel im Groben zu erklären. Mit 30 Prozent schneiden deutsche Schüler hier nur etwas besser als der Durchschnitt ab. Gut 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler in der OECD-Ländern gelingt es nicht, wenigstens eine Ursache für sauren Regen zu benennen.

Zu diesen Ergebnissen ist die OECD nach Auswertung der so genannten PISA-Erhebung aus dem Jahr 2006 gekommen. Damals wurden bei den unter 15-Jährigen auch Kenntnisse über und Einstellungen zum Umweltschutz abgefragt. Die neuen Auswertungsergebnisse legte die OECD Ende März vor.

Insgesamt, so die OECD, nimmt die Sorge um die Umwelt mit steigendem Wissen zu. Schülerinnen und Schüler mit geringeren Kenntnissen der Umweltwissenschaften blicken dagegen optimistischer in die Zukunft und glauben eher, dass sich die Umweltsituation in den kommenden Jahren verbessern wird. Nach Ansicht von Experten für Nachhaltigkeit und Bildung ist das für die Durchsetzung neuer Umweltgesetze und den Schwenk zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft kein fruchtbarer Boden.

Dass die Schule die Wissenslücken allein schließen kann, gilt unter Experten als unwahrscheinlich. Auch die OECD-Zahlen legen diesen Schluss nahe. Zwar geben – je nach Thema – zwischen 50 und 70 Prozent der deutschen Jugendlichen an, dass sie ihre Kenntnisse zur Umwelt aus der Schule haben. Eine noch bedeutendere Informationsquelle für deutsche Schüler sind allerdings die Medien – die Umweltthemen oft nur zögerlich aufgreifen. Das ist sehr schade, denn laut OECD schneiden Schüler bei Testfragen zur Umwelt besser ab, wenn sie ihr Wissen aus mehreren Quellen beziehen.
Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung

In Plant-for-the-Planet Akademien können Kinder ihr Wissen über die Klimathematik vertiefen. Weitere Informationen finden Sie unter akademie.plant-for-the-planet.org.

Die nächste Akademie findet vom 14.-16. Mai in Dresden statt. Hier können Sie sich informieren.

 

Plant-for-the-Planet bei McPlanet

FÖJ-Bundesaktionstag unterstützt die Schülerinitiative

Am Sonntag den 26. April 2009 fand der Bundesaktionstag (BAT) der Freiwilligen im Ökologischen Jahr in Berlin statt. Das diesjährige Motto der Veranstaltung, die in Kooperation mit McPlanet durchgeführt wurde, war: Umweltschutz = Luxusgut?



Im Hinblick auf die aktuelle Weltwirtschaftskrise wurde den Fragen nachgegangen, was Umweltschutz den Einzelnen und die Gesellschaft kostet, ob er in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs finanzierbar ist und wie sich Ökologie und Ökonomie verbinden lassen.

Teil des Programms waren eine Podiumsdiskussion mit Sylvia Kotting-Uhl (Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen), Tina Löffelsend (Referentin für Klima und Wirtschaft im BUND), und Frithjof Finkbeiner (Unternehmer, Vorstand der Global Marshall Plan Foundation). Thema war Passt unser Fuß auf diese Erde?.

Neben Projekten der Freiwilligen im Ökologischen Jahr wurde auch Plant-for-the-Planet, das Projekt von Felix und Frithjof Finkbeiner, wurde auf dem BAT vorgestellt und fand regen Zulauf.
Gut 150 FöJler aus ganz Deutschland sind von Felix Ausführungen begeistert. 10% sagen spontan ihre aktive Unterstützung zu. So gelang es innerhalb weniger Stunden, vorerst nur symbolisch, 100 Bäume zu pflanzen und Standbetreuer für die Städtetour zu gewinnen.



Quelle

Plant-for-the-Planet beim CSR-Forum

Stuttgart und das 100.000 Ziel

Die Initiatoren und Veranstalter des 5. "Deutschen CSR-Forums – Forum EnviComm", das am 27. April 2009 in Stuttgart stattfand, gaben den Überraschungsgast ihrer Veranstaltung kurz vorher bekannt: Er ist 11 Jahre alt, ist Kindervorstand der UNEP und heißt Felix Finkbeiner.

Seine Antwort auf die Frage "was können denn schon Kinder gegen die Klimakrise tun?" ist kurz, konsequent und konstruktiv: "Bäume pflanzen." Das macht er selbst, und er mobilisiert hunderte von Schülern, es ebenfalls zu tun. Schüler in vielen Städten versprechen jeweils 100.000 Bäume zu pflanzen – ein ambitioniertes Ziel. Die Schüler aus Stuttgart starten ihre Baumpflanzaktion Plant-for-the-Planet auf den Forum EnviComm. Millionen Bäume sollen es werden, zusammen mit Partnern in Europa und Übersee.

Felix kam zusammen mit 40 Klimabotschaftern vom Albert-Magnus-Gymnasium Stuttgart und der Theodor-Heuss-Realschule Kornwestheim, die er kürzlich in zwei Workshops ausgebildet hat.



Beeindruckt vom Engagment der Kinder, sagten einige der Teilnehmer spontan ihre Unterstützung zu. Stuttgarts OB Wolfgang Schuster und Veranstalter dokeo setzen sich schon länger für Plant-for-the-Planet ein.

Welches Unternehmen will ebenfalls mitmachen? Welcher CSR-Engagierte hat noch keinen Baum gepflanzt?

Mehr über Felix Finkbeiner und seine Initiative, die auch Al Gore lobend hervorhebt, finden Sie hier. Über das "Deutsche CSR-Forum – Forum EnviComm" finden Sie Informationen auf www.envicomm.org.

(Quelle: pr-center.de)
 

 

 

120 neue Klimabotschafter für Bonn

Plant-for-the-Planet Akademie war großer Erfolg

Schüler von fünf Bonner Schulen nahmen am 24./25.04.2009 an der Akademie im Helmholtz Gymnasium Bonn teil. Nicht nur WDR-Moderatorin Carmen Thomas war begeistert vom Wissensdurst und Tatendrang der Kinder.



Als erste Stadt in Nordrhein-Westfalen gab Bonn das Versprechen ab, 100.000 Bäume zu pflanzen und damit zum Millionenziel der Schüler beizutragen. Die Aktionen am 24./25. Mai bildeten den Auftakt dazu.

Theoretische und praktisch zugleich ist der Bonner Ansatz. An zwei Tagen wurden die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen zu Klimabotschaftern ausgebildet. Zur Akademie gehörte auch, dass Felix Finkbeiner, der 11-jährige Initiator des Projektes in einem Vortrag seine Vision, Ideen und bereits gesammelten Erfahrungen vorstellte und seinen neuen Kollegen anschließend Reden und Antwort stand.

Am 25. April, dem Tag des Baumes, griffen die Schülerinnen und Schüler zur Schaufel und pflanzten 1.000 Bäume im Bonner Stadtwald. Fachmännisch begleitet wurden sie dabei von Stadtförster Stephan Mense.

Ein großes Dankeschön gebührt Mirjam Ferrari von der Deutsche Post AG, die die Organisation der Aktion übernahm.

Lesen Sie auch den Bericht im General Anzeiger Bonn.

Weitere Informationen zu den Plant-for-the-Planet Akademien finden Sie unter akademie.plant-for-the-planet.org.
 

Baumparty in Berlin

Schüler und Waldschützer feiern gemeinsam Tag des Baumes

Die Schülerinnen und Schüler der Initiative Plant-for-the-Planet bekommen erfahrene Unterstützung: Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. In einer ersten gemeinsamen Aktion veranstalteten die zwei Jahre alte Schülerinitiative und die 1947 gegründete Waldschutzorganisation eine große Baumparty zum internationalen Tag des Baumes, dem 25. April, vor dem Reichstag.

Das Motto der Baumparty heißt: "Eine Million Bäume für Deutschland, 100.000 Bäume für Berlin". In der Hauptstadt engagieren sich schon 23 Schulen für Plant-for-the-Planet. Viele der Schüler wurden in Akademien zu Klimabotschaftern ausgebildet und hielten bereits Dutzende Vorträge.

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Die Baumparty fand unweit von Reichstag und Kanzleramt statt. Kinder und Jugendliche pflanzten drei symbolische Bäume und informierten sich weiter zu Wald und Klimaschutz. Durch das Programm führt der Fernsehjournalist und Naturfilmer Dirk Steffens bekannt aus dem ZDF. Die Aktion in der Hauptstadt wurde zudem von dem Medienmagazin Berliner Journalisten und dem Automobilhersteller Toyota unterstützt.

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Die positive Resonanz der Presse auf die Aktivitäten der Kinder finden Sie in unserem Pressespiegel.

* Bild Toyota

Eine Million Bäume und jugendliche Klimabotschafter für die Schweiz

Auftakt in Zürich am 6. Mai

 

Seit 2007 gibt es die Plant-for-the-Planet Schülerinitiative in Deutschland. Knapp zwei Jahre später startete die Aktion auch in der Schweiz. Los ging's am 6. Mai 2009 in Zürich.



Im Rahmen des basecamp09 stelle Felix Finkbeiner Schülern verschiedener Züricher Grundschulen die Initiative vor und konnte gleich viele Mitstreiter gewinnen. Die Schüler wollen das Millionen Bäume Ziel am 12. Juni in Chur verkünden, wo das basecamp09 ebenfalls Station macht.
 
 

Koordiniert wird die Plant-for-the-Planet in der Schweiz von basecamp 09, infoclick.ch sowie der AVINA Stiftung.
 
Wenn Sie die Schüler unterstützen möchten, können Sie jetzt schon Bäume spenden: Ein Baum = 2 Schweizer Franken.
 
Bankverbindung:
PC 60-161522-6
 
Für weitere Informationen:
Sandstrasse 5
3302 Moosseedorf
Tel.: 031 850 10 97
Fax.: 031 850 10 21
schweiz@plant-for-the-planet.org
http://schweiz.plant-for-the-planet.org/


 

 

 

Plant-for-the-Planet bundesweit aktiv!

Aktionen von Augsburg bis Traunstein

 

Augsburg - Clara wird aktiv und die Reischlesche Wirtschaftsschule löst ihr Pflanzversprechen ein
 
Obwohl der Start des Projekts 100.000 Bäume für Augsburg erst im Herbst geplant ist, laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren: Clara (11), die Plant-for-the-Planet bei der Kinderakademie in Tutzing kennen lernte, ist dabei, andere Augsburger Kinder zu motivieren, gemeinsam 100.000 Bäume zu pflanzen.

Unterstützt wird sie dabei von der Lokalen Agenda 21 und dem Forstamt Augsburg. Im November soll es neben zahlreichen Pflanzaktionen auch eine Plant-for-the-Planet - Akademie in der Nähe von Augsburg geben.

Wer bei den Vorbereitungen helfen möchte, kann sich bei Miriam Lakemann melden, dasselbe gilt für Schulen, die Pflanzaktionen durchführen möchten.

Ein bisschen älter sind die Schüler, die am 2. April 500 Bäume zwischen Inningen und Bergheim an der Wertach pflanzten. Die Aktion war eine Kooperation der Reischleschen Wirtschaftsschule Augsburg und des Autohauses Strobel. Neben den Bäumen, die hier in die Erde gebracht wurden, werden 3.800 weitere mit Kooperationspartnern von Plant-for-the-Planet in Ländern des Südens gepflanzt. Das nötigen Geld dafür (1 Euro = ! Baum) wurde in Sammlungen aufgebracht.

Auch diese Aktion wurde vom Forstamt begleitet. Die ca. 60 tatkräftigen Helfer wurden von der Firma Creative Catering Stransky +Treutler verköstigt.


Fulda - Winfriedschule pflanzt 300 Laubbäume zur Ergänzung des Auenwaldes
 
In Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) organisierte die SV ein Schülerprojekt Plant-for-the-Planet, das von Schülerinnen und Schülern der SV und der Klasse 10F3 durchgeführt wurde, die Klasse wurde ausgelost.

 


An diesem Tag pflanzten wir Schüler über 300 Laubbäume zur Ergänzung des dortigen Auewaldes und als unseren Beitrag zum Klimaschutz. Lesen Sie mehr darüber auf der Internetseite der Winfriedschule

Hamburg - Schülerkammer und HSV-Handball Jugend pflanzen am Tag des Baumes

Gemeinsam mit Anja Hajduk, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt und Schirmherrin des Projektes der SchülerInnenkammer Hamburg, pflanzten die Vorstandsvertreter der Kammer die schon gut 4 m große Felsenbirne.

"Mit dem heutigen Tag startet unsere Pflanzaktion, bei der sich alle Schulen Hamburgs ganz einfach bei uns anmelden können und entweder selber aktiv Bäume pflanzen oder beispielsweise durch Sponsored Walks Geld sammeln, um in Namibia und Ecuador Baumpflanzungen zu realisieren", berichtet Konstantin Timm. "Jede Aktionsschule erhält sogar einen skh Baum für ihr Schulgelände", ergänzt Dirk Hagmaier.

Der Landesvorstand der skhEin nächster Schritt der skh ist die Planung einer Plant-for-the-Planet Akademie im Mai, in der Kinder zwischen und 10 und 16 Jahren zu Klimabotschaftern ausgebildet werden und selbst als Referenten an ihren Schulen tätig werden. "Unser großes Ziel ist es, Klimabildung vor allem an Schulen endlich groß zu Schreiben. Mit unserer Aktion wollen wir ein deutliches Zeichen setzten, dass wenn wir SchülerInnen Verantwortung übernehmen können, es Wirtschaft, Politik und die Gesellschaft auch können muss", erläutert Frederic Rupprecht weiter.

 

 

Weitere 250 Bäume wurden am selben Tag von der HSV Handball Jugend in Kooperation mit dem Bezirksamt Altona und dem Autohaus Dello gepflanzt.
 



Hierscheid - Kinder der Kita Hierscheid pflanzen gemeinsam mit Umweltminister Mörsdorf



Minister Mörsdorf und PflanzerinEifrig haben am 22.04.09 die Kinder der Kindertagesstätte Hierscheid gemeinsam mit dem saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf und dem Eppelborner Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz eine Ackerfläche nördlich von Hierscheid mit heimischen Laubbäumen bepflanzt.

Hintergrund der Aktion ist die Kampagne von Plant-for-the-Planet und das Aufforstungsprogramm des saarländischen Umweltministeriums.

Die Kleinen gingen mit Hilfe von Forstwirtazubis ans Werk. Schließlich hat ihre Kita gemeinsam mit dem saarländischen Umweltministerium, dem Saarforst und dem Toyota Autohaus Klein in Saarlouis die Patenschaft für dieses Projekt angenommen, bei dem es gilt, 7000 Bäume auf einem Hektar Fläche zu pflanzen.






Lesen Sie mehr in der Saarbrücker Zeitung vom 29.04.2009



Traunstein - Pflanzaktion der Franz-von-Kohlbrenner-Hauptschule Traunstein
 
Schon lange war der Leiterin der AG Schulgarten Frau Claudia Moser der Drahtzaun entlang des Schulhofs ein Dorn im Auge. Im Rahmen eines am diesjährigen Tag der Offenen Tür gestarteten Projektes wurde am Freitag, den 24.04.09, zugleich auch Tag des Baumes, endlich dort lebendiges Grün angepflanzt. Ganz besonderes Glück hatte die Schulgartengruppe, sagte doch Schülervater Herr Christian Puchstein, Mitarbeiter der gleichnamigen Landschaftsgärtnerei in Gollenshausen, spontan seine Hilfe zu. Wie selbstverständlich stellte das Unternehmen einen ganzen Tag einen LKW voll mit Erde und Pflanzen, sein komplettes Know-how und die nötigen Gerätschaften zur Verfügung. Und dann ging es los: Mit großer Begeisterung legten sich die 12 Schulgartenkinder, die extra dafür vom Unterricht freigestellt waren, mächtig ins Zeug. Sie gruben unter fachlicher Anleitung von Christian Puchstein Löcher entlang des Schulzaunes, setzten die vielen Büsche und Sträucher, füllten Erde nach und wässerten schließlich die neuen Pflanzen. Welchen wunderbaren Beitrag zur Verschönerung des Pausengeländes sie damit geleistet hatten, bestaunten sie nach Beendigung der nicht gerade leichten und schmutzfreien Arbeit zusammen mit Rektor Hubert Schmid, der allen Beteiligten aufs Herzlichste seinen Dank aussprach. Der Förderverein bedankte sich bei der Fa. Puchstein für die großzügige Spende aller benötigten Pflanzen. Die Kohlbrennerschule blickt nun stolz auf ein weiteres Stück Grün. Und die Schulgartengruppe plant nach dieser gelungenen Aktion bereits weitere Verschönerungsmaßnahmen in und um das Schulhaus!
 

 

Strategischer Konsum lässt Bäume wachsen

Utopia unterstützt Plant-for-the-Planet

Bei jeder abgeschlossenen Bestellung über einen der Partnershops pflanzt Utopia in Zusammenarbeit mit Plant-for-the-Planet einen Baum.

Seit dem Start der Plattform ist die Schülerinitiative ein Partner. Dass sie gut zusammen passen, zeigt sich auch in der Haltung von Utopia:

Heute nicht auf Kosten von morgen. Hier nicht auf Kosten von anderswo.
Es macht Spaß, das Richtige zu tun.
Wir fangen dann schon mal an.
Auch Vorstandsvorsitzende haben Kinder.
Nichts ist unmöglich.


 

- Bücher, Filme, Videos -

 

 

Globalisierung als politische Herausforderung

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Eine auf das Wohlergehen der Menschen ausgerichtete Globalisierungspolitik muss - neben dem Aufbau von Bildungs- und Sozialsystemen - auf Entwicklung und Garantie eines institutionellen Rahmens aus Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hinarbeiten.

"Was die Menschen am meisten an der Globalisierung erschreckt, ist das Fehlen politischer Gegenkräfte und einer moralischen Instanz von Gewicht gegen die nur als ökonomisch-kommerzielle Veranstaltung wahrgenommene Globalisierung." Daniel Cohen

 

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- Aus den Medien -

 

 

 

 

Ökosoziales Pflichtenheft für die G20

Gastkommentar von Klemens Riegler

31.03.2009 (Die Presse)

In der aktuellen Krise wagt niemand, für unregulierte Märkte einzutreten. De facto wird aber in vielen Bereichen neoliberale Politik gemacht. Die G-20-Teilnehmer sollten jetzt dringend Ideologien über Bord werfen.

Schwache Wirtschaft, starke Debatten – die hitzige Diskussion zwischen den Anhängern des Wirtschaftsliberalismus und denen einer (öko-)sozialen Marktwirtschaft brodelt heftig vor sich hin. Verbal ist der Neoliberalismus tot. Kaum ein Politiker weltweit wagt es, in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise für unregulierte Märkte und gegen eine Einflussnahme des Staates einzutreten. De facto wird in vielen Bereichen aber noch immer Politik mit neoliberalem Anstrich gemacht. Wir dulden eine Reihe von Steueroasen weltweit, die die internationale Staatengemeinschaft jährlich ungefähr 250 Mrd. USD an Steuergeldern und die Entwicklungsländer in Summe rund 900 Mrd. USD kosten. Wir dulden einen Steuerwettbewerb unter den Staaten, der Einzelnen kurzfristig hohe Profite bringt, aber auf Kosten der anderen Staaten und letztendlich von uns allen geht. Wir dulden kapitalmarktgestützte Pensionssysteme, die jetzt Menschen um ihre Pension zittern lassen. Und wir verhindern das Marktversagen im Bereich Klimawandel und Umweltzerstörung immer noch viel zu halbherzig.


Strenge Regeln für Finanzmärkte
Jetzt ist es höchste Zeit, Ideologien über Bord zu werfen und Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Nur dann können wir die Krise meistern und für einen zukunftsfähigen Umbau unseres Wirtschaftssystems nutzen. Es geht nicht um freie oder weniger freie Märkte, es geht darum, wie wir für möglichst viele Menschen menschenwürdige und sichere Lebensbedingungen schaffen – und das nicht nur für uns, sondern auch für die kommenden Generationen. Grundvoraussetzung dafür ist es, Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Wirtschaften zu schaffen, mit Rücksicht auf die beschränkten Ressourcen unserer Erde, den Klimawandel und die Lebensqualität des Einzelnen. Ein ökosoziales Wirtschaftsmodell also. Die G-20 hätten jetzt die Chance, die richtigen Weichen dafür zu stellen und nicht nur wieder möglichst rasch zum „business as usual“ zurückzukehren – womit das Schlittern in die nächste Krise bereits fixiert wäre.

Punkt eins des ökosozialen Pflichtenhefts für die G-20-Staaten sind strenge Regeln und lückenlose Aufsicht aller Finanzmärkte-, Finanzprodukte und Finanzeinrichtungen inklusive Ratingagenturen und Hedgefonds. Eine Besteuerung aller Finanztransaktionen könnte die Transparenz der Finanzmärkte zusätzlich erhöhen, starke Schwankungen verringern und zudem Erträge für dringend notwendige Aufgaben einbringen. Steueroasen müssen geschlossen werden – auch die, die sich im UK und in den USA befinden.


Ökologische Ziele beach
ten
Punkt zwei im ökosozialen Pflichtenheft für die G-20: Ökonomische und ökologische Ziele müssen endlich wirklich miteinander verbunden werden. Nur so kann man die Wirtschaftskrise und den drohenden Klimawandel gleichzeitig bekämpfen. Neue Studien zeigen allerdings, dass die weltweiten Konjunkturpakete den Klimaschutz kaum berücksichtigten und nur ein geringer Teil der Mittel zur Finanzierung von Umweltmaßnahmen eingesetzt wird. Die Europäische Union schneidet dabei im Schnitt sehr schlecht ab. Auch Österreich ist bei Weitem kein Vorreiter. Da wird gerade eine Chance vertan, denn laut Ökonom Lord Nicholas Stern wird uns langfristig der Klimawandel teurer kommen als die jetzige Wirtschaftskrise.

Punkt drei im ökosozialen Pflichtenheft für die Regierungschefs: Die Industrie- und Schwellenländer müssen dringend ein großes Hilfspaket für die Entwicklungsländer schnüren. UN-Generalsekretär Bank Ki-moon spricht von einem Bedarf von mindestens einer Billion USD. Die Entwicklungsländer sind von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders betroffen, obwohl sie von den Milliardenprofiten der Vergangenheit wenig oder kaum profitiert haben. Laut UNO geht es jetzt in den Entwicklungsländern im wahrsten Sinne des Wortes für viele um Leben und Tod.

Die G-20 können jetzt zeigen, ob sie die Lektionen aus der mehrfachen Krise – Finanz-, Wirtschafts-, Klima-, und Hungerkrise – wirklich gelernt haben oder ob doch wieder Einzelinteressen und überholte Ideologien den Sieg davontragen. Nur wenn es gelingt, unser globales Wirtschaftssystem wirklich zukunftsfähig zu gestalten, kann man sagen: Mission completed.

Mag. Klemens Riegler


meinung@diepres
se.com
© DiePresse.com

 

Pressespiegel

Die Initiative und Plant-for-the-Planet in den Medien

Global Marshall Plan

 

Plant-for-the-Planet


 





Veranstaltungen

Plant-for-the-Planet Akademie

14.05.2009 - 16.05.2009
Dresden


Jetzt anmelden und Klimabotschafter werden!

 

Anlässlich der Gründungsfeier des Gymnasiums Bürgerwiese in Dresden findet eine dreitägige Plant-for-the-Planet Akademie statt, die offen ist für Schüler aller 5. und 6. Klassen. Weiterhin werden Betreuer besucht, die je 3-4 Schüler während der Akademie unterstützen.



Weitere Informationen zur Akademie finden Sie unter dresden.plant-for-the-planet.org.

Das Programm und das Anmeldeformular können Sie hier herunterladen (pdf).
 
 

 

Plant-for-the-Planet Akademie in der ARD

16.05.2009 07:35 Uhr (Ortszeit)
ARD Tigerentenclub Xtra


Der Tigerentenclub zeigt einen Beitrag über die Akademie in Eggolsheim

Reporter des Tigernetenclubs waren am 6. März vor Ort und drehten einen Film über die Akademie in der Umweltstation Lias-Grube.

Er wird am 16. Mai zwischen 7:35 und 8:05 in der ARD ausgestrahlt. Eine Wiederholung gibt es immer am folgenden Samstag um 10:15 Uhr im SWR.


Bild: ARD
 

Vortragsreihe mit anschließender Podiumsdiskussion zur Ökosozialen Marktwirtschaft

16.05.2009 15:00 Uhr (Ortszeit) - 16.05.2009 17:00 Uhr (Ortszeit)
Kassel


Dirk Solte und Heribert Schmitz im Gespräch

 

Am Samstag, den 16. Mai 2009 findet um 15 Uhr eine Vortragsveranstaltung mit Prof. Heribert Schmitz und Dr. Dirk Solte statt. In der anschließenden Podiumsdiskussion werden Chancen und Voraussetzungen für eine Ökosoziale Marktwirtschaft verdeutlicht.

Die Teilnahme an diesem Forum ist kostenfrei. Es wird um verbindliche Anmeldung im Vorfeld der Veranstaltung gebeten, um eine optimale Vorbereitung entsprechend der Teilnehmeranzahl zu ermöglichen.

Ort: Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Harleshausen,
www.kirche-harleshausen.de, Am Kupfergraben 23, Kassel
Anmeldung: andreas.stein@oesf.de, Tel. 05 61 / 9 88 25 75

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Podiumsdiskussion zur Europawahl

19.05.2009 20:00 Uhr (Ortszeit)
Konstanz


Zukunft gewinnen - globale Krise als Chance zur Neugestaltung

Herzliche Einladung zur Podiumsdiskussion mit den Europa-Kandidaten E. Ionescu (CDU), G. Rolland (SPD), Dr.T.Wolf (FDP), E. Vögtle (Grüne) und Hartmut Plötz (Die Linke).

Es ist eine gemeinsame Veranstaltung von mehreren Initiativen, die sich mit dem Phänomen der Globalisierung auseinandersetzen.

Ort: HTWG (Fachhochschule) in Konstanz

Wir werden nicht über Gott und die Welt diskutieren und uns auch keine nichts sagenden Wahlprogramme anhören.

Wir werden präzise Antworten einfordern zum Umbau des Globalen Finanzsystems, zu Steuern und sozialem Ausgleich, zu Klimaschutz und der Umsetzung der UN-Millenniumsziele.

Weitere Informationen finden Sie in diesem pdf.

Mit freundlichen Grüßen
Eberhard Koch, Roland Heinzel
Global Marshall Plan Regionalgruppe Bodensee

 

A climate change protection plan for the world’s poor

29.05.2009 10:30 Uhr (Ortszeit) - 29.05.2009 15:00 Uhr (Ortszeit)
Brüssel


Roundtable-Diskussion zur Klimagerechtigkeit

 

Der Countdown für die Weltklimakonferenz in Kopenhagen Ende des Jahres läuft. Im Vorfeld der nächsten internationalen Verhandlungsrunde in Bonn ab 1. Juni 2009 gibt es am 29. Mai 2009 in Brüssel einen hochrangig besetzten Roundtable zum Thema Klimagerechtigkeit. Im Rahmen seines Global Contract Projektes (www.global-contract.eu) ist das Ökosoziale Forum Europa als Partner an dieser Veranstaltung. Organisiert wird sie von dem bekannten Brüsseler Think-Tank „Friends of Europe“, dessen Beiratsmitglied der Präsident des Ökosozialen Forums Europa, Franz Fischler, ist.

Der Roundtable wird von über 40 internationalen KlimaexpertInnen sowie VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, NGOs und der Zivilgesellschaft gebildet werden. Seitens des Ökosozialen Forums Europa wird Geschäftsführer Klemens Riegler daran teilnehmen. Wir erwarten eine sehr informative Diskussion zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Entwicklungsländer sowie über die Finanzierung der Maßnahmen, um diesem effektiv zu begegnen.

Die Veranstaltungssprachen sind Englisch und Französisch (Simultanübersetzung).
 
Ort: Bibliothèque Solvay, Parc Léopold, 137 Rue Belliard, 1040 Brüssel, Belgien

Weitere Details zu dieser Veranstaltung erhalten Sie online oder via info@friendsofeurope.org.

 

 

"Europas Zukunft gestalten"

24.08.2009 - 26.08.2009
Alpbach, Tirol


Alpbacher Reformgespräche 2009

 

Die Reformgespräche mit dem Arbeitstitel "Europas Zukunft gestalten" drehen sich 2009 um demokratiepolitische Fragen und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse angesichts aktueller Herausforderungen auf lokaler wie globaler Ebene.
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.alpbach.org

 






News-Redaktion
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Helge Bork, Frithjof Finkbeiner (V.i.S.d.P.R.)

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