Newsletter 07 / 2009

Bundestagswahl Deutschland 2009
- Auf dem Weg nach Kopenhagen -
Global Observatory Project
- Kampagnen -
Brauchen wir eine "richtig brutale Krise"?
Wir brauchen eine neue politische Initiative für eine stärkere ECOSOC
- Weiterbildung und Veranstaltungen -
Wir suchen weiterhin Helfer für die Städtetour
Global Marshall Plan Academy geht in die nächste Runde
Global Marshall Plan in Heilbronn
- Plant-for-the-Planet -
Klimabotschafterin in Aktion
Plant-for-the-Planet startet nun auch in Oberösterreich durch!
Umweltnews
- Konferenznachlese-
Internationale Energiekonferenz "Towards an Integrated Energy Agenda Beyond 2020"
Development Policy Forum Roundtable "A protection plan for the world's poor"
- Filme und Videos -
Filmtipp: Let's Make Money
Lesen und helfen - das Global Marshall Plan "Buchabo"
- Aus den Medien -
Pressespiegel
 




Neuigkeiten

Bundestagswahl Deutschland 2009

Grüne und SPD wollen Ökosoziale Marktwirtschaft

 

Pünktlich zum Wahlkampf melden sich SPD und Grüne jeweils mit einem neuen Rezept zum Überwinden der Krise.
Von derselbigen geläutert fordern beide Parteien für Deutschland nun das, wofür sich die Global Marshall Plan Initiative von Beginn an weltweit einsetzt: eine Ökosoziale Marktwirtschaft.

In dem Papier der SPD "Eine Wachstumsstrategie für Deutschland" von Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nennt sich das "sozial-ökologischer New Deal".

In dem 10-Punkte-Plan halten Steinmeier und Gabriel fest, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise kein Betriebsunfall sei, sondern eine "Zeitenwende" bedeute. Am Beispiel des Klimawandels, dem laut Nicholas Stern "größten Marktversagen der Geschichte" und zuletzt der Marktexzesse sehe man, dass die unsichtbare Hand des Marktes nur kurzsichtig lenkt.

Die Herausforderungen der Wirtschafts- und auch der Umweltkrise fordern nachhaltige strukturelle Veränderungen. Die Minister stellen hierbei nicht Wachstum an sich in Frage: vielmehr streben sie "sozial- und umweltverträgliches Wachstum" an.

Erreicht werden soll dies zum einen durch Investitionen in die zukunftsträchtigen und von der Krise größtenteils verschonten "Green Tech" und "Green Services" - Sektoren, die bis 2020 1 Million neuer Arbeitsplätze schaffen sollen. Zum anderen soll in die Infrastruktur investiert und nachhaltiges, energie- und ressourceneffizientes Wirtschaften unterstützt werden, um so den Standort Deutschland und faire Löhne zu sichern.

Klar ist den SPD Zugpferden aber auch, dass globale Probleme nicht allein national zu lösen sind. Dafür sehen sie vor, die europäische Industriepolitik enger abzustimmen und bilaterale strategische Energie- und Klimapartnerschaften zu stärken. Um dem Ansatz des "Green Recovery", dem dauerhaften nachhaltigen Wachstum, zum globalen Durchbruch zu verhelfen, wollen die Minister die bestehenden internationalen Organisationen nutzen.

Die Grünen hingegen präsentierten ihre Version der ökosozialen Marktwirtschaft schon zur Europawahl: den Green New Deal. Böse Zungen behaupten, die SPD hätte es den Grünen nachgemacht.

Angelehnt an den von US-Präsident Roosevelt nach der Krise von 1929 ins Leben gerufene New Deal, soll der Green New Deal im Kontext der heutigen Wirtschafts- Sozial- und Umweltkrise durch Investition einen neuen "gerechten und nachhaltigen Gesellschaftsvertrag" schaffen.

Ähnlich der Vision von Steinmeier und Gabriel sollen Investitionen von 80 Milliarden Euro in zukunftsträchtige Bereiche, wie Umwelt-, Bildungs- und Pflegesektor, 1 Million Arbeitsplätze schaffen. Europaweit könnten so sogar 5 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Zudem soll der neue Gesellschaftsvertrag auch auf neuen Spielregeln für die Wirtschaft basieren, die beispielsweise Mindestlohn und eine Kontrolle der Finanzmärkte garantieren.

Positiv ist also festzuhalten: Krise ist nicht gleich Untergang, sondern bietet im besten Fall den Nährboden für neue Ideen und neues Handeln. Bleibt nur zu hoffen, dass die großen Worte sich nach den Wahlen nicht als heiße Luft entpuppen und dass der ökosoziale Gedanke auch jenseits des deutschsprachigen Raums infiziert.

Marietta Scheurmann

Quellen: www.frankwaltersteinmeier.de, www.gruene.de
Interview mit Renate Künast in der Tagessschau vom 7.6.2009 (min 8:58): http://www.tagesschau.de
Grafik im Teaser
 

 

- Auf dem Weg nach Kopenhagen -

 

 

 

 

Global Observatory Project

Monitoring der Ziele der Klima-Konferenz in Kopenhagen durch externe interdisziplinäre Expertengruppe

Das Projekt "Global Observatory" wurde im Rahmen des Tällberg Forums 2009 (Thema: "How on earth can we live together, within the planetary boundaries?") ins Leben gerufen. Es soll sicherstellen, dass die Abkommen, die auf der Klima-Konferenz in Kopenhagen im Dezember beschlossen werden, ehrgeizig und bindend genug sind und nicht durch Lobbying bzw. politische Unstimmigkeiten geschwächt werden. Auf der Grundlage der heutigen wissenschaftlichen Fakten wird eine interdisziplinäre Gruppe internationaler Experten vor Ort (unweit der Verhandlungen in einem so genannten "Agreement Success War Room" - "The Global Observatory") die Beschlüsse überwachen und zudem öffentlichen Druck erzeugen, indem der Stand der Verhandlungen direkt (via SMS und soziale Medien) veröffentlicht wird. Erfahren Sie mehr über das Projekt im folgenden Video (in englisch)





Die Global Marshall Plan Foundation ist mit Plant-for-the-Planet ebenfalls an dem Projekt beteiligt.

Teil 2
Teil 3

Bildquelle

- Kampagnen -

 

 

 

 

Brauchen wir eine "richtig brutale Krise"?

Franz Josef Radermacher im Interview zu den Chancen auf eine strenge Regulierung der Finanzmärkte

 

Am 22. Juni 2009 fand in Wien zum 11. Mal das Summernight Symposium von Roland Berger Strategy Consultants statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Green Industries – Wachstumstreiber der Zukunft". In diesem Rahmen analysierte Prof. Dr. Dr. Radermacher die Wirtschaftskrise.

Neben einem Interview der österreichischen Zeitung "Der Standard" (Ausgabe vom 24.06.2009) steht zusätzlich ein Audio-Stream des Radiosenders OE1 online zur Verfügung.

Hier ein Auszug aus dem Interview:
Der Standard: Wie muss sich das Verhalten der Menschen ändern, damit sich eine Krise wie diese nicht wiederholen kann?

Radermacher: Die Menschen spielen fast keine Rolle. Es ist das Steuerungs- und Regelungssystem in unserer Gesellschaft, das Ungerechtigkeiten zementiert. Erinnern wir uns: Schon beim G-8-Gipfel 2007 in Heiligendamm wurde die Regulierung der Finanzmärkte und Hedgefonds gefordert [...]

Der Standard: Den wild gewordenen Finanzmärkten Zügel anlegen - ein hoffnungsloses Unterfangen?

Radermacher: Wir brauchen eine richtig brutale Krise, sonst haben wir keine Chance. Wenn nicht etwas Fundamentales passiert, haben wir in spätestens zehn bis zwölf Jahren einen Finanzkollaps auf staatlicher Seite. Dann werden Notstandsmaßnahmen notwendig sein, um die Finanzmärkte zu stabilisieren.

[...]

Radermacher: Ich hatte die Hoffnung, dass die G-20 rigoros durchgreifen. Es hat gut begonnen, sowohl das Washingtoner als auch das Londoner Meeting waren ein großer Schritt nach vorn, vor allem auch die Thematisierung der Steuerparadiese. Meine Sorge jetzt ist, dass die Kraft, dass der Schwung nachlässt, weil man sich einbildet, aus dem Ärgsten wieder heraus zu sein. Und die Lobbyisten sind längst ausgeschwärmt, eine strengere Regulierung zu verhindern.

Quelle: Der Standard, Ausgabe 24.06.2009
Bildquelle: © Ernst Rose / PIXELIO
 

 

 

Wir brauchen eine neue politische Initiative für eine stärkere ECOSOC

(oder eine andere globale regulierende Institution) für eine bessere Weltordnung in einer friedlichen, gerechten und nachhaltigen Welt - von Peter Hesse

Text in Englisch

"Just as there was a devoted think tank officially charged by the USA, Great Britain, the Soviet Union and China in 1944 to develop the security structure of the United Nations in Dumbarton Oaks near Washington, D.C., USA, we today need a renewal of such a think tank in some neutral place in the world. This think tank should be composed of a mix of engaged people from various relevant sectors of life (like science, religions, business and social as well as environmental movements) from all areas of the world. Democratic political structures should not be excluded, but they should in no way dominate the initial conceptual work. Globally conscious politicians from a few respectable countries could initiate such a conference. As a starting point, the original concepts of what is today the relatively powerless Economic and Social Council of the United Nations - ECOSOC could be used for practical reasons to avoid to "rediscover the wheel". But to wait for renewal only or predominantly from inside the United Nations will most likely not make much sense.

Zum kompletten Aufruf  (in englisch).

- Weiterbildung und Veranstaltungen -

 

 

 

 

Wir suchen weiterhin Helfer für die Städtetour

Engagieren Sie sich vor Ort von Chemnitz über Bremen bis Berlin

 

 

 

Die Städtetour geht in die zweite Phase und wir hoffen auf Ihre Mithilfe, damit diese Tour so erfolgreich abgeschlossen wird, wie sie begonnen hat. 

Daher suchen wir von von Chemnitz über Bremen bis Berlin Unterstützer die uns bei unserem Vorhaben, 60 Städte zu bereisen, unterstützen möchten. Alle Städte die in die Tour eingebunden sind können Sie unter http://tour.plant-for-the-planet.org einsehen.

Ein herzliches Dankeschön an unsere bisherigen Helfer die uns seit Beginn unterstützt haben. Bisher waren wir von Nordrhein Westfalen über Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern bis nach Hessen mit dem Plant-for-the-Planet - Infostand in über 30 Städten. Die hälfte unserer Tour haben wir also geschafft!

Für alle die den Infostand betreuen, gibt es als Dankeschön, neben einem Plant-for-the-Planet – T-Shirt ein Buchpaket, gefüllt mit: Eine unbequeme Wahrheit von Al Gore, Der Mann der Bäume pflanzte von Jean Giono und dem Klimaatlas. Wenn Sie in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis weitere Infostandbetreuer aktivieren können, bietet dieses kleine Dankeschön vielleicht einen Anreiz.

Für diejenigen die sich engagieren möchten, aber Plant-for-the-Planet bisher nur aus dem Newsletter kennen, haben wir ein Infopaket geschnürt und besprechen gerne alle Details mit Ihnen am Telefon.

Für weitere Informationen können Sie Christopher Lüderitz unter eine E-Mail infostand@plant-for-the-planet.org senden.

Gerne können Sie auch direkt in unserem Koordinationsbüro in Hamburg unter 0 40 / 822 90 426 anrufen, oder Sie übermitteln uns Ihre Telefonnummer und eine Zeit in der Sie am besten zu erreichen sind und wir melde uns bei Ihnen.

 

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

 

Ihr Plant-for-the-Planet – Team.

 

 

 

Global Marshall Plan Academy geht in die nächste Runde

Jetzt anmelden für das Jahr 2010

 

Sie wollen aktiv etwas für die Zukunft dieser Welt tun? Sie suchen nach neuen Herausforderungen? Dann sind Sie bei der Global Marshall Plan Academy genau richtig! In der Gruppe bekommen Sie die Möglichkeit, ihre persönlichen Fähigkeiten als Referent/in oder Projektleiter zu trainieren und zu reflektieren. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam neue Projekte zu entwickeln. Erwartet wird, dass Sie sich vor Beginn bereits selbständig intensiv in die Thematik des Global Marshall Plans eingearbeitet haben und dass Sie bereit sind, zwei thematische Beiträge (eine Buchvorstellung und ein Kurzvortrag) zu übernehmen. Die Academy zielt darauf ab, ein Netzwerk von Engagierten zu schaffen, gemeinsam und als Einzelner zu wachsen und die Idee des Global Marshall Plans durch verschiedenste Projekte zu mulitplizieren. Die Academy ist keine reine Referentenausbildung und keine inhaltliche Schulung!
Der nächste Durchgang der Global Marshall Plan Academy besteht aus vier Wochenenden (Freitag bis Sonntag):

1. Modul (27. – 29. November 2009) Hamburg,
2. Modul (19. – 21. Februar 2010) Augsburg,
3. Modul (29. April – 01. Mai 2010) Schlierbach,
4. Modul (18. – 21. Juni 2010) Wien.

Veranstaltungsorte unter Vorbehalt! Kosten: 300 € (ermäßigt 150 €). Anmeldung ab sofort möglich unter academy@globalmarshallplan.org.

Wenn Interesse an inhaltlichen Fortbildungen besteht, freuen wir uns, wenn diese von Teilnehmern selbständig organisiert werden und helfen gerne bei der Suche nach Experten.

Bildquelle: © Gerd Altmann / PIXELIO

 

Global Marshall Plan in Heilbronn

Interessierte willkommen!

Jan Klöters sucht gleichgesinnte im Raum Heilbronn, die für den Global Marshall Plan aktiv werden möchten. Wenn Sie Interesse an Mitarbeit oder der Gründung einer Gruppe haben, schreiben Sie bitte an heilbronn@globalmarshallplan.org.

Herr Klöters wird sich mit Ihnen in Verbindung setzten, um einen Termin für ein erstes Treffen zu vereinbaren.

- Plant-for-the-Planet -

 

 

 

 

Klimabotschafterin in Aktion

Neues Video bei Youtube: Claras Vortrag

Clara (11) aus Augsburg gibt sich alle Mühe, in Felix' Fußstapfen zu treten. Am 30. Mai hielt sie ihren ersten öffentlichen Vortrag in Benediktbeuern.



Im November wird sie dann bei der Plant-for-the-Planet-Akademie in Bliensbach und bei der großen Auftaktveranstaltung in Augsburg sprechen. Damit möchte sie Augsburger Kinder und Jugendlichen motivieren, gemeinsam 100.000 Bäume zu pflanzen.

Kinder, die sich anmelden möchten und Erwachsene, die das Projekt unterstützen wollen, finden unter www.augsburg.plant-for-the-planet.org nähere Informationen.

Plant-for-the-Planet startet nun auch in Oberösterreich durch!

Schüler und Schülerinnen aus dem Bezirk Vöcklabruck engagieren sich für den Klimaschutz

Pressemitteilung, 09. Juni 2009

Anlässlich des oberösterreichischen Landesumwelttages fand am 5. Juni 2005 im Stadtsaal Vöcklabruck eigens eine Veranstaltung zum Thema Klimaschutz statt. Moderiert und vorbereitet wurde die Veranstaltung vom Regionalmanagement Oberösterreich und von Simone Leitner, Rebeka Halus, Anita Loncarevic und Ruzica Gabrick, vier Schülerinnen der Handelsakademie Vöcklabruck, die sich in ihrem Maturaprojekt ebenfalls ganz dem Thema Klimaschutz widmen und zum Beispiel im Mai gemeinsam mit dem Regionalmanagement Klima-Workshops für fünf Schulklassen durchführten und Schüler zu ihrer Meinung zum Klimawandel befragten.

Fast 200 Schüler, ihre Lehrer und auch der Bürgermeister der Stadt Vöcklabruck, Mag. Herbert Brunsteiner, konnten zu dem Event begrüßt werden, in der die Schüler motiviert wurden, es Felix Finkbeiner gleichzutun und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.



In einer eigenen Kinovorstellung wurden verschiedene Kurzfilme zum Thema Umwelt und Wald gezeigt. Die Wanderausstellung des Klimabündnisses Oberösterreich informierte zum Beispiel über das Leben von Indios im Amazonas oder den Treibhauseffekt und ein Förster gab sein Wissen über Bäume und den Wald weiter.

Medienkontakt:
Mag. Johannes Meinhart
Regionalmanagement Vöcklabruck-Gmunden
Linzer Strasse 46a, 4810 Gmunden
Tel.: +43 (0) 7612/ 20810
E-Mail

 

 

 

Umweltnews

10 Seiten Engagement aus Zürich

Nicole, Nina und Nikolina, Schülerinnen des Schulhaus Mühlebach, waren dabei, als Felix am 6. Mai 2009 Plant-for-the-Planet in Zürich vorstellte. Seine Präsentation hat sie überzeugt, auch aktiv zu werden.

Die drei haben jetzt eine Zeitschrift erstellt, mit denen sie und ihre Klassenkameraden andere Kinder dazu ermutigen möchten, sich ebenfalls zu engagieren und gemeinsam das Ziel von 1 Million Bäume in der Schweiz zu erreichen.



Die Zeitung kannst Du hier ansehen (pdf).

Bildquelle Teaserbild: © Maria Lanznaster / PIXELIO
 

- Konferenznachlese-

 

 

 

 

Internationale Energiekonferenz "Towards an Integrated Energy Agenda Beyond 2020"

Nachlese der Veranstaltung vom 22.-24. Juni 2009 in Wien

 

Am 22.-24. Juni 2009 fand eine große internationale Energiekonferenz mit dem Titel "Towards an Integrated Energy Agenda Beyond 2020" in der Wiener Hofburg statt. Organisiert wurde die Konferenz von United Nations Industrial Development Organization (UNIDO), International Institute of Applied Systems Analysis (IIASA), Global Forum on Sustainable Energy (GFSE) und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit – Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMeiA), Austrian Development Agency (ADA) und der Österreichischen Energieagentur (AEA). Nahezu 600 TeilnehmerInnen aus 120 Ländern inklusive über 20 MinisterInnen – unter ihnen Niki Berlakovich, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Österreichs – nahmen an dieser hochrangigen Konferenz teil.

Auf Grund der Relevanz des Energiethemas für die Ökosoziale Marktwirtschaft, Klimawandel und Klimagerechtigkeit, Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung im Allgemeinen beteiligte sich das Ökosoziale Forum Europa an dieser Konferenz. Unten stehend fassen wir einige wichtige Kernaussagen und -botschaften aus unserer Sicht zusammen. Zudem verweisen wir auf die Konferenzhomepage http://www.viennaenergyconference.org, auf der weitere Informationen zu finden sind.

Mit Blick auf eine neue globale Energieagenda

• Das Thema Energie soll in Verbindung mit anderen globalen Themen und Herausforderungen, wie der Bekämpfung des Klimawandels und der Erreichung der Millennium Development Goals (MDGs), betrachtet werden. Anhand eines integrierten Ansatzes wird es möglich sein, eine globale und langfristige Energieagenda zu gestalten und umzusetzen.
• Das derzeitige Energiesystem hat ein zweifaches Problem: Erstens ist es nicht in der Lage, die Energiebedürfnisse der Armen zu erfüllen, und stellt somit ein Hindernis für die Erreichung der MDGs dar. Zweitens zerstört es den Planeten. Auch die gegenwärtig zur Diskussion stehenden Emissionsreduktionsziele greifen zu kurz und entsprechen nicht den Berichten der Intergovernmental Panel for Climate Change (IPCC).
• Es wird zudem geschätzt, dass die globale Energienachfrage bis 2030 um 45% steigen wird, 70% davon in Entwicklungsländern. Ein Drittel dieser Zunahme wird mit Kohle gedeckt (Indien mit seinen großen Kohlereserven wird hier eine zentrale Rolle spielen). Die Ölnachfrage wird vor allem in China, im Nahen Osten und Indien stark steigen.
• Die wichtigsten Herausforderungen im Bereich Energie sind daher, erstens die Abhängigkeit von Öl – die in 2030 84% betragen wird – zu reduzieren, zweitens, die fehlenden bzw. unzureichenden Energiedienstleistungen in Entwicklungsländern zu verbessern, und drittens, die hohen Treibhausgasemissionen des Energiebereiches (Heizung, Verkehr, Strom etc.) – 70% der gesamten THG – zu verringern.

Energie als Schlüssel einer nachhaltigen Entwicklung

• Ohne zuverlässige und sichere Energiequellen sind weder wettbewerbsfähige Energiesysteme noch Wirtschaftswachstum und -entwicklung möglich. Daraus folgt, dass Energiearmut untrennbar mit Einkommensarmut gekoppelt ist. Diese hängen wiederum eng mit dem Klimawandel zusammen, einerseits als Mitverursacher, andererseits, da sie die betroffenen Länder für die Folgen des Klimawandels besonders verwundbar machen und ein Hindernis für Vermeidung und Anpassung darstellen. Daher sind zuverlässige Energiequellen für jedes Land besonders essenziell.
• Zugang zu Energie – z. B. haben 1.6 Mrd. Menschen derzeit keinen Zugang zu Elektrizität – stellt somit eine Vorbedingung für Armutsreduktion und Wirtschaftsentwicklung, Vermeidung und Anpassung des Klimawandels sowie Erreichung der MDGs dar.
• Zugang zu Energie und Energieeffizienz einerseits und Klimawandel andererseits gehören untrennbar zusammen. Klimagerechtigkeit und Energiegerechtigkeit hängen zusammen und beziehen sich auf die Frage über den Zugang zu Energiedienstleistungen. Daher ist eine grüne Energierevolution als Teil des Kopenhagener Klimaabkommens so wichtig.
• Um den erforderlichen technologischen Wandel und den Paradigmenwechsel herbeizuführen, brauchen wir ein umfassendes und integriertes Klimaabkommen. Mit ihrem großen Emissionsreduktionspotential spielen auch Schwellenländer dabei eine wichtige Rolle.

Was brauchen wir, um den grünen Energiewandel herbeizuführen?

1. Entsprechende unterstützende politische Rahmenbedingungen sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene, z. B. ein Kohlenstoffpreis und ein Post-2012-Klimaabkommen, das u. a. Technologietransfers vorsieht;
2. Kosteneffiziente Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Energieeffizienz ist auch deswegen so wichtig, weil sie unmittelbar wirkt. Zudem ist sie eine unabdingbare Voraussetzung für die Lösung aller anderen energiebezogenen Probleme und die Erreichung jeglicher anderer dbzgl. Ziele;
3. Verstärkte Investitionen in kohlenstoffarme und erneuerbare Energien und entsprechende Technologien, auch im Hinblick auf Marktdurchdringung bei bestehenden, Forschung und Entwicklung bei zukünftiger Technologien;
4. Effektive internationale Finanzierungsmechanismen;
5. Eine Verpflichtung zu „Elektrizität für alle bis 2020“ und deren Umsetzung.

Die sechs Schlussempfehlungen der Konferenz:

1) Festlegung von „Energy Development Goals“ bis 2030 (diese sind mit dem Aspekt „Zugang zu Energie“ ergänzte MDGs bis 2030);
2) Beschleunigung der Anstrengungen für mehr Energieeffizienz mit sektorspezifischen Zielen;
3) Verstärkung der Forschung und Entwicklung für Energie;
4) Diffusion von Energietechnologien, um Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Energiezugang zu fördern;
5) Verstörkung der "UN Energy", indem die bestehenden Ressourcen und Prozesse zu einer Plattform vereinheitlicht werden. Auch bedarf es Rahmenbedingungen, innerhalb deren Projekte und politische Maßnahmen umgesetzt werden können;
6) Global Energy Support. Dies umfasst die Koordination der Energieinitiativen der einzelnen UN-Agenturen. 


Bildquelle: © Rike / PIXELIO


 

 

Development Policy Forum Roundtable "A protection plan for the world's poor"

Nachlese zur Konferenz vom 29. Mai 2009 in Brüssel

 

Zwei Themen standen im Mittelpunkt dieses Roundtables zur Klimagerechtigkeit: Auswirkungen des Klimawandels in Entwicklungsländern und Finanzierung der Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen. Wie im April-Newsletter berichtet, beteiligte sich das Ökosoziale Forum Europa als Partnerorganisation an diesem Event. Geschäftsführer Klemens Riegler nahm zusammen mit insgesamt über 60 anderen DiskutantInnen an der Debatte teil.

Im Folgenden berichten wir über diejenigen Punkte, die für Klimagerechtigkeit und Themen des Global Marshall Plans besonders relevant sind. Ein vollständiger Bericht sowie weitere Informationen über den Roundtable sind bzw. werden in Kürze auf http://www.friendsofeurope.org/Events/tabid/452/EventType/EventView/EventId/398/Aclimatechangeprotectionplanfortheworldspoor.aspx erhältlich sein.

Post-2012-Klimaabkommen im Allgemeinen:
•    Wir brauchen ein Abkommen, das den Planeten sowie insbesondere die verwundbarsten Länder schützt (Saleemul Huq);
•    Die derzeitigen Klimaverhandlungen konzentrieren sich auf die Themen Finanzierung, Technologie, Vermeidung (mitigation) und Anpassung (adaptation) (Saleemul Huq);
•    Wir müssen viel ambitionierter sein als derzeit. Erstens müssen die Emissionen ihren Höchstwert bis 2015 erreichen und danach um 3% pro Jahr sinken. Zweitens müssen die Industrieländer bis 2020 Reduktionen von 40% anstreben (Matthew Findlay);
•    Es gibt große Aufmerksamkeit für die Conference of the Parties (COP15) in Kopenhagen. Dort werden die Probleme aber nicht gelöst sondern werden weiter bestehen. Daher gilt es, auch über die COP15 hinaus ("post-Copenhagen") zu denken (Saleemul Huq).

Klimawandel und Entwicklung:
•    Die Frage ist, ob der Klimawandel uns dazu bringt, auf eine andere Weise zu denken bzw. umzudenken. Falls das nicht passiert, wird sich nichts ändern (Wahu Kaara);
•    In den Klimaverhandlungen stellen sich insbesondere folgende zwei Schlüsselfragen für die Entwicklungsländer: (1) Inwiefern sind die Armen bereit, Ressourcen beiseite zu stellen, um Industrieländern erneuerbare Energien zu liefern? (2) Die Entwicklungsländer müssen dabei unterstützt werden, um Abholzung zu stoppen bzw. aufzuforsten (Bianca Jagger);
•    Es ist fundamental, dass die Industrieländer (1) ihre Klimavermeidungsverpflichtungen erfüllen, (2) die Entwicklungsländer durch den Ausbau von Kapazitäten auf nationaler Ebene unterstützen sowie (3) Ressourcen für Anpassungspläne und -maßnahmen zur Verfügung stellen (Makase Nyaphisi);
•    Kapazitätsausbau ist fundamental (Ronald Hoffer). Es wird jedoch wenig über die Nachfrage nach Anpassungsdienstleistungen diskutiert (diese bezieht sich auf Kapazitäten, die eine Anpassung an den Klimawandel sowie den Zugang zu entsprechenden Dienstleistungen, z. B. Technologien, ermöglichen). Die Menschen des Südens haben keine Kapazitäten, Forderungen zu stellen und für sich selbst zu sprechen. Ihnen muss die Möglichkeit gegeben werden, gehört zu werden und Forderungen zu stellen (Wahu Kaara);
•    Anpassung darf nicht mit Entwicklungshilfe gleichgesetzt werden. In der UN Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) geht es um den Klimawandel, nicht für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA), die ein anderes Thema ist. Allerdings sind die Industrieländer auf Grund der UNFCCC rechtlich verpflichtet, Entwicklungsländer bei der Anpassung zu unterstützen. Finanzierung der Anpassung ist also keine EZA (Saleemul Huq), und die zusätzlichen Finanzmittel für Anpassung dürfen nicht als Teil der EZA (0.7%) angesehen sondern müssen zusätzlich dazu zur Verfügung gestellt werden (Makase Nyaphisi);
•    Die Entwicklungsländer sollten nicht nur Forderungen stellen, sondern auch zeigen, dass sie selbst das tun, was sie können. Jeder Staat sollte eine "low carbon planning" haben (Saleemul Huq);
•    Klimawandel ist auch ein menschliches und soziales Thema: Es geht um die Lebensbedingungen der Menschen, egal ob sie in der Heimat sind oder vor den Folgen des Klimawandels fliehen müssen (Patrick McMullan). Dass Klimawandel ein humanitäres Thema ist, bedeutet, dass die Verbindungen zwischen Anpassung, Entwicklung und Lebensunterhalt identifiziert gehören;
•    Die Entwicklung hat sich von den Menschenrechten verabschiedet (Wahu Kaara). Wir stecken in einer Menschenrechtskrise und brauchen einen neuen Ansatz zur Durchsetzung der Menschenrechte. Auch Klimawandel ist ein Menschenrechtsthema (Matthew Findlay, Ronald Hoffer). Wichtig sind Maßnahmen, die von „Unten“ her aufgebaut werden (Matthew Findlay) und wichtig ist, dass ein Link zwischen Anpassung, Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung hergestellt wird. Dies muss aber innerhalb der existierenden Strukturen erfolgen, denn sonst besteht die Gefahr, dass andere Entwicklungsthemen, wie Bildung und Gesundheit, zu kurz kommen (Ronald Hoffer);
•    Klimagerechtigkeit hat nichts mit Diplomatie zu tun. Es geht um Gerechtigkeit und es geht um das Leben der Menschen. Die Menschen des Südens passen sich schon die ganze Zeit an den Klimawandel an, da sie sonst nicht überleben würden. Dabei denken sie nicht daran, dass sie das wegen des Klimawandels tun oder dass „sie sich anpassen“. Es geht ihnen Schlichtweg um das Überleben (Wahu Kaara).

Die Finanzierungsfrage:
•    Der Bedarf an Finanzmitteln für Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern beträgt 1 Bio. US$ in den nächsten zehn Jahren (35 Mrd. US$ pro Jahr bis 2020) zusätzlich zu den zugesagten 0.7% der OZA (Saleemul Huq);
•    Wichtig sind Automatik und Vorhersehbarkeit der Finanzierung (Erhebung mittels Steuern, Gebühren und dergleichen). Sie darf nicht von "political good will" abhängig gemacht werden (Saleemul Huq);
•    Wir müssen Steuergerechtigkeit herstellen und Steueroasen schließen, denn durch Steueroasen und Steuerhinterlegung entgehen Entwicklungsländern jährlich rund 900 Mrd. US$. Eine weitere beträchtliche Finanzierungsquelle wäre eine allgemeine europaweite/internationale Finanztransaktionssteuer (FTS), auf kurzfristige Spekulationen gerichtet. Eine FTS würde stabilisierend auf die erheblichen Preisschwankungen grundlegender Ressourcen und Nahrungsmittel wie Reis und Mais wirken. Darüber hinaus würde schon ein geringer Steuersatz von 0,01% 120 Mrd. US$ pro Jahr in der EU einbringen (Klemens Riegler);
•    Es geht nicht nur um Geldmengen, sondern auch um den effektiven Einsatz dieser Gelder. Effektiv bedeutet, dass sie auch zur Entwicklung und Armutsreduktion beitragen (Maria Netto). Wir brauchen nicht nur viel Geld sondern auch einen sinnvollen Einsatz dieser Mittel (Ian William Fry). Wir sprechen viel zu viel über „wie viel“ und zu wenig über „wie“ (Philip Mikos);
•    Die Finanzmittel für Anpassung sollten u. a. in Technologien investiert werden, um die Länder auf eine „low carbon future“ vorzubereiten (Robin Gwynn);
•    Geld und Ressourcen gibt es genug. Geld und Ressourcen sind überall. Entwicklung ist keine Almose. Was wir brauchen ist eine neue Denkweise. Auch neue Technologie ist fundamental. Dies ist Sache des politischen Willens. Es kann nicht verhandelt werden sondern ist immer gefordert worden. Gleichgerechtigkeit muss ohne Bedingungen möglich sein, Gerechtigkeit um ihr eigenes Willen (Wahu Kaara);
•    Das Problem ist nicht das Fehlen von Geld oder Technologien, sondern das Fehlen einer Global Governance. Wir haben kein globales demokratisches System, das für die Implementierung – z. B. eines globalen Kohlenstoffmarktes – zuständig wäre. Wir könnten uns an der EU Beispiel nehmen (Ronald Hoffer);
•    Wir müssen von der Fossilenergiewirtschaft zu einer Wirtschaft, die von erneuerbaren Energien getragen wird, übergehen (Bianca Jagger). Es gilt, zuerst das Wirtschaftssystem zu einem gerechteren System zu ändern, und erst dann Geld zu sammeln.

Weitere angesprochene Themen:
•    Wir müssen das Konzept „ökologischer Schulden“ verwenden. Hieraus folgt, dass wir anstelle von entwickelten bzw. Entwicklungsländer über reich gewordene (enriched) bzw. verarmte (impoverished) Länder sprechen sollten (Ronald Hoffer).
•    Wir dürfen nicht vergessen, dass die Konsequenzen des Klimawandels global sind, und daher jede/r Einzelne betroffen ist. Wir brauchen daher mehrere Gleichungen. Dabei ist z. B. oft (1) die rasche Urbanisierung übersehen, denn Städte und urbane Regionen sind bemerkenswerte Emissionsquellen. Zu berücksichtigen sind auch Aspekte wie (2) Ökosysteme (ecosystem services, Biodiversität und Wasser). Wenn wir uns in eine moralische Diskussion einlassen, müssen wir (3) im Hinterkopf behalten, dass Staaten Verpflichtungen auch gegenüber ihren eigenen BürgerInnen haben. (4) Wir sollten uns mehr darauf konzentrieren, was wir schon jetzt machen können, damit wir das Gefühl haben, das wir schon etwas gegen den Klimawandel tun (Ronald Hoffer). 

Bildquelle: © Carl Philipp Asekai von Mainaschaff / PIXELIO
 

 

- Filme und Videos -

 

 

 

 

Filmtipp: Let's Make Money

Jetzt auch auf DVD erhältlich

 

Ein Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer (We Feed The World)

Der definitiv anschaulichste Beitrag zur Finanzkrise Spiegel TV

Nach We Feed the World, der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel hat der Filmemacher Erwin Wagenhofer einen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm für das Kino gedreht: In Let’s make MONEY folgt er der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem. Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Was hat unsere Altersvorsorge mit der Immobilienblase in Spanien zu tun?
Die meisten von uns interessiert es auch nicht, weil wir gerne dem Lockruf der Banken folgen: „Lassen Sie ihr Geld arbeiten!“ Doch Geld kann nicht arbeiten: arbeiten können nur Menschen, Tiere oder Maschinen.

beeindruckender Film… atemberaubend… gnadenlose Abrechnung mit dem Neoliberalismus Die Zeit, Christiane Grefe.

Regie: Erwin Wagenhofer
107 Min
Dokumentation
Österreich 2008

ab 6 Jahren
Deutsch, Deutsche Untertitel für Hörbehinderte

BONUSMATERIAL: Making Of, Teaser&Trailer, Audiokommentar, Unterrichtsmaterial als .pdf Datei auf der DVD
www.letsmakemoney.at

 

Lesen und helfen - das Global Marshall Plan "Buchabo"

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Schüler und Studenten zahlen nur die Hälfte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Koordinationsarbeit der Initiative.
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Als neuer Förderer könnten Sie demnächst folgendes umfangreiches Buchpaket erhalten:

* Christian Berg, Manuel J. Hartung: Welt retten für Einsteiger - 30 Gründe für ein gutes Gewissen
* Anne Wenger: Bildung - in einer sich formierenden Weltgesellschaft - Ein Schlüssel zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung
* Armin Frey: Zielerreichung internationaler Verträge - Das Konzept Weltvertrag
* Kirstin Dow, Thomas E. Downing: Weltatlas des Klimawandels - Karten und Fakten zur globalen Erwärmung
* Daniel Cohen: Globalisierung - als politische Herausforderung
* Emmanuelle Grundmann: Wälder, die wir töten - Über Waldvernichtung, Klimaveränderung und menschliche Unvernunft
* Dirk Solte: Weltfinanzsystem am Limit - Einblicke in den Heiligen Gral der Globalisierung
* Felix Ekardt: Wird die Demokratie ungerecht - Politik in Zeiten der Globalisierung
* Al Gore: Eine unbequeme Wahrheit - Die drohende Klimakatastrophe und was wir dagegen tun könne
* Franz-Theo Gottwald & Franz Fischler (Hrsg.): Ernährung sichern - Weltweit - Ökosoziale Gestaltungsperspektiven
* James Bruges: Das kleine Buch der Erde - Wohin gehen wir
* George Monbiot: Hitze - Wie wir verhindern, dass sich die Erde weiter aufheizt und unbewohnbar wird
* Peter H. Grassmann: Plateau 3 - Zukunft vererben - Werteregulierte Marktwirtschaft und Bürgerdemokratie
* Franz Josef Rademacher: Welt mit Zukunft - Überleben im 21. Jahrhundert
* Huschmand Sabet : Globale Maßlosigkeit - Der (un)aufhaltsame Untergang des Weltmittelstandes
* Theodore Roszak: Alarmstufe Rot - Wildwest-Kapitalismus bedroht die Welt
* George Monbiot, Elisabeth Liebl: United People - Manifest für eine neue Weltordnung
* M. Gege: Die Zukunftsanleihe - Wie Deutschland ein Modell für nachhaltiges Wachstum und weltweiten Wohlstand werden kann
* C. Quarch, S. Lechner, P. Spiegel, U. Dettweiler (Hrsg.): Die Macht der Würde - Globalisierung neu denken
* Global Marshall Plan Initiative (Eds.): Impulse für eine Welt in Balance -
* Global Marshall Plan Initiative (Eds.): Hoffnung Europa - Strategie des Miteinander
* Global Marshall Plan Initiative (Eds.): Welt in Balance - Zukunftschance Ökosoziale Marktwirtschaft
* Global Marshall Plan Initiative (Eds.): Solidarität die ankommt - Ziel-effiziente Mittelverwendung in der Entwicklungszusammenarbeit
* R. Neudeck, W. Pinger: Zitatesammlung - G8-Gipfel in Deutschland - eine große Verantwortung für Deutschland
* Global Marshall Plan Initiative (Eds.): Für ein aufgekl. Leben auf unserer Erde - CD
* Franz Josef Rademacher: A Planetary Contract - (engl.) Global Marshall Plan For a worldwide Eco-Social Market Economy
* Franz Josef Rademacher: Globalisierung gestalten - Die neue zentrale Aufgabe der Politik
* Franz Josef Rademacher: Balance oder Zerstörung - Ökosoziale Marktwirtschaft als Schlüssel zu einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung
* Ökosoziales Forum Europa: Eine Minute vor zwölf! - Ö1-Features: Visionäre im Gespräch mit Johannes Kaup und Michael Kerbler
* Global Marshall Plan Initiative (Eds.): Ein Projekt der Hoffnung - Global Marshall Plan - balance the world with an Eco-Social Market Economy
* Christoph Stückelberger, Hella Hoppe: Globalance - Christliche Perspektiven für eine menschengerechte Globalisierung
* bpb (Hrsg.): Informationen zur politischen Bildung - Globalisierung
* Publik Forum - Fallweise Sonderdossiers
* R. Neudeck, W. Pinger: Stärke der Armen, Kraft der Würde -
* F. Aicher, R. Breuß: eigen+sinnig - Der Werkraum Bregenzerwald als Modell für ein neues Handwerk
* BUND und UnternehmensGrün (Hrsg.): Zukunftsfähige Unternehmen - Wege zur nachhaltigen Wirtschaftsweise von Unternehmen
* B.A.U.M. e.V. (Hrsg.): Forum - Nachhaltig Wirtschaften - Verantwortung für eine Welt - Ausgabe 02/2007
* Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen: Sustainable Mozart - Kunst, Kultur und Nachhaltigkeit
* Robert-Jungk-Stiftung (Hrsg.): Pro Zukunft - Vier Ausgaben pro Jahr
 

- Aus den Medien -

 

 

 

 

Pressespiegel

Die Initiative und Plant-for-the-Planet in den Medien

     Global Marshall Plan

Bildquelle: © Christian Evertsbusch / PIXELIO

 





Veranstaltungen

Infoabend zu Mikrokreditprojekt

07.07.2009
Tübingen


Vorstellung und Ausblick

Anfang März konnten wir dank zahlreichen Unterstützern 21 kenianischen Frauen einen Mikrokredit ausbezahlen. Sie sind sehr dankbar für die Chance, ihr Leben verändern zu können. Mit viel Motivation und Ehrgeiz arbeiten sie am Auf- und Ausbau ihrer Geschäfte. Sie haben die Hoffnung, durch ein geregeltes Einkommen ihre Lebensbedingungen langfristig zu verbessern. Bis jetzt bezahlen die Frauen ihre Mikrokredite ohne größere Probleme zurück.

Wir möchten Ihnen einen genaueren Eindruck von unserem Projekt vermitteln. Dazu laden wir Sie herzlich zu einem

Infoabend am 7. Juli um 19.30 Uhr

in das Tübinger Erasmus-Haus (Saal Casablanca, Belthlestr. 40, Ecke Herrenbergerstraße) ein.

Katja Böhmler und Theresa Eberle von unserer Partnerorganisation Uhuru e.V., die das Projekt von Januar bis April in Kenia betreut haben, werden ihre Erfahrungen aus erster Hand vorstellen und Bilder vom Mikrokredit-Projekt zeigen!

Sie werden die Möglichkeit haben Fragen zum Projekt zu stellen und mit den Praktikantinnen ins Gespräch zu kommen.

Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt.

Über eine kurze Rückmeldung, ob Sie kommen, würden wir uns freuen, da uns dies die Planung erleichtert.

www.globalmarshallplan-tuebingen.de
E-Mail

 

 

 

Es geht auch anders!

08.07.2009 19:30 Uhr (Ortszeit)
Esslingen


Weltfinanzsystem in Balance – Krise als Chance für eine gerechtere Gesellschaft

Ort: Salemer Pfleghof (Paulussaal), Untere Beutau 8 - 10, Esslingen

"Weltfinanzsystem in Balance – Krise als Chance für eine gerechtere Gesellschaft" ist das Thema in der Reihe "Es geht auch anders!" am Mittwoch, den 8, Juli 2009 um 19.30 Uhr im Salemer Pfleghof in Esslingen.

Aus der Krise der Finanzwirtschaft ist eine Weltwirtschaftskrise geworden. Anschaulich und verständlich zeigt Dr. Dirk Solte vom FAW/neu in Ulm, wie es zur Krise kam, welche Mechanismen dahinterstecken. In einem Sieben-Punkte-Plan stellt er Lösungsmöglichkeiten vor: Wie kommen wir zu einem System in Balance, in dem gerade ökologische und soziale Regeln einen klaren Stellenwert haben? Was kann in Deutschland geregelt werden, und was muss in Europa und weltweit geschehen? Was können Unternehmen, Institutionen Bürger zu einem gerechteren Gesellschaftssystem beitragen? Ein Vortrag, der anschaulich informiert, Möglichkeiten zur Lösung aufzeigt und dazu ermutigt, selbst politisch Einfluß zu nehmen.

Dr. Dirk Solte ist Wirtschaftsingenieur und Privatdozent am Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung / neu in Ulm, BWA-Ökonom des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft
 

 

 

Eröffnung der SPES Zukunftsakademie

18.07.2009 14:00 Uhr (Ortszeit)
Schlierbach


 

 

Programm

14:00
Eintreffen mit Willkommensgetränk

14:30
Begrüßung
SPES Zukunftsakademie als Ort der Begegnung
Feierliche Eröffnung mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landesrat Rudi Anschober

16:30
Ausklang bei regionalen Köstlichkeiten
Rahmenprogramm

* * *

Ort: Panoramaweg 1, 4553 Schlierbach, Österreich
Anmeldung erbeten bis 15. Juli 2009, Tel. +43-(0)7582-82123-55, Fax-DW 49, E-Mail schachermayr@spes.co.at

 

 

"Europas Zukunft gestalten"

24.08.2009 - 26.08.2009
Alpbach, Tirol


Alpbacher Reformgespräche 2009

 

Die Reformgespräche mit dem Arbeitstitel "Europas Zukunft gestalten" drehen sich 2009 um demokratiepolitische Fragen und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse angesichts aktueller Herausforderungen auf lokaler wie globaler Ebene.
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.alpbach.org

 

Ernährungssicherheit in Zeiten der Krise

08.10.2009
Wien


Diskussionsveranstaltung anläßlich des Welternährungstages mit UN-Sonderbeauftragten für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter u.a.

Die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) hat im heurigen Jahr "Ernährungssicherheit in Zeiten der Krise" zum Generalthema des heurigen Welternährungstages ausgerufen. Bereits am 8. Oktober wollen wir im Rahmen unserer alljährlichen Veranstaltung den Fokus auf die Folgen der Krise und aktuelle Entwicklungen legen. Dabei sollen internationale Investitionspolitiken sowie Land- und Ressourcennutzungsrechte von Frauen sollen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf das Recht auf Nahrung diskutiert werden.

 

Das Programm:
Begrüßung und Eröffnung:
Bundesminister Niki Berlakovich, Lebensministerium

Impulsreferate:

  • Olivier De Schutter, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung
  • Anton Mangstl, FAO
  • Manfred Schnitzer, Österreichische Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium
  • Huguette Akplogan-Dossa, RAPDA – Afrikanisches Netzwerk für das Recht auf Nahrung (tbc)

Diskussion im Plenum sowie im Anschluss informelle Tischrunden mit den ReferentInnen

Präsentation eines Projektes durch zwei Klassen der landwirtschaftlichen Schulen Poysdorf und Gaming

 

Adresse:
Marmorsaal des Lebensministeriums, Stubenring 1, 1010 Wien

 

Plant-for-the-Planet Akademie

09.10.2009 - 10.10.2009
Unterhaching bei München


Develey ermöglicht Akademie in Unterhaching

Auf Plant-for-the-Planet-Akademien werden 10-12jährige Kinder zu Klimabotschaftern ausgebildet. Erfahrene junge Aktivisten wie Felix (Video) oder Clara (Video) erklären, warum Kinder etwas gegen den Klimawandel tun können und müssen. Beim Lernen über das Klima, Spielen im Wald und Bäume pflanzen haben die Schülerinnen und Schüler eine Menge Spaß. Auch das Üben von Vorträgen für die Präsentation an der eigenen Schule und die Planung von Pflanzaktionen kommen nicht zu kurz. Damit sind die jungen Klimabotschafter bestens vorbereitet, Projekte an ihren Schulen und in ihrem Umfeld umzusetzen.

Die aktuellen Termine und weitere Informationen über Plant-for-the-Planet-Akademien finden Sie unter www.akademie.plant-for-the-planet.org.

Für Rückfragen zur Plant-for-the-Planet-Akademie beim World Commons Forum steht Ihnen Ellen Weller gerne zur Verfügung.

Wie ernähren wir uns in Zukunft?

15.10.2009 - 16.10.2009
Schlierbach, Oberösterreich


Zweitägiger Kongress rund um das grundlegendste der menschlichen Bedürfnisse: unsere Nahrung

 

Plant-for-the-Planet Akademie im Harz

30.10.2009 - 01.11.2009
St. Andreasberg


Kinder werden Klimabotschafter

 

Das Haus Sonneberg veranstaltet Ende Oktober zum zweiten mal in diesem Jahr eine Plant-for-the-Planet Akademie! Schüler/innen aus Niedersachsen im Alter zwischen 10 und 12 Jahren sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Alle Informationen zur Akademie finden Sie unter dem folgenden Link. Die Anmeldung ist hier möglich.

Zum Programm als pdf.

 






News-Redaktion
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Helge Bork, Frithjof Finkbeiner (V.i.S.d.P.R.)

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Die Global Marshall Plan Initiative setzt sich für eine Ökosoziale Marktwirtschaft durch einen Global Marshall Plan ein. Global Marshall Plan News ist das Medium, um die Aktiven in der Initiative über die neusten Entwicklungen zu informieren.

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