Newsletter 08 / 2010

 




Neuigkeiten

- Aus dem Netzwerk -

 

 

 

 

Die Global Marshall Plan Academy wächst

Mit größerem Team und erweitertem Konzept in die nächste Runde

 

In Hamburg gewinnt ein Alumnus der Academy einen Freund für die Teilnahme am folgenden Lehrgang, gemeinsam betreuen sie heute die Aktivitäten der Regionalgruppe Hamburg. In Berlin, Stuttgart und München werden weitere Unterstützer für Lokalgruppen gewonnen und neue Aktivitäten entstehen. In Erlangen stellt ein Teilnehmer den Global Marshall Plan im Agendabeirat der Stadt vor und wird daraufhin mit der Lokalgruppe in den Beirat aufgenommen, in Stuttgart ist eine Veranstaltung mit der VHS im Gespräch, in Österreich gestalten Mitglieder des Ökosozialen Studierendenforums als Teilnehmer des Lehrgangs 2008 bereits einen kompletten Block des Lehrgangs 2009 und die Deutsche Gesellschaft Club of Rome unterstützt das Konzept seit 2009 offiziell. Dies sind nur einige Beispiele weswegen sich das Team der TrainerInnen der Global Marshall Plan Academy entschloss, das Konzept weiter auszubauen und zu ergänzen.

  

Nachdem in Schlierbach / Oberösterreich bereits im September 2007 ein erster Multiplikatorenlehrgang mit Beteiligung aus Deutschland stattfand und später Aktivitäten in Augsburg hinzukamen, konnten 2008 und 2009 die ersten beiden Global Marshall Plan Academy Lehrgänge mit jeweils vier Seminarwochenenden angeboten werden. Nach dem zweiten Lehrgang trafen sich nun die TrainerInnen für zwei Tage in Augsburg, um ihre Ideen und erhaltene Anregungen aus den vergangenen Lehrgängen in einem neuen Konzept einzubinden.

Dass die einzelnen Module von der inhaltlichen Gestaltung, der Beiträge und der diskursiven Prozesse der Teilnehmer leben, soll als Kern der Academy auch weiter beibehalten werden. Gleichzeitig werden die einzelnen Wochenenden aber inhaltlich stärker aneinander angepasst und abgestimmt. Die zukünftigen TeilnehmerInnen werden genauere Vorgaben der Erarbeitung von eigenen Themen bekommen und sollen auch über eigenständiges Arbeiten zwischen den Seminarwochenenden noch stärker eingebunden sein. Ebenso wurden die Elemente eines Gastreferenten und einer Exkursion pro Block als wesentlich in den Feedbacks der Alumni dargestellt, was die TrainerInnen dazu veranlasste die Liste der Referenten weiter auszubauen.

  

Moderiert wurde das Treffen von Ulrich Martin Drescher, der sich ab dem kommenden Lehrgang, neben Ellen Weller, Robert Pomes (beides Teilnehmer vorangeganener Lehrgänge) und Edwin Busl, auch als Trainer in einem Block einbringen wird.

Die Teilnehmerzahl soll auf 24 begrenzt werden. Weitere und aktuelle Informationen finden Sie in Kürze unter www.globalmarshallplanacademy.org und im nächsten Newsletter. Interessierte können sich gerne unter academy@globalmarshallplan.org melden.

 

 

Schwenningen und Freiburg bekommen Verstärkung

Lokalgruppe Schramberg im Schwarzwald gegründet

 

Die "Schwarzwälder" Lokalgruppen Freiburg und Schwenningen bekommen Verstärkung. Am vergangenen Mittwoch, 4. August, haben sich nach einem Vortrag zur Energieproblematik und DESERTEC, Unterstützer der Global Marshall Plan Initiative in Schramberg im Schwarzwald zusammengefunden und beschlossen, sich zukünftig als Gruppe offiziell für weltweit veränderte Rahmenbedingungen einzusetzen und einen Global Marshall Plan als möglichen Ansatz zur Erreichung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft zu fordern.

Die Gruppe zählt bereits knapp 10 Mitglieder und wird in den nächsten Wochen Aktivitäten ausarbeiten. Ansprechpartner der Gruppe ist der Schramberger Oberbürgermeister Dr. Herbert Zinell. Interessierte können sich unter schramberg@globalmarshallplan.org melden.

Einige Mitglieder der frisch gegründeten Gruppe und weitere Interessierte

 

Das erste Treffen ein voller Erfolg!

Lokalgruppe in Stuttgart wieder aktiv!

Ein informativer und angenehmer Abend - das Treffen der Stuttgarter Lokalgruppe war ein voller Erfolg. Nach einiger Zeit des Stillstandes formiert die Gruppe sich neu und sucht zum gemeinsamen Aufbau noch weitere Interessierte, die sich für einen Global Marshall Plan engagieren möchten!
Dabei werden regelmäßige Treffen am jeweils zweiten Donnerstag im Monat angestrebt. Das nächste Zusammenkommen findet am 12. August um 19.30 im Lichtblick statt. Das Thema wird dabei unter anderem "Lernende Organisationen und die Entwicklung zum Lebensunternehmer" sein. Und da so ein weiterbildender Abend in größerer Runde  gleich noch anregender ist, sind alle Interessierten herzlich dazu eingeladen, sich bei der Lokalgruppe zu melden. Fragen und Anregungen sind natürlich darüber hinaus ebenfalls willkommen.
 

Lokalgruppentreffen in Bayern

Lokalgruppen der Global Marshall Plan Initiative und des Ökosozialen Forums treffen sich in Neumarkt

 

Als bereicherend und motivierend empfanden die Teilnehmer das Treffen der bayerischen Lokalgruppen des Ökosozialen Forums und der Global Marshall Plan Initiative in Neumarkt am 24. Juli. Obwohl das Wetter nicht richtig mitspielte fanden sich Vertreter der Gruppen München, Nürnberg, Erlangen, Schweinfurt, Neumarkt, des Ökosozialen Forums Deutschland und der Global Marshall Plan Foundation im Bürgerhaus in Neumarkt zusammen.

Neben einer allgemeinen Vorstellung und einem Austausch zu den Aktivitäten stand vor allem die Ideensammlung für zukünftige gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm. Die Organisation von Regionalkonferenzen wurde als eine wesentliche Idee festgehalten, um Menschen aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft für eine Ökosoziale Marktwirtschaft zu gewinnen. Wichtig sei vor allen Dingen der Hinweis, dass es um eine Verknüpfung verschiedener Ansätze und Instrumente für eine globale Veränderung der Rahmenbedingungen gehe. Diese system-verändernde Zielsetzung wurde auch als wesentliches Merkmal der Global Marshall Plan Initiative gesehen.

Ein Baustein und wesentlicher Schritt hin zu einer ökosozialen Marktwirtschaft in Deutschland und Europa könnte das Projekt Ökoethik sein. Lokale Gruppen könnten hier an die jeweiligen Verbände und Kammern in der Region herantreten und einzelne Wirtschaftssektoren verstärkt zur Kooperation bei der Durchsetzung ökosozial verantwortlichen Handelns anregen.

Nachdem man schon einige Erfolge bei dem Versuch den bayerischen Landtag von den Zielen des Global Marshall Plans zu überzeugen, erzielte, beschloss man auch hier weitere Schritte zu unternehmen. Wichtig wäre hier vor allen Dingen die Frage zu klären, welche Verpflichtungen ein Land oder eine Kommune eingehen und vor allen Dingen,

welche Schritte konkret unternommen werden sollen. Die Global Marshall Plan Foundation versprach hier Informationen bei anderen bereits vorhandenen Beschlüssen einzuholen. Weitere Ideen können gerne an das Koordinationsbüro gesandt werden.

 

Lifestyle, Konsum und WTO und die Folgen der Globalisierung

Münchner Lokalgruppe wirkt bei "Lotsen für die Eine Welt" mit

Die Global Marshall Plan Gruppe München ist eine von rund 60 Mitgliedsgruppen des Münchner Nord Süd Forums e.V. Dieser Eine-Welt-Verein veranstaltet regelmäßig Lotsenseminare, in denen sich Menschen, die für eine solidarische und gerechte Welt eintreten, weiterbilden.

Das diesjährige Lotsenseminar mit dem Thema "Hindernis oder Hilfe: Was internationale Institutionen und Abkommen für die Zivilgesellschaft und die Eine Welt bedeuten können" wurde maßgeblich von Mitgliedern der Global Marshall Plan Lokalgruppe München mit gestaltet.

Die über 30 Teilnehmer setzten sich bei der Veranstaltung im Eine Welt Haus in München v.a. mit den Menschenrechten und ihrer Bedeutung für die eigene Entwicklungsarbeit auseinander. Bei den Eröffnungsvorträgen am 30. Juli stand der globale Ordnungsrahmen als grundlegender Einflussfaktor auf die Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung von Menschenrechten im Vordergrund.


  
Im ersten Vortrag beleuchtete Dr. Botho Kickhöfer (Global Marshall Plan Regionalgruppe München) Auswirkungen und Erkenntnisse der Globalisierung im historischen Kontext und berichtet über die Entstehung internationaler Organisationen als zwangsläufige Folge einer zunehmend globalisierten Welt. Die UNO als neuer Völkerbund wurde darauf in Ihrer Struktur, den Aufgabenbereichen und Möglichkeiten ihrer Haupt-, Neben- und Sonderorganisationen detailliert beschrieben und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Zivilgesellschaft kritisch hinterfragt.

Edwin Busl (Global Marshall Plan Regionalgruppe München) bei seinem Vortrag über WTO, IWF und Weltbank. Auch hier wurde von der Entstehung über die Strukturen bis zu den aktuellen Aktivitäten ein weiter Informationsbogen für die Teilnehmer gespannt, der letztlich in der kritischen Fragestellung mündete, ob diese Organisationen und damit auch Ihre Struktur und Aktivitäten eher nutzbringend oder schädlich sind und inwieweit Veränderungen und Reformen denkbar und sinnvoll sein könnten.

Marlies Olberz (FIAN, Food First Informations- und Aktions-Netzwerk) bei Ihrem Vortrag über wirtschaftliche soziale und kulturelle Rechte und ihre Bedeutung.
Hier erhielten die Teilnehmer einen ausführlichen Überblick über Entstehung und Definition der Menschenrechte, die Schaffung von Sozial- und Zivilpakt, welche Staatenpflichten sich für die Regierungen ergeben und welche weiteren internationalen Übereinkommen für die Eine Welt Arbeit bedeutsam sind. Einer kritischen Bewertung der Verbindlichkeit von internationalen Abkommen folgte eine Diskussions- und Fragerunde im Plenum, sowie die Zuordnung der Themen, der im Anschluss stattfindenden Workshops.

Ellen Weller (Global Marshall Plan Regionalgruppe München) übernahm zusammen mit Michaela Weis und Markus Behr (beide ebenfalls Global Marshall Plan) einen von fünf Workshops mit dem Thema "Lifestyle & Konsum – Menschenrechte im Alltag" in dem die vielfältigen globalen Konsequenzen unseres Konsumverhaltens einerseits, aber auch die Chancen und Möglichkeiten der weltpolitischen Einflussnahme von Verbrauchern und Konsumenten andrerseits bearbeitet wurden.

Nach den insgesamt sehr positiven Rückmeldungen der Teilnehmer ist geplant, weitere Fortbildungsveranstaltungen durchzuführen. Weitere Informationen und Kontakt unter muenchen@globalmarshallplan.org





 

Global Marshall Plan an der Furtwangen University

Veranstaltungsnachlese der Hochschulgruppe

 

VS-Schwenningen. Die Hochschulgruppe des Global Marshall Plan organisierte am vergangen Mittwoch ab 19 Uhr vor circa 50 Personen ein erfolgreiches erstes Vortragsevent. Volker Weber und Rainer Gottschalk konnten das Publikum mit interessanten Vorträgen begeistern. Die anschließende Podiumsdiskussion fesselte die Zuschauer bis 22 Uhr in den Räumen der Hochschule Furtwangen.

Die neu gegründete Hochschulgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltige Denkweisen an der Hochschule und in der Region zu verbreiten konnte mit ihrer ersten Veranstaltung bereits einen Erfolg verbuchen. An der Hochschule Furtwangen University Außenstelle Schwenningen trafen sich neben der Hauptgruppe der Initiative auch zahlreiche interessierte Studenten und Professoren um dem Gastredner der zum Thema „Nachhaltige Geldanlage – Gute Rendite, gutes Gewissen?!“ sprach, zuzuhören.
 

 

 



Durch den Abend führte der Donaueschinger Student Marius Gottschalk. Die Einführung in das Thema Nachhaltigkeit übernahm Dr. Rainer Gottschalk, Geschäftsführer der Powerfarm Holding in Donaueschingen. Ihm war es besonders wichtig, seine Zuhörer Wach zu rütteln und auf die immer stärker werdenden Probleme hinzuweisen, die ein nachhaltiges Wirtschaften „unbedingt erfordern“. „Wenn aus einem Wald mehr Holz herausgeholt wird als im gleichen Zeitraum nachwächst – dann ist das genau das Gegenteil von Nachhaltigkeit“. Dr. Gottschalk wies mit ausgewählten Statistiken auf die Probleme der Ressourcenknappheit, Urbanisierung und den Klimawandel hin. Eine Überleitung zum Hauptredner fiel im nicht schwer. „Wenn Märkte nur noch selten von realer Nachfrage, sondern durch Spekulationen getrieben werden, dann wird der Grad der Nachhaltigkeit auch in der Finanzwirtschaft klar.“

Volker Weber, Vorstand des Forums für nachhaltige Geldanlagen, ging in seinem Vortrag auf die Möglichkeiten und Erfolge der nachhaltigen Anlagen ein. Der Markt für Umwelttechnologien liege derzeit bei 1400 Milliarden Euro, in 10 Jahren wird sich dieses nach Angabe des Redners um mehr als verdoppeln. Warum also nicht in Unternehmen mit nachhaltigen Technologien investieren?! In seinem Vortrag zeigte Weber auch auf, dass man mit nachhaltigen Anlagen durchaus Profit machen kann. Im Vergleich der DAX Unternehmen mit dem Naturaktien Index zeige sich ein 250-prozentiger Renditeunterschied zu Gunsten der nachhaltigen Anlagen, so Weber. „Außerdem kann der CO2 Verbrauch bei Investitionen nachhaltige Geldanlagen um die Hälfte verringert werden“. Auch wurden die Auswahlkriterien der „Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften“ dargelegt, die mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien ein breites Spektrum abdecken. Abschließend wurden verschiedene Unternehmen und innovative Ideen zum Thema Nachhaltigkeit aufgezeigt.

Nach einer Pause fand dann eine Podiumsdiskussion zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit statt. Neben den beiden Rednern nahm auch der Student Torsten Frey, sowie Prof. Dr. Horstmeier, Ethik-Beauftragter der Hochschule Furtwangen, an der Diskussion teil. Die Diskutierenden konnten mit Fachwissen auftrumpfen und lieferten eine fachlich versierte, teilweise kontrovers geführte Diskussion. Es wurde unter anderem auf die BP Krise eingegangen, sowie auf globale Entwicklungen im Bereich der regenerativen Energien. Auch soziale Probleme wie Hunger und die ungerechte Verteilung der Ressourcen wurden nicht ausgespart.

Das Publikum hielt es trotz der Wärme und des schönen Wetters drei Stunden lang im Vorlesungssaal aus und nahm durch Wortmeldungen aktiv an der Diskussion teil. Im Anschluss an die Veranstaltungen zeigten sich Gäste und Teilnehmer sehr zufrieden.

 


Text: Hochschulgruppe Schwenningen

 

- Aktuelle Diskussionen -

 

 

 

 

Die ZEIT: Es brennt lichterloh

Die Welt erlebt den heißesten aller Sommer, doch die USA boykottieren den Klimaschutz. Dürfen die das?

 

Einen Moment innehalten, so viel Zeit muss sein. In Russland brennen riesige Waldgebiete, in Pakistan sind 1400 Menschen ertrunken, Nachrichten aus fernen Ländern sind das, Anlässe flüchtigen Unbehagens, wie furchtbar, denkt man. Doch das Wetter radikalisiert sich, dieses Jahr verspricht das heißeste seit 130 Jahren zu werden, seit Beginn der Messungen. Seltsam ist angesichts solcher Neuigkeiten allerdings, dass die folgende politische Entscheidung bloß als eine kleine Nachricht um die Welt gegangen ist: Soeben haben einige konservative Politiker in den USA die Welt, die wir kennen, dem Untergang ein Stück näher gebracht.

Es ist ein fast trivialer Vorgang. Der amerikanische Senat befasst sich bis auf Weiteres nicht mit dem Entwurf der Demokraten für ein Klimaschutzgesetz. Selbst Barack Obama, der grünste aller US-Präsidenten, kann daheim nicht einmal die kümmerlichen Vorschläge durchsetzen, mit denen er vergangenen Dezember zum Klimagipfel in Kopenhagen gereist war. Schon damals war das Misstrauen der Chinesen mit Händen zu greifen. In einem Papier aus Pekings Akademie der Wissenschaften konnte man es nachlesen: Wir nehmen euch im Westen noch so halbwegs ab, dass ihr imstande seid, eure Stromversorgung zu modernisieren. Aber Abstriche bei der Mobilität, bei Flugreisen und Autos werden eure verwöhnten Bürger nie hinnehmen, und eure schwächlichen Staaten werden sie nie durchsetzen können. Wie wahr.

Warum gibt es auf die radikal neue Lage keine radikal neuen Antworten?

In absehbarer Zeit wird es kein amerikanisches Klimaschutzgesetz geben, China wird weniger denn je bereit sein, ein vom Westen verursachtes Umweltproblem auf Kosten der eigenen Bevölkerung zu lösen. Und beides zusammen bedeutet, dass das große Vorhaben der globalen Klimadiplomatie gescheitert ist: keine Erderwärmung über zwei Grad hinaus, ein Klimawandel, der vielleicht schlimm, aber jedenfalls noch beherrschbar wäre - die Zeitspanne, die dafür noch blieb, war knapp, wahrscheinlich zu knapp. Ohne die USA und ohne China konnte sie nicht genutzt werden.
Und nun? Klimawandel ist ein kaum verstandenes, weitgehend unberechenbares Phänomen. Mehr Dürren, mehr Waldbrände, mehr Überschwemmungen in den Monsungebieten, davon wird man ausgehen müssen. Auf lange Sicht dürften einige Regionen der Welt unbewohnbar werden, so wie es die Sahara und andere Wüsten heute schon sind - aber welche Gebiete das sein werden und bis wann es geschehen wird, das kann heute niemand sagen.
Denkbar ist sogar, dass andere Regionen vom Klimawandel profitieren werden. Nicht heute und nicht morgen, aber in fernerer Zukunft dürfte die Umsiedlung großer Bevölkerungen über nationale Grenzen hinweg ein Menschheitsthema werden.

Darüber hinaus droht die Welt nun sehr unsicher zu werden. Niemand weiß, ob sich eine um vier Grad heißere Welt stabilisieren lässt oder ob nicht der Klimawandel eine unbeherrschbare Eigendynamik gewinnt. Es gibt die vorsichtigen Abschätzungen des Klimarats, es gibt atemberaubende Worst-Case-Szenarien (sieben, acht Grad mehr in Europa und Afrika! Fünfzehn Grad mehr in der Arktis!), es gibt Theorien über das, was in der technischen Sprache der Klimaforscher "Diskontinuität" heißt: die Zerstörung der tropischen Regenwälder; das Versiegen des Golfstroms, der Europa wärmt; das Abschmelzen des grönländischen Eisschildes, verbunden mit einem langsamen Anstieg des Meeresspiegels um bis zu sieben Meter. Nichts davon wird sich in der Lebensspanne unserer Generation ereignen, einiges kann die Menschheit wahrscheinlich auch jetzt noch abwenden. Über die Wahrscheinlichkeit solcher Veränderungen lässt sich derzeit nicht viel sagen. Nur dies: In einer um nur zwei Grad wärmeren Welt hätte niemand sie fürchten müssen. Nun schon. Den nächsten Veröffentlichungen des Weltklimarats werden wir mit Bangen entgegensehen.

Was tun? Nichts zeigt den Realitätsverlust der Menschheit so deutlich wie der Umstand, dass es auf die radikal veränderte Lage keine radikal veränderten Antworten gibt. Je mehr Treibhausgase sich schon in der Atmosphäre befinden, desto weniger dürfen noch hinzukommen, an diesem schlichten Sachverhalt ändert sich nichts. Auf lange Sicht werden wir Ressourcen, die der Vorbeugung hätten dienen können, für die Bewältigung der Folgen brauchen: höhere Deiche statt grüner Technik.

Kurzfristig lässt sich jedenfalls für Europa eine Konsequenz benennen: Es gibt keinen Grund mehr, die längst geplante Steigerung des Klimaschutzziels weiter zu verschleppen. 30 Prozent weniger Treibhausgase bis 2020 - dieses Ziel ist inzwischen dank der Wirtschaftskrise einfach zu erreichen; der Preisverfall für CO?-Zertifikate erfordert es, im deutschen Interesse liegt es angesichts eines nationalen Klimaziels von minus 40 Prozent ohnehin. Und als Verhandlungsmasse für kommende Klimaschutzkonferenzen wird es nicht mehr gebraucht. Viel wichtiger ist es nun, Chinesen, Indern und Lateinamerikanern zu zeigen, dass sie im Westen Partner finden werden, wenn sie selbst es mit dem Klimaschutz ernst meinen.

Kümmerliche Konsequenzen sind das. Gemessen an dem, was die USA der Welt gerade antun, wäre es das Mindeste, die Botschafter zu Konsultationen nach Hause zu holen. Doch eine Welt, die wenigstens dazu imstande wäre, gibt es noch immer nicht.

Quelle: Die Zeit

 

 

- Hintergrundwissen -

 

 

 

 

Nach der Krise ist vor der Krise

Gespräch mit dem Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck, Senior Economist der UNCTAD in Genf

SF: Herr Flassbeck, Sie und Ihr Team hier bei der UNCTAD, der Organisation für Handel und Entwicklung der Vereinten Nationen haben eine Studie vorgelegt, die die These von der Effizienz der Märkte fundamental widerlegt. In allen möglichen Märkten, von den Aktienmärkten bis zu den Rohstoffmärkten haben Sie nahezu identische Bewegungen ausmachen können. So als ob all diese Märkte der gleichen Logik folgten. Was ist der Grund für diese eigenartige Gleichschaltung ganz unterschiedlicher Märkte?

Flassbeck: Der einfache Grund ist, dass in all diesen Märkten inzwischen dominant die gleichen Akteure tätig sind. Es sind die Akteure, die auch an den Finanzmärkten das große Spiel spielen und sie verhalten sich natürlich in allen Märkten ähnlich. Sie haben eine bestimmte Risikoerwartung. Wenn die Konjunkturindikatoren schlechter sind, dann erwarten sie, dass das Risiko für ihre Anlagen steigt und umgekehrt, wenn die Konjunkturindikatoren besser sind, dann erwarten sie, dass auch riskante Anlagen durchgehalten werden können. Deshalb erleben wir in allen Märkten das Gleiche. Ob Sie Öl nehmen oder Kupfer, oder Soja, oder Reis, oder bestimmte Währungen wie den brasilianischen Real oder andere solche Spekulationswährungen. Die gehen alle zur gleichen Zeit rein ins Risiko und gehen alle zur gleichen Zeit raus aus dem Risiko, sodass Sie eine völlig konforme Bewegung erleben. Und in den im Augenblick wird ja auch darüber diskutiert, dass selbst der Ölpreis fast 100% von Spekulationen bestimmt ist und eben nicht von Angebot und Nachfrage.

SF: Das heißt, die These, dass die Märkte die Preisfindung optimal erledigen könnten, ist falsch! Zumindest diese entfesselten Finanzmärkte verzerren die Preisbildung.

Flassbeck: Immer da, wo Finanzmärkte so dominant werden wie an den genannten Märkten entstehen massiv verzerrte Preise, weil diese eben nicht mehr von Angebot und Nachfrage abhängen, sondern von einer relativ blinden Erwartung, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung verbessert oder verschlechtert. Wenn es zu einem großen Schock kommt, - Dubai war so ein Schock, Griechenland ebenfalls- , würde das gesamte Gebilde kollabieren und wir hätten wieder viele Spieler, die überschuldet sind, weil sie auf Kredit gezockt haben. Dann müssten die Staaten wieder einschreiten. Insofern hat sich nichts geändert. Wir haben noch nicht einmal richtig verstanden, dass durch diese Finanzmärkte massive Verzerrungen in die realen Märkte hineingetragen werden.

SF: Das bedeutet aber auch, dass all die schönen Kommentare, die man in der Financial Times oder im Wall Street Journal lesen kann, über die Gründe, warum ein bestimmter Markt rauf oder runter geht, eine Devise auf oder abwertet, eigentlich für die Katz sind?

Flassbeck: Wenn ich mich morgens erheitern will, lese ich immer diese Kommentare, weil da intelligente Menschen sehr viel Gehirnschmalz darauf verwenden, um herauszufinden, warum seit einer Woche der Ölpreis steigt, ohne zu bedenken, dass es mit Öl absolut nichts zu tun hat. Das Ernste dabei ist, dass das ein politischer Sprengsatz ohne Gleichen ist. Denn wenn diese Märkte kollabieren, haben wir nicht nur auf der Finanzseite ein Problem sondern auch in der Realwirtschaft, die sich in ihren Dispositionen auf diese Preise eingestellt hat. Der Ölpreis ist immer noch der wichtigste Preis für einen fossilen Energieträger, der einen entscheidenden Einfluss auf die Klimapolitik hat. Wenn er wieder auf 30 Dollar fällt und da zwei Jahre verharrt kann man unendliche viele Investitionen in erneuerbare Energie schlicht vergessen. Darüber reden unsere Politiker nicht. Sie haben dieses Thema vollkommen ausgeblendet. Und deshalb sind wir wirklich in einer ganz gefährlichen Lage. Aber die Politik ist nicht bereit oder in der Lage, eine klare Diagnose dieser Probleme vorzunehmen.

SF: Geradezu menschenverachtend ist diese Verzerrung der Märkte im Bereich der Rohstoffmärkte, wo es um Nahrungsmittel geht.

Flassbeck: Nahrungsmittel sind unglaublich wichtig dabei. Ich glaube, die Deutsche Bank ist inzwischen der größte Zuckerhändler dieser Welt und viele Hedgefonds haben sich auf Nahrungsmittelmärkte sogar spezialisiert. Der Preis von Reis wird fast ausschließlich von der Spekulation getrieben. Da wird es natürlich auch moralisch mehr als bedenklich. Hier in Genf hat sich der Menschenrechtsrat deshalb mit dieser Frage auseinandergesetzt und gefragt, ob man das zulassen kann. Ich hoffe, dass es da zu einer größeren Diskussion und zu Beschlüssen kommt. Aber auch das wird von unserer Politik nicht
einmal zur Kenntnis genommen. Wir schließen systematisch die
Augen vor diesen Fragen, obwohl sie sich aufdrängen und tagtäglich die gesamte Welt beeinflussen.

SF: Für das so genannte „Herding“ also das Herdenverhalten in diesen von der Spekulation getriebenen Märkten haben Sie das schöne Bild des Stierlaufs in Pamplona gefunden, wo man mit den Stieren durch enge Gassen und möglichst vor ihnen weg rennen muss. Welche Rolle spielen hier die modernen Informationstechnologien, dass alle auf die gleichen Informationen zugreifen können, dass man eher auf die Reaktion der anderen Akteure achtet, als auf die wirtschaftlichen Fundamentaldaten?

Flassbeck: Das hat Keynes schon vor 80 Jahren beschrieben, dass das ein Schönheitswettbewerb ist und keine Suche nach Wahrheiten oder richtigen Preisen, sondern ein ständiges Abschätzen, Tarieren, wie denn die Konkurrenten wohl die Lage beurteilen. Durch die modernen Informationstechnologien ist das heute natürlich sehr viel rasanter geworden. Es gibt ja inzwischen Händler, die handeln im Sekundenbereich oder gar im Millisekundenbereich. Was wiederum den Markt überhaupt nicht effizienter macht, sondern nur dieses „Herding“ verstärkt, weil die Herde sehr viel schneller in eine bestimmte Richtung rennen kann. Sie kann auch schnell wieder kehrtmachen. Aber das sind ja alles keine Effekte, die uns irgendwie reicher machen, oder die der Gesellschaft irgendeinen Ertrag bringen. Das Einzige, was dabei herauskommt, sind kurzfristige Scheingewinne. Die Gewinne der Banken im Augenblick sind ja wieder Scheingewinne auf der Basis solchen Herdenverhaltens. Hinterher kommen die realen Verluste und die Gesellschaft muss wieder und wieder dafür eintreten. Deshalb müssen wir das abstellen, wir müssen dieses massive Herdenverhalten durch zwei Maßnahmen unterbinden. Wir müssen den Sand ins Getriebe werfen, von dem Tobin gesprochen hat: in das geölte Getriebe der Finanzmärkte muss man Sand streuen. Das andere ist, dass wir
einzelne Märkte vollkommen herausnehmen müssen. Es darf keine Spekulation mit Nahrungsmitteln geben, das ist für mich
selbstverständlich, und es darf keine Spekulation mit Währungen
geben, weil diese für die Volkswirtschaften den größten Schaden
anrichtet. Sie drängt die Preise systematisch in die falsche Richtung. Ganze Länder wie Island oder Ungarn oder Griechenland oder früher in Asien kollabieren, und das können wir einfach nicht zulassen.

SF: Die entfesselten Finanzmärkte werden also von ganz anderen Faktoren bestimmt, als man das in den Lehrbüchern der Makroökonomie nachlesen kann. Sie orientieren sich nicht nach den so genannten Fundamentaldaten. Gibt es eine Geschichte dieser Entwicklung? Kann man Etappen nennen, die zur gegenwärtigen Situation geführt haben?

Flassbeck: Es hat natürlich mit der allmählichen Deregulierung in den letzten dreißig, vierzig Jahren zu tun. Es gab ja ähnliche Erscheinungen während der Weltwirtschaftskrise von 1929. Das hat sich jetzt wiederholt, weil man alle Lehren, die damals gezogen wurden, wieder vergessen hat. Weil man bewusst alle Regulierungen wie beispielsweise den Glass-Steagall-Act, der eine Trennung in Geschäfts- und Investmentbanken vorsah, aufgehoben hat. Das empfand man schlicht als altmodisch, weil man ja wollte, dass die Banken das große Spiel spielten. Banker als bloße Kreditvermittler galt als eine verstaubte Vorstellung. Das muss man wieder zurückfahren. Obama hat ja einen vernünftigen Vorschlag in diese Richtung gemacht und gesagt, wir müssen bei den Banken wieder trennen, die reinen Kasinoaktivitäten, die wir nicht brauchen, und die klassischen Bankaktivitäten. Die traditionelle Funktion einer Bank läuft ja auf eine hoheitliche Aufgabe hinaus, für die die Zentralbanken
Geld zur Verfügung stellen. Das ist eine massive Subvention und die können natürlich nur Banken bekommen, die Kredite für produktive Investitionen in die Realwirtschaft vergeben und sonst nichts! Wenn eine Bank mit dem staatlich zur Verfügung gestellten Geld in die Kasinos rennt und dort die Preise in die falsche Richtung treibt, muss sie von dieser Subvention ausgeschlossen werden. Wir müssen identifizieren, was bringt für die Gesellschaft einen Ertrag und was bringt keinen. Geschäfte, die keinerlei Ertrag bringen, die nur gefährlich sind, müssen verboten werden.

Zum gesamten Text des Gesprächs (Quelle: dradio)

Aktuelle Publikationen und Downloads...

... des Ökosozialen Forums Europa

 

In der Rubrik "Publikationen und Downloads" des Ökosozialen Forums finden Sie regelmäßig aktuelle Informationen zu unseren Themen - Ökosoziale Steuerreform, Finanztransaktionssteuer, Entwicklungspolitik und vieles mehr - sowie Positionspapiere und Artikel oder Kommentare, die in unterschiedlichen Medien veröffentlicht wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.oekosozial.at/index.php?id=13242

 

- Plant-for-the-Planet -

 

 

 

 

Kinderrat von Plant-for-the-Planet trifft sich in Bad Blumau

Kinder diskutieren über die Zukunft der Plant-for-the-Planet Stiftung und ihren Drei Punkte-Plan

 

Im Juli trafen wir uns mit 19 Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus Deutschland und Österreich auf Einladung von Robert Rogner jun. im Hundertwasserhotel in der Steiermark.

Nach einer achtstündigen und anstrengen Busfahrt von München nach Bad Blumau kamen wir in der Früh vom 9. Juli in Bad Blumau an, bezogen schnell unsere Zimmer, frühstückten und ab ging es zur ersten Besprechung. Hier klärten wir, was wir an diesem Wochenende machen und welche Ziele wir erreichen wollen.

Im Zentrum des dreitägigen Treffens haben wir uns um die Zukunft der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet Gedanken gemacht, wie es mit der Stiftung weitergehen soll, welche Aktionen noch anstehen und was es bedeutet Botschafter für Klimagerechtigkeit zu sein. Da die Klimakonferenz in Kopenhagen gescheitert ist, ist es notwendig, dass die Folgekonferenz in Cancun, Mexiko ein voller Erfolg wird. Hierfür haben wir im Vorfeld bundesweit Pflanzpartys organisiert und am 4. Mai den Millionsten Baum zusammen mit den Umweltministern aus Deutschland, Mexiko, Belgien, Kanada, Dänemark und der Türkei gepflanzt. Nun planen wir auch weitere Aktivitäten in und um den Klimagipfel in Mexiko.

Bereits am 1. Juli 2010 haben Botschafter für Klimagerechtigkeit aus Berlin unseren Drei-Punkte-Plan durch die Botschaften an die Regierungschefs von 133 Ländern zur Sicherung unserer Zukunft verteilt. In diesem Drei-Punkte-Plan fordern wir

1. Kohlenstoff ins Museum

2. Klimagerechtigkeit

3. 500 Milliarden Bäume pflanzen.

Mit Freuden erwarten wir das nächste Treffen der Botschafter für Klimagerechtigkeit in Sonneberg, wo wir darüber diskutieren werden, was die Regierungschefs uns auf unseren Brief bis zum 30. September geantwortet haben.

Darüber hinaus haben wir uns die weitere Verbreitung der Schülerinitiative im Internet und auf internationaler Ebene überlegt. Als Einführung hörten wir einen Vortrag über Social Media. Insbesondere, wie facebook, twitter und andere soziale Netzwerke funktionieren, sodass wir uns am Ende einig waren, dass Facebook von uns intensiver genutzt wird, damit Plant-for-the-Planet erfolgreich weiterverbreitet werden kann.

Außerdem ging es um die Erweiterung unseres Kindervorstandes, sodass vier weitere Botschafter für Klimagerechtigkeit aus Deutschland und Aserbaidschan aufgenommen wurden. Wir waren überzeugt von ihrem Engagement für unsere Schülerinitiative und haben sie einstimmig akzeptiert.

Wir beschlossen, dass wir in vier bis sechs Jahren, wenn Kinder von Plant-for-the-Planet in der ganzen Welt aktiv sein werden, gemeinsam eine globale Partei gründen, die international agiert und sich für Klimagerechtigkeit und das Weltbürgertum stark macht. So können wir gemeinsam aktiv bleiben, auch wenn wir älter sind.

Inhaltlich beschäftigten wir uns mit den einzelnen Punkten unseres Drei-Punkte-Plans. Zudem arbeiteten wir zu folgenden Themen:

  • Vereinte Nationen und ihre Unterorganisationen UNDP und UNEP,

  • UNFCCC und das daraus entstandene Kyoto-Protokoll,

  • Probleme bestehender Weltverträge,

  • Vorteile erneuerbarer Energien gegenüber konventioneller Energieerzeugung.

Zu unserer Freude erfuhren wir, dass kurz vor Beginn unseres Treffens eine Studie des Umweltbundesamtes veröffentlicht wurde, die unsere Forderung Kohlenstoff gehört ins Museum bestätigt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es bis zum Jahr 2050 möglich sein wird den Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien zu beziehen.

Die Ergebnisse zu den jeweiligen Themenblöcken haben wir in Form von Newslettertexten zusammengefasst.
Wir haben uns jedoch nicht nur theoretisch mit den verschiedenen Inhalten beschäftigt. Zwischen den Arbeitsphasen stand ein Besuch der 1.000 jährigen Eiche auf dem Programm. Im Schatten des gewaltigen Baumes haben wir nicht nur gespielt, sondern erfuhren auch etwas über die Nachteile von Monokulturen in der Forstwirtschaft.
Zudem haben wir beim Besuch einer Geothermie-Anlage gehört, wie man die Hitze unter der Erdkruste zum Wärmen und zur Stromerzeugung nutzen kann. Am meisten waren wir jedoch von dem Teil der Anlage begeistert, der das CO2 herunterkühlt um es transportfähig zu machen. Bei über 30° C Außentemperatur bildete sich eine Eisschicht um die Leitungsrohre an der wir uns eine Abkühlung holen konnten.

Geothermieanlage

In der herrlichen Umgebung der Therme konnten wir auch die Pausen ausgiebig nutzen um uns von den informativen Arbeitsblöcken zu erholen. Bei über 35° C Wassertemperatur in den Becken lässt sich jedoch nur schwer von Abkühlung sprechen – erholsam war es trotzdem. 

Hier noch ein paar Bilder von unserem Treffen in Bad Blumau:

Ein Buch für Robert Rogner jun.

Mit Robert Rogner jun., der uns eingeladen hat, pflanzen wir eine Elsbeere auf dem Hotelgelände. Wir übergeben ihm unser Buch "Baum für Baum - Jetzt retten die Kinder die Welt", das wir vorher für ihn und einige Mitarbeiter alle signiert haben.

Signierstunde

Das war unser Konferenzraum während der drei Tage mit dem Namen "Dunkelbunt"

Unser Raum "Dunkelbunt"

...und manchmal arbeiteten wir auch einfach im Freien

Wir arbeiten draußen - Theresa und Julian

In Großen und Ganzen war es für uns alle ein sehr erfolgreiches und aufschlussreiches Treffen, bei dem wir wieder viel dazugelernt, fleißig diskutiert und uns näher kennengelernt haben.

Alina und Franziska

Ganz herzlich wollen wir unseren Sponsoren danken, die uns so toll unterstützt haben! Mit leckerem Essen gestärkt und in unseren schönen Augenschlitzhäusern ausgeruht, konnten wir immer aufmerksam dem Programm folgen.

 

 

 

 

"Stop Talking. Start Planting" im Finale der besten Kampagnen 2010

Von 135 Bewerbern sind 6 am 8. Oktober in Berlin in der Endausscheidung der GWA Social Effie-Kategorie

Seit letztem Jahr haben sich einige Hunderte Prominente von den Botschaftern für Klimagerechtigkeit die Hand vor den Mund halten lassen. Jetzt konnte sich die von der Werbeagentur Legas Delaney entworfene Kampagne "Stop talking. Start planting." in der Vorrunde gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen und wird sich nun in der Finalrunde gegen fünf Mitstreiter aus der Kategorie GWA Social Effie behaupten dürfen. Insgesamt 43 Kampagnen von 135 erreichen den Finalisten-Status und gehen um Gold, Silber und Bronze ins Rennen - davon 37 in den Wirtschafts- und sechs in den GWA Social Effie-Kategorien.


Felix und Peter Maffay

In der Kategorie GWA Social Effie National/International zählen neben Plant-for-the-Planet mit "Stop talking. Start planting" zu den Finalisten: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für "Alter schafft Neues" mit dem Titel "Zähl Taten, nicht Falten." von der Agentur BBDO Berlin und die Hochschulinitiative Neue Bundesländer, Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Referat 41 für "Ostdeutsche Hochschulen" mit dem Titel "Studieren in Fernost" von Scholz & Friends | Aperto.

Der GWA Effie zeichnet effiziente und effektive Marketing-Kommunikation aus. Er wird bereits zum 29. Mal verliehen. Die Gewinner werden am 08. Oktober im Rahmen einer Gala in Berlin bekannt gegeben. Bis dahin bleibt es spannend und wir drücken die Daumen. In Berlin sind wir auf jeden Fall dabei im Oktober – und den Preis wollen wir natürlich auch gerne mit nach Hause nehmen.

Jugend und Visionen - mit Bäume pflanzen die Welt retten?

Studiogast im ZDF, im ZDFinfokanal und bei 3Sat

Die ernsten Prognosen zum Klimawandel lassen die Kinder der Plant-for-the-Planet Foundation nicht unberührt. Statt sich auf die Erwachsenen zu verlassen, nehmen sie ihre Zukunft selbst in die Hand. Ihre Vision: eine Million Bäume pflanzen, in jedem Land der Welt

Hacken, Schaufeln, Graben, ein junges Bäumchen in die Grube setzen. Hacken, Schaufeln, Graben und wieder ein Bäumchen hinein. Wenn die Kinder von Plant-for-the-Planet erstmal loslegen, sind sie nicht mehr zu halten. Mehrere hundert Bäume pflanzen sie an so einem Aktionstag, nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile in vielen Ländern der Welt.

Angefangen hat das Projekt im Jahr 2007, als der damals neunjährige Felix Finkbeiner in der Schule ein Referat über die Klimakrise halten sollte. Damals überlegte er, wie man mit einfachen Mitteln einen CO2-Ausgleich schaffen könnte und entwarf die Vision, man könne gemeinsam in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Felix wiederholte sein Referat in anderen Klassen und an weiteren Schulen und gewann schnell andere Kinder für seinen Plan. Nach wenigen Wochen pflanzten sie den ersten Baum und bewegten sich von da an beharrlich ihrem Ziel entgegen.


Felix referiert vor Schülern.

Nicht reden, sondern handeln
Eine weltweite Umfrage habe ergeben, dass Erwachsene zu viel reden und zu wenig handeln, vor allem, wenn es um die Zukunft der nächsten Generation gehe, berichtet der heute Zwölfjährige. "Wir Kinder werden die Probleme ausbaden müssen, die die Erwachsenen heute nicht lösen. Wenn es die Erwachsenen nicht machen, fangen wir heute schon an." Die Schülerinitiative hat deshalb die Kampagne "Stop talking. Start planting" gestartet. "Nicht quatschen und mehr handeln", übersetzt Felix und lacht.

Der 4. Mai 2010 war für die Kinder von Plant-for-the-Planet ein ganz besonderer Tag. Sie besuchten den internationalen "Petersberger Klimadialog" mit 45 Umweltministern in der Nähe von Bonn. Gemeinsam mit den Politikern pflanzten sie ihren millionsten Baum in Deutschland. Damit haben sie ihr erstes Etappenziel erreicht, nach nur drei Jahren.


Plakat der Kampagne: "Nicht reden, sondern pflanzen"

Botschafter für Klimagerechtigkeit
Felix ist mittlerweile ein gefragter Redner, spricht vor tausend und mehr Erwachsenen, selbstsicher und routiniert. Er sei aber nur einer von vielen, betont er, die Plant-for-the-Planet repräsentieren. Die Initiative versteht sich als internationales Netzwerk von Kindern, die sich gemeinsam für die gleiche Sache engagieren. An so genannten Klimaakademien bilden Kinder und junge Leute andere Kinder aus, um Aktionen zu organisieren, selbst Vorträge zu halten und die Idee des Bäume-Pflanzens in die Welt zu tragen. Mehr als eintausendsechshundert "Botschafter für Klimagerechtigkeit" sind bereits aktiv in 72 Ländern. Das ist nur möglich mit Hilfe von Erwachsenen und Geldspenden von Sponsoren.

In ihrer jüngsten Aktion am 1. Juli 2010 haben Berliner Schüler an die in der Hauptstadt ansässigen Botschaften Briefe verteilt, zur Weiterleitung an die Regierungschefs von 133 Ländern. Sie legten ihnen darin einen 3-Punkte-Plan ans Herz, um die Zukunft der Kinder zu gewährleisten, und baten sie, in einem Antwortschreiben darzulegen, was sie selbst gegen die Klimakrise zu tun gedenken. Das Ergebnis wollen sie auf internationalen Kinderkonferenzen im Oktober 2010 besprechen.


Felix Finkbeiner: "Jeder Baum, den wir Kinder pflanzen, ist ein Symbol für Klimagerechtigkeit."

Idealistisch, aber nicht naiv
Auf die Frage, ob es wirklich realistisch sei zu glauben, die Welt durch Bäume pflanzen retten zu können, antwortet Felix überlegt und bestimmt: "Wir Kinder sind nicht naiv. Wir wissen, dass wir mit Bäume-Pflanzen die Probleme nicht lösen können. Wir können damit sehr viel erreichen. Aber die Probleme können wir nicht vollständig lösen. Deswegen ist jeder Baum, den wir Kinder pflanzen, ein Symbol für Klimagerechtigkeit. Denn es kann nicht gerecht sein, dass manche Menschen am meisten CO2 herauspusten und andere in ärmeren Ländern am meisten darunter leiden."

Felix und seine Freunde fragen sich, warum nicht endlich umgesetzt wird, was Klimaforscher empfehlen. Wenn wir in vierzig Jahren erfahren, dass es weniger schlimm wurde, dann haben wir nichts falsch gemacht", sagt der Zwölfjährige nachdenklich. Wenn sie aber heute nicht handelten, fährt er fort, und als 50-Jährige feststellten, dass die Prognosen der Klimaforscher richtig waren, sei es vielleicht zu spät.

von Ariane Martin

10-minütige Reportage über Felix und Plant-for-the-Planet im ZDF, 3Sat und ZDFinfokanal.

Quelle: ZDF
 

 

 

- Bücher -

 

 

 

 

Global Impact

Unser Buchtipp

 

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- Termine -

 

 

 

 

IdeenAlm

Dialoge mit Weitblick

 

Parallel und in Partnerschaft mit dem Europäischen Forum Alpbach laden Mehrblick IdeenStudios und das Ökosoziale Forum vom 21. August bis zum 3. September zu Gesprächsrunden über nachhaltige Entwicklung auf eine Alm über dem Tiroler Ort Alpbach.

"Neuen, guten und mutigen Ideen für eine lebenswerte Zukunft müssen Flügel verliehen werden", beschreibt der Präsident des Ökosozialen Forums, Franz Fischler, der auch die Patronanz für dieses neue Projekt übernommen hat, die Idee dahinter. "Eine Alm ist dafür die optimale Startrampe."

Auf der IdeenAlm wird Nachhaltigkeit in seiner gesamten Bandbreite behandelt, von alternativer Energie, über Mobilität, Social Entrepreneurship, klimaneutrales Bauen & Wohnen, Lebensqualität uvm. Die PartnerInnen und vor allem die Gäste gestalten die Themen und die Dialoge wesentlich mit, denn die IdeenAlm soll bewusst einen offenen Raum bieten, um viele Facetten der Nachhaltigkeit zu diskutieren.

Einige besondere ExpertInnen, Blogger, JournalistInnen und Kreative werden während der zwei Wochen gezielt auf die IdeenAlm eingeladen. Die IdeenAlm ist aber kein Event, es gibt keine öffentlichen Veranstaltungen. Der breite Dialog soll im Social Web stattfinden.

Zur IdeenAlm im Web mit vielen weiteren Informationen kommen Sie auf diesem Weg.

Teaserbild: mehrblick

 

 

- Aus den Medien -

 

 

 

 

Pressespiegel

Die Initiative und Plant-for-the-Planet in den Medien

Global Marshall Plan

Plant-for-the-Planet
 

Teaserbild: Pixelio, Rainer Sturm

 





Veranstaltungen

Treffen der Lokalgruppe Stuttgart

12.08.2010 19:30 Uhr (Ortszeit)
Stuttgart


Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

Nachdem das erste Treffen der Lokalgruppe bereits großen Anklang fand, gilt es nun, regelmäßige Treffen abzuhalten. Dazu sucht die Lokalgruppe noch weitere Interessierte, die sich gerne für einen Global Marshall Plan engagieren möchten! Weitere Treffen sollen jeweils am zweiten Donnerstag im Monat stattfinden. Ein Thema ist für das nächste Treffen am 12. August im "Lichtblick" um 19.30 auch schon umrissen - es wird sich unter anderem über "Lernende Organisationen und die Entwicklung zum Lebensunternehmer" unterhalten. Interessierte wenden sich bitte an die Robert Pomes.

 

Tag der Ideen

14.08.2010
Frankfurt


soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und lebenswerte Zukunft

 

  • Wie geht es weiter mit uns?
  • Wie werden wir in zehn, wie unsere Kinder in 30 Jahren leben?
  • Wird die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufklappen?
  • Wann kommt die nächste Wirtschaftskrise?
  • Kommt die Klimakatastrophe?

Wir wissen es nicht. Wir wissen aber eins: Wir müssen nicht tatenlos zusehen!

Aus Tagen der Ideen sollen in offenen, konstruktiven und künstlerisch begleiteten ProzessenTeilnehmer von einander lernen, gemeinsam Ideen entwickeln und auf sozialen, ökologischen oder ökonomischen Ebenen umfassende Konzepte entwickeln. Je unterschiedlicher die Teilnehmer sind, desto mehr können sie sich gegenseitig weiter bringen und gemeinsam weiter denken.


Der dritte Tag der Ideen findet am 14. August 2010 im Großraum Frankfurt / Darmstadt als Abschluss der vierzehntägigen Radtour "Ideen erfahren" statt.

30 jugendlichen Teilnehmern von "Ideen erfahren" haben die Möglichkeit, ihre Erlebnisse und Ideen weiterzugeben und sich mit spannenden Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen zu vernetzen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

 

EM-Tage auf der Fraueninsel

22.08.2010 11:45 Uhr (Ortszeit) - 22.08.2010 12:00 Uhr (Ortszeit)
Fraueninsel im Chiemsee


Felix stellt Plant-for-the-Planet vor

 

"Unser Wissen ist ein Schatz, der sich vermehrt, wenn wir ihn teilen" ist das  Motto der EM-Tage auf der Fraueninsel am 21./22. August 2010.

Im Rahmen der EM-Tage hat Felix die Möglichkeit Plant-for-the-Planet und die Kampagne "Stop talking. Start planting." vorzustellen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung findet ihr hier.

 

Learning From the Futures

05.09.2010 - 07.09.2010
Olomouc, Tschechische Republik


Der Club of Rome und das Millennium Project treffen sich um über Zukunftszenarien zu diskutieren

Wie können wir von der Zukunft lernen, wenn wir sie nicht kennen? Auf den ersten Blick sieht dieser Titel wie ein Paradoxon aus. Hat die Menschheit sich nicht selbst bewiesen, dass sie nicht lernfähig ist, nicht einmal durch ihre eigene Geschichte?

Verschiedene National Associations des Club of Rome und des Millennium Projects werden sich in der Palacky Universität in Olomouc 2010 treffen, um über mögliche Ausgestaltungen der Zukunft zu diskutieren und um wünschenswerte sowie unerwünschte Szenarien zu entwerfen. Mit Hilfe der verschiedenen Wege können wir etwas in Bezug auf die Gegenwart lernen, ableiten.  

Die Menschheit befindet sich heute in einer völlig neuen Situation. Nicht nur Unternehmen und NGOs haben sich global ausgerichtet. Auch Umweltprobleme - wie der Klimawandel - haben eine globale Dimension. Obwohl die Industrieländer weitesgehend daran gescheitert sind, ihren Ökologischen Fußabdruck zu verringern, erwarten sie von Entwicklungsländern nachhaltige Schritte. Außerdem sollen die Millennium Development Goals (MDGs) in ein paar Jahren erreicht sein. Aber es ist warscheinlich, dass die Menschheit noch einmal scheitern und es nicht schaffen wird, weltweit angemessene Lebensbedigungen zu gewährleisten.

Welche Zukunftsszenarien sind möglich? Es werden Zukunftschancen und -risiken beschrieben und mögliche Maßnahmen skizziert, die über die gegenwärtigen oberflächlichen und kosmetischen Veränderungsversuche hinausgehen.

Die Konferenz "Learning From the Futures" wird auf Englisch abgehalten. Auf Tschechisch folgt die Veranstaltung "Sustainable Development, Realistic Chance or Fiction" vom 7. bis 8. September. Für weitere Informationen hierzu klicken Sie bitte auf: PDF (Tschechisch) .

Ort: Palacky University
 

Treffen der Global Marshall Plan Regionalgruppe Steyr-Kirchdorf

08.09.2010 14:00 Uhr (Ortszeit)
Schlierbach


Wir machen weiter!

Nächstes Regionalgruppentreffen ist am 8. September 2010 um 14 Uhr in der SPES Zukunftsakademie Schlierbach. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Anmeldung bei Alexander Hader.

 

 

Mobil statt Automobil

20.09.2010 17:00 Uhr (Ortszeit)
Wien


Nachhaltig mobil im ländlichen Raum

 

Mobilität ist in unserer Gesellschaft sowohl Notwendigkeit als auch Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig entfallen auf den Güter- und Privatverkehr rund ein Viertel der klimaschädigenden Treibhausgasemissionen, der Verkehrssektor ist außerdem für einen Hauptanteil des Feinstaubausstoßes sowie einen hohen Flächenverbrauch verantwortlich. Aus diesem Spannungsfeld ergeben sich Fragen, die eine nachhaltige Verkehrspolitik beantworten muss: Welche Mobilitätskonzepte sind zukunftsfähig? Welche Rolle soll der öffentliche Personenverkehr spielen – vor allem im ländlichen Raum, in dem zeitgemäße Mobilität ohne eigenen PKW oft nicht möglich erscheint. Kann das Schweizer-Bahn-Modell im?Sinne eines Gesamtverkehrskonzeptes in mancher Hinsicht als Vorbild dienen?

Im Dezember vergangenen Jahres stellte das Ökosoziale Forum sein neues Programmpapier „Ökosoziale Marktwirt­schaft – für eine zukunftsfähige Gesellschaftsordnung“ vor. Der im Vorjahr gestartete Diskussionsprozess wird in der Veranstaltungsreihe „Ökosoziale Marktwirtschaft im Gespräch“ mit zentralen Themen für eine zukunftsfähige Gesellschaft weitergeführt. Dabei kommen PolitikerInnen, WissenschafterInnen, ExpertInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft zu Wort.

Ort: Raiffeisenforum, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien

 

Aufbruch! 5. Festspiele des Denkens 2010

03.10.2010 10:00 Uhr (Ortszeit) - 03.10.2010 10:40 Uhr (Ortszeit)
Weimar


Felix stellt Plant-for-the-Planet vor

 

Felix stellt bei den 5. Festspielen des Denkens 2010 Plant-for-the-Planet vor. Der Vortrag findet im Festsaal Stadtschloss, Burgplatz 4 in Weimar statt.

Die Veranstaltung ist kostenpflichtig. Die Anmeldung ist unter www.weimarervisionen.de möglich.

 

 

Plant-for-the-Planet Akademien 2013

12.01.2013 - 31.12.2013 23:59 Uhr (Ortszeit)
Deutschland, Schweiz und Österreich


Jetzt anmelden und Botschafter werden! - Kinder (8-14 Jahre) und Jugendliche (15-21 Jahre)

 

Die Winterpause dient zum Energie sammeln, denn die erste Aakdemie 2013 findet bereits im Januar statt!

Die Plant-for-the-Planet Akademien sind als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet – ein Bildungskonzept, das Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermittelt. Denn wir müssen lernen: Mein heutiges Handeln hat Einfluss auf das Leben meiner Kinder und auf das Leben von Menschen in anderen Weltregionen. Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, dieses Bildungskonzept zu stärken.

Akademie zum Botschafter für Klimagerechtigkeit (8-14 Jahre):
Auf der Akademie zum Botschafter für Klimagerechtigkeit beschäftigen sich 8-14 Jährige mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise. Ihr erfahrt, was jeder tun kann, lernt Vorträge zu halten, pflanzt Bäume und plant erste eigene Aktionen. Zum Abschluss der Akademie werdet ihr zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ernannt und erhaltet ein großes Informationspaket. Damit wird das Mitmachen kinderleicht und ihr könnt zu Hause und in der Schule gleich loslegen. Die Teilnahme und Verpflegung sind für die Kinder kostenlos!

Akademie zum Zukunftsbotschafter, „Schwerpunkt Verhandlungsführung“ (15-21 Jahre):
Die Akademie zum Zukunftsbotschafter, „Schwerpunkt Verhandlungsführung“ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15-21 Jahren, die sich damit beschäftigen, den Plant-for-the-Planet 3-Punkte-Plan in die Realität umzusetzen. Während der Akademie erarbeitet und übt ihr zu überzeugen, zu argumentieren sowie den Umgang mit Wiederstand. Die Teilnahme und Verpflegung sind für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kostenlos.

Folgende Akademien sind 2013 bisher geplant:

12.01.2013     Deutschland, Lübeck (Alter: 8-14)
09.03.2013     Deutschland, Gelsenkirchen (Alter: 8-14)
13.04.2013     Deutschland, Garbsen (Alter: 8-14)
13.04.2013     Deutschland, Oer-Erkenschwick (Alter: 8-14)
20.04.2013     Deutschland, Ludwigsburg (Alter: 8-14)
20.04.2013     Deutschland, Dülmen (Alter: 8-14)
20.04.2013     Deutschland, Unterhaching (Alter: 8-14)
20.04.2013     Deutschland, Readevormwald (Alter: 8-14)
27.04.2013     Detuschland, Garmisch (Alter: 8-14)
27.04.2013     Detuschland, Kronberg (Alter: 8-14)
27.04.2013     Detuschland, Gilching (Alter: 8-14)
27.04.2013     Detuschland, Dornstadt (Alter: 8-14)
11.05.2013     Deutschland, Rattenkirchen (Alter: 8-14)
04.06.2013     Deutschland, Denkendorf (Alter: 8-14)
08.06.2013     Österreich, Feldkirch (Alter: 8-14)
21.09.2013     Deutschland, Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Alter: 8-14)
28.09.2013     Deutschland, Bielefeld (Alter: 8-14)
12.10.2013     Deutschland, Aachen (Alter: 8-14)

Eine Übersicht aller feststehenden Termine findet sich auf unserer Internetseite. Weitere Termine sind in Planung und werden zeitnah auf unserer Internetseite und im Newsletter bekannt gegeben.

Reservieren Sie frühzeitig einen Platz für Ihre Kinder und Schüler, indem Sie am besten schon heute die kostenlose Online-Anmeldung vornehmen.
Erzählen Sie doch auch Freunden, Bekannten und Kollegen von der Akademie und kommen Sie mit Ihren Kindern bzw. Schülern gemeinsam zur Veranstaltung. Besonders zur Abschlussveranstaltung einer jeden Akademie sind Eltern, Lehrer, Freunden und Interessierten herzlich eingeladen.

Die Kinder wollen sich gegenseitig "empowern". Das Plant-for-the-Planet Sekretariat stellt den Kindern Bildungsmaterial über die Klimakrise zur Verfügung. Das ist nur dank Spenden möglich. Jeder noch so kleine Betrag zählt. Hier können Sie spenden.

 






News-Redaktion
Global Marshall Plan Foundation
Helge Bork (V.i.S.d.P.R.), Andreas Huber

Global Marshall Plan Foundation
Koordinationsbüro
Ferdinandstraße 28-30
D-20095 Hamburg
www.globalmarshallplan.org
office@globalmarshallplan.org


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