Newsletter 12 / 2009

Frohe Festtage!
The Story of Cap and Trade
- Meinung -
Märkte für Menschen
Klimawandel: "Für uns Kinder eine Frage des Überlebens"
Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz der neuen Bundesregierung
Beschluss der EKD-Synode zu Deutschlands klimapolitischer Verantwortung
- Global Marshall Plan lokal-
Kinder leisten einen Beitrag zur Klimagerechtigkeit
- Studium und Weiterbildung-
Masterarbeitenportal "Go EcoSocial" gestartet
ThinkCamp Gründung geplant
- Plant-for-the-Planet -
"Wenn in Kopenhagen nichts passiert, gehen wir auf die Straße!"
China unterstützt "Stop Talking. Start Planting."
Stehende Ovationen für Kinder
Umweltpreis für die tausend Klimabotschafter von Plant-for-the-Planet
Alternativer Nobelpreisträger über das Öko bei Ökonomie
Eigene Stiftung für die Kinder
- Veranstaltungsnachlese -
Round Table zum Thema Recht auf Nahrung
Wirtschaftliche Chancen und Risiken des Klimaschutzes
What taxation for a low carbon economy?
- Aus den Medien -
Pressespiegel
 




Neuigkeiten

Frohe Festtage!

Unsere Erreichbarkeit zum Jahreswechsel

Liebe Freunde und Förderer der Global Marshall Plan Foundation,

ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu. Hoffen wir, dass sich die Regierungschefs der 192 Länder in Kopenhagen zu einem Weltvertrag basierend auf Klimagerechtigkeit verständigen können. Geprägt war 2009 aber auch von den wirtschaftlichen Entwicklungen, sowohl national als auch international.

Wir wünschen Ihnen, dass es Ihnen trotz allem gelingt, die Adventszeit zur Besinnung und Konzentration auf das, was Ihnen wichtig ist, zu nutzen. Wir möchten in einem kleinen Rückblick auf einige der Themen hinweisen, die die Arbeit unsere Stiftung und Initiativen in diesem Jahr stark geprägt haben und die alle der Aufklärung und Bewusstseinsbildung dienen.

Die Ideen des Global Marshall Plan werden durch Aktivitäten auf nationaler und EU-Ebene weiter verbreitet. Die lokalen und regionalen Gruppen sind sehr aktiv und arbeiten gut mit den Ökosozialen Foren in Deutschland und Österreich zusammen. Sie organisieren z.B. Filmreihen, Stände auf Veranstaltungen oder Pflanzaktionen. In hunderten von Vorträgen und mit dem Versand tausender Bücher haben wir die Multiplikation der Themen unterstützt.

Die Global Marshall Plan Academy hat im Mai den ersten Lehrgang mit 20 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich erfolgreich abgeschlossen. Der zweite Durchgang startete Ende November in Hamburg. Neben der Hansestadt sind Augsburg, Schlierbach und Wien weitere Stationen der Ausbildung zum Global Marshall Plan Multiplikator.

Wir freuen uns, dass unserer Unterstützer auch in Krisenzeiten unsere Arbeit für eine Welt in Balance auch finanziell unterstützen, und die Zahl unserer Abonnenten kontinuierlich steigt.

Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet hat bisher gut 1000 Kinder zwischen neun und 13 Jahren zu Klimabotschaftern ausgebildet. Neben Akademien in Deutschland und Österreich fand im November die erste Ausbildung dieser Art in China statt. Die Schüler werden zu immer mehr Veranstaltungen als Redner eingeladen, wo sie ihr Anliegen in beeindruckender Weise vortragen. Beispiele von Clara, Felix und Liam finden Sie auf Youtube unter dem Suchwort Plant-for-the-Planet.

Mit "Stop talking. Start planting." haben wir die erst weltweite Kampagne gestartet. An ihr beteiligen sich neben ca. 60 prominente Persönlichkeiten auch über 160 Kinder aus aller Welt. Nach der Vorstellung der Idee auf verschiedenen internationalen Foren, kleben nun auch die ersten Plakate in Hamburg. Dem werden hoffentlich viele weitere Orte folgen. Auf plant-for-the-planet.org können Sie ebenso die Motive anschauen wie auf facebook.

Beim World Commons Forum in Salzburg boten wir mehr als 100 Teilnehmern ein Forum zum Austausch über Global Commons Themen und damit verbundenen konkreten Projektideen. Aus dem Umfeld der Global Marshall Plan Initiative wurde durch Franz Fischler und Alexander Hader ein Projekt zur Ökosozialen Marktwirtschaft vorgestellt, Peter Hesse erarbeitete in seinem Workshop Ideen zur Reform von ECOSOC. Franz Fischler, Vittorio Prodi und Ernst Ulrich von Weizsäcker inspirierten die Teilnehmer zudem mit Reden zum Lunch oder Dinner. Eine Weiterführung und der Ausbau des Konzepts mit verschiedenen Partnern ist eine der Herausforderungen für das neue Jahr.
Aber auch Projekte, die nicht vorgestellt werden konnten, wurden bei der Veranstaltung informell weiterentwickelt. So konnte z. B. das Ökosoziale Studierendenforum einige Teilnehmer für die Ökosoziale Masterarbeitenbörse gewinnen.

Wir hoffen, dass wir in einem Jahr auch wieder auf eine so große Fülle interessanter Aktivitäten aus der Initiative zurück blicken können.


Das Team der Global Marshall Plan Foundation wünscht Ihnen frohe Feiertage und ein friedliches und gesundes neues Jahr!


Das Koordinationsbüro bleibt vom 24.12.2009 - 06.01.2010 geschlossen.
In dringenden Fällen sind wir unter 040 822 90 420 erreichbar.


Bildquelle: © Günter Havlena / PIXELIO
 

 

 

 

The Story of Cap and Trade

Ein kurzweiliger Film, der das Prinzip von "Cap and Trade" mit vielen Fakten erklärt

 

 

- Meinung -

 

 

 

 

Märkte für Menschen

Interview mit Franz Josef Radermacher von Armin Jelenik (Nürnberger Nachrichten)

1. "Märkte für Menschen" lautet das Motto der ConSozial. Sind menschliche Märkte angesichts der Weltwirtschaftskrise und entfesselter Marktmächte nicht inzwischen eine Illusion?

In der Tat hat die ungenügend regulierte Globalisierung der letzten zwei Jahrzehnte neben Fortschritten für einige die Situation für viele Menschen eher verschlechtert. Die aktuelle Weltfinanz- und -wirtschaftskrise ist in der Sache eine Bankrotterklärung für die marktradikale Philosophie sogenannter freier Märkte. Es gilt jetzt, die weltökonomischen Prozesse zu zivilisieren: ökosozial statt marktradikal.

2. Haben wir aus dem Desaster die richtigen Schlüsse gezogen?

Das muss sich noch klären. Im Moment findet ein verdecktes Ringen zwischen den Machtzentren des Finanzkapitals und den Regierungen der Welt, soweit sie Ideen der sozialen Balance, national und international, vertreten, statt. Der Ort des Handelns auf Weltebene ist jetzt vor allem die G20. Es gibt hoffnungsvolle Zeichen, so das Vorgehen der G20 gegen Steuerparadiese oder z. B. die Verfolgung von Insiderhandel an Börsen durch die US-Aufsicht als Bandenkriminalität. Aber ob das ausreichen wird, ist alles andere als klar. Die Gegenseite bewegt sehr viel Geld, auch in den politischen Prozess hinein, und hat deshalb sehr viel Einfluss.

3. Nicht nur in armen Ländern, sondern auch in Deutschland klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Was würde die von Ihnen favorisierte weltweite ökosoziale Marktwirtschaft für die sozialen Sicherungssystem hierzulande bedeuten?

Eine Ökosoziale Marktwirtschaft, die insbesondere weltweit etabliert werden müsste, würde insbesondere die grenzüberschreitenden Wertschöpfungsprozesse und den Finanzsektor substantiell besteuern und die Finanzoasen schließen bzw. einhegen. Nach unseren Untersuchungen ist hier weltweit ein zusätzliches jährliches Steueraufkommen von bis zu 2.000 Milliarden Dollar erschließbar. Das würde nicht nur ausreichen, um die Staaten zu entschulden, es würde auch einen Rückbau der steuerlichen Belastungen im Mittelstand und eine bessere Ausstattung der sozialen Sicherungssysteme hierzulande und weltweit ermöglichen.

4. Sehen Sie Ansätze für eine Reform hin zur ökosozialen Marktwirtschaft im Koalitionsvertrag von Union und FDP?

Die Unterschiede zwischen der neuen und der bisherigen Regierung sind viel kleiner, als die öffentliche Debatte dies vermuten lässt. Unsere Regierungen bemühen sich, trotz erheblichem Druck aus weltweiten Prozessen und trotz der sehr verschärften Schuldensituation in der Folge der Weltwirtschafts- und Weltfinanzkrise die sozialen Systeme im Wesentlichen zu erhalten. Zu großen Verbesserungen fehlt das Geld. Eher geht es darum, Verschlechterungen zu vermeiden. Die Zukunftsfrage entscheidet sich auf globaler Ebene, etwa bei den G20 und in Europa. Ich hoffe sehr und gehe davon aus, dass Frau Merkel ihre gut durchdachte internationale Agenda weiter verfolgen wird. Hier fallen in den nächsten Jahren die wichtigsten Entscheidungen.

5. Wir haben Milliarden in die Rettung der Banken und die Stützung der Konjunktur gesteckt. Woher soll das nötige Geld kommen, um den von Ihnen propagierten Global Marshall Plan zu finanzieren?

Wir brauchen Mittel für die Umsetzung eines Global Marshall Plan, wir brauchen ebenso Mittel zur Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme in unserem und in anderen Ländern. Der Schlüssel ist einerseits ein Umbau unserer industriellen Gesellschaft in Richtung eines Global Green New Deal, zum anderen wie schon erwähnt die Besteuerung weltweiter Wertschöpfungsprozesse und vor allem des Weltfinanzsystems. Anders ist eine mit den Gedanken des Umweltschutzes und des sozialen Ausgleichs kompatible Entschuldung der Staaten nicht möglich. Wir nähern uns ansonsten entweder dem Finanzkollaps der Staaten oder aber der Brasilianisierung der Welt. Letzteres bedeutet die massive Verschlechterung des Lebensstandards bei 98 % der Bevölkerung der OECD-Staaten, ein Horrorszenario, das potentiell Krieg und Bürgerkrieg zur Folge haben kann.

6. Der weltweite Klimawandel wird eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft sein. Welche Beschlüsse müssen Ihrer Meinung nach beim Weltklimagipfel der UN fallen?

Die aktuellen Verlautbarungen sowohl des Club of Rome wie auch des Friedensnobelpreisträger-Gipfels machen deutlich, dass die Probleme im Klimabereich noch viel gravierender sind, als sie bisher international politisch diskutiert werden. Das, was in Kopenhagen adressiert wird, ist mit ziemlicher Sicherheit nicht ausreichend. Und selbst das werden wir in Kopenhagen nicht in Beschlüsse gießen können. Ich rechne mit einem rechtlich verbindlichen Rahmen für die Post-Kyoto-Zeit erst für Ende 2012. Wie bei Tarifverhandlungen werden die Kompromisse erst im letzten Moment erreicht oder überhaupt nicht. Erforderlich ist mittelfristig ein globales Cap-und-Trade-System, das wohl dem Prinzip der Klimagerechtigkeit genügen muss. Der Weg dorthin ist unterschiedlich ausgestaltbar. Aber es ist zu befürchten, dass die Kompromissbereitschaft der Regierungen, vor allem der reichen Welt, nicht ausreichen wird, diesen Schritt zu tun. In der Folge werden wir als Weltgemeinschaft die Klimakatastrophe weiter aktiv befördern. Und die meisten Menschen werden irgendwann einen hohen Preis dafür zahlen.

7. Eine Schlüsselrolle kommt US-Präsident Barack Obama zu, von dem sich allerdings derzeit viele enttäuscht abwenden. Greenpeace hat ihn schon als "Versager" bezeichnet. Sehen Sie ihn ähnlich kritisch und was ist von ihm auf dem Klimagipfel zu erwarten?

Präsident Obama ist ein Glücksfall für die Menschheit und für die USA. Der Unterschied zu seinem Vorgänger könnte kaum größer sein. Und es hilft der Herausbildung eines Weltbewusstseins, dass ein US-Präsident Positionen in der Weise vertritt, wie er das tut. Eine ganz andere Frage ist, was er als Präsident durchsetzen kann. Die Regierung Clinton/Gore hatten den Kyoto-Vertrag unterschrieben. Ratifiziert wurde er nie, da stand der US-Kongress dagegen. Und mit dem Kongress muss auch Präsident Obama zurecht kommen - nicht nur beim Klima, sondern auch im Gesundheitssektor, im Finanzsystem, in der Automobilbranche und bezüglich all der anderen Themen, z. B. der exorbitanten Staatsverschuldung, die mit der aktuellen Weltwirtschafts- und Weltfinanzkrise verknüpft sind. Wir sollten nicht den Stab über Präsident Obama brechen, wir sollten hoffen und dazu beitragen, dass er soviel wie möglich von seiner Agenda verfolgen kann, in einer Situation, die objektiv extrem schwierig

 

 

Klimawandel: "Für uns Kinder eine Frage des Überlebens"

Diskutieren Sie mit auf diegesellschafter.de



Vor dem Klimagipfel: Russland verkündete ambitionierte Ziele, Amerika nennt erstmals Zahlen und auch China will beim Klimaschutz mitmachen. Nach aufkeimender Zuversicht dämpfen jetzt wichtige Entwicklungsländer die Hoffnung auf verbindliche Regelungen zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes: "Schwellenländer dringen vor Klimagipfel auf mehr Hilfen" und fordern Geld von den Reichen, meldet REUTERS aktuell. Ein milliardenschwerer Klimafonds soll es jetzt richten – "aber selbst wenn wir alle Zusagen zusammenrechnen, sind wir nicht da, wo wir sein sollten", zitiert DIE ZEIT den EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Der 12jährige Felix Finkbeiner fordert deshalb vollen Einsatz für unser Klima, und geht mit gutem Beispiel voran.

Lesen Sie Felix' Beitrag und die Kommentare dazu

Teaserbild: diegesellschafter.de

 

 

Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz der neuen Bundesregierung

Eine Stellungnahme von Lorenz Jarass

Der Finanzausschuss des Dt. Bundestags hat sehr kurzfristig für den 30. November 2009 eine öffentliche Anhörung anberaumt zum Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und FDP „Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz)", Drucksache 17/15.

Anbei meine schriftliche Stellungnahme:

(1) Eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen ist unabdingbar zur Erhöhung des Inlandskonsums, eine der wesentlichen Grundlagen für zukünftiges Wachstum und Beschäftigung. Die geplante Entlastung von Arbeitnehmern und von Familien ist sinnvoll, aber die Art der geplanten Erhöhung des Kindergelds ist unsozial.

(2) Konzerne und Verkäufer von Unternehmen werden entlastet, kleine und mittlere Unternehmen werden mit wolkigen Versprechungen zum Bürokratieabbau abgespeist.

(3) Die geplante Abschaffung der Erbschaftssteuer für Firmenerben ist toll für die Erben, schlecht für die aktiven Unternehmen und ihre Mitarbeiter, die entsprechend höhere Steuern und Abgaben bezahlen müssen. Sieht so ein vernünftiges Programm für Wachstum und Beschäftigung aus? Verbesserte Abschreibungsbedingungen statt Abschaffung der Erbschaftssteuer wäre die bessere Alternative.

(4) Wer wird all die Wohltaten bezahlen? Statt durch eine angemessene Besteuerung von Vermögen und Erbschaften Entlastungen für die kleinen Leute zu ermöglichen ohne den Haushalt zu ruinieren, sollen die kleinen Leute zukünftig für ihre soziale Absicherung höhere Beiträge bezahlen.

Ihr L. JARASS

Zur Stellungnahme als pdf

Bildquelle: © Dieter Schütz / PIXELIO

Beschluss der EKD-Synode zu Deutschlands klimapolitischer Verantwortung

"Countdown to Copenhagen"

Beschluss zum Klimawandel der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland auf ihrer 2. Tagung zum Klimawandel

(1) Die Synode bittet den Rat der EKD, gegenüber der Bundesregierung nachdrücklich dafür einzutreten, dass Deutschland seine nationale und europäische klimapolitische Verantwortung anerkennt. Die Bundesregierung möge sich daher bei der bevorstehenden 15. UNFCCC Vertragsstaatenkonferenz in Kopenhagen verbindlich verpflichten,

- die Treibhausgasemissionen Deutschlands bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Basisjahr 1990 um mindestens 40% zu reduzieren, wobei die Reduktion weitestgehend durch Einsparungen in Deutschland selbst erfolgen soll und sogenanntes "Off-Setting" (d.h. die Anrechnung von Einsparungen, die vermittels deutscher Finanzierung in Entwicklungsländern erbracht werden) nicht wesentlich auf die Minderungsziele angerechnet werden sollte;

- sich auf nationaler und internationaler Ebene in einer der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechenden Form an den Kosten zu beteiligen, die für Anpassungsmaßnahmen in vom Klimawandel betroffenen Entwicklungsländern heute und künftig anfallen, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels abzufedern, um Katastrophenrisiken durch Prävention zu reduzieren, um Versicherungsinstrumente zum Schutz vor Klimarisiken etwa für die Landwirtschaft einzuführen und um die Verwirklichung der elementaren Menschenrechte wie etwa die Rechte auf Nahrung, Wasser, Wohnen und Gesundheit nicht klimabedingt zu gefährden;

- in enger Abstimmung mit den betroffenen Ländern - etwa der Südpazifikregion - geeignete Maßnahmen zu ergreifen und finanzielle Mittel bereit zu stellen, damit Menschen, deren Existenzgrundlage durch den Klimawandel so stark gefährdet wird, dass Anpassungsmaßnahmen keinen Schutz mehr bieten, entschädigt werden und ihnen neue Lebensperspektiven ermöglicht werden.

- die für die o.g. Maßnahmen zu Klimaschutz, Anpassung, Kompensation und Rehabilitation in Entwicklungsländern notwendigen Mittel  zusätzlich zu den zugesagten Mitteln für die Entwicklungszusammenarbeit (ODA) bereitzustellen.

(2) Die Synode bestätigt die Landeskirchen in ihren vielfältigen Aktivitäten zum Klimaschutz, insbesondere zur Reduktion von CO2-Emissionen. Sie bittet alle Landeskirchen, dazu ehrgeizige und wirksame Selbstverpflichtungen einzugehen und umzusetzen.

Die Synode begrüßt die internationale Kampagne "Countdown to Copenhagen" und ruft die Mitgliedskirchen dazu auf, auf allen Ebenen diese Kampagne besonders zu unterstützen.

Ulm, 29. Oktober 2009
Die Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland
Katrin Göring-Eckardt
Die Veröffentlichung der Beschlüsse erfolgt unter dem Vorbehalt der endgültigen Ausfertigung durch die Präses der Synode!

Bildquelle: © RainerSturm / PIXELIO

- Global Marshall Plan lokal-

 

 

 

 

Kinder leisten einen Beitrag zur Klimagerechtigkeit

Global Marshall Plan Lokalgruppe Schweinfurt pflanzt mit Schülern

Ca. 80 Kinder aus drei Schweinfurter Schulen haben zusammen mit dem städtischen Forstamt und der Lokalgruppe der Global Marshall Plan Initiative ca. 700 Bäume im Schweinfurter Kreis gepflanzt. Damit unterstützen sie die Aktion Plant-for-the-Planet.



Die Pflanzaktion und die Hintergründe dazu wurden im Vorfeld im Schulunterricht und durch Pflanzbotschaftern vermittelt. So konnten die Kinder den Zusammenhang zwischen Baumpflanzung und Klimaschutz nachvollziehen. Mit dieser Aktion werden die Kinder für das Thema sensibilisiert und zu umweltbewusstem Verhalten herangeführt.



Die Schweinfurter Firma SenerTec, die ökologische Minikraftwerke für Haushalte herstellt, unterstützte die Aktion mit einer großzügigen Spende. Viele Schulkinder haben ebenfalls von ihrem Taschengeld gespendet und Umweltminister Röttgen einen Brief geschrieben und um seine Mithilfe für den Umweltschutz gebeten.


Klicken Sie auf den Brief, um zu einer großen Ansicht zu gelangen.

Bericht: Geogia Drescher

- Studium und Weiterbildung-

 

 

 

 

Masterarbeitenportal "Go EcoSocial" gestartet

Von makroökonomischen Forschungsfragen bis hin zu konkreten Problemstellungen aus dem unternehmerischen Umfeld

www.go-ecosocial.at ist seit dem 30.11. online!

Kern des Projekts mit dem Titel "Go EcoSocial" ist eine webbasierte Plattform für Masterarbeiten. Das ÖSSFO (Ökosoziales Studierendenforum) akquiriert Themen von ProfessorInnen, Unternehmen und Organisationen, vermittelt diese an Studierende und übernimmt die Koordinationsfunktion.



Das Spektrum reicht von makroökonomischen Forschungsfragen bis hin zu konkreten Problemstellungen aus dem unternehmerischen Umfeld. Ziel ist es, junge Menschen für Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren und Perspektiven für eine krisenfeste, nachhaltige Wirtschaftsordnung zu entwickeln.

Wir würden uns freuen, im Rahmen unseres Masterarbeiten-Portals Ihre Forschungsfrage an interessierte, engagierte Studierende weiterzugeben.

Kontakt:
Bettina Hellein
Ökosoziales Studierendenforum
www.oessfo.at
Bettina.Hellein@oessfo.at
+43 650 6574657
 

 

 

ThinkCamp Gründung geplant

Genossenschaft ab April 2010

Die ThinkCamp Initiative, die auf dem Global Commons Forum in Berlin gestartet wurde, plant am 22. April 2010 die Ausgründung aus der Global Marshall Plan Foundation in eine neu zu gründende, gemeinnützige Genossenschaft.

Unter dem Mantra Innovators for Sustainability sollen in Camps, bei Wandergesprächen und in Dialogen die Vorgehensweisen beim nachhaltigen Wirtschaften aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und vertieft werden. Die Entrepreneur-, Intrapreneur- und Führungsprogramme richten sich an Gründer und Unternehmen, die ihre Produkte und Prozesse nachhaltig ausrichten wollen und gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten diesen Prozess umsetzen möchten.

ThinkCamp sucht Mitstreiter und Mitgründer für die Aktivitäten der Genossenschaft. Diese können Unternehmen und Menschen sein, welche die Arbeit von ThinkCamp unterstützen oder aktiv mitwirken wollen. Interessierte kontaktieren bitte Johannes.Pfister@thinkcamp.eu

Johannes Pfister
Wolframstrasse 9c
86161 Augsburg
Deutschland
Telefon +49 (821) 568 57-25

 

 

- Plant-for-the-Planet -

 

 

 

 

"Wenn in Kopenhagen nichts passiert, gehen wir auf die Straße!"

Kinder lösten Versprechen ein

Gedanken der Kinder zu Kopenhagen:

"Die Kinder aus den ärmeren Ländern sagen, dass ihre Regierungen in Kopenhagen mitmachen werden und einen Vertrag unterschreiben werden, dass sie keine Kohle, kein Erdgas und kein Erdöl mehr verbrennen und nur noch mit moderner Technik ohne Emissionen leben werden. Sie sind aber selbst natürlich zu arm, um die Technik selbst zu kaufen. Also müssen die Regierungen der reicheren Länder ihnen das Geld dazu geben. 

Als die Banken Geld brauchten haben die Regierungen der reichen Länder viele, viele Milliarden Geld ausgegeben, um die Bänker zu retten. Das Geld für die Banken haben sie nicht einmal selber gespart, sondern bei uns Kindern geliehen, d.h. wir müssen diese Schulden zurückzahlen, wenn wir groß sind.

Wenn wir Kinder den Erwachsenen genauso wichtig sind, wie die Bänker, dann müssten die Erwachsenen doch jetzt für die Klimaverhandlungen noch einmal genauso viel Geld von uns leihen, um diesmal uns Kinder zu retten!

Wenn uns Kindern niemand hilft und den Erwachsenen die Bänker wichtiger sind als wir Kinder, dann müssen wir Kinder aus der ganzen Welt auf die Straße gehen und für unsere Zukunft demonstrieren!"

Als Obama und Jintao die Erwartungen an Kopenhagen auf dem APEC-Treffen am 15. November in Singapur reduzierten, setzten die Kinder ihr Versprechen in die Tat um. Klimabotschafter aus Berlin und und Osterholz-Scharmbeck kamen extra nach Hamburg, um ihre Kollegen dort zu unterstützen und  demonstrierten vergangenen Montag gemeinsam im Innenhof des Hamburger Rathauses für ihre Ziele. Anlass war die Verleihung des B.A.U.M. Umweltpreises an Plant-for-the-Planet. Die Schülerinitiative war Preisträgerin in der Kategorie Jugend.

Gegen 13:30 Uhr begann die eindrucksvolle Aktion, über die viele Medien berichteten.



Die mehr als 50 Kinder machten deutlich, dass es ihnen nicht egal ist, was mit unserem Planeten passiert, und forderten die Erwachsenen und ganz besonders die Entscheider auf, endlich zu handeln statt immer nur zu reden.

"Die Gier und die Tatenlosigkeit der Erwachsenen zerstören unsere Zukunft", sagt die 14-jährige Martha aus Berlin und weiter "deshalb gehen wir Kinder auf die Straße. Als nächstes werden wir in Berlin demonstrieren!"

Mit der Kampagne "Stop talking. Start planting." rufen Felix und hunderte weitere Klimabotschafter von Plant-for-the-Planet die Erwachsenen zum Handeln auf. Unterstützt werden sie durch pro­minente Persönlichkeiten aus aller Welt: Darunter die beiden Friedens­nobel­preis­trä­ger Wangari Maathai und Muhammad Yunus, Michael Otto und Gesine Schwan oder der chinesische Popstar Wei Wei.

Hier geht es zum Video von Sat 1

 

China unterstützt "Stop Talking. Start Planting."

Die chinesische Regierung, der Superstar Wei Wei, Felix und 70 Schüler bekräftigen die chinesisch-deutsche Freundschaft


Chinas Forstminister Jia Zhibang unterstützt die Kinder bei ihrem engagierten Einsatz für ihre Zukunft

China pflanzt die meisten Bäume auf der Welt. Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Forstbereich ist langjährig und außerordentlich gut. Die Plant-for-the-Planet Freundschaft des chinesischen Superstars Wei Wei mit Felix bildet heute bereits eine weitere starke Ost-West-Achse. Als der chinesische Forstminister Jia Zhibang Felix persönlich einlud auf ein internationales Treffen des UN-Waldforums nach Guilin, China sagte auch Wei Wei spontan ihr Kommen zu. 150 Experten aus Regierungen, Zivilgesellschaft und Unternehmen sowie aus mehreren Dutzend Ländern nahmen an diesem Treffen teil. Unter dem Motto Wälder für Menschen tauschten die Fachleute weltweit ihre Erfahrungen aus, wie sie mehr Bewusstsein schaffen können für nachhaltige Forstwirtschaft, kurz: wie sie mehr Bäume pflanzen können. "Herr Felix Finkbeiner von der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet und die berühmte Sängerin und Umweltbotschafterin Wei Wei sprachen spezielle Grußworte" stand im offiziellen Abschlussdokument der Konferenz.



Wei Wei (rechts) und Felix hatten ein sechs-Augen-Gespräch mit der stellvertretenden chinesischen Forstministerin Yin Hong (links) und besprachen, wie die Kinder die Ost-West-Zusammenarbeit ausbauen können.



Der Höhepunkt des Chinabesuches für Felix war der Besuch der Schule Nr. 1 in der Fünf-Millionen-Stadt Guilin zusammen mit Wei Wei. Felix rief die Kinder zur Zusammenarbeit auf. "Lasst uns ein weltweites Netzwerk aufbauen!" sagte er. Die 70 Kinder waren begeistert. Als ein Zeichen der Zusammenarbeit pflanzten sie zusammen 26 Bäume auf ihrem Schulhof.



Mehrere Zeitungen berichteten ausführlich auf den Titelseiten.


Guilin Daily Evening (19.11.) Guilin Daily (20.11.)

Das Fernsehen berichtete 90 Sekunden in den Nachrichten.
Zur Nachrichtensendung des Besuchs an der Schule Nr. 1

Die deutsch-chinesische Freundschaft hat eine weitere starke Verbindung bekommen – die Kinder!

Mehr über Wei Wei (englisch)

 

 

 

Stehende Ovationen für Kinder

Klimabotschafter begeistern Erwachsene

Während des Vision Summit am 8. November trafen sich in einem der Räume des Henry-Ford-Baus der FU Berlin rund 70 Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren, um sich von anderen Kindern der Plant-for-the-Planet Schülerinitiative auf einer Akademie zu Klimabotschaftern ausbilden zu lassen. Was sie gelernt haben, um Jugendliche und Erwachsene zum Bäumepflanzen zu motivieren, konnten sie mit größtem Erfolg bereits während des Vision Summit zeigen.

Bei der Klimabotschafter-Ausbildung lernen die Kinder und Jugendlichen, bei Veranstaltungen als Vortragende aufzutreten und selbstbewusst zum Mitmachen beim Pflanzen von jeweils mindestens einer Million Bäume in jedem Land der Welt zu mobilisieren.

Während der Akademie, als die Kinder noch unter sich waren, fragte ein Kind: "Nehmen Dich die Erwachsenen denn überhaupt ernst, wenn Du mit ihnen sprichst?" Felix darauf trocken: "Ja!" Die Kinder sollten die Antwort wenig später von den Erwachsenen selbst bekommen.

Am Ende des zweiten Podiums beim Vision Summit, als zuvor u.a. Nobelpreisträger Muhammad Yunus, Franz Alt, Gesine Schwan und Michael Otto über Social Business und Klimakrise diskutierten, konnten sie das Gerlernte vor 1.200 Konferenzteilnehmer unter Beweis stellen.

Felix Finkbeiner trat auf die Bühne und legte gleich los: "Zukunft bedeutet für Euch 20, 30 oder 40 Jahre Zukunft, für uns sind es 70 oder 80 Jahre. Ob der Meerwasserspiegel in diesem Jahrhundert um 1, 2 oder 3 Meter steigt ist für Euch eine akademische Frage, für uns ist es eine Frage der Überlebens!"



Der Umstand, dass die Kinder in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen wollen und so ihre Zukunft in die eigenen Hände nehmen, begeisterte die Erwachsenen. Nach der Vorstellung der Kampagne "Stop Talking. Start Planting." hielt es niemanden mehr auf dem Sitzen: Alle erhoben sich und ehrten den Mut und die Entschlossenheit der Kinder.


Klimabotschafter Felix, Max und Ben

Gesine Schwan, Muhammad Yunus, Michael Otto, Franz Alt und viele andere ließen sich sofort von Fotograf Thomas Rosenthal für die Kampagne fotografieren, um die Kinder bei ihrer Arbeit zu unterstützen.




Die Berliner Schüler sind aber auch außerhalb großer Veranstaltungen aktiv. In den letzten beiden Wochen haben sie 33.000 Bäume gepflanzt und sind damit der Erfüllung ihres 100.000-Baum-Versprechens wieder ein großes Stück näher gekommen.

Mehr über die Aktivitäten der Berliner Schüler auf
www.berlin.plant-for-the-planet.org

Die Plant-for-the-Planet Schülerinitiative wird unterstützt von der AVINA-Stiftung, Global Marshall Plan Foundation und dem Club of Rome. Die Kampagne "Stop Talking. Start Planting." entwickelte Leagas Delaney Hamburg für die Kinder.


Teaserfoto: Roger Richter

 

 

Umweltpreis für die tausend Klimabotschafter von Plant-for-the-Planet

Peter Maffay und Michael Stich machen bei "Stop Talking. Start Planting." mit

B.A.U.M. e.V. (Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management) zeichnete die tausend Klimabotschafter in Deutschland am 23.11.2009 mit dem Umweltpreis aus.

Peter Maffay hielt die Laudatio auf die Kinder und sagte, er bewundere die Kinder, dass sie sich schon in so jungen Jahren für die globalen Zusammenhänge engagieren. 

Die Kinder ergreifen das Mikrofon und bitten die Erwachsenen um Mithilfe: "Arbeiten wir zusammen! Wir Kinder haben gute Ideen und Ihr habt gute Kontakte!" ruft Felix den ca. 800 Gästen zu.


Zwanzig Kinder nehmen stellvertretend für die inzwischen über tausend Klimabotschafter weltweit in der Hamburger Handelskammer den Preis entgegen. 


Felix in der von Volker Angres (ZDF) moderierten Diskussionsrunde der Erwachsenen.


Bild: Getty Images / Action Press / Star Press

Felix und Jule (Sophie Juleska-Blunck) aus Osterholz Scharmbeck nahmen die Urkunde stellvertretend für alle Klimabotschafter von Plant-for-the-Planet in Empfang.



Peter Maffay, Michael Stich und viele weitere Persönlichkeiten unterstützen die Kinder bei der Kampagne "Stop Talking. Start Planting."

 
 

 

 

Alternativer Nobelpreisträger über das Öko bei Ökonomie

David Suzuki unterstützt die Kampagne der Kinder

Ökologie ist die Lehre vom Heim, während Ökonomie dessen Management meint. Ökologen versuchen, die Bedingungen zu bestimmen, die Leben ermöglichen. Jede große Entwicklung, jedes neue Programm sollte daher von ökologischen Prinzipien geleitet sein. Also: Geben wir der Ökonomie das Öko wieder zurück. Jetzt, da wir mit mehreren ökologischen Krisen gleichzeitig kämpfen (Klimawandel, Entwaldung, Ausdehnung von Wüsten, Auszehrung der Ozeane, Versäuerung von Böden, Ausrottung von Arten, Luftverschmutzung), verhindert die Ökonomie trotzdem ernsthaftes Handeln.

Man erzählt uns etwa vom Dreiklang aus "Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft" - als ob es sich dabei um einander überlappende Kreise gleicher Größe und Bedeutung handelte. Das ist natürlich purer Unsinn. Die Realität ist, dass die Biosphäre alles ist, ein großer Kreis, innerhalb dessen es einen viel kleineren Kreis gibt, die menschliche Gesellschaft - und innerhalb dieses Kreises gibt es einen nochmals kleineren, die Wirtschaft. Kein innerer Kreis kann danach streben, über den jeweils äußeren hinauszuwachsen.


Quelle: sueddeutsche.de

Der Apfel fällt nicht weit von Stamm. David Suzukis Tochter wurde damals eingeladen auf dem WSSD-UN-Summit in Rio zu sprechen und wurde bekannt als "The girl who silenced the world for five minutes".



Heute ist Severn Suzuki selbst junge Mutter.

Eigene Stiftung für die Kinder

Spenden Sie für die weltweiten Kinderaktivitäten

 

Die Ökosoziale Marktwirtschaft ist in aller Munde. Den Lippenbekenntnissen müssen jetzt konkrete Maßnahmen folgen, d.h. ein Weltvertrag basierend auf Klimagerechtigkeit oder eine weltweite Devisen-Transaktionssteuer. Wir müssen den Druck über Lobby und über Medien massiv erhöhen.



Die Kinder mobilisieren. In den letzten 12 Monaten erreichten sie 1.200 Medienergebnisse. 1.000 „Klimabotschafter“ haben sich in 20 Plant-for-the-Planet Akademien gegenseitig ausgebildet. Als Klimabotschafter verbreiten sie in ihren Vorträgen die Idee von Klimagerechtigkeit, erfahren die Konzepte Verteilungsgerechtigkeit und Weltbürgertum und erkennen am Beispiel der Klimakrise die Vernetzung unserer Probleme und die Notwendigkeit einer Ökosozialen Marktwirtschaft. Bis 2020 wollen wir weltweit in 20.000 Akademien eine Million Kinder ausgebildet haben.


Um die Kinder bei ihren Aktivitäten besser unterstützen zu können, wird Ende dieses Jahres eine eigene Plant-for the-Planet Foundation errichtet. Damit werden die Kinderaktivitäten aus der Global Marshall Plan Foundation verselbständigt. Dabei können Sie aktiv mithelfen:

Spenden Sie den Kindern bitte großzügig auf das
Konto 212 0000 212
BLZ 251 205 10 Sozialbank
oder online

 

 

 

 

- Veranstaltungsnachlese -

 

 

 

 

Round Table zum Thema Recht auf Nahrung

Eine Nachlese

 

Am 7.Oktober beschäftigte sich in Wien eine hochrangige ExpertInnenrunde mit der Fragen zum neuen Zusatzprotokoll zum UN-Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte (kurz: WSK-Pakt), und im Besonderen über den Nutzen dieses Instruments für die Umsetzung des Menschenrechts auf eine ausreichende und angemessene Ernährung. Unter den TeilnehmerInnen waren UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, UN-Sonderberichterstatter über Folter, Manfred Nowak, die Generalsekretärin des Afrikanischen Netzwerks für das Recht auf Nahrung (RAPDA) sowie VertreterInnen aus Ministerien, Parlament und Zivilgesellschaft.

Die Nachlese finden Sie hier (pdf).

 

Wirtschaftliche Chancen und Risiken des Klimaschutzes

Vortrag von Claudia Kemfert am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien am 25.11.2009

 

Jetzt die Krise nutzen! Wir haben die Wahl: Strohfeuer abbrennen für abgewrackte Produkte der Vergangenheit oder in wachstumsträchtige Branchen der Zukunft investieren? Claudia Kemfert plädiert in ihrem Vortrag für letzteres. Denn es gibt eine lange Liste an Ideen und Lösungen für die Wirtschaftskrise – wenn man nachhaltig denkt. Werden jetzt klug die politischen Weichen gestellt, können drei Krisen auf einmal bewältigt werden: Wirtschaftskrise, Energiekrise und Klimakrise.

Claudia Kemfert ist Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität Berlin. Zuletzt erschienen von ihr Die andere Klima-Zukunft: Innovation statt Depression (2008) und Jetzt die Krise nutzen (2009), beide im Hamburger Murmann Verlag.

Kommentar: Alexander Van der Bellen, Grüner Sprecher für internationale Entwicklungen und Außenpolitik im Nationalrat.

Der Vortrag von Claudia Kemfert und der Kommentar von Alexander Van der Bellen können hier angehört werden

 

Bildquelle: © Nis Nissen / PIXELIO
 

 

 

What taxation for a low carbon economy?

Konferenz in der Europäischen Kommission (GD Steuern und Zollunion) am 30.11.2009 – Nachlese

In englisch

The European Commission (Directorate General for Taxation and Customs Union) organised a one day conference in Brussels on "What taxation for a low carbon economy?" on November 30, 2009.

The threat to the climate is one of the greatest challenges our world is facing today. Substantial mitigation efforts are needed and it is crucial to use cost-effective instruments for this purpose. The EU opted for the EU emission trading system (ETS) to be its main instrument in this context. However, the question remains what is the role that taxation could or should play with respect to emissions in the non-ETS sector.

The conference focused on possibilities to address global warming through targeted taxation instruments, in theory and in practice and taking into account broader economic and social considerations.

The conference brought together policy makers, experts, stakeholders and the general public from all over Europe, and beyond, and discusses this important and highly relevant subject in a very timely moment of the run up to the international climate change conference in Copenhagen.

ec.europa.eu/taxation_customs

Bildquelle: © Viktor Mildenberger / PIXELIO

 

 

 

 

- Aus den Medien -

 

 

 

 

Pressespiegel

Die Initiative und Plant-for-the-Planet in den Medien

Global Marshall Plan

Plant-for-the-Planet

Teaser photo: © RainerSturm / PIXELIO

 





Veranstaltungen

Ökosteuerreformen II

10.12.2009 17:00 Uhr (Ortszeit)
Wien


Erfahrungen aus Deutschland und Gestaltungsmöglichkeiten in Österreich

 

Neben der Finanzierungsfunktion sollten Abgabensysteme eine Reihe von weiteren grundlegenden wirtschaftspolitischen Zielen unterstützen, unter anderem die Erhöhung von Beschäftigung, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Steigerung der Energieeffizienz, das Vermeiden von Emissionen und die Begrenzung der Ungleichverteilung von Einkommen. Das Abgabensystem ist daher ein zentrales Politikfeld bei der Unterstützung umwelt-, beschäftigungs- und verteilungspolitischer Zielsetzungen.


Für das österreichische Abgabensystem besteht Reformbedarf, wenn es den Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung stärker unterstützen soll. Der effektive Steuersatz auf Arbeit ist mit 41% über dem europäischen Durchschnitt, die effektive Besteuerung des Energieverbrauchs ist rückläufig und liegt mit real 144,5 Euro pro Tonne Öläquivalent deutlich unter dem europäischen Durchschnitt (172,2 Euro Eurozone, 177,2 Euro EU-25). Mit einer Ökosteuerreform könnten diese Entwicklungen korrigiert werden.
Wie kann eine ökologische Steuerreform konkret umgesetzt werden? Welche ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sind zu erwarten? Worauf sollte bei der Planung und Durchführung geachtet werden, um einen möglichst großen Nutzen für die Volkswirtschaft zu erzielen? Was kann aus den Erfahrungen in Deutschland gelernt und in Österreich nutzbar gemacht werden?

Diese und viele andere wichtige Fragen werden auf dieser Veranstaltung behandelt und mit dem Publikum diskutiert.

Einleitung:
Heinrich Treer
Leiter der Sektion VI – Steuerpolitik und materielles Steuerrecht,
Bundesministerium für Finanzen

Vorträge:

Michael Kohlhaas
Wissenschaftlicher Mitarbeiter,
Deutsches Institut für Wirtschafts-
forschung (DIW), Berlin

Angela Köppl
Wissenschaftliche Mitarbeiterin,
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)

Moderation:
Klemens Riegler
Geschäftsführer, Ökosoziales Forum

Tagungsort:
Bundesministerium für Finanzen, Dr. Peter-Quantschnigg-Saal, Hintere Zollamtsstraße 2b, 1030 Wien

 

 


 

 

 


Diese und viele andere wichtige Fragen werden auf dieser Veranstaltung behandelt und mit dem Publikum diskutiert.

 

20 Jahre Ökosoziale Marktwirtschaft

15.12.2009 17:00 Uhr (Ortszeit)
Wien


Das Konzept der Ökosozialen Marktwirtschaft feiert Geburtstag

Zum Inhalt:Die Ökosoziale Marktwirtschaft feiert ihren 20. Geburtstag. Als "Überlebensmodell für die Zukunft" ist ihre praktische Umsetzung heute notwendiger denn je. Gerade in der aktuellen Finanz-, Wirtschafts- und Umweltkrise kann die Ökosoziale Marktwirtschaft neue Wege für nachhaltiges und verantwortungsvolles politisches Handeln aufzeigen. Ökosozial zu wirtschaften heißt, ein stabiles Gleichgewicht zwischen
Ökologie, sozialer Gerechtigkeit und Ökonomie zu ermöglichen und damit auch Verantwortung für die künftigen Generationen zu übernehmen.

Das Ökosoziale Forum hat in einem Dialog mit unterschiedlichen ExpertInnen Vorschläge für eine nachhaltige und krisenfestere Zukunft erarbeitet. So manche „Nuss” wurde dabei geknackt, viele Fragen zur Diskussion gestellt.

Am 15. Dezember laden wir Sie dazu ein, mit uns einen Blick zurück zu werfen und gemeinsam den nächsten Schritt nach vorne zu setzen – in eine hoffentlich ökosoziale Zukunft.

Wir laden Sie herzlich dazu ein! Programm: Grußworte
Nikolaus Berlakovich

Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Festrede: Zum 20-jährigen Jubiläum der Ökosozialen Marktwirtschaft
Josef Pröll, Vizekanzler und Finanzminister

Präsentation: Ökosoziale Marktwirtschaft 2009
Klemens Riegler, Geschäftsführer des Ökosozialen Forums

Im Gespräch: 20 Jahre Ökosoziale Marktwirtschaft
Josef Riegler, Ehrenpräsident des Ökosozialen Forums
Franz Fischler, Präsident des Ökosozialen Forums
Josef Plank, Geschäftsführender Präsident des Ökosozialen Forums Österreich

Keynote: Die Vision für 2010 bis 2060 – ein "grüner Kondratieff-Zyklus"
Ernst Ulrich von Weizsäcker, Naturwissenschafter und Vordenker

Moderation:
Corinna Milborn, Journalistin und Autorin

Gemütlicher Ausklang bei einem Imbiss und Musik

MAK-Vortragssaal
Eingang Weiskirchnerstraße 3, 1010 Wien
 

Wachstum im Wandel - Growth in Transition

28.01.2010 - 29.01.2010
Wien


Internationale Konferenz

Ort: Aula der Wissenschaften, Wollzeile 27a, 1010 Wien

Weitere Informationen finden Sie unter www.wachstumimwandel.at






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