Newsletter 2 / 2012

- Aus dem Netzwerk -
"Ein unheimlich packendes Wochenende"
Was kann der Einzelne tun?
Jüngste Entwicklungen innerhalb des Global Marshall Plan Netzwerks
Academy Teilnehmerin organisierte erste Infoveranstaltung in Luxemburg
Karlsruher Hochschultag unter den besten drei Teamprojekten - Stiftungspreis 2011
Vortrag mit Podiumsdiskussion: Burnout in Zeiten der Globalisierung
- Meinung -
Bilateralismus in der Außenwirtschaftspolitik: Second-best oder Worst-of-all-Strategie?
Schlechter als Nichts
Ist die Welt noch zu retten?
Entwicklungshilfe für wen?
Zur Stabilisierung der Europäischen Währungsunion
- Aktuelle Diskussionen -
Update: Finanztransaktionssteuer
Bedingungsloses Grundeinkommen - Ein nachhaltiges Modell?
Gibt es Grenzen des Wachstums?
Die Hungermacher
Was macht gerechte Gesellschaften aus?
- Aktionen -
Aufruf der Elders: Die Welt muss eine Nachhaltige Entwicklung realisieren
Mohammed Nasheed, Präsident der Malediven, durch Militärputsch vertrieben
Winterschool und Konferenz "Limits to Growth"
Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg 2012
Öko-soziale Beschaffung – jetzt! Ein Leitfaden
- Hintergrundwissen -
Ressourcenabfluss und Steuerflucht behindern Fortschritt in Afrika
Artensterben schlimmer als Klimawandel
Klima wandelt Migration
Fischerei beschädigt ein Drittel der Weltmeere
Geld Ernten - Unterstützt Dein Geld den wachsenden Hunger in der Welt?
Es ist möglich 9 Milliarden Menschen zu ernähren
Klimaschutzmaßnahmen mit Nutzen für Gesundheit und Landwirtschaft
Situation der Weltwirtschaft und Ausblick 2012
UN-Jahr für "Nachhaltige Energie für alle"
Ein anderes Rio ist möglich!
- Plant-for-the-Planet -
Die Gute Schokolade
Future Fee - 0,1 Promille für unsere Zukunft
Clara spricht vor der Kinderkommission des deutschen Bundestages
- Bücher -
Ökosoziale Marktwirtschaft
Schicken Sie Teile Ihrer Zukunftsliteratur auf die Reise...
Nur Egoismus kann das Klima retten
Steuermaßnahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung
- Ausgewählte Medien -
Pressespiegel

 



Neuigkeiten

- Aus dem Netzwerk -

 

 

 

 

"Ein unheimlich packendes Wochenende"

Mehr als 20 Teilnehmer starten gemeinsam den 5. Durchgang der Global Marshall Plan Academy

 

Der 5. Durchgang der Global Marshall Plan Academy ist am Wochenende 3. - 5. Februar in Augsburg gestartet. Aufgrund der hohen Bewerberzahl hatten sich die Organisatoren entschieden, die maximale Teilnehmerzahl von 18 zu erhöhen, so dass insgesamt 23 Teilnehmer aus Deutschland, Luxemburg, der Schweiz und Österreich begrüßt werden konnten. 

Ziel der Academy ist es engagierte und interessierte Unterstützer zu vernetzen, gemeinsam Kompetenzen zu trainieren und Inhalte zu diskutieren, um weitere Aktivitäten für eine Welt in Balance zu starten. Zentrales Thema des ersten Blocks waren die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, im Hinblick auf das Erkennen systemischer Krisen. Neben inhaltlichen Impulsen zur Systemtheorie, wurden auch spielerische Elemente genutzt um systemische Zusammenhänge zu erkennen und zu diskutieren. 

 
Die verschiedenen Hintergründe und Berufsfelder der Teilnehmer führten zu interessanten Gesprächen und vielen neuen Ansätzen.
   

Die beiden weiteren Blöcke des Lehrgangs folgen in den nächsten Monaten in Hamburg und Wien. Dabei werden unter anderem Themen wie die eigenen Handlungsmöglichkeiten, Gesprächsführung und Kommunikation und Projektmanagement erarbeitet. Hier einige Stimmen der diesjährigen Teilnehmer;

"Ein unheimlich packendes Wochenende. Tausend Dank für die Motivation. Es hat mir gezeigt: Eine Welt in Balance- ja das ist möglich!" (Sarah)

„Großartiges Wochenende! Neben der Stärkung meines Bewusstseins zum aktiven  Handeln für eine faire Welt und nachhaltige Entwicklung durfte ich eine tolle Zeit mit vielen interessanten Persönlichkeiten in der Gruppe genießen. Danke!“ (Florian)

"Die Academy war für mich ein lebendiger Austausch mit einer bunten Mischung an Teilnehmern- ich bin sehr bereichert und erfrischt nach dem ersten Wochenende - so viel kreatives Potenzial, das sich hier entfaltet - das hoffe und wünsche ich mir auch für die nächsten Treffen." (Dunja)

"Jetzt liegts an uns was draus zu machen. Ist ein Gewinn Euch kennengelernt zu haben! Die anderen Teilnehmer waren auch top! Vielen Dank" (Veronika)

"Drei intensive und erlebnisreiche Tage vollgepackt mit Wissen, Diskussionen und Übungen. Motivierte Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alle Altersstufen von 20 bis 70 und verschiedenste berufliche Hintergründe - das war Anregung pur. Bereichernd sowohl der Input des Academy-Teams als auch die Impulse, die die Teilnehmer auf Basis ihrer Kompetenzen und Erfahrungen eingebracht haben. Ich freue mich auf das Vertiefen von Methoden sowie die intensive Vorbereitung auf Referententätigkeit und Lokalgruppenarbeit im nächsten Academy-Block."  (Berit)

Aufgrund der hohen Nachfrage und der vielen positiven Rückmeldungen werden in den kommenden Monaten weitere Formate im Rahmen der Academy angeboten. So soll insbesondere auch Studierenden, die nach dem Besuch eines "Hochschultags Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit" die Initiative und ihre Akteure intensiver kennenlernen möchten, eine Plattform für weiteres Engagement für eine Welt in Balance gegeben werden. 

***Aktuelle Informationen zur Academy gibt es unter www.globalmarshallplanacademy.org. Interessierte können sich unter academy@globalmarshallplan.org melden.***
 

 

Was kann der Einzelne tun?

Rezepte für eine bessere Welt

 

Die Südwestpresse veröffentlichte im Zusammenhang mit der Ankündigung der Ulmer Hochschultage Tipps, wie jeder Einzelne die Welt ein bisschen besser machen kann. Die Anregungen stammen aus dem Buch "Ökosoziale Marktwirtschaft - Historie, Programm und Perspektive eines zukunftsfähigen globalen Wirtschaftssystems", herausgegeben von Franz Josef Radermacher, Josef Riegler und Hubert Weiger. Die Tipps sind leicht umzusetzen und somit für jedermann geeignet. "Wählen Sie zwei bis drei Möglichkeiten aus, die zu Ihnen passen. Wenn sie zur Routine geworden sind, fügen Sie eventuell weitere hinzu", schreiben die Autoren im Buch.

 

Hier sind einige der Anregungen: 

  • Dauerhaft weniger Fleisch und Fisch essen.
  • Urlaub in der Nähe machen.
  • Das Auto ab und zu stehen lassen. Das Tempo beim Autofahren immer wieder mäßigen.
  • Bäume Pflanzen oder Kinder und Organisationen unterstützen, die Bäume pflanzen.
  • Das Licht ausschalten, wenn niemand im Raum ist.

Weitere Tipps finden Sie hier.

Der Artikel erschien in Zusammenhang mit einer Ankündigungzu den Ulmer Hochschultagen, welche am 3./4. Februar 2012: „Ideen gegen die Brasilianiserung“. Mehr zum Ulmer Hochschultag finden Sie hier.

*** Die Hochschultage sind ein gemeinsames Projekt von der Global Marshall Plan Initiative und fünf weiteren Partnerorganisationen. Interessierte und Lokalgruppen, die einen solchen Hochschultag organisieren möchten, können sich gerne unter hochschultage@globalmarshallplan.org im Projektbüro der Initiative melden.***


 

 

Jüngste Entwicklungen innerhalb des Global Marshall Plan Netzwerks

Unterstützer in Mitterteich, Wien, Luxemburg und Weibhausen bei Traunstein laden zum Aktivwerden ein

 

Immer mehr Menschen werden sich bewusst dass sich etwas ändern muss und wir selbst, jeder Einzelne von uns, der Schlüssel zur Veränderung ist, ganz nach dem Motto der Global Marshall Plan Initiative: Think Global – Act Local.

Derzeit sind mehr als 22 Lokalgruppen und noch weitaus mehr einzeln lokal Engagierte, überwiegend im deutschsprachigen Raum, jedoch auch rund um den Globus, innerhalb der Bewusstseinsbildung für eine Welt in Balance aktiv. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Jeder Einzelne hat innerhalb des Netzwerks die Möglichkeit zu einer gerechteren Welt beizutragen!

Aktiven Unterstützer und Lokalgruppen sind neben Ihrem Engagement auch die entscheidenden regionalen Anlaufstellen für alle motivierten Menschen, sie sich wünschen etwas zum Wandel beizutragen und noch nicht wissen wie genau sie dies tun wollen. Das internationale Koordinationsbüro in Hamburg erhält wöchentlich etliche Anfragen motivierter Menschen, die lokal aktiv werden möchten und sich nach einer solchen Anlaufstelle erkundigen. Aus diesem Grund freuen wir uns auch außerordentlich, dass sich engagierte Unterstützer in Luxemburg, Wien und Mitterteich zu solchen Anlaufstellen zusammengefunden haben!

Lokalgruppe Mitterteich: Die Lokalgruppe Mitterteich, Stiftland im Oberpfälzer Wald, wurde zu Anfang des Jahres 2012 neu gegründet. Die  Treffen werden voraussichtlich im Mehrgenerationenhaus Mitterteich oder an geeignetem Alternativ-Standort (wg. eingeschr. Öffnungszeiten) stattfinden. Die Ansprechpartner in der Gruppe, Gerald Schmid und Reinhard Dörschmidt, können unter mitterteich@globalmarshallplan.org erreicht werden und freuen sich über weitere Mitstreiter und Unterstützer, die in der Region aktiv werden möchten.

Lokalgruppe Wien: Die Idee eine „Global Marshall Plan Lokalgruppe Wien“ zu gründen, wurde während des erstenBlockwochenende der Global Marshall Plan Academy 2012 in Augsburg entwickelt. Als junges und dynamisches Team engagierter BürgerInnen haben sich dort die Teilnehmer aus Wien zusammengeschlossen, um mit einer Lokalgruppe Raum für Diskussionen rund um den Themenkomplex Globalisierung zu schaffen. Zusätzlich möchten sie persönliches Engagement für die Global Marshall Plan Initiative ermöglichen. Wer Ideen für die Gestaltung einer gerechteren Welt oder Vorschläge für nachhaltige Entwicklung hat, kann sich ab jetzt jederzeit unter wien@globalmarshallplan.org bei der Gruppe melden. Diese freut sich bereits auf weitere Mitstreiter! Mehr dazu hier.

Aktive Unterstützer in Luxemburg: Auch in Luxemburg haben sich zwei enagierte Unterstützerinnen zusammengefunden. Zwar existiert dort noch keine offizielle Gruppe, jedoch wurde im Januar 2012 bereits eine Informationsveranstaltung mit Herrn Radermacher als Gastredner organisiert (mehr hier). Motivierte und Interessierte aus Luxemburg sind herzlich eingeladen sich unter luxemburg@globalmarshallplan.org melden.

Wonneberg, Landkreis Traunstein: Am 14.03.2012 lädt Herr Wolff, ein lokal aktiver Unterstützer, zu seinem ersten Informationsabend "Mehr Wissen - Mehr Tun: Verschaff dir den Durchblick!" ein. Die Teilnehmer werden in Form von spannenden und verständlichen Vorträgen alles rund um das Thema der aktuellen Energiedebatte erfahren. Mehr dazu finden Sie hier.

*** Fühlen Sie sich angesprochen? Dann melden Sie sich! ***
 

 

Academy Teilnehmerin organisierte erste Infoveranstaltung in Luxemburg

Mit Unterstützung der Banque Fortuna konnten mehr als 140 Teilnehmer erreicht werden

 

Ziel der Global Marshall Plan Academy ist es unter anderem auch, Akteure zu vernetzen und zum Erfahrungsaustausch anzuregen. Ein wichtiges Element unserer Initiative ist ihr "bottom-up" Ansatz und die damit verbundenen regionalen Aktivitäten.

Eine Teilnehmerin der aktuellen Academy initiierte bereits im Vorfeld zum MultiplikatorInnen-Lehrgang, zusammen mit einer Freundin und Mitarbeiterin der Banque Fortuna, am 25.01.2012 in Luxemburg eine beeindruckende Informationsveranstaltung zum Global Marshall Plan.

Die Unterstützung der Banque Fortuna war für die Realisierung und den Erfolg des Vortragsabend mit Herrn Prof. Dr. Franz-Josef Radermacher maßgeblich. Nach dem Versand von einigen Exemplaren der Zukunftslektüre "Welt mit Zukunft" im Vorfeld, konnten zahlreiche namenhafte Gäste und insgesamt mehr als 140 Teilnehmer für die in Luxemburg stattgefundene Veranstaltung gewonnen werden. 

Während des spannenden Abends sprach der Nachhaltigkeitsexperte und Mitinitiator der Global Marshall Plan Initiative zum Thema "Mit neuen Wegen zu mehr globaler Verantwortung - Sozial und gewinnbringend für alle". Dabei setzte sich die Zuhörerschaft aus Menschen zusammen, die einfach mehr wissen wollen, egal aus welchem
politischen Lager sie eigentlich kommen. Eine machbare Zukunftsidee lässt sich nicht stoppen. Und großartig, wenn das eine kleine Bank wie die Banque Fortuna dies als eine der ersten innerhalb der Branche erkennt.

Prof. Radermacher betonte auch, wie wichtig Aufforstungsprogramme sind, um noch etwas Zeit zum
agieren zu gewinnen. Nach dem Vortrag gab es bei einem Glas Wein ausführlich Gelegenheit das Thema der Ökosozialen Marktwirtschaft weiter zu diskutieren.

Mehr zur Veranstaltung finden Sie im Artikel "Zertifiziert gegen die Wand - Auch Luxemburgs Modell in der Kritik", welcher am 27.01.2012 in der Tageszeitung Luxemburger Wort erschien.

Das Leitbild der Banque Fortuna finden Sie hier.

Diese Veranstaltung stellte den Auftakt des Engagements der beiden Unterstützerinnen in Luxemburg dar. Kommen Sie aus Luxemburg und möchten auch aktiv werden? Dann melden Sie sich bei uns unter luxemburg@globalmarshallplan.org.

(Bildquelle: Club of Rome)

 

Karlsruher Hochschultag unter den besten drei Teamprojekten - Stiftungspreis 2011

Wissen plus Kompetenzen zeichnet Teamprojekte, die in besonderer Weise dem Aufbau von persönlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen dienen, aus

 

Der von der Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe organisierte Hochschultag Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit landete unter den besten drei Projekten bei der Auszeichnung der "Stiftung Wissen plus Kompetenzen" und des "House of Competence" (HoC) des Karlsruher Instituts für Technologie.

"Am 15. Juni 2011 wurden am KIT einem größeren Publikum Risiken und Chancen der aktuellen Weltwirtschaftslage u.a. in Vorträgen, Workshops und einer Filmvorführung näher gebracht. Die Resonanz war sehr gut, die Zuhörer waren vom Programm beeindruckt."

Die "Stiftung Wissen plus Kompetenzen" vermittelt ergänzend zum Fachstudium wichtige Schlüsselqualifikationen für ein effizientes Studium sowie die berufliche Praxis. Mit dem Stiftungspreis fördert "Wissen plus Kompetenzen" in Kooperation mit dem HoC herausragende Teamprojekte, die in besonderer Weise dem Aufbau von persönlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen dienen oder gedient haben.

Bewerben können sich alle Studierende, Dozenten und Institute, die ein Teamprojekt betreiben oder betrieben haben, das spezifische Merkmale zur Entwicklung von Schlüsselqualifikationen beinhaltet hat. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben und ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert.

Mehr Infos zum engagierten Team der Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe hier. Die Gruppe ist bereits bei der Planung ihres zweiten Hochschultages.

Mehr Infos zum Karlsruher Hochschultag finden Sie hier.

(Quelle: House of Competence am KIT)

 

 

 

 

 

 

Vortrag mit Podiumsdiskussion: Burnout in Zeiten der Globalisierung

Die Regionalgruppe Bodensee berichtet

 

Ein Bericht der Regionalgruppe Bodensee

„Burnout in Zeiten der Globalisierung“ war das Thema einer Veranstaltung der Global Marshall Plan Regionalgruppe Bodensee, welche am 3.02.2012 im Bonhoeffer-Gemeindezentrum in Singen/ Hohentwiel stattfand. Fünfzig Teilnehmer waren trotz bitterer Kälte gekommen und brachten auch ihre persönlichen Erfahrungen ein.

Der Psychotherapeut Dr. Roland Heinzel, selbst Mitglied in der Regionalgruppe Bodensee, gab aus den Erfahrungen seiner ärztlichen Praxis heraus einen Überblick über die Problematik. Er berichtete als typische Konstellation das Zusammenwirken von mangelnder Persönlichkeitsreifung einerseits und problematischen Anforderungen von Seiten der Unternehmen andererseits. Renditedruck, Entsolidarisierung und Entlassungswellen hinterlassen ihre Spuren.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Beate Schierle vom Südkurier moderiert wurde, sprach Wolfgang Bandel, Betriebsrat bei Constellium, über Führungskräfte, die führen nie gelernt haben und schnell wechselnde Chefs, die irgendwo in der Welt sitzen. Für Dr. Heinz Kapp von der Evangelischen Arbeitnehmerschaft steht im Vordergrund, solidarisches Sich-Einsetzen zu lernen. Uwe Sicken von der Barmer Ersatzkasse berichtete über die massiv zunehmende Bedeutung psychischer Krankheiten als Grund für Arbeitsunfähigkeit. Eberhard Koch von der Global Marshall Plan Regionalgruppe möchte, dass Personalführung in Unternehmen als Teil eines Nachhaltigkeitskonzepts gesehen wird und er schlägt vor, dass zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen mit aufgeschlossenen Unternehmen Leitlinien für eine nachhaltige Personalführung entwickeln.

Das Thema Burnout spricht offenbar viele Menschen an und wird die Regionalgruppe auch weiterhin beschäftigen. Haben Sie Anmerkungen oder Ideen zum Thema und möch diese einbringen? Dann schreiben Sie der Regionalgruppe unter bodensee@globalmarshallplan.org. Die Mitglieder freuen sich über Ihren Input!     

(Foto: Südkurier.de)

 

- Meinung -

 

 

 

 

Bilateralismus in der Außenwirtschaftspolitik: Second-best oder Worst-of-all-Strategie?

Ein Beitrag von Dr. Maria Behrens, Professorin an der Bergischen Universität Wuppertal und Unterstützerin der Global Marshall Plan Initiative

 

Prof. Dr. Maria Behrens, ist Universitätsprofessorin für Internationale Beziehungen und Vergleichende Politikwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal, Sprecherin des Faches Politikwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal sowie des Arbeitskreises „Internationale Politische Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Mit ihrem vorliegenden Text liefert die Global Marshall Plan Unterstützerin einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung der Initiative.

Bilateralismus in der Außenwirtschaftspolitik: Second-best oder Worst-of-all-Strategie?

"Auf dem Wirtschaftsforum in Davos verkündeten der Premierminister Englands, David Cameron, und die Bundeskanzlerin Angela Merkel, die seit 2001 laufenden Welthandelsgespräche von Doha für gescheitert. Trotz aller Bemühungen, die Welthandelsrunde Ende 2011 zu einem Abschluss zu bringen, konnten die unterschiedlichen Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer nicht vermittelt werden. Die Aussage in der Süddeutschen Zeitung vom 27. Januar 2012, nun drohe eine verstärkte Hinwendung zum Bilateralismus, übersieht, dass der Bilateralismus als „Second-best-Strategie“ schon seit über einem Jahrzehnt von den Industrieländern praktiziert wird und als „Export-Protektionismus“ (Bhagwati) bezeichnet werden kann. Ein zentrales Anliegen  wirtschaftlich stärkerer Länder gegenüber schwächeren sind unter anderem Regeln zum Investitionsschutz, die bisher aus deren Perspektive nicht hinreichend multilateral realisiert werden konnten (z.B. im Rahmen der 1995 geführten OECD Verhandlungen über ein multilaterales Investitionsabkommen). Laut dem Investitionsbericht der UNCTAD 2011 gibt es bereits 6,092 bilaterale Investitionsabkommen, die in Form unterschiedlicher Verträge zwischen Staaten abgeschlossen wurden. Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Anzahl von „Bilateral Investment Treaties“ (BITs) rasant angestiegen. In einer zweiten Generation wurden BITs in regionale Freihandelsabkommen (Free Trade Agreements, FTAs) integriert, die umfassender sind und z.B. ein eigenes Streitschlichtungsverfahren vorsehen. ..."

Lesen Sie hier
den vollständigen Beitrag von Prof. Dr. Maria Behrens (ca. 1,5 Seiten).

 

*** Die Initiative lebt vor allem von der Begeisterung ihrer Unterstützer sowie deren Bereitschaft, eigene Kernkompetenzen einzubringen. Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen wirken im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Umsetzung der gemeinsamen Forderungen. Über den Newsletter unserer Initiative, welcher monatlich von mehr als 10.000 Interessierten empfangen wird, werden Aktivitäten, Projekte und inhaltliche Beiträge aus unserem Netzwerk kommuniziert. Er dient somit als Sprachrohr der Initiative. ***

 

Schlechter als Nichts

Leserbrief von Josef Riegler zu "EU-weite Steuer auf Börsenumsätze "besser als nichts", in "Der Standard" vom 24. 1. 2012

 

"SCHLECHTER  ALS  NICHTS"
 
Eine EU-weite Steuer auf Börsenumsätze  AN  STELLE  einer EU-weiten Finanztransaktionssteuer wäre ein Schritt in die falsche Richtung. So wie schon bei den Regelwerken von "Basel-II" und "Basel-III" würden wieder jene Bereiche der Finanzwirtschaft benachteiligt, welche sich der ursächlichen Aufgabe von Banken widmen, nämlich für die Finanzierung der produzierenden Wirtschaft zu sorgen.
 
Der "spekulative" Sektor käme wieder ungeschoren davon, denn die "giftigen" bis "hochgiftigen" Geschäfte der Spekulation werden bekanntlich außerhalb der Börsen "OVER  THE  COUNTER" abgewickelt.
 
Es ist für mich höchst alarmierend, wenn Herr Philipp Rösler, FDP, als Juniorpartner der deutschen Regierung - in der Meinungsforschung kaum noch wahrnehmbar - die Macht hat, um den Zug EU in die falsche Richtung zu steuern.
 
Ich frage mich, wie lange sich sowohl in der EU wie auch auf globaler Ebene Regierungen und Staaten wie der Hase von den "Igeln" Ratingagenturen und Investmentbankern zu Tode hetzen lassen? "Das Monster ist außer Kontrolle geraten", sagte der damalige deutsche Bundespräsident vor exakt vier Jahren. Im September 2008 platzte die Bombe und zwang die Staaten zu einem sprunghaften Anstieg der Staatsschulden, um die Finanzwirtschaft zu retten. Dafür werden sie nun "abgestraft".
 
Was ist aus denn hehren Ankündigungen der "G-20" vom Frühjahr 2009 geworden? Wann werden Regierungen endlich erkennen, dass nationalstaatliche Egoismen und Tricksereien letztlich für alle kontraproduktiv sind?
 
Dabei würde es genügen, GEMEINSAM  auf globaler Ebene einige Pflöcke einzuschlagen, um sich aus dem Dilemma des Zauberlehrlings zu befreien. Ich nenne nur einige Beispiele:
 
1. Eine  WELTWEITE  Abgabe auf Kapitaltransfers, die man dann in einer Höhe festsetzen könnte, dass exzessive Spekulation unwirtschaftlich und die Geldveranlagung in Produktion, Infrastruktur, Forschung, Entwicklung etc. attraktiver wird als Spekulation um der Spekulation willen. Die Überwindung der durch die  spekulative Finanzwirtschaft ausgelösten Schuldenproblematik und die Finanzierung dringender globaler Aufgaben wäre ein willkommener Zusatznutzen.
 
2. Das "Trockenlegen" aller Steueroasen als Fluchtpunkte für Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung und Geldwäsche kann nur in gemeinsamer Anstrengung aller Staaten gelingen. Wann werden Regierungen endlich begreifen, dass hunderte Milliarden an Dollars und Euros an Steuerausfall nicht tolerierbar sind und für die Innenpolitik zum politischen Sprengstoff werden?
 
3. Wann raffen sich Regierungen - vor allem innerhalb er EU - endlich dazu auf, um der Allmacht des Oligopols von 3 profitorientierten US-Ratingagenturen Schranken zu setzen, indem die Staaten in ihrer Finanzierung aus der Doppelmühle von Down Rating und Wucherzinsen befreit werden - beispielsweise durch gemeinsame Eurobonds, einen Europäischen Währungsfonds und überhaupt eine Relativierung der Ratings für Veranlagungsentscheidungen?
 
4. Wann werden Regierungen, Parlamente und die globalen Institutionen dafür sorgen, dass explizit destruktive Spekulation mit Finanzprodukten, vor allem aber auch mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energie unterbunden werden kann?
 
Jedenfalls zeigen die aktuellen Entwicklungen, wie dringend wir eine EU mit demokratischen, effizienten Entscheidungsstrukturen brauchen. Wer das nicht will, sollte sich verabschieden.
 
Josef Riegler, Vizekanzler a.D.
 

 

Ist die Welt noch zu retten?

Die Weltwirtschaftskrise als Chance zum Umdenken

 

Der Zustand der Weltwirtschaft befindet sich nicht nur in der Krise, er bietet laut Franz Josef Radermacher, Mitinitiator der Global Marshall Plan Initiative, auch eine Chance für Veränderung. Die Menschen begreifen langsam, dass das System so wie es ist nicht mehr funktioniert und gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels und immer knapper werdender Ressourcen braucht es eine vernünftig organisierte Marktwirtschaft, eine konstruktive Alternative zum Marktfundamentalismus. Momentan fehlt es dem Finanzsystem an verbindlichen Normen und Werten, es gibt aber durchaus Möglichkeiten der Umgestaltung.

Die Menschen stehen vor der Wahl: Weitermachen wie bisher, inklusive kollabierenden Ökosystemen und zunehmender Spaltung von Arm und Reich oder die Wahl hin zu einer Ökosozialen Marktwirtschaft. Um allerdings in dieser adäquaten Weise auf die derzeitige Krise reagieren zu können, müssen globale Strukturen geschaffen werden, mit dem Ziel eine weltweite marktwirtschaftliche Ordnung zu schaffen, die überall und konsequent den Schutz des Sozialen wie der Umwelt durchsetzt und auch die dafür nötigen Finanzierungsmaßnahmen über globale Abgaben beziehungsweise Steuern aufbringt.

Laut Franz Josef Radermacher ist die Europäische Union als konzeptionelles Vorbild durchaus geeignet. Ihre supranationale Governancestruktur gilt für ihn als ökosozial und die weltweit erfolgreichste.

Im Bereich einer Ökosozialen Marktwirtschaft ist Österreich vorbildlich: Mit dem Regierungswechsel in Österreich hat der Global Marshall Plan Einzug ins Regierungsprogramm gefunden. Der Global Marshall Plan wird vom gesamten Parteienspektrum unterstützt – ebenso wie von den Kooperationspartnern.

Die Menschen müssen aber überall auf der Welt umdenken, denn mit den zu erwartenden 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 muss der Wohlstand verzehnfacht werden, um alle zu ernähren. Dafür müssen Ressourcen besser genutzt und der Konsum dematerialisiert werden: „Von dem, was viel Material verbraucht, werden wir uns weniger und von dem, was wenig Material verbraucht, mehr leisten können – Dinge wie Lebensqualität, Kunst und Spiritualität“, so Radermacher.

Das komplette Interview mit Franz Josef Radermacher im upgrade- Magazin finden Sie hier

(Quellen: uprade-magazin)

 

Entwicklungshilfe für wen?

Jörn Wiertz, Regionalgruppe Düsseldorf, über die 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik

 

Bereits die Auftaktdiskussion der 3. Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik am 30. und 31. Januar stellte die Verhältnisse auf den Kopf: Vertreter aus den Schwellen- oder Entwicklungsländern gaben Tipps für Nachhaltige Entwicklung und unterstrichen, wer in Puncto Nachhaltigkeit Entwicklungshilfe benötigt. Dass ausgerechnet unser auf Wachstum angelegtes Lebens- und Konsummodell eine Lösung darstellen soll, wurde im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages, von Vielen bezweifelt.
 
Auf verlorenem Posten versuchte Stephan Opitz, Bereichsleiter der KfW-Kreditbank, in der Diskussionsrunde: „Wachstum - erfolgreiche Strategie für eine nachhaltige globale Entwicklung“ Wachstum als Fortschrittsmodell anzupreisen. Die indische Umweltaktivistin Vandana Shiva  konfrontierte ihn mit der Realität: „Ihr vergesst, uns gibt es schon viel länger. Euer Modell bricht doch gerade zusammen!“  
Es gelte gemeinsame Antworten zu finden, verwies der Koordinator der Umweltkonferenz Rio+20 auf die Bedeutung der im Juni diesen Jahres stattfindenden Konferenz hin. Viele Fragen seien offen. Wirtschaft sei wie ein Fahrrad, „beides müsse im Gleichgewicht gehalten werden!“ verwies er auf die Bedeutung. Die Messgröße Bruttosozialprodukt vermittle dabei ein falsches Bild. Auch die Hoffnungen auf den technologischen Fortschritt seien trügerisch, resümierte Dirk Messner, Direktor des Deutsches Institut für Entwicklungspolitik: Der Reboundeffekt mache die vielfältigen Bemühungen um Nachhaltigkeit „auf fast allen Gebieten zunichte“.

„Wir müssen die gesellschaftlichen Präferenzen ändern“, unterstrich Professor Dr. Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung an der Universität Bonn: Ein Jahr Auto fahren entspräche 26,5 Jahre essen. Millennium Consumption Goals – Konsumziele (und Grenzen)  für den Verbrauch – fordert Mohan Munasinghe, Professor für Nachhaltige Entwicklung. Sie könnten auf dem Rio+20-Gipfel vereinbart werden und beitragen, die Grundbedürfnisse der Armen sicher zu stellen sowie die Erhaltung der Erde gewährleisten, hofft der zu den Trägern des Friedensnobelpreises von 2007 gehörende Wissenschaftler.

Mit der Fokussierung auf nachhaltiger Lebensstile hat die von der Landesregierung NRW organisierte Konferenz einen wichtigen Schritt unternommen, die Diskussion über globale Balance aus der Ecke „Entwicklungshilfe als Sozialleistung“ herauszumanövrieren und die Option eröffnet, Anschluss an die aktuelle politische Diskussion zu finden.
 
*** Mehr zur Regionalgruppe Düsseldorf erfahren Sie hier.***

(Bilder: Konferenzwebsite)

 

Zur Stabilisierung der Europäischen Währungsunion

Österreichs Ex-Vizekanzler Josef Riegler fordert Vereinigte Staaten von Europa

 

Info-E-Mail von Nova-EUropa

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde von Nova EUropa,

vor zwei Tagen berichteten die Vorarlberger Nachrichten, nach einem Interview mit unserem Präsidiumsmitglied Vzkl. a.D. DI Dr. h.c. Josef Riegler: "Ex-Vizekanzler Josef Riegler fordert Vereinigte Staaten von Europa"! 

Josef Riegler hatte diese Forderung - die Forderung nach einem kerneuropäischen Staat - der Europäischen Republik" oder der "Vereinigten Staaten von Europa", wie immer man das nennt - bei der Veranstaltung "EU - Wohin geht die Reise?" des Club Niederösterreich vor etwa 100 Zuhörern in der Diplomatischen Akademie am 12. Jänner erhoben - wo er auch Nova EUropa's "Drei-Stufen-Plan zur Euro-Rettung und zur Demokratisierung der Eurozone" vorstellte. 

"Die jüngsten Erfahrungen sollten genutzt werden, um nicht am Flickwerk des Lissabon-Vertrages weiterzuarbeiten, sondern einen neuen Boden zu legen", forderte Josef Riegler, der dann weiter ausführte, dass nun die Gründung einer "Europäischen Republik" durch willige Euroländer - spätestens bis 2020 - auf die politische Agenda muss. In einer ersten Stufe sollen willige Euro-Länder eine echte Fiskalunion mit einer echten Wirtschaftsregierung - unter demokratischer Kontrolle der EU-Parlamentarier der beteiligten Eurozonenstaaten und einer Staatenkammer nach dem Muster des deutschen Bundesrates - bilden und in einer zweiten Stufe soll dann bis 2020 ein europäischer Staat, die "Europäische Republik", mit einem vom Volk gewählten Präsidenten gebildet werden.

"Wir brauchen wieder eine Vision, die begeistert!" sagte er gegen Ende seines Vortrags und "Europa hat Faszination! Nützen wir die Chance, um wieder überzeugende Visionen zu entwickeln - so wie 1950, so wie 1989!" 

Nova EUropa Obmann Karl Koller betonte im Anschluss an den Vortrag von Vzkl. Josef Riegler die Dringlichkeit eines Bekenntnisses zum unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen der Europeripherie-Staaten durch die EZB - als ersten Schritt zur Stabilisierung der Währungsunion.

Mit besten Grüßen
Mag. Karl Koller
Obman 


Dr. Arnold Kammel
Generalsekretär

Lesen Sie hier den gesamten Bericht - bitte hier klicken
Hier der Bericht der Raiffeisenzeitung vom 19.1.2012 über den Vortrag von Josef Riegler
Hier der Artikel der Vorarlberger Nachrichten vom 6.2.2012
 

 

- Aktuelle Diskussionen -

 

 

 

 

Update: Finanztransaktionssteuer

Frankreich prescht vor und will die Steuer zum August 2012 bilateral einführen

 

Die französische Regierung legte am 7.2.2012 einen Gesetzesentwurf zur unilateralen Einführung einer Finanztransaktionsteuer (FTS) vor. Geplant ist, das Gesetz noch im Februar zu verabschieden und zum 1. August 2012 in Kraft treten zu lassen. 

Laut den Sprechern der von der Global Marshall Plan Initiative unterstützten Kampagne Steuer gegen Armut macht Frankreich damit einen Schritt in die richtige Richtung, jedoch sei eine Nachbesserung der Vorlage erforderlich.

Der Entwurf des entsprechenden Gesetzes, das diese Woche in die Nationalversammlung eingebracht wird, sieht die folgenden Besteuerungen vor:
1. Aktien französischer Unternehmen,
2. Derivate (Futures, Optionen) französischer Aktien,
3. bestimmte Transaktionen im Rahmen des Hochfrequenzhandels,
4. Kauf von Kreditausfallversicherungen für Staatsanleihen durch französische Unternehmen, die nicht selbst Gläubiger des betreffenden Landes sind.

Die Einnahmeerwartungen belaufen sich auf etwa eine Milliarde Euro. Ausdrücklich vorgesehen ist die Erweiterungsfähigkeit für eine gemeinsame Steuer mit europäischen Partnern.

"Die französische Vorreiterrolle hält die politische Dynamik hin zur FTS in Europa aufrecht, auch wenn die Ausgestaltung deutlich hinter den Vorschlag der EU zurückfällt", erklärte Jörg Alt. "Deshalb sind Nachbesserungen notwendig", sagte Peter Wahl von der Berliner Nichtregierungsorganisation WEED. "Vor allem die Steuerbasis muss auf Anleihen, alle Arten von Derivaten und den Devisenhandel ausgedehnt werden, sonst verschenkt man wichtige regulatorische Effekte und ein großes Potenzial an Steuereinnahmen."

Mit Enttäuschung reagierte das Bündnis auf die Ankündigung, die Mittel ohne Zweckbindung an die EU zu geben. "Sarkozy muss seinem Bekenntnis zur Armutsbekämpfung Taten folgen lassen und die Finanztransaktionssteuer zu einer echten Steuer gegen Armut machen", forderte Detlev von Larcher, Vertreter von Attac in der Kampagne.

"Vor allem kommt es jetzt aber darauf an, rasch für eine Einführung in der Euro-Zone zu sorgen" sagte Detlev von Larcher. "Denn eine Einigung mit der britischen Regierung wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Die Bundesregierung ist jetzt gefordert, aktiv zu werden."

In Reaktion auf das Vorpreschen Frankreichs unterzeichneten am 8.2. neben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seinem französischen Kollegen Francois Baroin die Ressortchefs aus Italien, Spanien, Österreich, Belgien, Finnland, Griechenland und Portugal einen entsprechenden Brief, welcher die schnelle Einführung der Steuer befürwortet (Handelsblatt, 08.02.2012). Brüssel plädiert jedoch weiter für eine Einführung der Finanztransaktionssteuer mit 27 Staaten.

Hier finden Sie das aktuellste Faktenblatt der Organisation WEED, welches die wichtigsten Bestimmungen des Entwurfs erläutert. 

Hier finden Sie den originalen Gesetzesentwurf in Französisch.

(Quellen: Kampagne Steuer gegen Armut, WEED)

 

Bedingungsloses Grundeinkommen - Ein nachhaltiges Modell?

Videoaufnahme des Vortrags von Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette "dm", jetzt online

 

Die Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe veranstaltete im Dezember mit Erfolg die Eventwoche zum Thema „Nachhaltiges Denken“. Die Themen waren breit gefächert: Umwelt, Politik, Wirtschaft und Technik und auch das Publikum war gut gemischt, von Studenten aus verschiedenen Fachrichtungen über Bürger und Interessierte von Jung bis Alt, alle hörten gespannt zu und diskutierten fleißig mit.

Der Vortrag von Götz Werner, Anthroposoph und Gründer der Drogeriemarktkette "dm", über seine politphilosophische Gesellschaftsvorstellung unter der Prämisse eines bedingungslosen Grundeinkommens, wurde nun online gestellt und kann in voller Länger angeschaut werden.

Hier geht es zum vollständigen Vortrag.

Mehr über die Global Marshall Plan Hochschulgruppe Kralsruhe erfahren Sie hier.

(Bilder: Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe)
 

 

Gibt es Grenzen des Wachstums?

Internetübertragung des Vortrags von Ian Johnson über Wirtschaftswachstum

 

Wirtschaftswissenschaftler Ian Johnson diskutiert das Wirtschaftwachstum in seinem Vortrag „Limits of Growth – a Re-Assessment“ (auf Englisch), der einen Teil von der Seminar-Serie „Is the Planet Full?“ von Oxford Martin School der University of Oxford bildet. Johnson ist der derzeitige Generalsekretär der Club of Rome und hat mehr als 30 Jahre Erfahrungen in Wirtschaftsentwicklung.

Ehemals Vizepräsident für Nachhaltige Entwicklung bei der Weltbank, amtierte er als Berater verschiedener Regierungen und internationaler Organisationen.
 

(Quelle: Oxford Martin School - University of Oxford)

 

Die Hungermacher

Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren

 

Foodwatch beauftragte Harald Schumann, Journalist und ausgewiesener Finanzexperte, mit der Aufgabe, Klarheit in die Debatte um die Spekulationen mit Lebensmittelrohstoffen zu bringen. Die derzeitige Situation wurde ausführlich dokumentiert, die wichtigsten Analysen gesichtet, mit beteiligten Akteuren gesprochen und Wissenschaftler interviewt. Die Ergebnisse seiner Arbeit liefert der Report „Die Hungermacher: Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren“.

Fakt ist, dass allein im Jahr 2010 die Lebensmittelpreise um ein Drittel gestiegen sind und zusätzlich 40 Millionen Menschen in die absolute Armut gestürzt wurden. Fakt ist auch, dass bis Ende März 2011 Kapitalanleger 600 Milliarden Dollar in die von den Investmentbanken und Hedgefonds aufgelegten Papiere für Wetten mit Rohstoffen, darunter Mais und Weizen, investiert wurden.
Doch besteht hier ein belegbarer Zusammenhang? Schädigt eine außer Rand und Band geratene Finanzindustrie auch das Leben und die Gesundheit der Ärmsten, indem sie die Nahrungsmittelpreise treibt?

Laut dem Report von foodwatch, ja! Die Nahrungsmittelspekulationen an den Rohstoffbörsen lassen die Preise in die Höhe schnellen und verschlimmern so die Situation der Armen.

Foodwatch fordert vor allem die Europäische Union auf, den Handel an den Rohstoffbörsen streng regulieren, damit von ihm keine negativen Auswirkungen mehr auf die Nahrungsmittelversorgung der Menschen ausgehen können.

Den vollständigen Report finden Sie hier

(Bilder: foodwatch)

 

 

Was macht gerechte Gesellschaften aus?

Franz Josef Radermacher fordert ein "Welt-Hartz-IV-Programm"

 

Franz Josef Radermacher, Wirtschaftsethiker und Mitglied des Club of Rome, sowie Mitinitiator der Global Marshall Plan Initiative, gab Ende des vergangenen Jahres zwei spannende Interviews, die im Wohlfahrt Intern Magazin und den Nürnberger Nachrichten erschienen. Er sprach über globale Hartz IV-Transfers, das rechte Maß an Ungleichheit und den Vorteil von Mindestlöhnen.

Im folgen finden Sie die zentralen Aussagen zusammengefasst. Die Links zu den vollständigen Artikeln finden Sie am Ende dieses Beitrags.

"Wir sitzen alle im gleichen Boot, mit den Griechen und den 300 Millionen Ärmsten der Armen, die weniger als einen Dollar am Tag zur Verfügung haben". Radermacher, der eine Minimalunterstützung für die Ärmsten fordert, will diese durch die Besteuerung globaler Transaktionen, wie die Nutzung von Weltgemeingütern, oder eine Besteuerung weltweiter Finanztransaktionen, umsetzen.

Die Beseitigung der globalen Armut würde dann laut Radermacher ca. 500 Milliarden Dollar pro Jahr kosten, wenn man sich auf die 300 Millionen Menschen konzentriert, die unmittelbar vom Verhungern betroffen sind. Pro Person wäre das ein halber Dollar am Tag, gesamt gesehen etwa ein halbes Prozent der Weltwirtschaftsleistung.

Durch den Aufstieg von Nationen wie China oder Südkorea ist die Einkommensschere in diesen Ländern, als auch in Deutschland weiter auseinander gegangen. Doch Planwirtschaft ist genauso schlecht, wie zu große Ungleichheit. Die Messzahl für den relativen Wohlstand besagt, dass bei den 80 Prozent der Bevölkerung mit kleinem Einkommen mindestens die Hälfte des Gesamteinkommens liegen sollte und bei den übrigen 20 Prozent höchsten die Hälfte, optimal wäre allerdings eine Verteilung von 60 zu 40 Prozent. Bei einem höheren Anteil der Bevölkerungsmehrheit fehlen die Anreize für Leistung und Innovation, bei einem Anteil unter 50 Prozent drohen „extrem hässliche Verhältnisse“, so Radermacher.

Deutschland liegt bei dieser Rechnung bei 57 Prozent, die USA bei 48 und die Nordeuropäer kommen auf mehr als 60 Prozent. Brasilien und Südafrika sehen dabei mit ca. 30 Prozent am schlechtesten aus. Insgesamt haben sich die Werte in allen Ländern allerdings verschlechtert.
Dabei sagte Radermacher, dass „Länder, die höchste soziale Balance aufweisen, auch den höchsten Wohlstand haben.“

Hier geht es zum Interview des Wohlfahrt Intern Magazins (Ausgabe 12, Dezember 2011) und dem Artikel in den Nürnberger Nachrichten (3.11.2011).
 
(Bilder: Wohlfahrt Intern)
 

 

- Aktionen -

 

 

 

 

Aufruf der Elders: Die Welt muss eine Nachhaltige Entwicklung realisieren

Werden Sie aktiv und unterstützen den Aufruf bei Facebook, Twitter und Co.!

 

Im ersten „Elders’ Alert“ soll auf eine besonderes Thema aufmerksam gemacht werden. Die „Elders“ glauben, dass die derzeitige Staats- und Regierungschefs dringend Maßnahmen ergreifen müssen, um nachhaltige Entwicklung zu realisieren.

Auch 20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel in Rio de Janeiro, auf der sich die Führenden der Welt dazu bekannten, nachhaltige Entwicklung zu fördern und die Umwelt zu schützen, konnte die Vision der „Elders“ noch nicht verwirklicht werden. Dieses Jahr könnte die UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) die Möglichkeit sein den Kurs zu ändern. Die „Elders“ fordern deshalb die Politiker der Welt dazu auf, eine nachhaltige Entwicklung endlich zu realisieren.

Werden Sie aktiv: Auf Facebook, Twitter oder der „Elders“ Webseite können Sie Ihre Stimme erheben und sagen, was getan werden soll, um eine Nachhaltige Entwicklung zu erreichen und was sich tun lässt, um die Politiker zu motivieren. "Elders" Mitglied Mary Robinson ist ebenfalls Unterstützerin der Global Marshall Plan Initiative. 

Mehr Information dazu finden Sie auf der „Elders“ Website.

*** Unter Vorsitz von Erzbischof Desmond Tutu sind die „Elders“ eine unabhängige Gruppe internationaler Führungspersönlichkeiten, die zusammen für Frieden und Menschenrechte arbeiten. Die Gruppe wurde 2007 nach einer Idee von Peter Gabriel von Nelson Mandela zusammengebracht. Gabriel sprach 2008 bei der Global Marshall Plan Konferenz im Hotel Adlon ein Grußwort. Die „Elders“ teilen ein gemeinsames Bekenntnis zu Frieden und den allgemeinen Menschenrechten,  bringen aber auch ein breites Spektrum an unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen mit. ***

Das Video Statement von Peter Gabriel, einem der Initiatoren der Elders, bei der Konferenz der Global Marshall Plan Foundation im März 2008 in Berlin. Besuchen Sie hier die gesamte Konferenz mit allen ihren Inhalten virtuell. 

 

Mohammed Nasheed, Präsident der Malediven, durch Militärputsch vertrieben

Geben Sie Ihre Unterschrift für seine Sicherheit

 

Am Dienstagmorgen zwangen anhaltende Proteste und Gewaltandrohungen den Präsidenten der Malediven, Mohammed Nasheed, aus dem Amt. Präsident Nasheed war der erste demokratisch gewählte Präsident der Malediven und, der sich besonders für Maßnahmen gegen den Klimawandel einsetzte. Derzeit steht er unter Hausarrest und es braucht Ihre Hilfe, seine Sicherheit zu gewährleisten.

Die 350-Stiftung führt derzeit eine Unterschriftensammlung durch, die sie den Außenministern der Welt vorlegen will, um die Anführer des Putsches unter Druck zu setzen und die Sicherheit von Präsident Nasheed zu gewährleisten. Unterschreiben Sie die Petition hier.

Weitere Informationen über der Putsch finden Sie  hier (auf Englisch).

Präsident Nasheed bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen:

*** 350.org ist eine internationale Kampagne mit dem Ziel eine globale grass-root-Bewegung aufzubauern, um die Klimakrise zu lösen. Gegründet wurde sie von dem US-amerikanischen Autor Bill McKibben und einer Gruppe seiner Kommilitonen gegründet. Mit Online- Kampagnen, Demonstrationen und Kundgebungen wird die Kampagne direkt von Menschen aus über 188 Ländern organisiert. ***

(Quellen: 350.org)

 

Winterschool und Konferenz "Limits to Growth"

Die VolkswagenStiftung vergibt 60 Stipendien an Post-Docs und Doktoranden

 

Mit der Winterschool will die VolkswagenStiftung neuen Input für die Debatte rund um die Grenzen des Wachstums fördern. Neue Denkweisen und Modelle in diesem Zusammenhang sollen entwickelt werden. Die Winterschool „Limits to Growth Revisted“ richtet sich  an 60 Nachwuchswissenschaftler der verwandten Disziplinen. Die Stiftung möchte dieser ausgewählten Gruppe Akademikern die Möglichkeit geben, Netzwerke mit Wissenschaftlern anderer Forschungsvorhaben zu bilden.

Herauskommen soll ein Positionspapier mit Systemmodellen, das neue Hypothesen Ideen und auch Fragen beinhaltet. Das Resultat wird auf der internationalen Konferenz zum Thema "Grenzen des Wachstums" in Hannover vorgestellt, die vom 28. bis 29. November 2012 stattfindet.

Die Konferenz wird von der VolkswagenStiftung und Dennis Meadows zusammen mit hochrangigen internationalen Experten verschiedener Disziplinen veranstaltet.

Folgende Fragen bilden die Diskussionsgrundlage der Winterschool:

  • Welche Fragen wurden seit 1972 nicht ausreichend geklärt?
  • Welche neuen Problemstellungen werden im Report nicht behandelt?
  • Wie sollte die Studie „Grenzen des Wachstums“ heutzutage geschrieben werden?

Bewerbungen können bis zum 30. April 2012eingereicht werden.

Hier können Sie den Call for Applications und weitere Informationen (auf Englisch) erhalten.

(Bilder: arte.tv, VolkswagenStiftung)

 

Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg 2012

Machen Sie mit und setzen Sie neue Impulse!

 

Im Juni 2012 findet in Rio de Janeiro die "UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung" statt. Unter anderem befassen sich die Staatschefs mit der Frage, wie eine „Green Economy“ aussehen kann. Doch Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Thema für die Weltpolitik, jeder Einzelne kann etwas tun.
Die Nachhaltigkeitstage in Baden-Württemberg, die vom 20. bis 21. April 2012 unter dem Motto „ab in die zukuNft!“ stattfinden, bieten Raum, um das Engagement verschiedener Akteure in Baden-Württemberg aufzuzeigen.

Um zu zeigen, welche Ansätze bereits existieren sollten Sie sich beteiligen!
Egal ob Kommune, Unternehmen, Verband und Verein, lokale Agenda 21 Gruppe, Bildungseinrichtung, Projektgruppe oder freiwillig Engagierte/r: Nutzen Sie die hohe öffentliche Aufmerksamkeit, die während dieser Tage für das Thema Nachhaltigkeit geschaffen wird, um Ihre bisherigen Leistungen zu zeigen und neue Impulse zu setzen.

Weitere Informationen und wie Sie sich beteiligen können finden Sie hier.

 

 

Öko-soziale Beschaffung – jetzt! Ein Leitfaden

Wie Sie die öko-soziale Beschaffung in Ihrem Ort durchsetzen können

 

Seit dem 24. April 2009 ist mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des Vergaberechts die Aufnahme von Sozial- und Umweltbedingungen in die Vergabe öffentlicher Aufträge in Deutschland rechtlich möglich, allerdings nicht zwingend vorgeschrieben.

Das zivilgesellschaftliche Netzwerk CorA (Corporate Accountability) für Unternehmensverantwortung setzt sich seither mit vereinten Kräften dafür ein, dass dieses Gesetz nun auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene auch angewendet wird. Die Mitgliedsorganisationen von CorA fordern die Bundesregierung auf, einen Aktionsplan zur Umsetzung des neuen Gesetzes zur erstellen, so dass bis zum Jahr 2018 die gesamte eigene Beschaffung nach Umwelt- und Sozialkriterien auszurichten. Parallel dazu sollen Kommunen und Länder dazu bewegt werden, Beschlüsse für eine öko-soziale Vergabepraxis zu fassen. Mit ihrer Zuständigkeit für Schulen, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen stellen Kommunen eine enorme Marktmacht beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen dar, die sie zur Durchsetzung von Menschen- und Arbeitsrechten sowie für den Klimaschutz einsetzen können.

Zum Leitfaden: Die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland (First Informations- und Aktions-Netzwerk Deutschland) hat nun in Zusammenarbeit mit weiteren Partnerorganisationen wie DEAB, CiR, CorA, Germanwatch, attac u.a eine Broschüre veröffentlicht, die eine Erläuterung zum Vergaberecht liefert. „Öko-soziale Beschaffung – jetzt! Ein Leitfaden“ richtet sich an lokale aktive Gruppen, die die öko-soziale Vergabe in ihrem Ortsbereich durchsetzen wollen.

Der erste Teil bietet Argumentationshilfen und Hintergrundinformationen an, wie zum Beispiel gesetzlichen Grundlagen und die Strategien der öffentlichen Beschaffung. Anschließend gibt die Broschüre praktische Hinweise, um eine öko-sozialen Vergabe mit bestimmten Beispielprodukten zu umsetzen. Außerdem enthält sie auch postive Beispiele und nützliche Adressen und Links.

Es gibt auch einen heraustrennbaren Innenteil, „Das kleine ABC der Beschaffung“, der Fachbegriffe erklärt und häufig gestellte Fragen zur öko-sozialen Beschaffung beantwortet. Kurz: Die Broschüre rüstet Sie mit allen Informationen aus, die Sie für eine Kampagne in Ihrer Stadt benötigen.

Lesen Sie die Broschüre hier, oder einfach nur "Das kleine ABC der Beschaffung".


(Bilderquelle: „Öko-soziale Beschaffung - jetzt! Broschüre)

 

- Hintergrundwissen -

 

 

 

 

Ressourcenabfluss und Steuerflucht behindern Fortschritt in Afrika

Verkäuferin zahlt mehr Steuern als internationale Firmen

 

Bei einem Vortrag des Instituts für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit in Wien forderte der Vorsitzende des Tax Justice Network Afrika, Dereje Alemayehu, internationale Maßnahmen um Steuerflucht einzudämmen und Ressourcen im Inneren zu mobilisieren.

Der Fortschritt in Afrika wird durch Steuerflucht und Ressourcenabfluss behindert und dies bedeutet für Afrika einen jährlichen Verlust von etwa 334 Milliarden Dollar. Entwicklungshilfe konzentriert sich vor allem auf Investitionen und Kredite, doch dies nutzt nichts, „solange mehr Ressourcen ins Ausland fließen, als in das Land hineinkommen“, so Alemayehu. Durch steigende Rohstoffpreise aber stagnierende Staatseinnahmen, verliert Afrika im globalen Wettbewerb.

"Die afrikanischen Regierungen müssen sich der Verluste ihrer Ressourcen durch die Geldverlagerung in Steueroasen bewusst werden. Nur so können sie gezwungen werden, das Problem in den Verhandlungen mit den Ländern des Nordens auf die Agenda zu setzen.", erklärt der Experte. „Unternehmen sollten Steuern als Beitrag sehen, den sie leisten, damit sie in einem Land wirtschaftlich überhaupt tätig sein dürfen. Es ist ihre Pflicht, diese Steuern zu zahlen“, so Alemayehu weiter. Er verweist außerdem auf die Organisation Action Aid, laut der eine Bierverkäuferin im Shop bereits mehr Steuern bezahlt als internationale Firmen.

Den vollständigen Artikel zu diesem Thema finden Sie hier

(Bild:mysticvean/flickr.com; taxjustice.blogspot.com)

 

Artensterben schlimmer als Klimawandel

Die Erhaltung der Artenvielfalt stellt ein komplizierteres Problem als die Dämmung der negativen Folgen des Klimawandels dar

 

Während eines Vorbereitungstreffens für den in April 2012 stattfindende UN-Biodiversitätsrat IPBES behauptete Carsten Rahbek, Direktor des Zentrums für Makroökologie, Evolution und Klima der Universität Kopenhagen, dass die Erhaltung der Artenvielfalt ein komplizierteres Problem als die Dämmung der negativen Folgen des Klimawandels darstellt.

Da Artensterben um das 100- bis 1.000-Fache schneller als die natürliche Rate verläuft, stehen Artenvielfalt und die Lage der Ökosysteme jetzt auf „Alarmstufe Rot“, die Experten das „Sechsten Massensterben“ genannt haben. Das letzte derartige Massensterben vor 65 Mio. Jahren verursachte das Verschwinden der Dinosaurier und vieler anderen Arten, weslches auf einen globalen Klimawandel zurück verfolgt werden kann. Rahbek schreibt dieses Massensterben „dem Wettkampf um Ressourcen einer Spezies des Planeten - des Menschen - gegen alle anderen“ zu.

Christoph Görg, Leiter des Departments für Umweltpolitik am Zentrum für Umweltforschung betonte unter anderem, dass es große wirtschaftliche und soziale Konsequenzen des Artenverlustes gibt, die jedoch fast immer unerkannt bleiben.

Nachdem die Vereinten Nationen Ihre Unterstützung des IPBES verkündeten, erwarteten die Experten dass bereits im herbst 2011 ein Gremium eingeführt wird, was jedoch erst im April bei der UN-Konferenz in Panama City der Fall sein wird. Görg sagte dass die Situation kompliziert ist, hofft jedoch, dass das IPBES-Gremium öffentliche Aufmerksamkeit auf aller Ebene erreicht und vorhandene Artenschutz-Konventionen verbessern kann.

(Quelle: Sonnenseite; Bilder: Treehugger)

 

 

Klima wandelt Migration

Ein Film zu den Auswirkungen des Klimawandels

 

Der Anstieg des Meeresspiegels als Folge des Klimawandels betrifft vor allem Saaten wie die Niederlande und Bangladesh. Viele Teile dieser Länder liegen unterhalb des Meeresspiegels.

Dieser Film von Anna Cavazzini and Christoph Knorr zeigt, wie die Menschen in den beiden betroffenen Staaten damit umgehen. Die Niederländer können sich durch Deiche, Poldern und Sperrwerke noch relativ gut gegen das Wasser schützen, doch den Menschen in Bangladesch bleibt oft nur die Option ihren Wohnsitz zu verlassen und in Gebiete mit besseren Lebensbedingungen zu flüchten.

In der öffentlichen Debatte ist das Thema klimabedingter Migration noch nicht wirklich angekommen. Es gibt im internationalen Recht keine anerkannte Definition für Personen, die wegen der Vernichtung der Umwelt oder Klimawandel fliehen müssen. Dieser Film will das Thema besser beleuchten und auf die Folgen des Klimawandels insbesondere für Entwicklungsländer aufmerksam machen.

(Bilder: Screenshots vom Film)

 

Fischerei beschädigt ein Drittel der Weltmeere

Ansteigende Fangflotten schädigen die Ökosysteme der Weltmeere

 

Eine vom WWF (World Wide Fund For Nature) beauftrage Studie, die vom Projekt „Sea Around Us“ durchgeführt wurde, zeigt, dass europäische Fangflotten eine beträchtliche Zerstörung der Weltmeere verursacht haben. Seit 1950 haben sich die Fangregionen verzehnfacht, sodass 100 Millionen Quadratkilometer – ein Drittel der Weltmeere – so intensiv befischt werden, dass die Ökosysteme immer schlimmer beeinträchtigt werden.

Durch eine ansteigende Nachfrage nach Fisch und sinkende heimische Fischbestände dringen die Fischer in immer entlegenere Gewässer von Entwicklungsländern vor, sagt Uwe Johannsen vom WWF. Der Bericht betont auch, dass seit den siebziger Jahren immer weniger und kleinere Fische erbeutet werden – ein eindeutiges Zeichen für Überfischung. „Wir haben die Meere gründlich ausgebeutet” erklärt Johannsen.

Die europäische Fanglotte fischt so intensiv in fremden Meeren, 30% der Erträge stammen aus nicht-europäischen Gewässern, sodass sich die intensiv befischten Einsatzgebiet in der letzten 50 Jahren verdreifacht haben. So werden beispielsweise Seehechte vor Westafrika und Thunfisch im Indischen Ozean gefangen.

Der WWF fordert, dass die EU-Fischereipolitik verbessert werden soll, um die Fischbestände und die Umwelt zu schützen. Die Sprecher der Organisation fordern, dass Fischereiabkommen als echte Partnerschaften angesehen werden sollen. Europäische Fischer sollen nur in intakten Bestände arbeiten und nur solchen Fisch fangen, den das Partnerland selbst nicht nutzen kann. Europäische Megatrawler dürften nicht das Auskommen der Kleinfischer beeinträchtigen.

(Quelle: UmweltDialog; Bilder: Adstream/Flickr)

 

Geld Ernten - Unterstützt Dein Geld den wachsenden Hunger in der Welt?

Wie Europäische Banken und Privatunternehmen von Spekulationen mit Nahrungsmitteln profitieren

 

In einer von WEED (World Economy, Ecology & Development) mit herausgegebenen Studie, die von Friends of the Earth Europe koordiniert wurde, werden die europäischen Finanzakteure im Rohstoffanlagemarkt betrachtet und bewertet.

Im Zuge der andauernden Turbulenzen auf den Finanzmärkten werden Geschäfte mit Agrarrohstoffen zunehmend interessant für Investoren und Spekulanten. Dies führt zu Preisen, die nicht mehr nur auf Nachfrage und Angebot beruhen, sondern stark von Spekulationen und Investitionen abhängen.
Die Finanzgeschäfte mit Rohstoffen führen somit vor allem zu höheren Lebensmittelpreisen für die Konsumenten. Die hohen Preise treffen die Schwächsten am härtesten und bedrohen ihr Recht auf Nahrung. Auch die Landwirte  sind von den Preisschwankungen betroffen, denn sie bedrohen die Rentabilität der Betriebe und machen es den Landwirten schwer ein gesichertes Einkommen zu erhalten.
Die Studie erläutert eine Reihe von Maßnahmen um die EU-Finanzmärkte zu regulieren und die Finanzdienstleistungspolitik der Unternehmen hinsichtlich Nahrungsmittelderivaten und Grundstücksgeschäften zu verschärfen

In diesem Zusammenhang hat WEED gemeinsam mit Misereor und Oxfam ein Hintergrundpapier zum Rohstoffgeschäft der Deutschen Bank erstellt. Die Deutsche Bank ist bei dem Geschäft mit Rohstoffanlagen ganz vorne dabei: alleine über die ermittelten 45 Fonds wurden Anfang 2011 Agrarfutures im Wert von schätzungsweise fast 5 Milliarden Dollar gehalten.
Das Hintergrundpapier wurde gerade mit einer Pressemeldung veröffentlicht, in der die Deutsche Bank zum Ausstieg aus diesem Geschäft aufgefordert wird.

Lesen Sie die vollständige Studie (Englisch) und das Hintergrundpapier zum Rohstoffgeschäft.

(Bilder: WEED)

 

Es ist möglich 9 Milliarden Menschen zu ernähren

Neue Impulse von der Internationalen Grüne Woche

 

Die seit letztem Freitag stattfindende Internationale Grüne Woche hat schon jetzt wegweisende Akzente in der internationalen Agrar- und Ernährungspolitik gesetzt. 

Auf dem in diesem Rahmen veranstalteten 4. Internationalen Agrarministergipfel erarbeiteten die Landwirtschaftsminister aus 64 Staaten Strategien zur Sicherung der Welternährung. Dabei betonten sie die Rolle einer nachhaltigen und produktiven Landwirtschaft und bekannten sich in ihrer Abschlusserklärung zu einer Landwirtschaft, die konsequent an den Prinzipien der Ressourcenschonung und der Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Kleinbauern sollen Investitionen, sowie sicherer Zugang zu Land und Wasser ermöglicht werden. Verluste und Verschwendung von Nahrungsmitteln müssen verringert werden.  
Die Ergebnisse des Berliner Agrarministergipfels sollen Impulse für die UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung geben, die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfindet.

Vor dem Gipfel trafen sich bereits 800 Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft um sich mit den Landwirtschaftsministern zum Thema "Ernährungssicherung durch nachhaltiges Wachstum – Landwirtschaftliche Nutzung knapper Ressourcen" auszutauschen.
Der Generaldirektor der Welternährungsorganisation (FAO) José Graziano da Silva forderte eine umfassende Partnerschaft zur Bekämpfung des Hungers, die Unterstützung von Frauen und den Zugang und die effizientere Nutzung von Wasser.
Der EU- Agrarkommissar Dacian Ciolos Wichtig weiß darauf hin, dass die Verantwortung für Nachhaltigkeit nicht nur auf Produktionsseite liege, sondern auch auf Seiten der Konsumenten. 


Für die Agrarministerin Kenias, Sally Jemng'etich Kosgei, ist es vor allem wichtig, die nötige Infrastruktur herzustellen, damit in Notfällen Lebensmittel von Überschussregion in Mangelregionen gebracht werden können. Der chinesische Vize-Agrarminister Yuxiang Zhang sieht die Ernährungssicherheit in seinem Land als gut an. Für ihn stellen Industrialisierung und Urbanisierung den Grund für einen Rückgang an Ackerflächen dar. Um Produktions- und Nachernteverluste zu vermeiden, habe die Regierung in schädlingsresistente Pflanzenarten und den Hochwasserschutz sowie in Kühlhäuser investiert.
Indonesiens Agrarminister Asyraf Suswono forderte eine bessere internationale Zusammenarbeit in der Forschung nach produktiveren und nahrhafteren Sorten. Sein Land setzt vor allem auf die Förderung der Selbstversorgung durch neue Produktionsflächen und verbesserte Bewässerungssysteme.
Der brasilianische Agrarminister Jorge Mendes Ribero Filho betonte, dass Landwirte die Umwelt nicht schädigen sondern erhalten und betonte, dass für seine Regierung Produktion und Umweltschutz gleichberechtigt nebeneinander stehen.

Auf dem Internationalen Wirtschaftspodium legten Agrar- und Ernährungsindustrie ihre Sichtweise dar. Die Veranstalter wollen ihre Arbeit zur Verbesserung der globalen Nahrungsmittelversorgung künftig mit ihrem neu gegründeten Verein "Global Forum for Food and Agriculture Berlin e.V." vorantreiben, den sie zu Beginn der Veranstaltung vorstellten

Das Leitbild der „Green economy“ stellte für alle Teilnehmer die Antwort auf die derzeitigen Probleme dar. Diese Wirtschaftsweise umfasst die ökologische Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Profitabilität und soziale Inklusion. Dabei bildet sie kein Widerspruch zum Wachstum und ist auch kein Luxus, wie die Beigeordnete Generaldirektorin der Welternährungsorganisation FAO, Fernanda Guerrieri, mitteilte.

Der Europapräsident von John Deere, einem Hersteller landtechnischer Maschinen, betonte die Bedeutung der Ausbildung, denn „um die Welternährung nachhaltig sicherzustellen, ist ein erheblicher Koordinationsbedarf nötig, vor allem für Kleinbauern“

Den ganzen Artikel können sie hier lesen.

(Bilder: Website der Grünen Woche)
 

 

Klimaschutzmaßnahmen mit Nutzen für Gesundheit und Landwirtschaft

Wissenschaftler identifizieren 14 Kontrollmechanismen zur Luftverschmutzung, die die globale Erderwärmung verlangsamen, Millionen von Leben retten und Ernteerträge steigern könnten

 

Die im Science Magazin unter der Leitung von Drew Shindell veröffentlichte Studie des NASA Goddard Institute for Space Studies (GISS) hat etwa 400 Kontrollmaßnahmen zum Klimaschutz untersucht. 

Nach der Untersuchung der Mechanismen, deren Effekte im International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) GAINS model festgehalten worden sind, benannten die Wissenschaftler 14 Mechanismen mit dem größten Nutzen für die Umwelt. Laut Shindell führt die Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels genauso wie die Reduzierung von Emissionen wie Ruß und Methan, die die Gesundheit von Menschen gleichermaßen wie die von Pflanzen beeinträchtigen, zu einem „win-win“- Effekt.

Die Klimaschutzmaßnahmen haben dabei für verschiedene Länder unterschiedliche Auswirkungen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Maßnahmen Tadschikistan, Kirgisistan und Russland den größten Schutz vor der globalen Erderwärmung bieten können, während sie für Bangladesch, Nepal und Indien einen deutlichen Rückgang an frühzeitigen Todesfällen bedeuten würden. Dem Iran, Pakistan und Jordanien würden die Maßnahmen helfen, die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern und Südasien und der Sahelregion Afrikas würden sie zu einem Wandel in den Niederschlagswerten verhelfen.
Da Ruß und Methan aber von vielen Quellen ausgestoßen werden, braucht es vielseitige Infrastrukturausbauten um die Maßnahmen zu implementieren.

Shindell weist außerdem darauf hin, dass viele Länder der öffentlichen Gesundheit und der Lebensmittelversorgung eine größere Bedeutung zusprechen, als der Bekämpfung des Klimawandels. Doch die Maßnahmen und ihre Vorteile für die Umwelt zu kennen, könnte solche Länder motivieren, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel (Deutsch) und hier die Studie (auf Englisch).

(Bild: fotolia)


 

 

Situation der Weltwirtschaft und Ausblick 2012

DESA veröffentlich Report zur Weltwirtschaft: Abschwächung der Konjunktur geht weiter

 

 

Diese Woche hat das DESA, das UN Department of Economic and Social Affairs, seinen Report zur Weltwirtschaft, unter dem Titel World Economic Situation and Prospects, veröffentlicht. Der Report prognostiziert auch für die Jahre 2012 und 2013 eine weitere Konjunkturabschwächung voraus und deutet das Wachstum des Bruttoweltprodukts (BWP) auf 2,6 Prozent in 2012 und 3,2 Prozent in 2013, einem Wert noch unter Vorkrisenniveau.  

Das DESA sieht die Gründe dafür im Unvermögen der Länder auf Arbeitslosigkeit und Verschuldung zu reagieren, wie das Beispiel der USA und der Euro-Zone zeigt. In den Entwicklungsländern erwartet das DESA ein Wirtschaftswachstum von 5,4 Prozent in 2012 und 5,8 Prozent in 2013, mit Höchstwerten in Ländern wie Indien oder China.

Der Report bietet außerdem einige strategische Richtilinien, die eine erneute Rezession verhindern würden.

Lesen Sie den ganzen Report hier (auf Englisch).

(Bildquelle: UN DESA)

 

 

UN-Jahr für "Nachhaltige Energie für alle"

Die Vereinten Nationen erklären das Jahr 2012 zum UN-Jahr für „Nachhaltige Energie für alle“

 

Nach Abschluss der Jahrestagung der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien erklärte UN-General­sekretär Ban Ki Moon auf dem Weltgipfel für Zukunftsenergie („World Future Energy Summit“) in Abu Dhabi das Jahr 2012 offiziell zum UN-Jahr für "Nachhaltige Energie für Alle".

Vom 14. bis 15 Januar 2012 fand die zweite Versammlung der Mitglieder der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate (VA) statt. Mit Vertretern von über 150 Staaten, entschieden sie über das Gesamtbudget der Organisation, welches in diesem Jahr auf rund 28,4 Millionen US-Dollar steigt.

Letztes Jahr steuerte Deutschland 4 Millionen US-Dollar zum IRENA Innovations- und Technologiezentrums (IITC) in Bonn bei. Die Mitteilung, dass der chinesische Premierminister Wen Jiabao eintreten möchte, unterlegt die zunehmende Wichtigkeit von IRENA.

Im Abschluss an die IRENA Versammlung fand vom 16. bis 19. Januar 2012 der World Future Energy Summit (WFES) in Abu Dhabi ab. In Begleitung von Chinas Premierminister Wen Jiabao, zahlreichen Energieministern und über 26,000 Besuchern und 3000 Delegierten aus rund 140 Nationen, stellte der Gipfel einen wichtigen Anfangspunkt für das kommende Jahr für "Nachhaltige Energie für alle" dar. Die UN-Ziele schließen bis 2030 einen Zugang zu modernen Energiedienstleistungen für alle Menschen und eine Verdopplung des Anteils der erneuerbaren Energien im globalen Energiemix ein.

(Quelle: Sonnenseite, Bildquelle: World Future Energy Summit)

 

Ein anderes Rio ist möglich!

Die Zivilgesellschaft fordert neue Lösungen für die Rio-Erklärung

 

Bereits vor dem Ende des Sozialforums im brasilianischen Porto Alegre ist klar: Die Zivilgesellschaft der Welt will eine andere Rio+20-Konferenz als bislang von den Vereinten Nationen geplant. Partnerorganisationen des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) fordert andere Schwerpunkte zu setzen als bislang im ersten Entwurfs-Dokument verkündet. Themen wie Menschenrechte, Gerechtigkeit und kleinbäuerliche Landwirtschaft soll in den Vordergrund rücken.
"Die Vorbereitungen zur Rio+20-Konferenz stehen bislang unter einem ungünstigen Stern: dem der Green Economy", sagt Michael Frein, EED-Nachhaltigkeitsexperte. "Die Weltwirtschaft soll grüner, die natürlichen Ressourcen sollen effizienter genutzt werden, an der weltweiten Ungerechtigkeit soll sich aber anscheinend nichts ändern."

Trotz heftiger Kritik der Aktivistinnen und Aktivisten sei dieser Ansatz inzwischen zum Fixstern der Regierungen für eine nachhaltige Entwicklung geworden. "Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt verstehen Green Economy als Unterwerfung der Politik unter die Interessen der Wirtschaft. Sie leistet der Kommerzialisierung der Natur weiteren Vorschub, Menschenrechte, Armutsbekämpfung und Gerechtigkeit bleiben auf der Strecke", so Michael Frein.
 
Der bisherige Entwurf der Rio-Erklärung setze nach wie vor auf Wirtschaftsliberalisierung und anhaltendes Wachstum als Motor jeglicher Entwicklung. "Die Macher des Entwurfs ignorieren, dass Liberalisierung und Wachsstumsfixierung vielen Menschen in Entwicklungsländern nicht geholfen hat. Die Schere zwischen den wenigen Reichen und den vielen Armen in den Ländern des Südens geht so weiter auseinander", so Frein. Mit den alten Werkzeugen könne man den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht erfolgreich begegnen.

Die in Porto Alegre versammelten Aktivistinnen und Aktivisten fordern daher neue Lösungen. "Gemeinsam setzen wir uns für eine neue Rio-Erklärung ein", sagt Jürgen Reichel, EED und Mitglied des internationalen Rates des Weltsozialforums. "Unsere brasilianischen Partnerinnen und Partnern laden dazu Menschen aus aller Welt ein, für ein anderes und besseres Rio+20 zu kämpfen. Die Nachricht des Forums aus Porto Alegre ist, dass die UN und die Regierungen der Welt nicht länger die Meinung der betroffenen Menschen ignorieren können", so Reichel.

Lesen Sie hier den Artikel zum Dokument der Ziele der Konferenz.

Der EED ist ein Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland. Jedes Jahr fördert er etwa 1500 Projekte und Programme in Afrika, Asien und Lateinamerika, in Südosteuropa und im Kaukasus. Er vermittelt Fachleute aus Europa in Projekte nach Übersee und vergibt Stipendien an Nachwuchskräfte aus Partnerländern. In Deutschland unterstützt der EED die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von über 500 Gruppen und Gemeinden.
 
(Bilder: Website EED)
 

 

- Plant-for-the-Planet -

 

 

 

 

Die Gute Schokolade

Wir bringen unsere erste klimaneutral produzierte und fair gehandelte Schokolade auf den Markt

 

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner gehörte beim ihrem Rundgang auf der Internationalen Süßwaren Messe (ISM) in Köln am 29.1.2012 zu unseren ersten Besuchern. Unsere Botschafter Alina und Moritz erklärten ihr genau, warum wir eine Schokolade auf den Markt gebracht haben.

Alina erklärt der Ministerin ganz genau, warum wir Kinder diese besondere Schokolade, zusammen mit einem Schweizer Schokoladenhersteller entwickelt haben, nämlich weil sie die Werte verkörpert, für die wir uns einsetzen.

Wir Kinder möchten, dass
1. die Kinder der Kakaobauern zur Schule gehen können. Wir wollen nicht, dass unsere Altersgenossen in Afrika für uns Kakaobohnen pflücken müssen.
2. das CO2, das bei der Herstellung und beim Transport von Schokolade erzeugt wird, sofort wieder kompensiert wird.
3. sie gut schmeckt
4. und sie gut ausschaut.

Eine Tafel dieser Schokolade verursacht von der Kakaobohne bis hin zum Transport zum Endverbraucher ca. 300g CO2. Der Schweizer Schokoladenhersteller Chocolats Halba, pflanzt für 1.000 Tafeln Schokolade einen Baum, der während seines gesamten Lebens ca. 300 kg CO2 binden kann. Somit ist die Produktion dieser Schokolade insgesamt CO2-neutral.

Für das Fair Trade Produkt bezieht Chocolats Halba die Kakaobohnen ausschließlich aus Fair Trade Kooperativen. Mit den Mehreinnahmen aus dem Fair Trade Handel werden soziale Projekte für die Kakaobauern finanziert, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Wie, wo und welche Bäume gepflanzt werden, das seht Ihr auf diesem Video:

 

Damit ist unsere Schokolade eine richtige "Kinderschokolade", sagt Felix. „Die Idee zu dieser Schokolade hatten wir, nachdem wir im Mai 2011 auf einem Treffen der Schokoladenbranche eingeladen waren.“ Jetzt Fan der Guten Schokolade auf Facebook werden und nichts mehr verpassen!

Die Pressemitteilung von dm können Sie hier lesen.



 

 

Future Fee - 0,1 Promille für unsere Zukunft

Erste Hersteller erklären sich zur Future Fee bereit

 

Wir Kinder fingen mit unserer Lieblingsbranche an, dem Schokoladen- und Süßwarensektor. Im Mai 2011 in Düsseldorf und auf dem Neujahrsempfang des Süßwarenhandelsverbandes Sweets Global Network am 6.1.2012 in München stellte Felix die Idee der „Future Fee“ vor und rief zur freiwilligen Spende von einem Euro für jede Tonne Schokoladenprodukte bzw. Süßwaren oder 0,1 Promille (0,01%) des jährlichen Unternehmensumsatzes auf. Damit wollen wir Kinder auf Akademien ausbilden und Bäume pflanzen.
 


Während der erste Versuch am 16. Mai 2011 zu einem Flop wurde und Felix sehr enttäuscht war löste Felix am 6. Januar 2012 damit große Begeisterung aus. Die 300 Zuhörer zeigten ihre Anerkennung mit stehenden Ovationen. Spontan erklärten sich einige Hersteller bereit, die Future Fee abzuführen und damit die Arbeit der Kinder zu unterstützen – so die Unternehmen Bahlsen, Becks Cocoa, Brandt, Bühler, Choclats Halba, Chocri, Trolli, Heilemann, Pit Hoffmann, Sweet Tec und S&R Vertrieb.





Unter dem Motto „Chocolate used to be brown. Let`s make it green“ wendet sich der Vorschlag in einem ersten Schritt an die Süßwarenindustrie. Die Future Fee ist jedoch auch auf nahezu alle anderen Branchen übertragbar. Durch die Abgabe einer „Future Fee“ für die Produkte, die sie produzieren, ermöglichen Unternehmen uns Kindern, dass wir uns für Nachhaltigkeit einsetzen und Bäume pflanzen.

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Weitere Informationen findet ihr auch auf unserer Website.

 

 

Clara spricht vor der Kinderkommission des deutschen Bundestages

Vorsitzende verspricht, Akademie zu organisieren

 

Am 18. Januar durfte ich einen Vortrag vor der Kinderkommission des Deutschen Bundestages halten. Dabei stellte ich Plant-for-the-Planet vor und bat um Unterstützung. Mein Vortrag war der offiziellen Sitzung vorgelagert, sodass aufgrund des engen Politikeralltags nur wenige Mitglieder kommen konnten. Diese jedoch waren von Plant-for-the-Planet sehr beeindruckt. Die Vorsitzende, Frau Bracht-Bendt, stimmte auch noch einem Kampagnenfoto zu und versprach, in ihrem Amt als Kommunalpolitikerin eine Akademie zu veranstalten.

Clara Slawik

Mehr Informationen über die Kinderkommission


 

 

 

 

- Bücher -

 

 

 

 

Ökosoziale Marktwirtschaft

Neu in unserem Shop!

 

Die Welt steht vor extremen Herausforderungen: eine rasch wachsende Weltbevölkerung, ein überdimensionierter ökologischer Fußabdruck, massiver Wettbewerb um knappe Ressourcen, ein dramatisches Wohlstandsgefälle zwischen Nord und Süd, eine sich ankündigende Klimakatastrophe und ein grade noch abgewendeter Kollaps des Weltfinanzsystems fordern Lösungen. Sind die vor uns liegenden Probleme beherrschbar? Ist eine Wohlstandsperspektive für zehn Milliarden Menschen im Einklang mit Natur und Umwelt denkbar? Sind die beiden tragenden internationalen Leitorientierungen - die angestrebte Nachhaltigkeit einerseits und die Marktbasierung andererseits - kompatibel? Und wenn ja, wie müsste ein entsprechendes weltweites Wirtschaftssystem aussehen?

Die Autoren dieses Buches geben Auskunft und Orientierung. Sie beschreiben Historie, Programm und Perspektive einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft die im gedanklichen Rahmen einer Weltinnenpolitik Perspektiven für eine gute Zukunft bietet. Voraussetzung ist eine Global Governance, die ökologische und soziale Anliegen wirkungsvoll verknüpft.

Diesen aktuellen Titel geschrieben von F.J. Radermacher, J. Riegler und H. Weiger, mit Vorwort von K. Töpfer, erschienen im Oekom Verlag erhalten Sie versandkostenfrei für 16,90 Euro in unserem Shop.

 

 

Schicken Sie Teile Ihrer Zukunftsliteratur auf die Reise...

...und regen auf diese Weise weitere Menschen zum Umdenken an!

 

Seit Sommer 2011 reist ein Teil der Global Marshall Plan Zukunftsbibliothek durch die Welt! „Freigelassen“ in verschiedenen Städten Deutschlands und Österreichs, haben wir es dem Zufall überlassen, wo die Literatur „Gefunden“ und gelesen wird.

Auf die Initiative einer kreativen Unterstützerin hin, befinden wir uns seither in der Testphase dieser tollen Projektidee, der Idee sich beim BookCrossing zu beteiligen und auf dieser Weise unsere wichtige Literatur mit vielen weiteren Menschen zu teilen. BookCrossing ist eine von vielen Möglichkeiten die wichtige Botschaft einer „Welt in Balance“ weiter zu verbreiten. Das Besondere dabei ist, dass wir dabei auch ihren Weg verfolgen können. Durch die Registrierung der Bücher auf der offiziellen BookCrossing-Website erhält jedes Buch eine eindeutige Identität (BCID-Nummer), so dass deren Wirken von Leser zu Leser weiterverfolgt werden kann.

Sie möchten auch mitmachen? So einfach geht’s:

1. Kennzeichnen: Durch die kostenfreie Registrierung auf der Website www.bookcrossing.de erhält Ihr Buch eine ID-Nummer. Diese Nummer wird auf dem offiziellen BookCrossing-Sticker eingetragen, welcher zusammen mit einem Global Marshall Plan-Sticker auf dem registrierten Buch angebracht wird. Beide Sticker-Vorlagen können unter info@globalmarshallplan.org bei uns angefordert werden.

2. Teilen :Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihr Buch teilen können. Sie können es einfach einem Freund, einer Freundin, einem Familienmitglied oder einem Fremden geben. Oder Sie finden innerhalb der BookCrossing Gemeinschaft jemanden, der genau Ihr Buch sucht. Diese Möglichkeiten werden als "Weitergaben" bezeichnet, weil Sie das nächste Ziel Ihres Buches bereits kennen.
Sie können Ihr Buch jedoch auch einfach „in die Wildnis freilassen“, bzw. an einem frei gewählten Ort -Ihrem Lieblings-Cafe, auf einer Parkbank oder in einem Warteraum- liegen lassen, so dass es von einem Interessenten gefunden werden kann. Durch die Registrierung auf der Website haben Sie dann die Möglichkeit etwas über die neuen Abenteuer Ihres Buches zu erfahren!

Wichtig ist, dass Sie kreativ sind was das „Feilassen“ anbelangt! Denken Sie sorgfältig nach und bedenken, wo unsere Zukunftsliteratur einen echten Unterschied machen kann.

3. Verfolgen Sie die Reise Ihres Buches: Wenn ein Leser oder eine Leserin Ihr Buch findet, können sich diese mit der Book Crossing ID-Nummer Ihres Buches auf BookCrossing.de einloggen und darüber berichten wo sich das Buch gerade befindet, wer es gerade liest, was über die Zukunftslektüre gedacht wird und wohin sie als nächstes reisen wird.

Das kommentieren und „Freilassen“ funktioniert hierbei völlig anonym, man muss sich nicht registrieren und geht keinerlei Verpflichtungen ein.

***Der zusätzliche Global Marshall Plan Aufkleber macht dabei auf die Initiative und eines ihrer Sprachrohre - die Zukunftsbibliothek, welche über unseren Buchshop erhältlich ist - aufmerksam.

Sie sind herzlich eingeladen ebenfalls Zukunftsliteratur auf die Reise zu schicken! Schreiben Sie uns an unter info@globalmarshallplan.org und wir lassen Ihnen die Global Marshall Plan Aufkleber zukommen. Und berichten Sie uns über Ihre Erfahrungen. Die Teilnehmer der aktuell stattfindenden Global Marshall Plan Academy werden uns an dieser Stelle sicherlich bald Einiges zu berichten haben.***
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Nur Egoismus kann das Klima retten

Warum ökologisches und ökonomisches Handeln kein Widerspruch sein darf

 

Das aktuelle Buch vom Weltklimagipfel in Durban/Südafrka von Andreas Wolfsteiner und Günter Wittmann erläutert Alternativen zur heutigen Klimaschutzpolitik. 

Voraussetzungen für einen funktionierenden Klimaschutz sind nach Meinung der Autoren vor allem ein realistisches Menschenbild und eine realistische Vorstellung darüber, wie Wirtschaft funktioniert. Sie argumentieren, dass Klimaschutz heutzutage nur ein Erfolg ist, wenn es um Geld geht. Nur wenn CO2 einen Preis bekommt und sich damit Klimaschutz für Unternehmen und für Bürger aus egoistischen Motiven rechnet, besteht eine Chance, den CO2-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren.

Es werden konkrete Vorschläge auf nationaler, EU- und internationaler Ebene vorgestellt, sowie die sozialen Aspekte des Klimaschutzes und technische Potenziale beleuchtet.

"Detailliert rechnen Andreas Wolfsteiner und Günter Wittmann vor, wie viel Klimagase welche Weltregion einsparen muss. Auch für Entwicklungsländer könnte sich Klimaschutz auszahlen, wenn die Industrieländer bei ihnen nachhaltige Energiequellen fördern, um Treibhausgase zu reduzieren. Den nötigen Kostenaufschlag auf die fossilen Energieträger wollen die Regensburger Autoren über eine Energiesteuer erreichen, die vorhersagbar steigt oder über einen Handel mit Emissionsrechten. Danach bekäme jedes Land ein Budget, wie viel Klimagas es ausstoßen darf. Das kann es dann auf alle Energieerzeuger aufteilen, die wiederum die Kosten an alle Energienutzer weitergeben. Wer das nicht schafft, muss Emissionsrechte zukaufen, oder anderswo Kohle und Öl einsparen helfen. So könnte es für eine deutsche Firma lukrativ werden, ein Kohlekraftwerk in Indien mit wenig Geld effektiver zu machen, weil das auf eigene Emissionsrechte wirkt.

Das wichtigste Anliegen der Autoren ist, dass die Weichen schnell gestellt werden, damit langfristige Investitionen schon heute nicht mehr in Kohle, Öl und Gas, sondern in die Energieträger der Zukunft und ins Energiesparen fließen. Dann, so ihre positive Botschaft, ist das Klimaziel noch zu erreichen - und zwar ohne Lebensqualitätverlust" (Deutschlandradio.de).

Das Buch kann für 19,99€ bei amazon bestellt werden. 

 

 

 

 

Steuermaßnahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung

Das neue Buch von Lorenz Jarass und Gustav Obermaier

 

Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und Unterstützer des Global Marshall Plan, steuerte unlängst das Vorwort zum Buch "Steuermaßnahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung" bei, welches von den beiden Steuerexperten Lorenz Jarass und Gustav Obermair verfasst wurde.

Auf dem Buchrücken heißt es:

„Die öffentlichen Haushalte sind strukturell unterfinanziert, überwiegend nicht wegen zu niedriger Steuersätze, sondern weil erhebliche Teile von in Deutschland erworbenen Einkommen unbesteuert bleiben. Insbesondere können in Deutschland erwirtschaftete Kapitalentgelte in Form von Schuldzinsen und Lizenzgebühren unbesteuert in Steueroasen fließen. Ein beträchtlicher Teil der Vermögen bleibt dauerhaft und auch bei Vererbung fast unbesteuert".

Zu denen im Buch aufgelistet Maßnahmen, um diese gesetzgeberischen Versäumnisse nachzuholen, zählen u.a.

  • Erweiterung der Gewerbesteuer
  • Angabe des gesamten Kapitalvermögens und der erzielten Einkünfte in der Einkommensteuererklärung
  • Einführung einer Bundesimmobiliensteuer als Teil einer allgemeinen Vermögensteuer


Das Buch kann hier heruntergeladen oder für 9,50€ beim MV-Verlag bestellt werden.

(Quelle: Steuermaßnahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung)

 

- Ausgewählte Medien -

 

 

 

 

Pressespiegel

Die Initiative und Plant-for-the-Planet in den Medien

 

 




Veranstaltungen



BioFach 2012 trifft Nürnberg

15.02.2012 - 17.02.2012
Nürnberg


Begleitprogramm zur Weltleitmesse BioFach lädt zu interessanten Veranstaltungen ein

 

Vom 15.-17.02.2012 öffnet die BioFach als Weltleitmesse für die Biowelt im Nürnberger Messezentrum wieder ihre Pforten für das Fachpublikum aus aller Welt. Auch dieses Jahr gibt es begleitend zum offiziellen Messeprogramm eine Veranstaltungsreihe für Verbraucher. Drei Abende voller Information, Unterhaltung und vielem mehr warten auf Sie:

Mittwoch, 15.02.2012 ab 19.30 Uhr: "Wem gehört die Welt?" - Vortrag von Vandana Shiva, offizielle Unterstützerin der Global Marshall Plan Initiative, im Schauspielhaus mit anschl. Podiumsdiskussion (Hubert Weiger, Renate Künast).

Donnerstag, 16.02.2012 ab 19.30 Uhr: "Behind the label" - Film zur Globalisierung im Kleiderschrank mit anschliessender Podiumsdiskussion und Poetry Slam im Künstlerhaus K4 Festsaal.

Freitag, 17.02.2012 ab 20.00 Uhr: "BioFach Party" - live on stage: Bernd Regenauer (Kabarett) und weitere Gäste im Künstlerhaus K4 Festsaal.

Mehr erfahren Sie im Flyer oder auf der Webseite von Organisator BluePingu.
 

 

Informations- und Diskussionsveranstaltung: Geld mit Sinn: Anlegerinnen und Anleger gestalten Zukunft

15.02.2012 19:00 Uhr (Ortszeit) - 15.02.2012 22:00 Uhr (Ortszeit)
Nürnberg


Hochkarätig besetzter Informationsabend zum Thema der nachhaltigen Geldanlage

 

Ein Veranstaltungstipp der ÖSF Regionalgruppe Metropolregion Nürnberg

Die nachhaltige Bildungsinitiative GELD mit Sinn e.V veranstaltet am Mittwoch, den 15. Februar einen Informationsabend mit Podiumsdiskussion zum Thema: Anlegerinnen und Anleger bewegt quer durch die Republik immer stärker.

Geldanlagen werden immer mehr als ein Hebel erachtet, der positive Entwicklungen in Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft fördern kann. Von nachhaltiger Energieversorgung bis zu Aufforstungsprojekten sind die Gestaltungsmöglichkeiten riesig. Die Referenten bei dieser Veranstaltung sind unter anderem Georg Hetz, Geschäftsführer der UDI, Harry Assenmacher, Geschäftsführer der Forest Finance und viele andere.

Eintritt ist frei!

Anmeldung wird erbeten: Sie können sich unter heidi.geisler@geldmitsinn.de noch bis zum 14.02. anmelden.

Mehr erfahren Sie im Flyer hier, nähere Information über die Initiative finden Sie hier.

*** GELD mit Sinn ist eine nachhaltige Bildungsinitiative, die Chancen nachhaltiger Geldanlagen zeigt. Mit Internetangeboten und Veranstaltungen unterstützt GELD mit Sinn Anleger aller Altersgruppen, vor allem Frauen, zu wissen, wie sie heute aktiv bestimmen können, dass ihr Geld nicht nur sicher, sondern auch mit sozialer und ökologischer Rendite angelegt wird. ***

 

„Sind wir wirklich noch zu retten?"

06.03.2012
Düsseldorf


Regionalgruppe Düsseldorf lädt ein zur Diskussion

 

Das Netzwerk Ökoszioale Entwicklung e.V., eine Regionalgruppe der Global Marshall Plan Initiative, lädt am 6. März 2011 zur Podiumsdiskussion mit dem Titel "Sind wir noch zu retten?" ein.

Dabei wird das Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie, das sich in der Finanzkrise ja nur oberflächlich widerspiegelt, thematisiert werden. Niko Paech, Öjonomieprofessor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg, wird erläutern, welche Tendenzen einer nachhaltigen Zukunft entgegenwirken.

Außerdem wird die Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Enrgie GmbH durch seinen Leiter Professor Uwe Schneidewind, vertreten sein.  Der Ökologe Dr. Daniel Dahm wird den Ansatz der Initiative „Gemeingüter – nehmen und geben“ erläutern. Diese will Investitionen in Gemeingüter mit denen in Produktionsgüter gleichstellen. Ein Vertreter der Ökosozialen Marktwirtschaft wird noch gesucht.

Das Wuppertal Institut ist, wie auch die VHS-Düsseldorf und die Böll-Stiftung NRW, Mitveranstalter der Diskussion. 

Näheres dazu finden Sie bald hier auf der Website der Regionalgruppe Düsseldorf.

 

 

 

Visionen für den Wandel

07.03.2012 18:30 Uhr (Ortszeit)
ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal


Veränderungen erfolgreich gestalten

 

 

 

Mehr Wissen - Mehr Tun: Verschaffe Dir den Energie Durchblick!

14.03.2012 19:30 Uhr (Ortszeit)
Weibhausen


Verständlich dargestellte Vorträge mit übersichtlichen Info-Grafiken. Vorträge mit Debatten-Potenzial!

 

"Verschaff dir den Energie Durchblick!" ist die Auftaktveranstaltung des Engagements eines engagierten Global Marshall Plan Unterstützers aus der Gemeinde Wonneberg, Landkreis Traunstein, in Oberbayern.

Am 14.03.2012 lädt er zu einem Informationsabend ein, bei der die Teilnehmer alles rund um das Thema der aktuellen Energiedebatte erfahren werden.

Dabei wird es die folgenden interessanten Vorträge geben:

  • Frau Dr. Birgit Seeholzer - Koordinatorin für Klima- und Energiekonferenz des Landkreises Traunsteins: "Ziel 2020: 100% Strom aus erneuerbaren Energien für Kommunen, Haushalte und Betriebe"

 

  • Herr Georg Huber - Kreisrat, Agenda 21, Referent Waging am See: "Stand und Verlauf des Waginger Energiekonzeptes 2020"
  • Herr Peter Wolff - Dip. Wirtschaftinformatiker (FH): "Das Klima ist in Gefahr, das Ölzeitalter geht zu Ende. Doch was kommt danach? Die Wege einer nachhaltige Energieversorgung!"


Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind Herzlich Willkommen!

Finden Sie den Flyer der Veranstaltung hier.

Die offizielle Pressemitteilung mit Details zu den Vorträgen finden Sie hier.

 

Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit in Heidelberg-Mannheim

11.05.2012 - 12.05.2012
Heidelberg, Mannheim


Wirtschaften in einer nachhaltigen Marktwirtschaft

 

Der Arbeitskreis Postautistische Ökonomie an der Uni Heidelberg, die Gruppe "POLImotion", die Studenteninitiative des Club of Rome sowie sneep Mannheim richten gemeinsam am 11. und 12. Mai 2012 die Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit in Heidelberg und Mannheim aus.

Im Vordergrund der Tagung steht die Darstellung der verschiedenen Möglichkeiten des Wirtschaftens in einer nachhaltigen Marktwirtschaft. Auf diesem Hintergrund basierend gibt es auch eine Informationsveranstaltung zu dem notwendigen gesellschaftlichen Umgestaltungprozess mit dessen Hilfe eine nachhaltige Marktwirtschaft durchgesetzt werden könnte.

Diese Veranstaltung richtet sich besonders an Studierende an Mannheim und Heidelberg, aber natürlich ist auch jeder Interessierte herzlich eingeladen bei daran teilzunehmen.

Um mehr Informationen zu erhalten, z.B. über den detaillierten Ablauf der Veranstaltung, klicken Sie bitte auf die offizielle Website des Projekts Hochschultage.

*** Die Hochschultage sind ein gemeinsames Projekt von der Global Marshall Plan Initiative und fünf weiteren Partnerorganisationen. Interessierte und Lokalgruppen, die einen solchen Hochschultag organisieren wollen, können sich gerne bei Gisela Wohlfahrt unter hochschultage@globalmarshallplan.org im Projektbüro der Initiative melden.***

 

Global Marshall Plan Workshop

12.05.2012 10:00 Uhr (Ortszeit) - 12.05.2012 16:00 Uhr (Ortszeit)
Koordinationsbüro Hamburg


Globale Vision – Konkrete Handlungsmöglichkeiten?!

 

Am Samstag, den 12. Mai 2012 veranstaltet die Global Marshall Plan Foundation einen Workshop zum Global Marshall Plan im Rahmen der "Aktionstage Politische Bildung", die von der Bundeszentrale für Politische Bildung ins Leben gerufen wurden.

Die Impuls-Academy ist eine Schulung, bei der sich engagierte Menschen aus dem deutschsprachigen Raum zusammenfinden um sich intensiv mit der Global Marshall Plan Initiative zu beschäftigen. Von den aktuellen Herausforderungen der Globalisierung fasziniert und interessiert an Themen von globaler Relevanz, lernen die Teilnehmer der Schulung ihr Interesse an diesen Themen von der Theorie in die Praxis umzusetzen und die Ziele der Global Marshall Plan Initiative zu verbreiten. 

Anhand eines Planspiels lernen die Teilnehmer systemisch zu denken und erkennen die Risiken, die von fehlenden globalen Rahmenbedingungen ausgehen. Im Anschluss werden die Teilnehmer einen Impulsvortrag zum Global Marshall Plan hören und über die Kernforderungen der Initiative und ihre Wirkung in Richtung eines besseren Ordnungsrahmens für die Weltwirtschaft diskutieren. Aktuelle Projekte im Netzwerk der Initiative werden vorgestellt und als Inspiration für eigene Ideen genutzt. Diese Ideen werden anschließend im Hinblick auf konkrete Realisierungsschritte diskutiert. 

Ziele:
Die Teilnehmer lernen anhand des Beispiels Global Marshall Plan alternative Lösungsvorschläge kennen und werden inspiriert, weitere Menschen für globale Themen und Werte sowie für die Notwendigkeit globaler Rahmenbedingungen zu sensibilisieren und zu mobilisieren.

Hinweis: Die Impuls-Academy ist eine Kurzversion der normalerweise an drei Blockwochenenden stattfindenden Global Marshall Plan Academy. Diese ist die offizielle Multiplikator/innenschulung der Global Marshall Plan Foundation, in Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft Club of Rome, der Think Camp Genossenschaft, dem Ökosozialen Studierendenforum Österreich und der SPES Zukunftsakademie in Schlierbach, Österreich. Mehr zur großen Academy erfahren Sie auf der Academy-Webseite.

Seminarleitung: Helge Bork, Andreas Huber, Gisela Wohlfahrt

Zielgruppe: Interessierte und engagierte Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft.

Termin: Samstag, 12. Mai 2012, von 10:00 – 16:00 Uhr
Ort: Koordinationsbüro Hamburg

Infos zur Anmeldung:
Max. 16 Teilnehmer, Anmeldeschluss ist der 08. Mai 2012, symbolische Teilnehmergebühr von 5 Euro, Anmeldung bei Gisela Wohlfahrt unter workshop@globalmarshallplan.org

Das ausführliche Programm werden Sie demnächst hier vorfinden.

Wenn Sie sich bereits im Voraus über das Aktiv sein innerhalb der Initiative informieren möchten, werfen Sie doch einen Blick in das "Handwerkszeug zum Aktiv werden".

Die "Aktionstage Politische Bildung" sind eine bundes- und europaweite Kampagne von und für die politische Bildung. Die Kampagne präsentiert die Vielfalt der Akteure, Zielgruppen und Aktionen lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das breite und wichtige Angebot politischer Bildung innerhalb der Zivilgesellschaft. Hier erfahren Sie mehr!

 

Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit in Karlsruhe - bereits zum zweiten Mal

13.06.2012 - 14.06.2012
Karlsruhe


Die Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe freut sich auf viele Besucher

 

Auch dieses Jahr wird es an der Universität Karlsruhe wieder die Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit geben. Die Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe und weitere engagierte studentische Initiativen des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sind bereits dabei die zweiten Karlsruher Hochschultage, welche vom 13. bis zum 14. Juni 2012 stattfinden werden, zu organisieren. 

Diesmal unter dem Schwerpunktthema "Eine Frage der Ethik?", werden Studenten und weitere interessierte Menschen erneut die Möglichkeit haben sich bei Workshops und Vorträgen über relevante Themen zu informieren und eigene Ideen einzubringen. Die Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe hat vor an den Erfolg der Hochschultage vom letzten Jahr anknüpfen. 

Eröffnet wird der Hochschultag vom ehemaligen Grönlandminister Dänemarks Tom Hoyem und durch die erste Bürgermeisterin von Karlsruhe Margret Mergen. Des Weiteren erwartet Sie verschieden Workshops in Kooperation mit tollen Partnern wie z.B. zu nachhaltigem Studentenleben oder zum Thema erneuerbare Energien.

Am 13. Juni 2012 können Sie um 19:00 Uhr an einer spannenden Podiumsdiskussion zu „Entwicklungszusammenarbeit“ teilnehmen, mit Diskussionsleiter Dr. Stefan fuchs, Lehrbeauftragter des Journalismus, freier Journalist des SWR und unter anderem Günther Nooke, Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin und Dr. Rolf Steltemeier, Referatsleiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit sowie Pressesprecher des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
 

Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm finden Sie auf der Projektseite hochschultage.org, der Website der Lokalgruppe und deren Facebookseite. Hier finden Sie das Plakat und Programm.

*** Die Hochschultage sind ein gemeinsames Projekt von der Global Marshall Plan Initiative und fünf weiteren Partnerorganisationen. Interessierte und Lokalgruppen, die einen solchen Hochschultag organisieren wollen, können sich gerne bei Gisela Wohlfahrt unter hochschultage@globalmarshallplan.org im Projektbüro der Initiative melden.***

 

 

Erster Hochschultag in Kiel

27.06.2012 - 28.06.2012
Kiel


Auftaktveranstaltung zu den Kieler W-Events

 

Am 27.06.2012 wird der erste Hochschultag in Kiel stattfinden. Als Auftaktveranstaltung wird der Hochschultag die Kieler W-Events, Veranstaltungen zu den Themen Weltethos, Weltinnenpolitik und Weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft, einleiten.

Zu Ehren von Carl Friedrich von Weizsäcker, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre und als Vordenker der Weltinnenpolitik bezeichnet werden kann, werden in Form einer Ringvorlesung unter dem Schirm des Begriffs Weltinnenpolitik Vorträge zu unterschiedlichen Themenbereichen über das Jubiläumsjahr hinweg angeboten und in anschließenden Workshops vertieft werden.Die interdisziplinäre Veranstaltung hat zum Ziel die Teilnehmenden für die Notwendigkeit nachhaltigen Handelns und Wirtschaftens zu sensibilisieren. Der Hochschultag wird den Startschuss für die Veranstaltungsserie geben.

Am 27.06.2012 wird Prof. Dr. Dr. h. c. Ernst Ulrich von Weizsäcker die Veranstaltung um 18 Uhr eröffnet. Ehrengast ist Bundespräsident a. D. Dr. Richard von Weizsäcker. Am darauf folgenden Tag wird eine  spannende Podiumsdiskussion zum Thema "Kann Gewalt als Erfolgsrezept der Mächtigen überwunden werden" statt. Das vollständige Programm finden sie hier zum Download.

*** Die Hochschultage sind ein gemeinsames Projekt von der Global Marshall Plan Initiative und fünf weiteren Partnerorganisationen. Interessierte und Lokalgruppen, die einen solchen Hochschultag organisieren wollen, können sich gerne bei Gisela Wohlfahrt unter hochschultage@globalmarshallplan.org im Projektbüro der Initiative melden.***

 

 

Teilnehmer für das ThinkCamp Futurelab im Juli 2012 gesucht

07.07.2012 - 22.07.2012
Augsburg


Junge Menschen zwischen 17 und 30 Jahren können sich bewerben

 

Die ThinkCamp Genossenschaft, ein Partner der Global Marshall Plan Foundation, veranstaltet vom 7.-22. Juli 2012 das erste Youth Vision Futurelab-2012.

72 junge Menschen aus 7 europäischen Ländern im Alter von 17-30 Jahren werdenn an Visionen und Projekten für eine nachhaltige Entwicklung zu den Themenbereichen „Arbeit, Bildung und Leben in der Zukunft“ arbeiten. Die Teams werden experimentell, spielerisch und künstlerisch Vorschläge für eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung ausarbeiten und Projektvorschläge an Bürger, Unternehmen und öffentliche Organe liefern.

Aufruf zur Bewerbung/Anmeldung:

9 interessierte deutsche Personen dieser Altersgruppe können sich ab sofort für die Teilnahme an der Zukunftswerkstatt bewerben. Das zweiwöchige Programm wird von der ThinkCamp gem. eG unter Mitwirkung von Agenda Foren ausgerichtet. Bewerber richten ihre Anfrage bitte an eu-project@thinkcamp.eu 

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

 

 

Plant-for-the-Planet Akademien 2013

12.01.2013 - 31.12.2013 23:59 Uhr (Ortszeit)
Deutschland, Schweiz und Österreich


Jetzt anmelden und Botschafter werden! - Kinder (8-14 Jahre) und Jugendliche (15-21 Jahre)

 

Die Winterpause dient zum Energie sammeln, denn die erste Aakdemie 2013 findet bereits im Januar statt!

Die Plant-for-the-Planet Akademien sind als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet – ein Bildungskonzept, das Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermittelt. Denn wir müssen lernen: Mein heutiges Handeln hat Einfluss auf das Leben meiner Kinder und auf das Leben von Menschen in anderen Weltregionen. Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, dieses Bildungskonzept zu stärken.

Akademie zum Botschafter für Klimagerechtigkeit (8-14 Jahre):
Auf der Akademie zum Botschafter für Klimagerechtigkeit beschäftigen sich 8-14 Jährige mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise. Ihr erfahrt, was jeder tun kann, lernt Vorträge zu halten, pflanzt Bäume und plant erste eigene Aktionen. Zum Abschluss der Akademie werdet ihr zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ernannt und erhaltet ein großes Informationspaket. Damit wird das Mitmachen kinderleicht und ihr könnt zu Hause und in der Schule gleich loslegen. Die Teilnahme und Verpflegung sind für die Kinder kostenlos!

Akademie zum Zukunftsbotschafter, „Schwerpunkt Verhandlungsführung“ (15-21 Jahre):
Die Akademie zum Zukunftsbotschafter, „Schwerpunkt Verhandlungsführung“ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15-21 Jahren, die sich damit beschäftigen, den Plant-for-the-Planet 3-Punkte-Plan in die Realität umzusetzen. Während der Akademie erarbeitet und übt ihr zu überzeugen, zu argumentieren sowie den Umgang mit Wiederstand. Die Teilnahme und Verpflegung sind für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kostenlos.

Folgende Akademien sind 2013 bisher geplant:

12.01.2013     Deutschland, Lübeck (Alter: 8-14)
09.03.2013     Deutschland, Gelsenkirchen (Alter: 8-14)
13.04.2013     Deutschland, Garbsen (Alter: 8-14)
13.04.2013     Deutschland, Oer-Erkenschwick (Alter: 8-14)
20.04.2013     Deutschland, Ludwigsburg (Alter: 8-14)
20.04.2013     Deutschland, Dülmen (Alter: 8-14)
20.04.2013     Deutschland, Unterhaching (Alter: 8-14)
20.04.2013     Deutschland, Readevormwald (Alter: 8-14)
27.04.2013     Detuschland, Garmisch (Alter: 8-14)
27.04.2013     Detuschland, Kronberg (Alter: 8-14)
27.04.2013     Detuschland, Gilching (Alter: 8-14)
27.04.2013     Detuschland, Dornstadt (Alter: 8-14)
11.05.2013     Deutschland, Rattenkirchen (Alter: 8-14)
04.06.2013     Deutschland, Denkendorf (Alter: 8-14)
08.06.2013     Österreich, Feldkirch (Alter: 8-14)
21.09.2013     Deutschland, Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Alter: 8-14)
28.09.2013     Deutschland, Bielefeld (Alter: 8-14)
12.10.2013     Deutschland, Aachen (Alter: 8-14)

Eine Übersicht aller feststehenden Termine findet sich auf unserer Internetseite. Weitere Termine sind in Planung und werden zeitnah auf unserer Internetseite und im Newsletter bekannt gegeben.

Reservieren Sie frühzeitig einen Platz für Ihre Kinder und Schüler, indem Sie am besten schon heute die kostenlose Online-Anmeldung vornehmen.
Erzählen Sie doch auch Freunden, Bekannten und Kollegen von der Akademie und kommen Sie mit Ihren Kindern bzw. Schülern gemeinsam zur Veranstaltung. Besonders zur Abschlussveranstaltung einer jeden Akademie sind Eltern, Lehrer, Freunden und Interessierten herzlich eingeladen.

Die Kinder wollen sich gegenseitig "empowern". Das Plant-for-the-Planet Sekretariat stellt den Kindern Bildungsmaterial über die Klimakrise zur Verfügung. Das ist nur dank Spenden möglich. Jeder noch so kleine Betrag zählt. Hier können Sie spenden.

 






News-Redaktion
Global Marshall Plan Foundation
Andreas Huber (V.i.S.d.P.R.), Gisela Wohlfahrt

Global Marshall Plan Foundation
Koordinationsbüro
Ferdinandstraße 28-30
D-20095 Hamburg
www.globalmarshallplan.org
office@globalmarshallplan.org


Die Global Marshall Plan Initiative setzt sich ein für eine Welt in Balance. Das Gleichgewicht soll wiederhergestellt werden durch eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft, eben einen Global Marshall Plan. Die Initiative wird von vielen tausend Organisationen und Einzelpersonen unterstützt. Koordiniert wird sie durch einen Kreis von derzeit sieben Organisationen: Deutsche Gesellschaft Club of Rome, Global Marshall Plan Foundation, Ökosoziales Forum Europa, Ökosoziales Studierendenforum Österreich, Peter Hesse Stiftung, Stiftung Weltvertrag, ThinkCamp gem. eG.

Global Marshall Plan News ist das Medium, um über die neusten Entwicklungen und Aktivitäten im Netzwerk zu informieren. Beiträge zu den News werden von verschiedenen unterstützenden Organisationen eingestellt. Der Newsletter wird von der Global Marshall Plan Foundation als Dienstleistung an die Initiative aus den Beiträgen redaktionell erstellt und erscheint monatlich, gewöhnlich jeden zweiten Donnerstag im Monat. Bitte senden Sie Artikel bis zum Freitag des vorhergehende Monats an news@globalmarshallplan.org.

Aus Gründen der Lesbarkeit verwenden wir in unserem Newsletter das generische Maskulinum im geschlechtsneutralen Sinne. In Beiträgen anderer Autoren kann dies anders gehandhabt werden.


Wenn Sie die Global Marshall Plan News nicht mehr beziehen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an unsubscribe@globalmarshallplan.org