Stimmen

Eine Reihe von Persönlichkeiten verschiedenster Hintergründe und Kulturen machen sich bereits für eine "Welt in Balance" stark...

Avi Primor, Ehem. Botschafter Israels in Deutschland

"Solange Leute hoffnungslos sind, folgen sie falschen Propheten. Man müsste einen Weltmarshallplan haben, um der Bevölkerung eine Hoffnung zu geben. Nicht eine Lösung, die Lösung wird noch sehr lange auf sich warten lassen, aber damit die Leute wissen, dass sie irgendwo in der Zukunft etwas erwarten können. Wenn nicht für sich, dann für ihre Kinder oder Enkelkinder. Und dann werden sie diesen falschen Propheten nicht folgen.“

Bibi Russell, Modedesignerin, Model und Gründerin von "Fashion for Development", Bangladesh

"Es ist mir eine große Ehre und Freude, die Global Marshall Plan Initiative mit unterstützen zu dürfen. Sie können sich nicht vorstellen, was es für die Frauen in den Dörfern von Bangladesch bedeutet, zu wissen, dass sich Menschen im fernen Europa für eine fairere Welt einsetzen. Aus tiefer Überzeugung wünsche ich dieser so sehnlich erwünschten Initiative den besten Erfolg.“

Jürgen Schrempp, Ehemaliger Vorstandsvorsitzender von DaimlerChrysler

"Der Marshall Plan war ein visionärer Plan. Genau solche Pläne brauchen wir heute - nicht, um ehemals prosperierende Länder und Wirtschaften wieder aufzubauen, sondern um Wohlstand, wirtschaftliche Entwicklung und die Demokratie zu den Ländern und Menschen zu bringen, die viel zu lange keinen Zugang dazu hatten."

Vandana Shiva, Research Foundation for Science, Trägerin des Alternativen Nobelpreis

"Das Überleben unserer Spezies ist ernsthaft gefährdet – von der Kultur der Gier und des Konsums, entfesselt durch unregulierten Kommerz, und der Kultur des Hasses und der Furcht, entfesselt durch Kriege und Terrorismus. Das gegenwärtige Globalisierungsmodell bedeutet: Globalisierung von Gewalt, Nicht-Nachhaltigkeit, wirtschaftlicher Ungleichheit und sozialer Ungerechtigkeit. Wir müssen Regeln für eine Globalisierung des Friedens, der Gerechtigkeit und der Nachhaltigkeit aufstellen.

Ein weltweiter Marshall Plan muss ökologischen Raum für alle Spezies und Gesellschaften sichern, politischen Raum für alle Kulturen schützen und wirtschaftlichen Raum für alle Menschen gewährleisten. Dies ist die Sicherheitsagenda in diesen unsicheren Zeiten."

Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung

"Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet."

"Letztes Jahr sind nach dem Welternährungsbericht jeden Tag 100.000 Menschen an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen gestorben, alle 5 Sekunden ist ein Kind unter 10 Jahren verhungert. Und dies, obwohl die Weltlandwirtschaft schon heute - ohne Gentechnik, etc. - problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren könnte, wie derselbe Bericht feststellt. D.h., es gibt keinerlei Fatalität für die Massenzerstörung der Welt."

Joseph E. Stiglitz, US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger

Und aus der Rückschau bleibe der Neoliberalismus der Reagan- und Thatcher-Ära vermutlich "eine Episode der Verwirrung". Joseph Stiglitz bleibt aber Optimist: Er glaubt an eine Globalisierung mit menschlichem Antlitz.

Anders Wijkman, Mitglied des Europäischen Parlaments, des Schwedischen Roten Kreuzes und des Club of Rome, Schweden

"Der Global Marshall Plan ist zwingend notwendig, denn er geht Entwicklung und Armutsreduzierung durch einen systemischen Ansatz an. Die Umwelt und soziale Fragen werden von Anfang an integriert und nicht bei Seite geschoben als etwas, worum man sich kümmert, wenn erst Wirtschaftswachstum erreicht wurde. Darüber hinaus wird eine Übereinkunft über gemeinsame Umwelt- und Sozialstandards in Zeiten globaler Wirtschaft dringend benötigt. Sonst riskieren wir ein "Rennen abwärts" - und am Ende wären wir alle Verlierer."

Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger 2006 und Gründer der Grameen Bank

"Die Botschaft, die wir immer in den Vordergrund stellen sollten, ist, dass die Armut in der Welt künstlich erzeugt wurde. Sie ist nicht Teil der menschlichen Zivilisation. Wir können das ändern, wir können Leute aus der Armut herausholen und kommen dann zur realen Situation. Das einzige, was wir machen müssen, ist, unsere Institutionen und Regeln zu überarbeiten, dann wird es keine Menschen mehr geben, die unter der Armut leiden. Ich hoffe, dass dieser Preis dazu beiträgt, dass diese Botschaft viele Male gehört wird, und das in einer Art und Weise, dass die Leute anfangen zu glauben, dass wir eine Welt ohne Armut erschaffen können. Das ist es, was ich gerne tun möchte."

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